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VOODOO HIGHWAY - Broken Uncle’s Inn

VOODOO HIGHWAY - Broken Uncle’s Inn Bild

Zügig preschen die Italiener Voodoo Highway, sprühend vor Spielfreude, durch ihr Debütalbum “Broken Uncle’s Inn” und lassen den klassischen Hard Rock der 70er Jahre in einem modernen und kraftvollen Soundgewand zu neuem Leben erwecken.
Dabei darf selbstverständlich die Hammond-Orgel nicht fehlen. Diese ist permanent zugegen und wird modern dargeboten.

Nach dem kurzen hörspielartigen “Intro (From 1972)” folgt schon der erste eigenständige Song namens “Till It Bleeds”. Mit reibendem Drumming, steter dominierender Hammond-Orgel-Spielerei und guter Gitarrenarbeit, die auch mal im Solo präsentiert wird, treibt die Band den Hörer durch ihre Songs, an denen dieser mit viel Freude partizipiert.
Eine unterschwellige Fröhlichkeit schwappt dabei auf den Konsumenten über, der nicht mehr ruhig bleiben kann. “Broken Uncle’s Inn” animiert zum Mitwippen und Headbangen gleichermaßen.
In “Running Around” wird ein Hammond-Orgel-Solo zum Besten gegeben, während das Drumming für den nötigen Drive sorgt und die Gitarren durch die Tracks jagen. Handwerklich verstehen die Italiener somit ihre Sache.

Zeit zum Verschnaufen hat der Hörer auf dem neuen Output von Voodoo Highway (mit Ausnahme der Ballade “Heaven With No Stars”) nicht, doch alleine schon der Bandname verrät, dass man wohl nicht auf der Bremse steht.
Die Vocals werden dabei meist klar vorgetragen, im Titeltrack schleichen sich aber auch schon mal Screams und gesprochene Sample-Passagen ein. Mit drei Männern für die Backing Vocals ist zudem für nötige Gesangsdichte gesorgt. Die Mehrstimmigkeit ist besonders deutlich im balladesken “Heaven With No Stars” herauszuhören, welches instrumental auf das Wesentliche reduziert ist. Gleichzeitig klingt dieses aber ab und an ein wenig gewöhnungsbedürftig, wirken die Töne nicht immer ganz gerade gesungen. Dies ist aber Geschmackssache. Jedenfalls stellt der enorm ruhige Song im Vergleich zu den restlichen Gas gebenden Tracks einen Ruhepol dar und sorgt für eine Unterbrechung im Hammond-Orgel Gestöber. Tut den Ohren gut!
Leider kommt man anschließend aber nicht mehr ganz so in Fahrt, wie es zu Beginn der CD der Fall war, sodass die Songs am Ende etwas belangloser erscheinen.

Nach ihrer EP “This Is Rock N’ Roll, Cocks!” folgt nun endlich ein Full-length Album des vielversprechenden Quintetts, das mit einer Spielzeit von knapp 40 Minuten (auf zehn Songs verteilt) für kurzweiligen Zauber in der Hard Rock Hütte sorgt. Und was bleibt zu sagen?! Voodoo Highway machen vom ersten Song an Spaß und halten ihr meist temporeich gespieltes Niveau nahezu bis zum letzten Track “In Fact It’s The Worst” aufrecht. Für alle Classic Hard Rock Fans mit ausgeprägter Vorliebe zum Hammond-Sound ein Muss.

  • Coverbild Copyright : Voodoo Highway
  • Weitere Bilder Copyright : Voodoo Highway
  • Verlag : Voodoo Highway
  • Bewertung : 9 von 10 Punkte
  • Veröffentlichung : 24.06.2011

Trackliste

<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/reviews/Voodoo-Highway-Broken-Uncles-Inn-Foto.jpg" alt="" title="" width="450" height="126" /></div>01 Intro (Since 1972)
02 Till It Bleeds
03 The Fire Will Burn Away
04 J.c. Superfuck
05 Window
06 Running Around
07 Broken Uncle's Inn
08 Heaven With No Stars
09 Gasoline Woman
10 In Fact It's The Worst

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