YASMINE GALENORN – Das Dunkle Volk 02. Eishauch
von blackrose
- Verlag : Knaur
- Bewertung : 7.5 von 10 Punkte
- Format : Buch
- Veröffentlichung : 03.09.2012
- Autor : Yasmine Galenorn
- Seitenzahl : 432
- ISBN oder ISSN : 978-3-426-51116-9
- Sprache : Deutsch

YASMINE GALENORN – Das Dunkle Volk 02. Eishauch (© Knaur Verlag)
Nahtlos führt die amerikanische Autorin Yasmine Galenorn in “Eishauch”, dem zweiten Band ihrer “Das Dunkle Volk”-Reihe, weiter, was mit “Mondschein” begann.
“Seit das dunkle Volk unter der Führung der Winterkönigin Myst zurückgekehrt ist, herrschen in dem kleinen Städtchen New Forest Furcht und Schrecken. Die junge Hexe Cicely versucht mit aller Macht, ihren Heimatort zu verteidigen. Dafür hat sie sogar einen Pakt mit den unberechenbaren Vampiren geschlossen. Mit deren Hilfe gelingt es, den Blutfeen einen empfindlichen Schlag zu versetzen – doch dann bricht der Winter herein, und Eis und Schnee verhelfen Myst zu nie gekannter Stärke …”
Abermals in Ich-Erzählperspektive (aus Sicht der Protagonistin Cicely) verfasst, verfolgt der Leser eine zunehmend komplexer werdende Handlung, die sowohl auf altbekannte Charaktere als auch auf neue Figuren und Verwicklungen treffen lässt.
Den Überblick verliert man allerdings nicht, denn unter anderem sorgt ein angefügtes Personenregister für den nötigen Durchblick.
Obschon die Vergangenheit Cicelys auch in “Eishauch” transparenter wird, nehmen Geheimnisse und Verschwörungen zu. Um hier folgen zu können, kommt der Leser nicht um Band 1 herum. Neulinge der Serie werden es somit schwer haben.
Kennern der Reihe wird hingegen eine Dramatik präsentiert, die kaum Platz lässt für die romantische Seite von “Das Dunkle Volk”.
Im Zentrum des Geschehens stehen somit temporeiche Spannung, Intrigen und Action, während Romantik und Erotik im Gegensatz zu “Mondschein” eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Entsprechend zahmer ist auch der Schreibstil Galenorns ausgefallen.
Häuften sich in “Mondschein” noch Floskeln, Umgangssprache und Flüche, geht es nun ‘gesitteter’ zu. Die Einfachheit der Sprache bleibt aber wie gehabt erhalten, sodass ein schnelles und flüssiges Lesen gewährleistet ist.
Durch die Zunahme der Probleme, denen Cicely sich stellen muss, und die Steigerung der Komplexität des Romans an sich, die viele Einzelheiten über die Figuren und Antworten auf noch offene Fragen mit sich bringt, gleichzeitig aber auch (nicht zuletzt durch ein erneutes offenes Ende) neue Fragen aufwirft, wird die Handlung zwar nicht vorangetrieben, stattdessen erfährt der Leser aber eine Art Aufklärung und Vertiefung des ersten Bandes. Somit ist “Eishauch” als Überbrückung zu verstehen, ohne dessen Vorkenntnisse der folgende dritte Teil keinen Sinn machen wird.
Alles in allem merzt Galenorn einige ‘Fehler’ des ersten Bandes aus, fügt dafür aber andere unnötig ein.
Nichtsdestotrotz bleibt ein solider Leseeindruck bestehen, der abermals 7,5 Punkte wert ist.

(© Yasmine Galenorn)








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