METALMESSAGE - Vol. V
Label : EigenvertriebBewertung : 8.5 von 10 Silberlinge
Format : CD
Veröffentlichung : 18.12.2008
Spielzeit : 78:22 min
Bonusmaterial : Verpackung in blauer DVD-Hülle, schön gestaltetes Booklet, auf 2000 Exemplare limitert

METALMESSAGE - Vol. V
"Metalmessage V"... ein wirklich vielversprechender Titel für einen Underground-Sampler. Dieser auf 2000 Exemplare limitierte Sampler hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bands aus dem Untergrund der internationalen Pagan-Szene zu unterstützen und dabei eine tolle CD mit wunderbarem Artwork herauszubringen.
Aller Anfang ist bekanntlich schwer, allerdings ist "Helias Bann" von FIMBULVET ein guter Einstieg in die CD, nicht zu krachlastig und auch nicht zu verschroben. Hier rückt der (cleane) Gesang etwas in den Hintergrund, was jedoch mit einem durchgehend stimmigen Konzept im ganzen Song durchgezogen wird und den Titel von den anderen des Samplers abhebt.
Die folgende slowakische Band HROMOVLAD klingt im Gegensatz zu Fimbulvet weitaus bestialischer und aggressiver. Gegrunze und eine ordentliche Double-Bass verleihen "Slavia" einen ordentlichen Death Metal-Touch und regen eindeutig zum Headbangen an.
Die russischen TUMULUS bringen in "Kochevonov" neue, ungewohnte Töne mit ein. Neben der Flöte hört man vor allem die Balalaika, ein traditionelles russisches Instrument, ähnlich der Gitarre. Auch der russische Text trägt zur Faszination an der Band bei, sowas bekommt man nicht alle Tage zu hören. Hier fühlt man sich wirklich an ein Lagerfeuer einer wilden Horde auf Raubzug versetzt.
Multitalent David Parks, der außer des Session Drummings sämtliche Instrumente bei DARK FOREST im Alleingang spielt, hat mit "Journey To Ever-Eternal Skies" eine brachiale Pagan-Hymne zum Metalmessage-Sampler beigetragen. Hier kommt, nicht zuletzt durch Kampfgeräusche zu Beginn, der Eindruck einer Schlacht nicht zu kurz, die bei den 'Ever-Eternal Skies' endet.
Heidnische Gesänge aus dem wohl ungewöhnlichsten Land dieser Compilation: Brasilien. Aber TIWAZ beweisen, dass von dort nicht nur sexy Sambatänzerinnen kommen, sondern auch durchaus ernst zu nehmender Pagan-Metal. Meiner Meinung nach ist "The Battlelore" einer der besten Songs der gesamten CD.
DYRATHOR ist erneut eine der insgesamt fünf deutschen Bands auf der CD. Sehr folkig und sicher auch etwas für Mittelalter-Fans, die es nicht ganz so hart mögen. Trotzdem überzeugt Sänger Morguul mit seinem Gegrunze und Gekreische auch die hartgesottenen Anhänger in "Im Auge Des Sturms".
Spanischer Metal, der jedoch, vom Titel "No Pazo Derruido Da Existencia" abgesehen, Bands aus nördlicheren Gefilden in nichts nachsteht. Die spanischen Lyrics machen XERIONS Track erst hörenswert, ist es doch mal etwas ganz anderes und Neues. Reinhören lohnt sich bei diesem Titel besonders.
Ein nicht mehr ganz unbeschriebenes Blatt sind auch ADORNED BROOD aus Deutschland. Die 'Söhne des Verdammten' verbinden gekonnt folkige Instrumente mit markantem Gekreisch von Sänger Markus Frost. Auch die clean gesungenen Passagen haben durchaus eine Daseinsberechtigung und geben dem Song "Sons Of The Damned" eine ganz neue Richtung, die nach den ersten paar Takten noch nicht absehbar ist.
Irland... grüne Hügel, Kobolde und der Lord of the Dance... das ist es doch, was jedermann mit Irland verbindet. Schenkt man diesem Jedermann eine WAYLANDER-CD, wird er sich erst einmal bestätigt fühlen. Das Intro klingt typisch irisch, allerdings nur solange bis Sänger Ard Chieftain loslegt und die grüne Landschaft mit dunklen Wolken überzieht. Trotz der dunklen Wolken bleiben die grünen irischen Hügel und der typisch irische Stil den ganzen Song "As Deities Clash" über erhalten.
Mit "Volkskracht" von NATAN folgt Geknüppel wie jedes andere auch, hier fehlt mir zu sehr der eigene Einfluss. Schade eigentlich, nachdem alle anderen Songs auf dem Silberling überzeugen konnten.
Sehr melodisch und dabei trotzdem schnell und laut. So lässt sich die deutsche Band ANDRAS wohl am besten beschreiben. Eine melodische Grundlinie und cleaner Gesang im krassen Gegensatz zur Double-Bass. Der Song "Miasma Track" weiß zu gefallen und wird somit ebenfalls von mir zum Anspieltipp erhoben.
Die Anklänge an Amon Amarth und Gesellen sind bei OBSCURITY nicht zu leugnen. Vom Titel "Nach Asgard Wir Reiten" über die Musik bis hin zum Bandfoto im Booklet ist eine klare Linie in bester Amon Amarth-Tradition zu erkennen. Wirklich schade, somit nur eine weitere Band, die den Hype um die Schweden für sich nutzen will.
VINTERNATT liefern ein filigranes Intro aus Violine und Gitarre, bevor das Drum-Gewitter im Hintergrund losbrettert und der Sänger anfängt zu grunzen. Der belgische Text macht den Song "De Zwarte Mis" auch besonders, das liegt wohl an der besonderen Sprachmelodie. Auch als das Gewitter weiter tobt, ist der Hoffnungsschimmer in Form der Violinenstimme nicht unterzukriegen. Ein sehr inspirierendes Stück Musik, wie ich finde.
Das 16-seitige Booklet mit Coverart von Ed Repka ist ansprechend gestaltet. Zum einen werden die Bands vorgestellt, jeweils mit Kontaktdaten und den Namen der Mitglieder, zum anderen sind die restlichen Seiten mit Naturbildern gefüllt. Das von Airbrusher Ed Repka gestaltete Cover zeigt Thors Kampf gegen Höhlentrolle, wobei einzelne Elemente des Covers auch auf der Rückseite der DVD-Hülle und auf der CD selbst zu sehen sind. Im Booklet findet sich ein Schreiben vom Herausgeber, in dem er seine Beweggründe und Infos zur CD verrät.
Im Großen und Ganzen finde ich die Compilation sehr gelungen, die zusammengestellten Songs passen sehr gut zueinander. Der gesamten CD, vor allem natürlich dem Booklet, merkt man an, dass sehr viel Herzblut hineingesteckt wurde und dem Herausgeber wirklich etwas an der CD liegt. Es ist jedoch wie bei jedem Sampler, dass nicht jeder Song jedem gefällt und somit muss man eben Abstriche machen. Was positiv auffällt ist die gleichbleibend hohe Qualität der Songs, kein einziger klingt nach "selbst mit einem Mikro im Proberaum aufgenommen".
Meine Empfehlung: für Genre-Fans ein Muss, aber auch für alle anderen lohnt es sich durchaus, sich selbst ein Bild von der CD zu machen.
Aller Anfang ist bekanntlich schwer, allerdings ist "Helias Bann" von FIMBULVET ein guter Einstieg in die CD, nicht zu krachlastig und auch nicht zu verschroben. Hier rückt der (cleane) Gesang etwas in den Hintergrund, was jedoch mit einem durchgehend stimmigen Konzept im ganzen Song durchgezogen wird und den Titel von den anderen des Samplers abhebt.
Die folgende slowakische Band HROMOVLAD klingt im Gegensatz zu Fimbulvet weitaus bestialischer und aggressiver. Gegrunze und eine ordentliche Double-Bass verleihen "Slavia" einen ordentlichen Death Metal-Touch und regen eindeutig zum Headbangen an.
Die russischen TUMULUS bringen in "Kochevonov" neue, ungewohnte Töne mit ein. Neben der Flöte hört man vor allem die Balalaika, ein traditionelles russisches Instrument, ähnlich der Gitarre. Auch der russische Text trägt zur Faszination an der Band bei, sowas bekommt man nicht alle Tage zu hören. Hier fühlt man sich wirklich an ein Lagerfeuer einer wilden Horde auf Raubzug versetzt.
Multitalent David Parks, der außer des Session Drummings sämtliche Instrumente bei DARK FOREST im Alleingang spielt, hat mit "Journey To Ever-Eternal Skies" eine brachiale Pagan-Hymne zum Metalmessage-Sampler beigetragen. Hier kommt, nicht zuletzt durch Kampfgeräusche zu Beginn, der Eindruck einer Schlacht nicht zu kurz, die bei den 'Ever-Eternal Skies' endet.
Heidnische Gesänge aus dem wohl ungewöhnlichsten Land dieser Compilation: Brasilien. Aber TIWAZ beweisen, dass von dort nicht nur sexy Sambatänzerinnen kommen, sondern auch durchaus ernst zu nehmender Pagan-Metal. Meiner Meinung nach ist "The Battlelore" einer der besten Songs der gesamten CD.
DYRATHOR ist erneut eine der insgesamt fünf deutschen Bands auf der CD. Sehr folkig und sicher auch etwas für Mittelalter-Fans, die es nicht ganz so hart mögen. Trotzdem überzeugt Sänger Morguul mit seinem Gegrunze und Gekreische auch die hartgesottenen Anhänger in "Im Auge Des Sturms".
Spanischer Metal, der jedoch, vom Titel "No Pazo Derruido Da Existencia" abgesehen, Bands aus nördlicheren Gefilden in nichts nachsteht. Die spanischen Lyrics machen XERIONS Track erst hörenswert, ist es doch mal etwas ganz anderes und Neues. Reinhören lohnt sich bei diesem Titel besonders.
Ein nicht mehr ganz unbeschriebenes Blatt sind auch ADORNED BROOD aus Deutschland. Die 'Söhne des Verdammten' verbinden gekonnt folkige Instrumente mit markantem Gekreisch von Sänger Markus Frost. Auch die clean gesungenen Passagen haben durchaus eine Daseinsberechtigung und geben dem Song "Sons Of The Damned" eine ganz neue Richtung, die nach den ersten paar Takten noch nicht absehbar ist.
Irland... grüne Hügel, Kobolde und der Lord of the Dance... das ist es doch, was jedermann mit Irland verbindet. Schenkt man diesem Jedermann eine WAYLANDER-CD, wird er sich erst einmal bestätigt fühlen. Das Intro klingt typisch irisch, allerdings nur solange bis Sänger Ard Chieftain loslegt und die grüne Landschaft mit dunklen Wolken überzieht. Trotz der dunklen Wolken bleiben die grünen irischen Hügel und der typisch irische Stil den ganzen Song "As Deities Clash" über erhalten.
Mit "Volkskracht" von NATAN folgt Geknüppel wie jedes andere auch, hier fehlt mir zu sehr der eigene Einfluss. Schade eigentlich, nachdem alle anderen Songs auf dem Silberling überzeugen konnten.
Sehr melodisch und dabei trotzdem schnell und laut. So lässt sich die deutsche Band ANDRAS wohl am besten beschreiben. Eine melodische Grundlinie und cleaner Gesang im krassen Gegensatz zur Double-Bass. Der Song "Miasma Track" weiß zu gefallen und wird somit ebenfalls von mir zum Anspieltipp erhoben.
Die Anklänge an Amon Amarth und Gesellen sind bei OBSCURITY nicht zu leugnen. Vom Titel "Nach Asgard Wir Reiten" über die Musik bis hin zum Bandfoto im Booklet ist eine klare Linie in bester Amon Amarth-Tradition zu erkennen. Wirklich schade, somit nur eine weitere Band, die den Hype um die Schweden für sich nutzen will.
VINTERNATT liefern ein filigranes Intro aus Violine und Gitarre, bevor das Drum-Gewitter im Hintergrund losbrettert und der Sänger anfängt zu grunzen. Der belgische Text macht den Song "De Zwarte Mis" auch besonders, das liegt wohl an der besonderen Sprachmelodie. Auch als das Gewitter weiter tobt, ist der Hoffnungsschimmer in Form der Violinenstimme nicht unterzukriegen. Ein sehr inspirierendes Stück Musik, wie ich finde.
Das 16-seitige Booklet mit Coverart von Ed Repka ist ansprechend gestaltet. Zum einen werden die Bands vorgestellt, jeweils mit Kontaktdaten und den Namen der Mitglieder, zum anderen sind die restlichen Seiten mit Naturbildern gefüllt. Das von Airbrusher Ed Repka gestaltete Cover zeigt Thors Kampf gegen Höhlentrolle, wobei einzelne Elemente des Covers auch auf der Rückseite der DVD-Hülle und auf der CD selbst zu sehen sind. Im Booklet findet sich ein Schreiben vom Herausgeber, in dem er seine Beweggründe und Infos zur CD verrät.
Im Großen und Ganzen finde ich die Compilation sehr gelungen, die zusammengestellten Songs passen sehr gut zueinander. Der gesamten CD, vor allem natürlich dem Booklet, merkt man an, dass sehr viel Herzblut hineingesteckt wurde und dem Herausgeber wirklich etwas an der CD liegt. Es ist jedoch wie bei jedem Sampler, dass nicht jeder Song jedem gefällt und somit muss man eben Abstriche machen. Was positiv auffällt ist die gleichbleibend hohe Qualität der Songs, kein einziger klingt nach "selbst mit einem Mikro im Proberaum aufgenommen".
Meine Empfehlung: für Genre-Fans ein Muss, aber auch für alle anderen lohnt es sich durchaus, sich selbst ein Bild von der CD zu machen.
Foto METALMESSAGE - Vol. V
METALMESSAGE - Vol. V
Trackliste:
01 Fimbulvet - Helias Bann
02 Hromovlad - Slavia
03 Tumulus - Kochevonov Plyas
04 Dark Forest - Journey To Ever-Eternal Skies
05 Tiwaz - The Battlelore
06 Dyrathor - Im Auge Des Sturms
07 Xerion - No Pazo Derruido Da Existencia
08 Adorned Brood - Sons Of The Damned
09 Waylander - As Deities Clash
10 Natan - Volkskracht
11 Andras - Miasma Track
12 Obscurity - Nach Asgard Wir Reiten
13 Vinternatt - De Zwarte Mis
Trackliste:
01 Fimbulvet - Helias Bann
02 Hromovlad - Slavia
03 Tumulus - Kochevonov Plyas
04 Dark Forest - Journey To Ever-Eternal Skies
05 Tiwaz - The Battlelore
06 Dyrathor - Im Auge Des Sturms
07 Xerion - No Pazo Derruido Da Existencia
08 Adorned Brood - Sons Of The Damned
09 Waylander - As Deities Clash
10 Natan - Volkskracht
11 Andras - Miasma Track
12 Obscurity - Nach Asgard Wir Reiten
13 Vinternatt - De Zwarte Mis









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