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CAMOZ - The Fusion

Label : Eigenvertrieb
Bewertung : 6 von 10 Silberlinge

Format : CD
Veröffentlichung : 00.06.2008
Spielzeit : 36:48 min
Bonusmaterial :

CAMOZ - The Fusion
"The Fusion", das Debütalbum der Band Camoz, bietet dem Hörer 36 Minuten abwechslungsreichen Metal, der sich am ehesten als Thrash mit Death Metal-Einflüssen beschreiben lässt.

Bevor ich hier näher auf die teilweise wirklich gelungenen Titel eingehe, muss ich allerdings auf das größte Manko der Platte hinweisen: die Aufnahmequalität. Die Scheibe klingt wie im Proberaum aufgenommen, nicht wirklich gut. Und das ist sehr schade, denn die Songs haben es – wenn man doch einmal genauer hinhört – wirklich in sich.
Die Jungs von Camoz haben sicherlich nicht vor, die Welt des Metal umzukrempeln, indem sie mit der ultimativen Innovation aufwarten, aber sie spielen ihr Ding und das ist gut so.

Nun kommen wir zu den Songs, beginnend mit dem zweiten Track "Devolution", welcher auf ein kleines aber feines Intro folgt.
Hier legen die Jungs direkt mal richtig los. Druckvoll und mit verzerrten Stimmen wird der Hörer effektiv zum Mitnicken animiert. Besonders spannend finde ich hier, die kurzen, aber sehr schön integrierten Gitarrensoli. "Devolution" macht definitiv Lust auf mehr.

Auch der dritte Song auf "The Fusion" – genannt "The Gifted" – ist hörenswert, auch hier wird zuerst heftig das Trommelfell massiert, zusätzlich kommt man im Mittelpart in den Genuss eines spannenden Gesangsparts, welcher relativ klar beginnt und dann wieder in das Camoz-übliche Gegrowle übergeht. Wirklich gelungen.

Normalerweise vermeide ich es ja, auf jeden Track eines Albums einzugehen, aber ich kann mir nicht helfen, auch die vierte Nummer, "P.O.N.M.L." hat es in sich. Hier sticht besonders der Refrain heraus, denn man fängt unwillkürlich, an "President Of No Man's Land" mitzugröhlen, selbst wenn man den Song noch nie gehört hat. Sehr grosse Ohrwurmgefahr.

Das siebte Liedchen des Albums, "Lackey & The Jerk" ist eine sehr kurze Nummer, gerade mal 2 Minuten lang, aber es ist eine erwähnens- und hörenswerte Nummer, besonders die Klavierklänge haben es mir angetan.

Alles in allem kann man sagen, dass mir persönlich keine Nummer auf "The Fusion" nicht gefallen hat. Wenn man es schafft, über die schwache Tonqualität hinwegzusehen, erwartet den Hörer ein wirklich gelunges Metal-Album, welches besonders den Freunden des Thrash Metals gefallen sollte. Punktabzüge gibt es nur für die bereits erwähnte Tonqualität.

Ich hoffe inständig, dass Camoz bei der nächsten Scheibe eine bessere Produktion haben, denn auch diese wird bestimmt hörenswert.

Anspieltipps: Devolution, The Gifted, P.O.N.M.L., Lackey & The Jerk
Foto CAMOZ - The Fusion
CAMOZ - The Fusion
Trackliste:


01 Inferno
02 Devolution
03 The Gifted
04 P.O.N.M.L.
05 Black Winter Gaillard
06 Orphan Trains
07 The Lackey & The Jerk
08 The Fusion
09 Elephant Man
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