PATH OF DESTINY – Parasite God
von TexJoachim
- Verlag : Eigenvertrieb
- Bewertung : 8 von 10 Punkte
- Format : EP
- Veröffentlichung : 01.02.2012
- Spielzeit : 25:04 min

PATH OF DESTINY – Parasite God (© Path Of Destiny)
Immer öfter erklingt das Wehklagen, dass es der Musikindustrie schlecht ginge. Glücklicherweise gibt es im Metalbereich einen gut funktionierenden und gut tönenden Underground.
Apropos Underground: Mit “Parasite God” schicken sich die Thüringer Path Of Destiny an, selbigen zu verlassen.
Path Of Destiny sind eine recht frische Band (Gründung 2007), die vor der aktuellen EP “Parasite God” noch ein vollständiges Album (“Rise & Fall”, 2010) eingespielt haben, welches ebenfalls im Eigenvertrieb unter die Mosher gebracht wurde.
Ihren Stil beschreibt die Band als Mischung aus Melodic Death Metal sowie Black Metal und verortet sich in einem Sounddreieck zwischen Dimmu Borgir, Behemoth und In Flames.
Dem kann ich leider nicht vollständig zustimmen. Klar, Death Metal ist die Mucke auf jeden Fall. Einen leichten Einschlag von Dimmu Borgir kann ich ebenfalls heraushören; vor allem die häufig im Background durchschimmernden Keyboard- bzw. Orchesterpassagen (besonders prägnant in den geilen Stücken “Messiah” und “Parasite God”) weisen in Richtung der Vorbilder, glücklicherweise ohne den Sound so stark aufzuweichen, wie bei den Freunden des Hollywood Black Metal.
Nein, die Grundhärte ist hoch und wird durch die atmosphärischen Elemente keineswegs ihrer Brutalität beraubt. Dazu werden die Keys zu perfekt in den Sound eingeflochten.
Der In Flames Referenz kann ich ebenfalls zustimmen. Path Of Destiny arbeiten eingängig, songdienlich melodisch. Kann man niemandem zum Vorwurf machen, das Ergebnis zählt und auf “Parasite God” ist dieses top. Da darf man auch ‘Ramtamtam’-Riffs ausgraben (“Stillborn Future”), wenn der Song so geil runtergezockt wird.
Kommen wir zum kleinen Punkt der Selbstüberschätzung: Behemoth. Machen wir es kurz: nicht wirklich. Das Material von “Parasite God” hat dafür einfach zu wenig Ecken und Kanten, ist zu gradlinig aufgebaut. Nicht, dass das schlecht wäre, ganz im Gegenteil, aber Behemoth klingen anders. Einen Hauch brutaler, dafür aber auch weniger eingängig, weniger melodisch. Genau hier liegt aber die Stärke von Path Of Destiny. Daher bitte dringend den bislang eingeschlagenen Weg fortsetzen und nicht künstlich einen auf sperrig machen.
Fazit: Eine starke EP, die die Thüringer Recken da eingetütet haben. Sauber und druckvoll produziert und edel aufgemacht. Ein bisschen länger hätte es schon werden dürfen, aber mir ist eine solide EP lieber als ein Album mit Durchhängern.
Durchhänger gibt es bei dieser Veröffentlichung glücklicherweise keine, daher zücke ich 8 Punkte.
Erwerben könnt ihr das Scheibchen übrigens für lächerliche 5 EUR (plus 2 EUR fürs Porto) auf der Website der Band.
Zugreifen (das schließt Labels übrigens ein)!
Path Of Destiny – “Stillborn Future”

(© Path Of Destiny)
Trackliste
01 Rise Of The Fallen One
02 Unleashed Memories
03 Messiah
04 Parasite God
05 Stillborn Future
06 Frozen Heaven










Autor
Death, Black, Doom, Power .... egal, hauptsache Metal!