TURDUS MERULA – Mentem Recipere

von blizzard

  • Verlag : Le Crépuscule Du Soir
  • Bewertung : 6.5 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 00.11.2011
  • Spielzeit : 50:56 min
TURDUS MERULA - Mentem Recipere

TURDUS MERULA – Mentem Recipere (© Le Crépuscule Du Soir)

“Mentem Recipere” ist ein Werk, das optisch erst einmal nicht so recht offenbart, was inhaltlich geboten werden wird. Also rein in den Schacht und gelauscht, was da wohl hervorkommen mag.

Es dürfte natürlich absolut nichts Neues sein, dass der depressive Schwarzstahl mittlerweile ein gern genutztes (oder eher ausgelutschtes?) Mittel ist, um seinen jeweiligen Emotionen freien Lauf zu lassen.
Auch Turdus Merula (Die Amsel) ist genau jenem Genre zuzurechnen und bietet uns auf “Mentem Recipere” sieben Vertonungen, die allesamt in Latein betitelt sind und, entsprechend ihrer Natur, im Gesamtbild recht schwerfällig daherkommen.
Der verzerrte Gesang dürfte dabei Geschmackssache sein, sollte zukünftig aber definitiv variabler umgesetzt werden.

Was dem Silberling ebenso anhaftet, ist die Tatsache, dass da nichts Herausragendes angeboten wird. Vielleicht hätte man diesen Umstand mithilfe von speziellen Eingebungen oder markantem Klanggut umgehen können. Das soll nun nicht heißen, mit “Mentem Recipere” einen schlechten Silberling in den Händen zu halten, aber regelmäßig mit ‘herkömmlichen’ Alben bombardiert zu werden, sorgt doch logischerweise dafür, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Manche Depri-Puristen rümpfen darüber vielleicht die Nase, aber wenn der Wiedererkennungswert fehlt, kann man logischerweise einfach nicht den Eindruck haben, hier wirklich etwas zu verpassen.

Ich sag es ja nur ungerne, aber obwohl “Mentem Recipere” im Grunde einen soliden Eindruck hinterlässt, gibt es von dieser Sorte Musik mittlerweile unzählige ähnlich geartete Tonträger.
Der Inhalt bezieht sich auf eine Reise in die Unterwelt und wieder zurück; eben auch relative Standardkost, die uns die Schwedin Disa hier serviert.
Mit der Veröffentlichung “Mentem Recipere” schafft man es letztendlich nicht, sich vom Einheitsbrei zu lösen und serviert alles in allem eben leider nur Durchschnittsware.

Trackliste

01 Descencus
02 Casus
03 Adventus
04 Cursus
05 Reditus
06 Ascensus
07 Gnosis

Autor

Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!