SVARTI LOGHIN - Sea Of Green
von blizzard
- Verlag : A Sad Sadness Song
- Bewertung : 8 von 10 Punkte
- Format : EP
- Veröffentlichung : 00.11.2011
- Spielzeit : 26:01 min

SVARTI LOGHIN - Sea Of Green (© Svarti Loghin)
Wer auf melancholische Klangwelten der Marke Katatonia oder Alcest abfährt, darf nun seine Ohren spitzen, denn eine ähnliche Schiene fahren die schwedischen Burschen von Svarti Loghin, die uns mit “Sea Of Green” eine überaus gute Probe ihres Könnens abgeben.
Der Bandname lässt sich als ‘Schwarze Flamme’ übersetzen, wobei die Skandinavier aber keinesfalls mit herkömmlichem Schwarzstahl in einen Topf zu werfen sind.
Vielmehr bekommt man melancholisch-depressiven Black Metal (im weiten Sinne) mit Rockanleihen serviert, was gar nicht mal schlecht daher kommt.
Auffallend ist dabei eine gute Gitarrenarbeit und in Verbindung mit einer lebendigen Taktgegebenheit, wie etwa bei “Celestial Bounds In Cosmic Infinity”, kommt richtig Schmackes auf.
Ebenso ist die cleane Gesangsdarbietung als angenehm zu benennen, ebenso wie die sphärischen Tasteneinwürfe, welche aber eher verhalten und sparsam ihren Einsatz finden.
Obwohl “Sea Of Green” bereits nach Erstkontakt durchaus seine Spuren zu hinterlassen vermag, so dauerte es dennoch mehrere Durchgänge meinerseits, bis ich richtig warm mit dem Gebotenen wurde.
Den Metal-Freak der derben Klänge wird dieses Werk wohl kaum ansprechen, Melancholiker dürfen sich hingegen die Finger lecken.
Dabei schafft es die Band, das gute Niveau die gesamte Spieldauer zu halten, wenngleich ein “Black Moon” doch etwas unauffällig erscheint. Jene Darbietung ist dann zugleich der Ausklang dieser doch recht kurzen Angelegenheit.
Fraglos ist das Album ein ansprechendes Stück Musik geworden, aber dennoch kann man (noch) nicht mit den anfangs erwähnten Bands mithalten. Dafür liegen gesanglich sowie musikalisch noch ein paar Stufen dazwischen.
Allerdings ist Svarti Loghin eine Band mit enormen Potenzial, und wenn der eingeschlagene Weg weiter ausgebaut und verfeinert wird, dann steht uns in Zukunft mit Sicherheit noch etwas Großes bevor.
Wer also ein feinfühliges Werk sucht, mit dem man ab und an auch die Seele baumeln lassen kann, der ist hier fraglos gut beraten, denn trotz kleiner Unterschiede zu den großen Brüdern ist “Sea Of Green” qualitativ recht weit oben anzusiedeln.

(© Svarti Loghin)
Trackliste
01 Cloud Man
02 Sea Of Green
03 Transparent
04 Celestial Bounds In Cosmic Infinity
05 Black Moon










Autor
Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!