TRI STATE CORNER – Historia

von Hypnotoad

  • Verlag : Echozone
  • Bewertung : 9 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 00.00.2011
  • Spielzeit : 40:39 min
TRI STATE CORNER - Historia

TRI STATE CORNER – Historia (© Echozone)

Der namensgebende Track “Historia” dieses Tri State Corner Albums startet mit einem eindrucksvollen Instrumentalpart.
Dieser ist recht lang angelegt aber trotzdem spannend genug, dass man intensiv hinhört.
Interessant gestaltet sich der kreative und durchaus gelungene Übergang zum eigentlichen Titel, welcher druckvoll, nicht zu schnell und somit ideal ausfällt, um diese Scheibe zu eröffnen.
Der Refrain ist nicht unbedingt das Highlight des Titels, gefällt aber trotzdem gut.

“Katastrophy” bietet ein Intro, das laut gehört werden will. Tut man dies, ist man zwar nach kurzer Zeit sein Hörvermögen los, hat aber wirklich geile Drums konsumiert.
Tri State Corner haben “Katastrophy” als ‘schnelle Ballade’ (so es so einen Songtyp gibt) angelegt.
Der Text wird nahezu verträumt dargebracht, während die Musik zwar langsam aber trotzdem mit ordentlich Wumms gegensteuert. Der Refrain ist ein wenig poppig, dafür allerdings sehr eingängig.

“Nothing At All” könnte man am ehesten als kantigen Popsong betiteln. Obwohl diese Nummer einige interessante und zudem ruppige Momente birgt, ist sie insgesamt glatt angelegt. Vor allem ist es wieder einmal der Refrain, der diesen Eindruck erweckt. Scheinbar haben sich Tri State Corner das Refrainschreiben von einschlägigen und bekannten Bands abgeschaut.
Der Rest von “Nothing At All” ist abwechslungsreich und bietet einige (vor allem für Freunde der härteren Gangart) interessante Momente.

“Fight!” ist endlich mal ein Song, der seinem Namen gerecht wird. Tri State Corner zeigen sich von ihrer doch ziemlich harten Seite und liefern einen kantigen Track, der besonders durch die Gitarren überzeugt.
Der Gesang ist tierisch aggressiv und macht richtig Spaß zu hören.
Hin und wieder sind gekonnt machtvolle Drums eingeflochten. Aber man mag es kaum glauben, der Refrain ist wieder einmal aalglatt und absolut charttauglich. Immerhin ist dieser gelungen in den Titel integriert.

Mit “Sudden Turn” findet “Historia” dann ein Ende. In der instrumentalen Anfangssequenz geben Tri State Corner amtlich Gas, lassen aber trotzdem alle Komponenten erkennen. Sobald der Gesang einsetzt, werden die Instrumente auf ein Minimum reduziert, was im Refrain – diesmal angenehm hart – aufgehoben und auf den Status des Anfangs zurückgebracht wird.
“Sudden Turn” ist eindeutig einer der besten Titel dieser Scheibe.

Auch wenn ich diverse Refrains dieses Albums kritisiert habe, haben Tri State Corner ein in sich stimmiges Werk abgeliefert, welches absolut feierbar ist. Man kann dazu abrocken oder es entspannt auf der Couch hören und entdeckt dank der ziemlich komplexen Songs mit jedem Durchlauf immer wieder neue Elemente. Daher komme ich zu einer sehr guten Wertung von neun Punkten.

Tri State Corner – “Sooner Or Later”

(© Tri State Corner)

Trackliste

01 Historia
02 Katastrophy
03 Nothing At All
04 Sooner Or Later
05 A Native Becomes A Stranger
06 I Swear
07 Fight!
08 Sleepless
09 Human Race
10 I'm That Guy
11 Resignation
12 Sudden Turn

Autor

“Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson