NECROVATION – Necrovation
von Don Peperoni
- Verlag : Agonia Records / Soulfood
- Bewertung : 9 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 29.06.2012
- Spielzeit : 46:42 min

NECROVATION – Necrovation (© Agonia Records)
Ich weiß nicht, wie es die Schweden bei erotischen Aktionen handhaben, aber der Death Metal aus dem Land der Elche kommt völlig ohne Vorspiel aus. So auch bei der Band Necrovation, die nun ihren aktuellen Langspieler, ebenfalls “Necrovation” betitelt, auf die Menschheit loslassen.
Genretechnisch steuern die Jungs, die bereits 2008 ihren Debütsilberling “Breed Deadness Blood” hervorbrachten, in Richtung Death Metal der alten Schule.
Um noch etwas nostalgischer zu klingen, sind etliche Elemente des typischen Heavy Metal sowie des Thrash Metal mit in den Sound einbezogen.
Da dies wohl immer noch nicht zur kompletten Zufriedenheit der Akteure geführt hat, bekam der Klang zudem einen dezenten Schwarzlack verpasst, womit man dann auch den eigenen Einfluss nachweisen kann.
Dem nostalgischen Sound, der keineswegs altbacken erscheint, sind hier und da Keyboardklänge zugefügt, die dem Silberling ebenfalls an Reichhaltigkeit stärken.
Typisch skandinavisch klingt die Band allerdings nicht, da auch die Truppen, welche merkbar als kreative Muse Einfluss haben, über den Globus verteilt sind. Um nur einige aufzuzählen: es sind zahlreiche Fragmente von Bands wie Metallica, Morbid Angel, Entombed, Hellhammer aber auch Venom zu vernehmen.
Als Ergebnis besticht ein sehr individueller Sound den Hörer in seiner Gunst, der neben dem Abwechslungsreichtum auch noch einen sehr ungewöhnlichen, dennoch maßgeschneiderten Gesangsstil sein Eigen nennen kann.
Stimmlich scheint es so, als ob David Vincent von Morbid Angel mit Lemmy Kilmister (Motörhead) fusioniert hätten.
Aggressionstechnisch gehen die Jungs von Necrovation schon auf ein beachtenswertes Level, aber man klingt lieber derb und räudig, als dass man auf Teufel komm raus vor sich hinknüppelt.
Ein Panzer schleicht auch dezent durch die Gegend und hinterlässt ein Bild der Zerstörung, ohne Tamtam zu veranstalten wie ein Düsenjäger.
Abschließend bleibt zu sagen, dass “Necrovation” ein gelungener Beitrag zum Death Metal ist, der aber auf gleiche Weise Thrash- und sogar Heavy Metal-Fans begeistern wird.
Für alle, die einen Sound mögen, der nicht aufs Extremste aggressive erscheint und durch Räudigkeit sein Ziel erreicht, der sollte sich gewiss mit dem Langspieler “Necrovation” von gleichnamiger Band beschäftigen.
Trackliste
01 Necrovorous Insurrection
02 Dark Lead Dead
03 Pulse Of Towering Madness
04 Commander Of Remains
05 New Depths
06 Sepulchreal
07 Resurrectionist
08 The Transition
09 III Mouth Madness (The Many)










Autor
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Das Leben vor dem Tod zu verdammen, wäre demnach auch verkehrt.