MASTERS OF DARK FIRE - Dead Spots
Label : Danse MacabreBewertung : 5.5 von 10 Silberlinge
Format : CD
Veröffentlichung : 08.01.2010
Spielzeit : 54:32 min
Bonusmaterial :

MASTERS OF DARK FIRE - Dead Spots
Mit der Veröffentlichung "Dead Spots" liegt mir das Debütalbum der Siegerband des Battle Of The Bands 2009 vor. Masters Of Dark Fire nennt sich das Quintett und dürfte inzwischen wohl auch schon durch Supportgigs für Mono Inc. und Sara Noxx ein Begriff sein. Nach zwei Hördurchgängen stellt sich mir allerdings die Frage, wieso eigentlich?!
Sicherlich gelingt es den Dark Rockern, stilistisch vielschichtig zu fahren, vereinen sie auf ihrem Erstlingswerk doch Elemente des Gothic Rock, Rock `N´ Roll und Elektrobereichs.
Ebenfalls wird der Facettenreichtum durch die Mischung aus männlichen und weiblichen Vocals erreicht. Beide stimmlichen Leistungen überzeugen mich aber nur bedingt, wobei die männlichen Vocals noch stimmiger und stilistisch passender wirken als die weiblichen. Doch insgesamt hätte ich von den 'Newcomern' mehr erwartet. Es fehlen mir einfach genügend Highlights.
Mit dem Titeltrack "Dead Spots" steigen die Meister des dunklen Feuers - in Fankreisen liebevoll MODF abgekürzt - in ihr Album ein. Atmosphäre soll durch Wind- und Meeressamples aufgebaut werden, welche durch dumpfes Paukenschlagen und eine flüsternde, tiefe Sprechstimme untermauert werden soll. Zunächst gelingt dies auch, und es scheint, als würde die angekündigte Beeinflussung durch Lord Byron und William Blake tatsächlich stimmungsvoll in Musik und Text wiederzufinden sein. Als jedoch die weiteren Instrumente wie Gitarren und teils recht 'billig' klingende Keyboardmelodien sowie ein etwas zu blechernes Schlagzeug hinzukommen, verliert diese Mystik ein wenig an Wirkung. Das Lied weist zwar im Ansatz eine gute Melodie auf, diese kann sich aber nicht festsetzen, eher wirkt der Song wie 'vorgetragen': zu simpel und monoton. Gerade wenn man in dem Song 'drin' zu sein scheint, ist es auch schon wieder vorbei.
Um einiges härter zeigt man sich dann in "TSS - My Fingerprints In Life". Bereits zu Beginn werden harte Gitarrenriffs präsentiert und diesmal passt die Stimme, die immer eher spricht als singt, auch besser zur Musik. Die Gitarren hätten zwar - gerade auch im Solo - tiefer gestimmt sein können, um dem Song gerechter zu werden, während der Bass an einigen Stellen etwas zu dominierend klingt, dennoch ist dieser Track erfrischend aufweckend.
In "Too Late" erklingt dann zum ersten Mal die weibliche Stimme. Es wird mit elektronischen Elementen gespielt, Synthie-Sound gesellt sich zu Uptempo Drums, die aber auch an dieser Stelle wieder ziemlich blechern klingen. Die Stimme von Sängerin ToXiCa klingt sehr zerbrechlich und ab und zu hat man das Gefühl, sie habe auch Probleme, die Töne konsequent zu halten. Leider wird auch der englische Text eher mehr im Schulenglischstil gesungen. Dennoch besitzt der Track eine überzeugende Melodie und man hängt sich musikalisch an die 80er Jahre.
Als Duett besingt man in "The Pirate" dann Jack Sparrow und Konsorten. Hier ist die weibliche Stimme ziemlich passend, wirkt es stilistisch doch ein wenig Batcave-lastig. Da darf es ruhig auch mal etwas dreckig und 'unperfekt' klingen.
Im ähnlich dreckigen Gothic-Rock`N´Roll Stil geht es mit "City Of The Damned" weiter. Alte Gothiczeiten werden wieder erweckt und man kann mit Melodie, mehr Eingängigkeit und rundum passendem Arrangement punkten.
Mit "Pesnja" folgt eine erneute Herausforderung. Der Zugang zum Song wird nicht nur durch nunmehr eher weiblichen Sprechgesang erschwert, sondern ebenfalls durch (wenn mich nicht alles täuscht) russische Lyrics. Klingt exotisch. Das war es aber auch schon.
Extrem ruhig wird MODF dann mit "Garden Of Love". Fast schon sphärisch kommt dieser Song daher.
Gut, dass danach der schnellere "Zombie Walk" folgt. Mein absolutes Highlight des gesamten Albums. Perfekt inszeniert und instrumentalisiert. Eine bestechende Melodie im Refrain, dem Genre Dark Rock schon sehr nahe kommend und eine von vorne bis hinten gelungene runde Sache. Mehr Songs von dieser Art und das Album würde mir mehr zusagen. Immerhin zeigt sich mir hier, dass die Band doch was drauf hat.
Umso ernüchternder dann wieder das neben anderen Songs bereits als Demo fungierende "Carnival". Disharmonisch wirkend ist es zunächst gewöhnungsbedürftig und erinnert in seiner Eigenart an Songs von Samsas Traum ohne diesem damit nun zu nahe treten zu wollen.
"Dullahan" ist ein klassisches Beispiel dafür, dass man Masters Of Dark Fire trotz der rockigen Ansätze nicht zu laut hören sollte. Es ist nach kurzer Zeit einfach nervig und die Ohren beginnen zu bluten, obwohl der Song an sich schon gut ist. Leider sind die Instrumente hier einfach viel zu laut.
Im Stile von Celestial Maze erklingt "She Walks In Beauty". Eine schöne und emotionale Ballade, bei der man auch auf Gitarrenriffs nicht verzichten muss.
Insgesamt fanden ganze 13 Tracks Platz auf dem ersten Album der Berliner Masters Of Dark Fire. Durch die meist kurzen Songs vergeht die Zeit beim Hören aber recht schnell, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Größter Nachteil dabei ist wohl, dass die Songs zu schnell an einem vorbei ziehen, ohne wirklich hängen zu bleiben. Teilweise ist man gar froh, dass der Song endlich zu Ende ist. Doch nicht alles ist schlecht an "Dead Spots". Die Band zeigt durchaus Potenzial, für mich wirkt alles aber noch ziemlich unfertig. Warten wir einfach die Zeit und neue Veröffentlichungen ab.
Ich für meinen Teil kann die Faszination an dieser Band noch nicht wirklich nachvollziehen, lasse mich aber mit einem neuen Output gerne belehren. Wer mit dem Hype gerne mitschwimmt, sollte sich "Dead Spots" aber als Sammeltrophäe einer neuen Dark Rock Band ins Regal stellen. Ansonsten hoffe ich, dass man sich bald doch wieder auf Musiker konzentriert, die ihr Handwerk besser verstehen.
Als Anspieltipp würde ich "Zombie Walk" erwähnen, verzichte darauf aber, da sich sonst ein falscher Eindruck einschleicht, denn nicht alle Songs sind so dynamisch und gelungen. Vorschlagen würde ich hingegen allen Interessierten, das komplette Album mal an zu testen.
Sicherlich gelingt es den Dark Rockern, stilistisch vielschichtig zu fahren, vereinen sie auf ihrem Erstlingswerk doch Elemente des Gothic Rock, Rock `N´ Roll und Elektrobereichs.
Ebenfalls wird der Facettenreichtum durch die Mischung aus männlichen und weiblichen Vocals erreicht. Beide stimmlichen Leistungen überzeugen mich aber nur bedingt, wobei die männlichen Vocals noch stimmiger und stilistisch passender wirken als die weiblichen. Doch insgesamt hätte ich von den 'Newcomern' mehr erwartet. Es fehlen mir einfach genügend Highlights.
Mit dem Titeltrack "Dead Spots" steigen die Meister des dunklen Feuers - in Fankreisen liebevoll MODF abgekürzt - in ihr Album ein. Atmosphäre soll durch Wind- und Meeressamples aufgebaut werden, welche durch dumpfes Paukenschlagen und eine flüsternde, tiefe Sprechstimme untermauert werden soll. Zunächst gelingt dies auch, und es scheint, als würde die angekündigte Beeinflussung durch Lord Byron und William Blake tatsächlich stimmungsvoll in Musik und Text wiederzufinden sein. Als jedoch die weiteren Instrumente wie Gitarren und teils recht 'billig' klingende Keyboardmelodien sowie ein etwas zu blechernes Schlagzeug hinzukommen, verliert diese Mystik ein wenig an Wirkung. Das Lied weist zwar im Ansatz eine gute Melodie auf, diese kann sich aber nicht festsetzen, eher wirkt der Song wie 'vorgetragen': zu simpel und monoton. Gerade wenn man in dem Song 'drin' zu sein scheint, ist es auch schon wieder vorbei.
Um einiges härter zeigt man sich dann in "TSS - My Fingerprints In Life". Bereits zu Beginn werden harte Gitarrenriffs präsentiert und diesmal passt die Stimme, die immer eher spricht als singt, auch besser zur Musik. Die Gitarren hätten zwar - gerade auch im Solo - tiefer gestimmt sein können, um dem Song gerechter zu werden, während der Bass an einigen Stellen etwas zu dominierend klingt, dennoch ist dieser Track erfrischend aufweckend.
In "Too Late" erklingt dann zum ersten Mal die weibliche Stimme. Es wird mit elektronischen Elementen gespielt, Synthie-Sound gesellt sich zu Uptempo Drums, die aber auch an dieser Stelle wieder ziemlich blechern klingen. Die Stimme von Sängerin ToXiCa klingt sehr zerbrechlich und ab und zu hat man das Gefühl, sie habe auch Probleme, die Töne konsequent zu halten. Leider wird auch der englische Text eher mehr im Schulenglischstil gesungen. Dennoch besitzt der Track eine überzeugende Melodie und man hängt sich musikalisch an die 80er Jahre.
Als Duett besingt man in "The Pirate" dann Jack Sparrow und Konsorten. Hier ist die weibliche Stimme ziemlich passend, wirkt es stilistisch doch ein wenig Batcave-lastig. Da darf es ruhig auch mal etwas dreckig und 'unperfekt' klingen.
Im ähnlich dreckigen Gothic-Rock`N´Roll Stil geht es mit "City Of The Damned" weiter. Alte Gothiczeiten werden wieder erweckt und man kann mit Melodie, mehr Eingängigkeit und rundum passendem Arrangement punkten.
Mit "Pesnja" folgt eine erneute Herausforderung. Der Zugang zum Song wird nicht nur durch nunmehr eher weiblichen Sprechgesang erschwert, sondern ebenfalls durch (wenn mich nicht alles täuscht) russische Lyrics. Klingt exotisch. Das war es aber auch schon.
Extrem ruhig wird MODF dann mit "Garden Of Love". Fast schon sphärisch kommt dieser Song daher.
Gut, dass danach der schnellere "Zombie Walk" folgt. Mein absolutes Highlight des gesamten Albums. Perfekt inszeniert und instrumentalisiert. Eine bestechende Melodie im Refrain, dem Genre Dark Rock schon sehr nahe kommend und eine von vorne bis hinten gelungene runde Sache. Mehr Songs von dieser Art und das Album würde mir mehr zusagen. Immerhin zeigt sich mir hier, dass die Band doch was drauf hat.
Umso ernüchternder dann wieder das neben anderen Songs bereits als Demo fungierende "Carnival". Disharmonisch wirkend ist es zunächst gewöhnungsbedürftig und erinnert in seiner Eigenart an Songs von Samsas Traum ohne diesem damit nun zu nahe treten zu wollen.
"Dullahan" ist ein klassisches Beispiel dafür, dass man Masters Of Dark Fire trotz der rockigen Ansätze nicht zu laut hören sollte. Es ist nach kurzer Zeit einfach nervig und die Ohren beginnen zu bluten, obwohl der Song an sich schon gut ist. Leider sind die Instrumente hier einfach viel zu laut.
Im Stile von Celestial Maze erklingt "She Walks In Beauty". Eine schöne und emotionale Ballade, bei der man auch auf Gitarrenriffs nicht verzichten muss.
Insgesamt fanden ganze 13 Tracks Platz auf dem ersten Album der Berliner Masters Of Dark Fire. Durch die meist kurzen Songs vergeht die Zeit beim Hören aber recht schnell, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Größter Nachteil dabei ist wohl, dass die Songs zu schnell an einem vorbei ziehen, ohne wirklich hängen zu bleiben. Teilweise ist man gar froh, dass der Song endlich zu Ende ist. Doch nicht alles ist schlecht an "Dead Spots". Die Band zeigt durchaus Potenzial, für mich wirkt alles aber noch ziemlich unfertig. Warten wir einfach die Zeit und neue Veröffentlichungen ab.
Ich für meinen Teil kann die Faszination an dieser Band noch nicht wirklich nachvollziehen, lasse mich aber mit einem neuen Output gerne belehren. Wer mit dem Hype gerne mitschwimmt, sollte sich "Dead Spots" aber als Sammeltrophäe einer neuen Dark Rock Band ins Regal stellen. Ansonsten hoffe ich, dass man sich bald doch wieder auf Musiker konzentriert, die ihr Handwerk besser verstehen.
Als Anspieltipp würde ich "Zombie Walk" erwähnen, verzichte darauf aber, da sich sonst ein falscher Eindruck einschleicht, denn nicht alle Songs sind so dynamisch und gelungen. Vorschlagen würde ich hingegen allen Interessierten, das komplette Album mal an zu testen.
Foto MASTERS OF DARK FIRE - Dead Spots
MASTERS OF DARK FIRE - Dead Spots
Trackliste:
01 Dead Spots
02 TSS- My Fingerprints In Life
03 Too Late
04 The Pirate
05 City Of The Damned
06 Pesnja
07 Garden Of Love
08 Zombie Walk
09 Carnival
10 Dullahan
11 She Walks In Beauty
12 Singing Bridge
13 When I Am Dead
Trackliste:
01 Dead Spots
02 TSS- My Fingerprints In Life
03 Too Late
04 The Pirate
05 City Of The Damned
06 Pesnja
07 Garden Of Love
08 Zombie Walk
09 Carnival
10 Dullahan
11 She Walks In Beauty
12 Singing Bridge
13 When I Am Dead









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