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SAGA - The Human Condition

Label : InsideOut Music / SPV
Bewertung : 5.5 von 10 Silberlinge

Format : CD
Veröffentlichung : 27.03.2009
Spielzeit : 47:14 min
Bonusmaterial : -

SAGA - The Human Condition
Nach dem Ausstieg von Sänger Michael Sadler veröffentlichen Saga mit dem Konzeptalbum "The Human Condition" ihr neuestes Werk und versuchen damit an bisherige Erfolge anzuknüpfen.

Den Einstieg in das Album bildet der Titeltrack "The Human Condition". Nach einem knapp zwei minütigen Instrumentalteil, bei dem die Gitarren bereits zeigen, was sie können, erklingt die Stimme des neuen Sängers Rob Moratti. Wiederholend und mehrstimmig angelegt greift dieser den Titel des Liedes melodiös und recht sphärisch auf. Die Melodie und der Rhythmus sind zwar gut, wirken aber aufgrund der Länge des Songs schnell langweilig. Einzig das Gitarrensolo bringt erneut Abwechslung.
"Step Inside" hingegen lockert wieder etwas auf. Gesanglich phasenweise orientalisch angehaucht zeigt das Lied viel Potenzial durch Melodiewechsel und einer somit abwechslungsreichen Songstruktur, die im Hörverlauf immer mehr Spaß macht. Auch in diesem Stück (und in allen folgenden) brillieren verspielte Gitarrensoli, die aber an rockigen Klängen durchaus härter hätten sein können.
Mit "Hands Of Time" folgt eine Ballade. Für meinen Geschmack kommt diese aber zu schnell, denn für den angekündigten Stil zwischen rockigen und progressiven Attitüden ist das Album bislang eher zu ruhig gehalten. Es scheint so, als ob die Scheibe nicht richtig in Gang kommen will. Zwar kann die Ballade durch musicallastige Elemente gefallen und hat auch eine sehr schöne Refrain-Melodie, jedoch bieten die Strophen eher hintergründige Soundteppiche, die sich sphärisch ausbreiten als wirklich eingängige Melodien in den Strophen.
Der folgende Midtempo-Song "Avalon" macht auch noch nicht wirklich Spaß. Die darin enthaltene Spielerei mit der Gesangsstimme wirkt eher störend.
Durch verspielte, experimentell klingende Gitarren beginnt nun das sehr fröhlich gehaltene "A Number With A Name" und macht nicht nur durch ein Keyboardsolo Spaß. Jedoch fehlen auf die Dauer auch hier die Highlights.
"Now Is Now" bietet anschließend erneut gute Ansätze für eine Ballade, jedoch sind die Stimmvariationen gewöhnungsbedürftig.
Mit "Let It Go" und "Crown Of Thorns", meinem Highlight auf dem Werk, folgen nun eher rockigere Lieder, die eher im Uptempo Bereich anzusiedeln sind und somit das Gesamtgeschehen erfrischen.
Der bereits letzte Track "You Look Good To Me", erneut etwas schneller und nach der Hälfte des Songs fast schon popig, bildet einen guten Abschluss, der gute Laune verbreitet und Lust macht, sich das gute Stück erneut anzuhören, um die Besonderheit des Albums erneut zu erfassen. Denn auf den ersten Hörgenuss bleibt noch nicht viel hängen.

Alles in allem handelt es sich bei dem neuen Saga Silberling wohl um ein Werk, welches ein mehrmaliges Hören erforderlich macht. Für eingefleischte Fans sicherlich nicht schlecht, kann es meiner Meinung nach bei neuen und vor allem jüngeren Hörern nur schwer überzeugen. Für Liebhaber von Dream Theaters neueren Werken ist die Scheibe aber durchaus mal eine Hörprobe wert.

Anspieltipps: A Number With A Name, Let It Go, Crown Of Thorns

Foto SAGA - The Human Condition
SAGA - The Human Condition
Trackliste:


01 The Human Condition
02 Step Inside
03 Hands Of Time
04 Avalon
05 A Number With A Name
06 Now Is Now
07 Let It Go
08 Crown Of Thorns
09 You Look Good To Me
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