NUMP – Eruption
von blackrose
- Verlag : Timezone Records
- Bewertung : 10 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 20.04.2012
- Spielzeit : 50:54 min

NUMP – Eruption (© Timezone Records)
Erstaunlich, was die fünf Jungs von Nump auf ihrem Album “Eruption” fabriziert haben, welches seinem Namen auf ganzer Linie gerecht wird, denn nicht nur einzelne Titel verstehen es, sich zu entwickeln, um schließlich auszubrechen, der gesamte Silberling kommt einer Eruption gleich.
Auf einer gesamten Spiellänge von knapp 51 Minuten klingen die Franken dank der glasklaren und druckvollen Produktion äußerst amerikanisch. Ein Sound, der zum hier praktizierten Mix aus Modern Metal und Alternative Rock durchaus passt.
(Positiv gemeinte) Ecken und Kanten gibt es trotz des glattpolierten Klanges aber dennoch.
Insbesondere beim Gesang – wow, was für eine Stimme! – wird dies mehr als deutlich, gibt sich dieser doch vor allem facettenreich und vielseitig. Dabei dominiert rauer Klargesang, der mit sanften Passagen, Shouts, krächzenden Einschüben sowie pointierten growllastigen Höhepunkten kombiniert wird.
Im Refrain geht es darüber hinaus auch schon mal mehrstimmig zur Sache und im Titeltrack kommt einem unweigerlich ein Vergleich mit System Of A Down in den Sinn.
“Eruption” ist ferner für sein unerwartetes Ende beispielhaft, denn was der Hörer hier präsentiert bekommt, ahnt dieser zu Beginn noch nicht. Für Überraschungen sorgen Nump also auch. Prima, verspricht dies doch viel Abwechslung!
Sphärisch eröffnet das “Intro” den Rundling. Bereits jetzt sind sowohl ein Spannungsaufbau als auch eine Steigerung der Intensität spürbar, die nahtlos in den ersten eigentlichen Song namens “Reborn” überleitet.
Dieser durchlebt unterschiedliche atmosphärische Stadien, die zum Genießen einladen und durch harte Gitarrenwände sowie abwechslungsreichen Gesang an den Hörer transportiert werden.
Langweilig wird es ebenso im Folgesong “Yin vs. Yan” nicht, der eine Schippe Härte drauflegt. Die Gitarrenarbeit ist akzentuierter, das Schlagzeug bietet Breaks und Rhythmuswechsel, während der Gesang fast schon Nu Metal Anleihen aufweist.
Das sich anschließende “Your Lips” ist nur ein Beispiel von vielen, dass eingängige und/oder berührende Melodien im Zentrum der Kompositionen von Nump stehen.
Selbst verschachtelte Songstrukturen können ihnen nichts anhaben, sodass ein Song durch unterschiedliche Phasen, einhergehend mit Tempowechsel, instrumentalen Zwischenspielen oder Gesangsvariationen, zwar lebhaft erscheint, sich aber durch eine stete Eingängigkeit im Refrain im Oberstübchen gleichzeitig festsetzten kann. Den Faden verliert man beim Hören nie, vielmehr nimmt man gebannt teil an den hier gebotenen Prozessen. Und diese reichen von bombastischen, teils gar epischen Entladungen, über balladeske, instrumental reduzierte Passagen hin zu rockigen, temporeichen Arrangements.
Trotz durchschnittlicher Songlängen von fünf Minuten, gelangt man viel zu schnell mit dem Rausschmiss namens “Infiltrate Me”, einem ruhigen, vielschichtigen Stück Musik, das instrumental beginnt, im Refrain in einen soliden, aber emotionalen Alternative Rock Klassiker mündet und zugleich den längsten Song des Werkes darstellt, ans Ende der gelungenen Scheibe, die dazu verleitet, erneut gehört zu werden.
Und so drehen Nump mit “Eruption” eine Runde nach der nächsten im heimischen Abspielgerät; ein Ende ist nicht in Sicht.
Bleiben nur noch verdiente 10 Punkte zu vergeben!
Nump – “Reborn”

(© Julia Pinecker Photography)
Trackliste
01 Intro
02 Reborn
03 Yin vs. Yang
04 Your Lips
05 Things I Desire
06 Eruption
07 A Cover Up For Your Soul
08 When The World Has Fallen
09 Your Way Out
10 Infiltrate Me










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