OBSCURITY – Obscurity
von Don Peperoni
- Verlag : Trollzorn
- Bewertung : 9 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 19.10.2012
- Spielzeit : 51:13 min

OBSCURITY – Obscurity (© Trollzorn)
Die Gründung der Band Obscurity aus dem Bergischen Land geht auf das Jahr 1997 zurück.
Bis heute wurden sechs Alben veröffentlicht, wovon der letzte Silberling den Bandnamen “Obscurity” trägt.
Eigens bezeichnen die Mannen ihren Stil als ‘Battle Metal’, der sich aus Fragmenten des Thrash-, Power-, Death-, Black- und Viking Metal zusammensetzt.
Neben den harten Vocals der bedienten Genres finden auch Klargesänge ihre Daseinsberechtigung, um den Sound kollektiv aufzuwerten.
Die überwiegend auf Deutsch enthaltenen Texte sind trotz Growling gut verständlich.
Rifftechnisch bringen die Musiker eine angenehme Bandbreite ausgewählter Kompositionen ans Tageslicht, welche eine dezente Aggressivität besitzen und gleichzeitig atmosphärisch in die Pagan-Ebene entführen.
Auch epische Keyboardsequenzen fehlen auf diesem Album nicht.
Wie viele deutschsprachige Bands muss sich auch Obscurity oft mit Kritikern herumschlagen, die der Band einen nationalistischen Beigeschmack andichten, was aber konsequent und überzeugend dementiert wird.
Es sind lediglich Songs über Mythologie und germanische Schlachten, welche Verwendung finden und dieser Thematik bedienen sich im Grunde alle Pagan-Bands.
Traditionell ziert auch auf “Obscurity” wieder der Bergische Löwe das Frontcover des Langspielers.
“Obscurity” von gleichnamiger Band schließt nahtlos an die vorhergegangenen Alben an und bestätigt, dass eine Band sich treu sein kann, ohne eine Kopie seiner selbst zu sein.
So kommt der Silberling mit frischen Riffs daher und besitzt dennoch einen enormen Wiedererkennungswert.
Spitzenmäßiger Pagan Metal mit Refrains, die zum Mitgrölen animieren, sind auf dem Rundstück der Löwenkrieger zu finden.
Pagan-Fans, die schon immer an der Seite von Obscurity gekämpft haben, werden mit zu erwartendem Material versorgt, das für höchste Zufriedenheit sorgen wird.
Diejenigen, die die Band noch nicht für sich entdeckt haben, könnten mit “Obscurity” das passende Einstiegsmedium gefunden haben. Ein Testlauf ist allemal zu empfehlen.

(© Obscurity)
Trackliste
01 In Nomine Patris
02 Obscurity
03 Germanenblut
04 Strandhogg
05 Ensamvarg
06 Blutmondzeit
07 Joermungandr
08 Weltenbrand
09 Fimbulwinter
10 Kein Rückzug
11 So Endet Meine Zeit










Autor
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Das Leben vor dem Tod zu verdammen, wäre demnach auch verkehrt.