SININE – Dreams Come True

von blackrose

  • Verlag : Accession Records
  • Bewertung : 10 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 19.10.2012
  • Spielzeit : 37:35 min
SININE - Dreams Come True

SININE – Dreams Come True (© Accession Records)

Melancholisch debütierte das estländische Projekt Sinine mit dem Album “Butterflies” und melancholisch geht es auch auf dem nun folgenden Zweitwerk namens “Dreams Come True” zu.

Trotz der dadurch teils vorherrschenden Schwermut, die einer Vielzahl der insgesamt elf Songs innewohnt, strahlt das Album einen positiven Charme aus, der das eine oder andere Mal gar zum Tanzen einlädt.

Kopf der Formation, Mauno Meesit, besticht dabei durch seine warme, feinfühlige Stimme, die in Songs wie “Sel Teel”, “I Can’t See You” oder “Call Me” durch weibliche Gastvocals bereichert wird.

Die dadurch zu Duetten avancierten Titel bergen nicht nur unterschiedliche Facetten verschiedener Gastsängerinnen, sondern verleihen dem Album “Dreams Come True” zudem eine gewisse Portion Abwechslung.
Nicht immer handelt es sich dabei allerdings um Balladen, wie beinahe zu erwarten und in “Call Me” zudem der Fall ist.
Vielmehr zeigen das in estnischer Sprache vorgetragene “Sel Teel” oder “I Can’t See You”, dass Sinine unberechenbar zu Werke gehen und Wave-poppige Augenblicke ohne Kitsch erschaffen können.

Den Beginn in das Album macht jedoch zunächst “February”. Gesangliche Unterstützung erfährt der sehr reduzierte und einem Intro gleichkommende Track durch Ann-Mari Thim, den meisten vermutlich eher ein Begriff durch ihre Sangeskünste bei der Band Arcana.
Sphärisch, poppig und mit einer Prise elektronischer Spielereien versehen baut “February” eine Atmosphäre auf, die wegweisend, jedoch nicht exemplarisch ist für das Kommende.

Denn “I’m Dreaming”, der einzig auf männlichen Vocals beruhende Folgesong, wirkt weit weniger ‘exotisch’.
Ein eingängiger Refrain, der gelungene, sich steigernde Aufbau des Titels, die sanften Melodiebögen und eine Laufzeit von präzisen 3:36 Minuten eignen sich hervorragend für das Spielen in angesagten Radiostationen, wo “I’m Dreaming” sicherlich schon bald auch landen wird.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Spielzeit der Lieder auf “Dreams Come True” sehr übersichtlich ausgefallen ist. Eine Länge von knappen 38 Minuten bei elf Songs ist ein kurzweiliges Vergnügen. Umso wichtiger, dass es Sinine gelungen ist, dennoch ihre Stärken in all der Kürze unterzubringen. So kommen die Songs zügig auf den Punkt, liefern schnörkellos mitreißende, teils tragende, teils vergnügliche Momente. Ein Drücken der Repeattaste bleibt darüber hinaus angesichts der gebotenen Abwechslung nicht aus.

10 Punkte, mehr geht nicht.

 

 

Sinine – “I’m Dreaming”

(© Sinine)

Trackliste

01 February (feat. Ann-Mari Thim (Arcana))
02 I'm Dreaming
03 I Can't See You
04 Sel Teel (feat. Sandra Nurmsalu)
05 Stronger
06 Call Me (feat. Anneliis Kits)
07 Where Are You Going
08 Vaata
09 All The Same
10 Light
11 Highlands

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