SERPENT SAINTS – All Things Metal

von blackrose

  • Verlag : Emanes Metal Records
  • Bewertung : 8.5 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 01.02.2012
  • Spielzeit : 44:29 min
SERPENT SAINTS - All Things Metal

SERPENT SAINTS – All Things Metal (© Emanes Metal Records)

‘Old-fashioned Heavy Fucking Metal’ – das ist das Motto und die Selbstbeschreibung der Dänen von Serpent Saints auf ihrem ersten Album “All Things Metal”.

Auf diesem liefert man insgesamt neun Songs ab, die des Öfteren eine Atmosphäre à la King Diamond verströmen, dem Tempo von Priest-Songs in nichts nachstehen, die rotzig-coole Attitüde einer Band wie Motörhead verkörpern und einige Male schrilles, helles Gitarrengefrickel der guten alten 70er zur Schau stellen. Für Abwechslung ist – unschwer zu erkennen – also gesorgt; ein Pluspunkt, der “All Things Metal” über seine Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten nicht langweilig werden lässt.

Altbacken wirkt das Ganze trotz der Anlehnungen an längst vergangene Tage nicht, zumindest, wenn man von der Produktion absieht.
Diese wurde nämlich (hoffentlich absichtlich und nicht ungewollt!) authentisch gehalten und kommt eher dumpf und unausgewogen daher. Schade, hätte man doch mit kraftvollerem Sound einen gelungenen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und so Altbewährtem eine frische, moderne Note verleihen können.

So verpasst man sich jedoch auch klanglich ein Old School Gewand, das allerdings gleichzeitig der dunklen, geheimnisvollen Stimmung auf “All Things Metal” durchaus gut tut.
Ähnlich hat man diese bereits bei oben erwähnten King Diamond gehört, sodass ein okkulter Charakter dem Hörer nicht verborgen bleibt.

Den Start in den Silberling legt “Revenge From The North” hin.
Ein schleppend beginnender Titel, dem es an gutturalen Black-Metal-Sangestechniken nicht fehlt. Diesbezüglich konnten einzelne Mitglieder von Serpent Saints wohl ihre Vergangenheit in Bands wie Ad Noctum nicht ganz ablegen.
Dazu gesellen sich immer wieder Heavy Metal typische Kreischgesänge, die zudem in den hohen Tönen weder schlappmachen noch erzwungen wirken.
Ein Auftakt, der vielversprechend klingt und eindeutig neugierig auf mehr macht, weiß sich “Revenge From The North” doch zu entwickeln.

Nachdem in “Rising” vor allem die Gitarrenarbeit gefällt, stellt man mit “Warhorse”, welcher an Tempo etwas zunimmt, einmal mehr den Bass ins Zentrum des instrumentalen Geschehens. Markant werden diese Schwerpunkte jeweils in Szene gesetzt; dies auch gerne in einem Solo.
Beide Songs sind darüber hinaus einen Anspieltipp wert.

“Come To The Sabbath” kommt dem wehrten Hörer bekannt vor? Könnte sein, denn hier covert man fleißig einen Mercyful Fate Song.
Und obschon man nah am Original bleibt, was nicht verwundert, richtet man den eigenen Stil doch an Bands wie Mercyful Fate, Priest oder King Diamond aus, verleiht man dem Titel eine gewisse Frische und in Anbetracht der ansonsten eher ‘laschen’ Produktion durchaus auch Power. Fast besser als das Original!

Überraschenderweise nimmt die Spannung auf dem Debütalbum einfach nicht ab. Unvorhersehbare Entwicklungen der Titel, Rhythmus- und Melodiewechsel, gesangliche Vielfalt sowie handwerkliches Geschick sorgen für eine gute Unterhaltung, die als Alternative zu den alten Hasen des Genres gewertet werden kann.

Verdiente sehr gute 8,5 Punkte bleiben für “All Things Metal” somit übrig, das in Zukunft produktionstechnisch jedoch den Sprung in die Moderne wagen sollte.

Trackliste

01 Revenge From The North
02 Rising
03 Warhorse
04 Lucifers Hand
05 Witchhunt
06 All Things Metal
07 Come To The Sabbath (Mercyful Fate Cover)
08 Hang 'Em High (Intro)
09 The Hangedmans Song

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