MAGNUM – On The 13th Day

von blackrose

  • Verlag : Steamhammer / SPV
  • Bewertung : 7.5 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 21.09.2012
  • Spielzeit : 57:20 min
  • Inhalt : auch als limitierte Digipak-Edition inkl. Bonus-CD, als farbige Doppel-LP (Vinyl) oder digital erhältlich
MAGNUM - On The 13th Day

MAGNUM – On The 13th Day (© Steamhammer / SPV)

Bereits im August veröffentlichten die Hardrock-Urgesteine Magnum die Single “So Let It Rain” als Vorgeschmack auf das nun erschienene Album “On The 13th Day”.

Dieses hält insgesamt elf melodische Songs parat, die mit einer Durchschnittslänge von knapp fünf Minuten aufwarten.
Dabei wird der Hörer sowohl mit komplexen Songstrukturen als auch mit unzähligen, gekonnt integrierten Gitarrensoli beglückt.

Den Einstieg macht zunächst der gleichzeitig längste und atmosphärischste Song auf “On The 13th Day”.
“All The Dreamers” heißt das gute Stück, das eine gelungene Entwicklung durchmacht, bis es im Refrain an Profil gewinnt und durch Tempowechsel überzeugt. Ein Start ins Album, der auf alle Fälle neugierig auf mehr macht.

Mehr gibt es dann im anschließenden “Blood Red Laughter”, ein an gute alte Zeiten erinnernder Hardrock-Track, der zum Klassiker avancieren kann.

Auf gleichbleibendem Niveau reihen sich zudem die Mehrheit der weiteren Songs aneinander.
Interessant gestaltet sich dabei vor allem der Beginn des Titeltracks, der durch die leisen Töne zunächst gar eine Ballade vermuten lässt. Einsetzende starke Riffs machen diesen Eindruck jedoch schnell zunichte und so entpuppt sich “On The 13th Day” als mitreißender Midtempo-Kracher, dem es allerdings in den Strophen an nötigem Drive fehlt.

Aus dem Rahmen fällt schließlich das tiefer angelegte “Dance Of The Black Tattoo”, das mit Staccato-Riffing daherkommt.
Entwicklungstechnisch tut sich dabei aber nicht viel, sodass man ruhig darauf hätte verzichten können.

Obschon Magnum in “Shadow Town”, ein überzeugender und mit guter Melodie versehener Titel, ein wenig mehr Gas geben, wäre es wünschenswert gewesen, an weiteren Stellen mal etwas mehr Tempo einzubringen. Stattdessen legen die Engländer mit einer Ballade namens “Putting Things In Place” nach, was das Album insgesamt sehr ruhig wirken lässt.
Trotzdem ist gerade “Shadow Town” ein Song, der das weniger überzeugende “Dance Of The Black Tattoo” umgehend vergessen macht und die Tempogleichheit verzeihen lässt.

Insgesamt klingt “On The 13th Day” jedoch soundtechnisch ein wenig flach; die Gitarren und die Drums hätten mehr Druck vertragen können und auch der eigentlich ausdrucksstarke Gesang würde durch ein kraftvolleres Arrangement weit öfter zum Aufdrehen der Boxen einladen.
Dies ist allerdings Geschmackssache und dürfte jedem Hardrock-Fan in dieser Form komplett ausreichen.

Alles in allem liefern Magnum solide das ab, was man von ihnen gewohnt ist. Dabei besinnt man sich auf alte Stärken, ohne Wagnisse einzugehen. Gut so, können Fans der Band doch ohne Umschweife zugreifen, aber auch allen Melodic Hardrock Interessierten sei das Album wärmstens empfohlen, das für einen guten Gesamteindruck ganze 7,5 Punkte verdient.

 

Bob Catley über “On The 13th Day”

(© Magnum)

Trackliste

01 All The Dreamers
02 Blood Red Laughter
03 Didn't Like You Anyway
04 On The 13th Day
05 So Let It Rain
06 Dance Of The Black Tattoo
07 Shadow Town
08 Putting Things In Place
09 Broken Promises
10 See How They Fall
11 From Within

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