TORTORUM – Extinctionist

von blizzard

  • Verlag : W.T.C. Productions
  • Bewertung : 6.5 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 20.04.2012
  • Spielzeit : 44:16 min
TORTORUM - Extinctionist

TORTORUM – Extinctionist (© W.T.C. Productions)

Dead To This World-, Gorgoroth- und Spearhead-Mitglieder sind es, die sich hier eingefunden haben, um auf “Extinctionist” unheilige Botschaften aus den tiefen Wäldern Norwegens zu verkünden.
Die treibende Kraft sind Angaben zufolge u.a. die Verachtung gegenüber schwachen Religionen und (natürlich!) die Verehrung der dunklen Seite.
So weit, so gut und für Black Metal eben typischer Standard. Und auch der ‘Bandinzest’ ist gerade für Skandinavien ein weiteres, scheinbar völlig normales Phänomen und so scheint der Strom hervorbrechender Formationen irgendwie überhaupt nicht mehr abzureißen.

Was die Burschen unter dem Namen Tortorum dabei abfackeln, ist lebendiger und agiler Black Metal.
Tastengeplänkel darf jedoch nicht erwartet werden, vielmehr kommen die drei Dunkelmänner der alten Tradition nach. Und seien es nun das aggressive “All Mercy Devoured” oder ein mit stimmiger Gitarrenarbeit veredeltes “Kindling The World Conflagration”, Tortorum gehen ordentlich ans Eingemachte und Kompromisse gibt es ebenso wenig.
So wackelt die Schießbude mit “Fucking Worthless” bedächtig und auch ein “Mother Infirmity” fegt amtlich durch die Bude.

Aber selbst für eine Band aus gestandenen Musikern und trotz genannter Titel liegt von Tortorum nichts Außergewöhnliches vor.
Dank der gelegentlichen Thrash Metal Einschübe verliert man sich zwar trotzdem glücklicherweise nicht im herkömmlichen Einheitsbrei, was aber eben nicht darüber hinwegtäuscht, dass “Extinctionist” leider keine Höhepunkte oder Markantes birgt.
Nach mehreren Durchgängen kristallisiert sich dies immer mehr heraus und so landet man mit diesem Werk lediglich im gehobenen Mittelfeld.

“Extinctionist” ist das Debüt von Tortorum und gleichzeitig zudem der Beweis dafür, dass Namen nicht unbedingt immer die damit verbundenen Erwartungen erfüllen.
Wer ein Brett der alten Schule erhofft, der darf zugreifen. Wer aber Innovation sucht, der wird mit vorliegendem Silberling wohl eher weniger befriedigt und sich vielleicht besser nach einer Alternative umsehen müssen.

Trackliste

01 Aeonscourge
02 In Pestilence Majesty
03 Grace Of Hatred
04 All Mercy Devoured
05 Kindling The World Conflagration
06 Fucking Worthless
07 Gloria In Extinction
08 Mother Infirmity
09 For The Ruin Of All

Autor

Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!