SOMETHING BEAUTIFUL - Songs About Angels

Label : Eigenvertrieb
Format : CD
Veröffentlichung : 00.00.2009
Spielzeit : 01:12:47 min
Website : http://www.denythepain.com/
MySpace : http://www.myspace.com/sobmusic
Bonusmaterial :

SOMETHING BEAUTIFUL - Songs About Angels
Was passiert, wenn man Dream Theater mit Marilyn Manson in einen Topf wirft und das Ganze dann mit einer Prise experimentierfreudigem Gothic Metal durchschüttelt? Richtig, dann erhält man einen Sound à la Something Beautiful. Das Duo aus Chicago trumpft in eben dieser Mischung mit ihrem Konzeptalbum "Songs About Angels" auf.
Auf 12 Tracks kombinieren die Amerikaner progressive Klänge mit metallischen Gitarren, gothischer Grundstimmung und atmosphärischem Gesang, der auch vor gutturalem Gesang nicht zurück schreckt. Auch elektronische Töne und Nu Metal-Style wird passend getroffen und setzt Akzente.

In epischen Songlängen, die auch die 14minütige Spielzeitgrenze sprengen, bieten Dale Tippett Jr. und Justin Smith Abwechslung, die schwer in Kategorien einzuordnen ist.
Während mit dem 2:15 minütigen "Walking Slow Into The Night" nicht nur langsam in die Nacht gewandert wird, sondern auch mit Akustikgitarre in das Gesamtwerk, führt dieser sphärische Klangteppich zum zweiten nun schon 6:13 minütigem Song "A Voice In The Shadows". Dunkler und drückender erklingen die Gitarren und führen die Geschichte des Konzeptalbums nahtlos fort. Leicht elektronisch verzerrte Vocals wechseln sich mit cleanem Gesang ab und spiegeln den Text des Liedes gut wider. Das Tempo zieht im Laufe des Tracks an, mündet in einem gothiclastigen Refrain und endet durch Gitarren'experimente'.
"Crimoson & Violet" schließt an diese instrumentale Inszenierung an, bietet aber ein schnelleres Gitarrensolo und shoutartige Gesangspassagen. Der Wechsel von schnellen und langsamen Rhythmen macht das Lied interessant, wenngleich gegen Ende der Gesang etwas überfordert wirkt.
Nun passiert mit "Pray For Me" erstmal nicht viel Neues. Der Songaufbau wiederholt sich mit schnellen und langsamen Parts immer wieder und die folgenden Songs wirken durch gleiche Intonation der Strophen und Refrains recht ähnlich. Darüber täuschen auch die noch so abenteuerlichen Gitarrensoli nicht hinweg.
"To Those Whose Love Of God Has Gone Away" bringt dann insofern Neuerung, als dass die Gesangsstimme mehr Melodie in das Lied bringt und sich somit mehr von den Vorgängern abzusetzen weiß. Auf einer 8:04 minütigen Länge ist dies aber auch nötig, da das Album sonst zu eintönig würde.
Laut Booklet folgt nun "Something Strange". Doch dieser Song ist nur durch seine Lyrics vertreten und fand den Weg nicht auf die CD. Wer diesen dennoch antesten möchte, kann ihn auf der Bandhomepage downloaden und kommt somit auch in den Genuss von Gastsängerin Niki Hush.
"I´ll Never Tell" täuscht dann erstmal Ruhe an. Diese bleibt weitgehend den gesamten Track bestehen, gewinnt aber an gesanglicher und gitarrenlastiger Härte.
"Daughter Of God" ist ebenfalls sehr balladesk mit Metal-Elementen, jedoch wirkt die Stimme an ihre Grenzen gebracht.
Kurz bevor man denkt, es kann nun nichts Erstaunliches mehr passieren, erklingt das elektronisch gehaltene "Pleasant Dreams". Überrascht dieses schon, so geht es dann auch in "Lay Down" ungewöhnlich zu. An System Of A Down erinnernd wird hier dem Schlagzeug einiges abverlangt und der Gesang erreicht temporeiche Sphären. Interessant. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein, sticht dieses Lied doch sehr vom Rest heraus.
Was zuvor an Ähnlichkeiten produziert wurde, wird in der zweiten Hälfte der CD anscheinend durch experimentelle und genregemischte Ausflüge versucht, wett zu machen. So wundert auch der orientalische Beginn von "Dreams About Your Skin" nicht mehr wirklich.
Zurück zum Metal führt das doublebasslastige "Holding On" und der letzte Track "Even Angels Die" sorgt abschließend für nachdenkliche Momente, die man zu balladesken Akustikgitarren genießen kann.

Man merkt nicht zuletzt an der Songlänge, dass Something Beautiful mit ihren Liedern eine Geschichte erzählen wollen, doch ziehen sich einige Stücke schon extrem lang hin. Bei Überlängen ab acht Minuten aufwärts, würde ich das Sprichwort in der Kürze liegt die Würze empfehlen. Auch die Produktion könnte etwas klarer und druckvoller sein, doch bevor dieses Review nun auch epische Formen annimmt, schließe ich hier mal und empfehle das Album all jenen, die auf interessante Genremischungen stehen.

Anspieltipps: A Voice In The Shadows, Crimson & Violet, To Those Whose Love Of God Has Gone, Holding On
Foto SOMETHING BEAUTIFUL - Songs About Angels
SOMETHING BEAUTIFUL - Songs About Angels
Trackliste:


01 Walking Slow Into The Night
02 A Voice In The Shadows
03 Crimson & Violet
04 Pray For Me
05 To Those Whose Love Of God Has Gone Away
06 I´ll Never Tell
07 Daughter Of God
08 Pleasant Dreams
09 Lay Down
10 Dreams About Your Skin
11 Holding On
12 Even Angels Die
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