CINEMA BIZARRE - toyZ
Label : Island / UniversalBewertung : 2 von 10 Silberlinge
Format : CD
Veröffentlichung : 21.08.2009
Spielzeit : 34:05 min
Bonusmaterial :

CINEMA BIZARRE - toyZ
Als ich tatsächlich das aktuelle Album "toyZ" von Cinema Bizarre auf meinem Schreibtisch liegen hatte, konnte ich es erst eigentlich nicht wirklich glauben. Ok, ein gewisser Visual Kei Look, dem die Band verfallen zu sein scheint, könnte erahnen lassen, dass die fünf eine gewisse Gruppe der sogenannten Emos ansprechen mag, doch reicht das, um in einem Musikmagazin wie NecroWeb rezensiert zu werden? Ich weiß es auch nach mehrmaligem Hören der CD noch nicht mit letzter Gewissheit. Dennoch muss es natürlich neben Jugendmagazinen wie Bravo auch konstruktive Kritiken über die CD geben. Zu dieser fühle ich mich nunmehr berufen – auch auf die Gefahr hin, aus mir nun ein Feindbild für all jene pubertierenden Groupies der Band zu machen. Aber wer meine subjektive Meinung nicht hören möchte, der darf ja immer noch entsprechende Magazine lesen, die das Album hochpreisen werden. Davon wird es viele geben, denn dies gehört zur PR-Maschinerie, die gerade die Popszene heute prägt.
Nun aber zum Silberling "toyZ". Wobei, so ganz silber ist dieser nicht. Ganz getreu ihrem Motto Style is war erscheint auch das Cover und die CD selber. Eine weitere Modeerscheinung, der sich die mit Künstlernamen wie Strify, Kiro, Shin, Yu oder Romeo versehenen Musiker ebenso verschrieben haben, ist der Albumtitel mit modischem Z-Plural. Statt ihrer Fangemeinde, die größtenteils wohl gerade erst Englisch lernt, diese Sprache korrekt nahezubringen, verzichtet man beim Titel einfach mal auf den Begriff "toys" und ändert ihn in "toyz" ab. Liegt vielleicht auch daran, dass jeder Buchstabe des Titels das Porträtbild eines Bandmitglieds enthält. Dieses in ein "S" zu drängen hätte bestimmt nicht so gut gepasst wie in ein "Z". Innovativ wirkt das Ganze natürlich auch, was man von der Musik dann allerdings nicht mehr sagen kann.
Wie dem auch sei, das mir vorliegende Werk enthält für den Hörenden zumindest eine stolze Anzahl an 16 Songs parat. Stilistisch bewegt man sich laut Angabe des beigelegten Folders zwischen futuristischem Glam und funkelnder Popmusik. Auf den Punkt gebracht lässt der Pressetext folgendes verlauten: Cinema Bizarre stehen für Kunst und Produkt, Produktkunst? Natürlich!. Für mich stehen Cinema Bizarre mit ihrer Veröffentlichung auch für verschiedene Worte mit dem Anfangsbuchstaben "P", doch reichen diese eher von Profit, Polarisation, Pseudo-Pop bis hin zu Personenkult. Ich denke, damit trifft man es ganz gut. Denn um nichts anderes geht es hier, wenn Produzenten von Lady Gaga herangezogen werden. Da rettet auch die Gothic Rock gitarrenlastige Komposition eines Brian Molko von Placebo ("Hypnotized By Jane") nichts mehr. Es reihen sich moderne Songs aneinander, die auch elektronische Elemente en masse beinhalten und sich sowohl - für Popmusikverhältnisse – härter ("Dark Star") als auch balladesk ("My Obsession", "American Beauty") präsentieren.
Nun wird man sich fragen, wieso verschwendet sie denn soviel Worte über eine CD, die in ihren Augen einer Rezension in diesem Musikmagazin nicht würdig ist. Ganz einfach: weil es mein Job ist. Und daher habe ich mir das Album auch mehrere Male angehört, doch leider bleibt nicht viel hängen, was meine Meinung umstimmen könnte.
"toyZ" ist somit wie der Name schon sagt ein nettes Spielzeug und wird sicherlich auch oft genug den Weg in die CD-Spieler vieler Kinderzimmer und Tokio Hotel gehypten Groupies finden, sofern sich diese beiden Gruppierungen (Tokio Hotel Fans vs Cinema Bizarre Fans) überhaupt vertragen und neben den Actionfiguren, welche ebenfalls käuflich erworben werden können, noch Platz ist. Wer sich allerdings an berechnender kommerzieller Popmusik nicht stört, der muss sich auch nicht schämen, dass er dieses Album kaufen möchte. 08/15 Hits besitzt es ja und diese werden auch wieder die Charts erobern, springt man doch auf den derzeitigen Erfolgszug à la Lady Gaga auf. Auch an eindeutig zweideutigen Themen versucht man sich, indem die androgyn wirkende Band beispielsweise von sich als "Modern Lover" singt. Etwas unglaubwürdig in meinen Augen, aber nun ja, sex sales. Tiefpunkt des Albums ist für mich jedoch die englische Coverversion ("Are You Crying?") des ehemaligen Hits "Weinst Du" der Teenie-Band Echt, doch wer sich damals schon diese Single gekauft hat, wird nun wohl auch die Coverversion der neuen Teenie Idole mögen. Immerhin rechtfertigt dieser Song eventuell immer noch stattfindende Auftritte der Band bei dem TV-Sender Kika.
Über die Produktion kann man nichts Schlechtes sagen, ist sie doch professionell und einwandfrei. Ohne Ecken und Kanten quasi. Doch dies braucht Musik für mich.
Während die Marketingfachabteilung von Cinema Bizarre also ihre Band als Resultat einer industrialisierten Unterhaltungsbranche anpreist, welche die Antithese zur schwitzenden Garagenkombo bildet, so denke ich nun mal über die Folgen der industrialisierten Unterhaltungsbranche nach und gedenke all jenen Gitarrenkombos, die sich hoffentlich niemals so (ver)kaufen lassen werden.
Betrachtet man das Album abschließend unter dem Aspekt einer inszenierten und kommerziellen Hitmaschinerie, so würde man es auch mit einer angemessenen höheren Punktzahl würdigen müssen, ist solch ein Album anscheinend wohl gerade in den Charts gefragt. Ich bleibe jedoch aufgrund der Innovationslosigkeit und Popzentriertheit bei meiner Bewertung von 2 Punkten.
Anm. d. Red.: Sowohl bei der Tracklist als auch bei der Spielzeitlänge handelt es sich um die Angaben der Promotion CD. Die im Handel erhältliche CD enthält 18 Tracks.
Nun aber zum Silberling "toyZ". Wobei, so ganz silber ist dieser nicht. Ganz getreu ihrem Motto Style is war erscheint auch das Cover und die CD selber. Eine weitere Modeerscheinung, der sich die mit Künstlernamen wie Strify, Kiro, Shin, Yu oder Romeo versehenen Musiker ebenso verschrieben haben, ist der Albumtitel mit modischem Z-Plural. Statt ihrer Fangemeinde, die größtenteils wohl gerade erst Englisch lernt, diese Sprache korrekt nahezubringen, verzichtet man beim Titel einfach mal auf den Begriff "toys" und ändert ihn in "toyz" ab. Liegt vielleicht auch daran, dass jeder Buchstabe des Titels das Porträtbild eines Bandmitglieds enthält. Dieses in ein "S" zu drängen hätte bestimmt nicht so gut gepasst wie in ein "Z". Innovativ wirkt das Ganze natürlich auch, was man von der Musik dann allerdings nicht mehr sagen kann.
Wie dem auch sei, das mir vorliegende Werk enthält für den Hörenden zumindest eine stolze Anzahl an 16 Songs parat. Stilistisch bewegt man sich laut Angabe des beigelegten Folders zwischen futuristischem Glam und funkelnder Popmusik. Auf den Punkt gebracht lässt der Pressetext folgendes verlauten: Cinema Bizarre stehen für Kunst und Produkt, Produktkunst? Natürlich!. Für mich stehen Cinema Bizarre mit ihrer Veröffentlichung auch für verschiedene Worte mit dem Anfangsbuchstaben "P", doch reichen diese eher von Profit, Polarisation, Pseudo-Pop bis hin zu Personenkult. Ich denke, damit trifft man es ganz gut. Denn um nichts anderes geht es hier, wenn Produzenten von Lady Gaga herangezogen werden. Da rettet auch die Gothic Rock gitarrenlastige Komposition eines Brian Molko von Placebo ("Hypnotized By Jane") nichts mehr. Es reihen sich moderne Songs aneinander, die auch elektronische Elemente en masse beinhalten und sich sowohl - für Popmusikverhältnisse – härter ("Dark Star") als auch balladesk ("My Obsession", "American Beauty") präsentieren.
Nun wird man sich fragen, wieso verschwendet sie denn soviel Worte über eine CD, die in ihren Augen einer Rezension in diesem Musikmagazin nicht würdig ist. Ganz einfach: weil es mein Job ist. Und daher habe ich mir das Album auch mehrere Male angehört, doch leider bleibt nicht viel hängen, was meine Meinung umstimmen könnte.
"toyZ" ist somit wie der Name schon sagt ein nettes Spielzeug und wird sicherlich auch oft genug den Weg in die CD-Spieler vieler Kinderzimmer und Tokio Hotel gehypten Groupies finden, sofern sich diese beiden Gruppierungen (Tokio Hotel Fans vs Cinema Bizarre Fans) überhaupt vertragen und neben den Actionfiguren, welche ebenfalls käuflich erworben werden können, noch Platz ist. Wer sich allerdings an berechnender kommerzieller Popmusik nicht stört, der muss sich auch nicht schämen, dass er dieses Album kaufen möchte. 08/15 Hits besitzt es ja und diese werden auch wieder die Charts erobern, springt man doch auf den derzeitigen Erfolgszug à la Lady Gaga auf. Auch an eindeutig zweideutigen Themen versucht man sich, indem die androgyn wirkende Band beispielsweise von sich als "Modern Lover" singt. Etwas unglaubwürdig in meinen Augen, aber nun ja, sex sales. Tiefpunkt des Albums ist für mich jedoch die englische Coverversion ("Are You Crying?") des ehemaligen Hits "Weinst Du" der Teenie-Band Echt, doch wer sich damals schon diese Single gekauft hat, wird nun wohl auch die Coverversion der neuen Teenie Idole mögen. Immerhin rechtfertigt dieser Song eventuell immer noch stattfindende Auftritte der Band bei dem TV-Sender Kika.
Über die Produktion kann man nichts Schlechtes sagen, ist sie doch professionell und einwandfrei. Ohne Ecken und Kanten quasi. Doch dies braucht Musik für mich.
Während die Marketingfachabteilung von Cinema Bizarre also ihre Band als Resultat einer industrialisierten Unterhaltungsbranche anpreist, welche die Antithese zur schwitzenden Garagenkombo bildet, so denke ich nun mal über die Folgen der industrialisierten Unterhaltungsbranche nach und gedenke all jenen Gitarrenkombos, die sich hoffentlich niemals so (ver)kaufen lassen werden.
Betrachtet man das Album abschließend unter dem Aspekt einer inszenierten und kommerziellen Hitmaschinerie, so würde man es auch mit einer angemessenen höheren Punktzahl würdigen müssen, ist solch ein Album anscheinend wohl gerade in den Charts gefragt. Ich bleibe jedoch aufgrund der Innovationslosigkeit und Popzentriertheit bei meiner Bewertung von 2 Punkten.
Anm. d. Red.: Sowohl bei der Tracklist als auch bei der Spielzeitlänge handelt es sich um die Angaben der Promotion CD. Die im Handel erhältliche CD enthält 18 Tracks.
Foto CINEMA BIZARRE - toyZ
CINEMA BIZARRE - toyZ
Trackliste:
01 Erase And Replace
02 Tears In Vegas
03 My Obsession
04 American Beauty
05 Hypnotized By Jane
06 Out Of Love
07 Je Ne Regrette Rien
08 Dark Star
09 In Your Cage
10 Touching And Kissing
11 Modern Lover
12 Blasphemy
13 Toyz
14 Are You Crying?
15 I Don´t Wanna Know (If U Got Laid)
16 Sad Day (For Hapiness)
Trackliste:
01 Erase And Replace
02 Tears In Vegas
03 My Obsession
04 American Beauty
05 Hypnotized By Jane
06 Out Of Love
07 Je Ne Regrette Rien
08 Dark Star
09 In Your Cage
10 Touching And Kissing
11 Modern Lover
12 Blasphemy
13 Toyz
14 Are You Crying?
15 I Don´t Wanna Know (If U Got Laid)
16 Sad Day (For Hapiness)









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