WACKEN OPEN AIR 2009
Datum : 30.07.-01.08.2009Location : D - Wacken
Kosten : 120 Euro
Spielzeit : 4 Tage
Bands : 5th Avenue, ADE, Adorned Brood, A fine Day to Exit, Airbourne, Amon Amarth, ASP, Axel Rudi Pell, Bai Bang, Beneath, Bloodwork, Bring me to the Horizon, Bon Scott, Borknagar, Bullet for my Valentine, Cadaver Race,Callejon, Cathedral, Charly Beutin, Coheed&Cambria, Crisis, Cumulo Nimbus, DAD, Der W., Doro, Dragonforce, Drone, Einherjer, Endstille, Engel, Enslaved, Epica, Eths, Fejd, Ferium, Feuerschwanz, Frei.Wild, Furion, Gamma Ray, Grand Magus, GWAR, Hammerfall, Heaven&Hell,Heaven shall Burn, In Extremo, In Flames, Insidead, Insidious Disease, Ingrimm, Irr, J.B.O., Kampfar, Kielwater, Korpiklaani, Lacuna Coil, Leave Scars, Machine Head, Mambo Kurt, Motörhead, Napalm Death, Nervecell, Nevermore, None, Onkel Tom, Pain, Pentagram, Rabenschrey, Rage, Ragnaröek, Reason to Kill, Reincarnatus, Retroscpect, Running Wild, Sarke, S.A.W., Saxon, Scarred, Schandmaul, Silence means Dead, Skyline, Smack Ballz, Split Heaven, Subway to Sally, Suidakra, Swashbuckle, T.A.N.K., Testament, The BossHoss, The Fading, The Waltons, Torment, Tracedawn, Tristania, Trouble, Trinintys Blood, Turisas, UFO, U.K. Subs, Victims of Madness, Volbeat, Vreid, Walls of Jericho, Whiplash, W:O:A Firefighters, X-Plod

WACKEN OPEN AIR 2009
Zum zwanzigsten Mal jährte sich am 30. Juli das Wacken Open Air Festival, das im gleichnamigen Dorf in der Nähe von Itzehoe (Schleswig-Holstein) stattfand. 77.000 Metalheads stürmten in diesem Jahr das 1850 Seelen-Dorf, um 4 Tage und Nächte durchzufeiern.
Die Veranstalter haben aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt und sorgten dafür, dass es trotz der Masse an Besuchern keine Staus bei der Anreise gab. Auch die Einweisungen auf dem Campinggelände verliefen ohne Probleme. Von Seiten der Rettungsdienste und der Polizei gab es nur positive Meldungen. Insgesamt war das Festival friedlicher als in den vergangenen Jahren. Lediglich eine vermutlich rumänische Diebesbande, die knapp 500 Besucher um Ihre Wertsachen erleichterte, trübte die Bilanz. Jedoch wurden die mutmaßlichen Täter schnell von der Polizei gefasst.
Auch in Sachen Rahmenprogramm setzte das zwanzigste W:O:A neue Maßstäbe. Neben dem Jägermeister Hochsitz und einem Wrestling Zelt wurde ein komplettes Mittelalterliches Dorf unter dem Namen "Die Wackinger" aufgebaut. Dieses hatte dann auch gleich neben authentischem Dorfleben, Veranschaulichung von damaligen Foltermethoden an Festivalbesuchern und zeitgemäßer Gastronomie das Bruchenball Turnier zu bieten. Bruchenball ist der altertümliche Vorgänger von Fußball und Rugby und war sehr interessant anzuschauen.
Ein weiteres großes Highlight Abseits des Line-Ups war die Erneuerung des Ehegelübdes von Marina und Frank Noak, die sich sieben Jahre nach der standesamtlichen Trauung auf dem W:O:A erneut das Ja-Wort gaben. Diese Zeremonie wurde natürlich standesgemäß von einem Pastor geleitet.
Eine weitere Neuerung, die bei den Besuchern positiv ankam, war die Neuausrichtung der Party-Stage, die nun nicht mehr in einem separaten Bereich steht, aber dennoch nicht mehr von den beiden Mainstages übertönt wird. Die W.E.T. Stage ist allerdings noch immer zu klein.
Musikalisch eingeläutet wurde das Festival von der Wacken Forum Band, den VICTIMS OF MADNESS. Diese Band trifft sich lediglich auf Festivals und verabredet ihre Setlist, die ausschließlich aus Cover-Songs besteht, nur über das Forum des Wacken Open Air. Aus diesem Grund ist jeder Auftritt dieser Band sehr spannend, da auch durch die ständigen Besetzungswechsel viel schief gehen kann, aber die Jungs legten einen souveränen Auftritt hin.
Das heimliche Highlight des Tages war für viele jedoch die "Secret Show", welche sich als ein Auftritt der Südtiroler Band FREI.WILD entpuppte. Diese Gruppe, die wohl am ehesten dem Genre "Deutschrock" zuzuordnen ist, brachte die W.E.T. Stage zum Kochen. Natürlich durfte auch der traditionelle Auftritt der Blaskapelle der freiwilligen Feuerwehr von Wacken, genannt W:O:A FIREFIGHTERS nicht fehlen und diese gestandenen Damen und Herren verwandelten den beschaulichen Biergarten wie jedes Jahr in einen Hexenkessel. Wo sonst wird zu Titeln wie "Rosamunde" gecrowdsurfed?
Auch BON SCOTT, ONKEL TOM und MAMBO KURT trugen entscheidend dazu bei, dass der Mittwoch die Einleitung zu einem gigantischen Wacken Open Air bildete.
Donnerstag:
Der Donnerstag begann mit einer Sensation. Denn niemand anderes als die Band SKYLINE feierte eine Reunion. Skyline? Viele werden mit dem Namen nichts anfangen können, doch eingefleischte Fans wissen, dass dies die Truppe um Wacken Gründer Thomas Jensen ist. Anno 1990 gründete Thomas in Ermangelung von Auftrittsorten das heutige Wacken Open Air. Diese Combo performte zusammen mit DORO die nun offizielle Hymne des W:O:A "We Are The Metalheads". Ein in vieler Hinsicht sicherlich legendärer Auftritt.
Auch der Auftritt der Hamburger Band RUNNING WILD wird vielen in Erinnerung bleiben, denn es war der letzte. 1976 gegründet, beschlossen die Jungs, ihre Karriere in Wacken mit einem Abschlusskonzert zu beenden, das sich gewaschen hat. Abgesehen davon, das Ihre Fans via Internet Vote die Setlist bestimmen konnten, wurde auch noch der Fan mit dem besten Running Wild Tattoo auf der Bühne geehrt.
Auch an diesem Tag gab es wieder einen Auftritt, welcher als Secret Show angekündigt wurde. Dieses mal waren es J.B.O., die die Bühne enterten und ein Feuerwerk ihrer größten Hits auf die jubelnde Menge losließen.
Mit THE BOSSHOSS gab auch eine Band ein Konzert, welche so gar nicht ins "typische" Wacken Schema passt, denn es handelt sich bei den quirligen Berlinern genau gesagt um eine Country-Rock Band. Doch mit 4 hoch dotierten Alben im Gepäck war es Ihnen ein leichtes, die Menge in Ihren Bann zu ziehen.
Der eigentliche Headliner des Abends waren allerdings HEAVEN&HELL. Hinter diesem Namen versteckt sich niemand geringeres als eine BLACK SABBATH Original Formation mit RONNIE JAMES DIO als Frontmann. Die Band beschloss 2006 nach einer sehr erfolgreichen Tour, noch einmal ein Album aufzunehmen und dieses wurde ein voller Erfolg. Dieser Erfolg spiegelte sich auch beim Feedback der Fans vor der Bühne wieder. Heaven&Hell wurden von den Massen euphorisch gefeiert.
Freitag:
Am Freitag, dem vorletzten Tag des W:O:A waren die Metalheads sichtlich von den Strapazen und vor allem dem Bierkonsum der vorangegangenen Tage gezeichnet. Dieser Umstand hielt allerdings kaum jemanden davon ab, auch weiterhin Vollgas zu geben und das auch an diesem Tag hervorragende Line-Up in vollen Zügen zu genießen.

Bereits am frühen Nachmittag betraten die Urgesteine des deutschen Metal GAMMA RAY die Bühne und Kai Hansen und seine Mitmusiker schafften es, auch zu dieser frühen Tageszeit die Anwesenden mitzureißen.
Auch die Australier AIRBOURNE, von vielen zurecht als die legitimen Nachfolger der Rock Giganten AC/DC gefeiert, ließen die Menge kochen. Ich persönlich habe bei diesem Konzert mit 3 Durchläufen meinen persönlichen Crowdsurfing Rekord bei einem Konzert aufgestellt.
Und noch eine weitere legendäre True-Metal Band brachte das kleine Dörfchen Wacken am Freitag zum Beben: HAMMERFALL. Die Band um Frontmann Mikael Stanne spielte alle Ihre Hits und schafften es so mühelos, die ohnehin hohen Temperaturen noch weiter zu steigern.
Über die Auftritte von MOTÖRHEAD und DORO muss man eigentlich nicht allzu viel berichten, denn diese stehen seit Jahren für Qualität und genau diese Erwartungen wurden auch auf diesem W:O:A wieder erfüllt. Auch IN FLAMES und AMON AMARTH begeisterten in gewohnter Manier die anwesenden Fans und können ebenfalls ohne weiteres als große Highlights gewertet werden.
Interessanter war der Auftritt der deutschen Band ASP, denn auch diese Gruppe passt eigentlich so gar nicht in das Konzept des Wacken Open Air. Doch auch bei diesem Auftritt zeigte sich wieder einmal, wie vielschichtig das Publikum dieses Festivals ist, denn es waren unglaublich viele Menschen vor der Bühne, die ASP – zurecht – mächtig feierten.
Samstag
Der Samstag, leider schon der letzte Tag des Festivals hatte natürlich auch etliche Highlights zu bieten. Schon Mittags rockte die deutsche Band RAGE die Fans. Bei diesem Auftritt wurde klar, warum die Band beim letzten "Bundesvision Song Contest" den dritten Platz erreichte.
Eine weitere Legende der deutschen Metal Szene enterte am frühen Abend die Bühne: AXEL RUDI PELL. Der wohl beste deutsche Metal Gitarrist, der ja fast schon Stammgast auf dem W:O:A ist, bewies seine perfekten Gitarrenkünste mit sehr vielen genialen Soli. Zudem reihten sich auch Axel Rudi Pell in den Jubiläums Reigen ein: 25 Jährige Musikerkarriere, 20 Jahre als Solokünstler unterwegs und seit 10 Jahren mit unverändertem Line-Up unterwegs. Das verdient Respekt und genau den brachten die Fans der Band auch entgegen. Hier ist besonders eines der genialsten Drum-Soli hervorzuheben, das ich je gesehen habe. Wer das verpasst hat, ist selber Schuld.
Die deutschen Mittelalter Rocker von IN EXTREMO brachten die Fans dann endgültig in die Richtige Stimmung, es noch einmal so richtig krachen zu lassen. Begleitet von einer genialen Pyro Show brachten In Extremo alle Hits, nach denen die Fans gierten. Lediglich die Rufe nach "Spielmannsfluch" wurden ignoriert. Schade.
Keinerlei Wünsche offen ließen allerdings die Dänen VOLBEAT. 2007 noch als Newcomer Band des Jahres gefeiert, brachten Sie die Massen mit mittlerweile vier Alben im Gepäck zum toben. Kein Wunsch wurde ausgelassen und statt sich selbst feiern zu lassen, motivierten Volbeat Ihre Fans dazu, sich selbst zu feiern. Grandiose Geste!
Das für mich intensivste Konzert auf dem Wacken Open Air war der Auftritt von TURISAS. Leider fand dieser in der W.E.T. Stage statt, die schon eine halbe Stunde vor dem Konzert zum bersten voll war. Die Temperaturen im Zelt erreichten schon vor dem Auftritt gefühlte 80 Grad. Als jedoch die Band die Bühne betrat, gab es kein halten mehr. Turisas bewiesen einmal mehr Ihre Fähigkeiten als Entertainer und so verließ ich nach dem einstündigen Konzert das Zelt mit nicht weniger als sieben kleinen Prellungen. So muss ein Konzert sein.
Extrem, allerdings auf eine eklige Art und Weise ging es dann bei der Show von GWAR weiter. In einer grandiosen Inszenierung wurden wieder diverse Monster und Prominente belästigt, vergewaltigt und zerstückelt. Natürlich wurden auch wieder etliche Liter bunte Flüssigkeit in die gierige Menge gepumpt. Es waren natürlich wieder etliche GWAR Fans mit weißen T-Shirts vor Ort, die versuchten soviel Sauerei wie möglich aufzufangen. GWAR machen Live einfach Spaß.
Den Abschluss des diesjährigen Wacken Open Air bildeten wie schon 2007 SUBWAY TO SALLY, die wieder einmal mit einer genialen Setlist und einer beeindruckenden Pyro Show die Fans verabschiedeten. Nach diesem Auftritt war das Wacken Open Air offiziell beendet.
Die sonntägliche Abreise gestaltete sich schon wie die Anreise extrem unproblematisch, lediglich 2 kleinere Unfälle sorgten kurzfristig für kleinere Staus. Glücklich und zufrieden überließen die Massen das kleine Dorf im Norden unserer Republik wieder dem Alltag nicht ohne ein Versprechen zu verkünden:
See you next Year – Rain or Shine!
Die Veranstalter haben aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt und sorgten dafür, dass es trotz der Masse an Besuchern keine Staus bei der Anreise gab. Auch die Einweisungen auf dem Campinggelände verliefen ohne Probleme. Von Seiten der Rettungsdienste und der Polizei gab es nur positive Meldungen. Insgesamt war das Festival friedlicher als in den vergangenen Jahren. Lediglich eine vermutlich rumänische Diebesbande, die knapp 500 Besucher um Ihre Wertsachen erleichterte, trübte die Bilanz. Jedoch wurden die mutmaßlichen Täter schnell von der Polizei gefasst.

Ein weiteres großes Highlight Abseits des Line-Ups war die Erneuerung des Ehegelübdes von Marina und Frank Noak, die sich sieben Jahre nach der standesamtlichen Trauung auf dem W:O:A erneut das Ja-Wort gaben. Diese Zeremonie wurde natürlich standesgemäß von einem Pastor geleitet.
Eine weitere Neuerung, die bei den Besuchern positiv ankam, war die Neuausrichtung der Party-Stage, die nun nicht mehr in einem separaten Bereich steht, aber dennoch nicht mehr von den beiden Mainstages übertönt wird. Die W.E.T. Stage ist allerdings noch immer zu klein.
Musikalisch eingeläutet wurde das Festival von der Wacken Forum Band, den VICTIMS OF MADNESS. Diese Band trifft sich lediglich auf Festivals und verabredet ihre Setlist, die ausschließlich aus Cover-Songs besteht, nur über das Forum des Wacken Open Air. Aus diesem Grund ist jeder Auftritt dieser Band sehr spannend, da auch durch die ständigen Besetzungswechsel viel schief gehen kann, aber die Jungs legten einen souveränen Auftritt hin.

Auch BON SCOTT, ONKEL TOM und MAMBO KURT trugen entscheidend dazu bei, dass der Mittwoch die Einleitung zu einem gigantischen Wacken Open Air bildete.
Donnerstag:
Der Donnerstag begann mit einer Sensation. Denn niemand anderes als die Band SKYLINE feierte eine Reunion. Skyline? Viele werden mit dem Namen nichts anfangen können, doch eingefleischte Fans wissen, dass dies die Truppe um Wacken Gründer Thomas Jensen ist. Anno 1990 gründete Thomas in Ermangelung von Auftrittsorten das heutige Wacken Open Air. Diese Combo performte zusammen mit DORO die nun offizielle Hymne des W:O:A "We Are The Metalheads". Ein in vieler Hinsicht sicherlich legendärer Auftritt.
Auch der Auftritt der Hamburger Band RUNNING WILD wird vielen in Erinnerung bleiben, denn es war der letzte. 1976 gegründet, beschlossen die Jungs, ihre Karriere in Wacken mit einem Abschlusskonzert zu beenden, das sich gewaschen hat. Abgesehen davon, das Ihre Fans via Internet Vote die Setlist bestimmen konnten, wurde auch noch der Fan mit dem besten Running Wild Tattoo auf der Bühne geehrt.
Auch an diesem Tag gab es wieder einen Auftritt, welcher als Secret Show angekündigt wurde. Dieses mal waren es J.B.O., die die Bühne enterten und ein Feuerwerk ihrer größten Hits auf die jubelnde Menge losließen.
Mit THE BOSSHOSS gab auch eine Band ein Konzert, welche so gar nicht ins "typische" Wacken Schema passt, denn es handelt sich bei den quirligen Berlinern genau gesagt um eine Country-Rock Band. Doch mit 4 hoch dotierten Alben im Gepäck war es Ihnen ein leichtes, die Menge in Ihren Bann zu ziehen.
Der eigentliche Headliner des Abends waren allerdings HEAVEN&HELL. Hinter diesem Namen versteckt sich niemand geringeres als eine BLACK SABBATH Original Formation mit RONNIE JAMES DIO als Frontmann. Die Band beschloss 2006 nach einer sehr erfolgreichen Tour, noch einmal ein Album aufzunehmen und dieses wurde ein voller Erfolg. Dieser Erfolg spiegelte sich auch beim Feedback der Fans vor der Bühne wieder. Heaven&Hell wurden von den Massen euphorisch gefeiert.
Freitag:
Am Freitag, dem vorletzten Tag des W:O:A waren die Metalheads sichtlich von den Strapazen und vor allem dem Bierkonsum der vorangegangenen Tage gezeichnet. Dieser Umstand hielt allerdings kaum jemanden davon ab, auch weiterhin Vollgas zu geben und das auch an diesem Tag hervorragende Line-Up in vollen Zügen zu genießen.

Bereits am frühen Nachmittag betraten die Urgesteine des deutschen Metal GAMMA RAY die Bühne und Kai Hansen und seine Mitmusiker schafften es, auch zu dieser frühen Tageszeit die Anwesenden mitzureißen.
Auch die Australier AIRBOURNE, von vielen zurecht als die legitimen Nachfolger der Rock Giganten AC/DC gefeiert, ließen die Menge kochen. Ich persönlich habe bei diesem Konzert mit 3 Durchläufen meinen persönlichen Crowdsurfing Rekord bei einem Konzert aufgestellt.
Und noch eine weitere legendäre True-Metal Band brachte das kleine Dörfchen Wacken am Freitag zum Beben: HAMMERFALL. Die Band um Frontmann Mikael Stanne spielte alle Ihre Hits und schafften es so mühelos, die ohnehin hohen Temperaturen noch weiter zu steigern.
Über die Auftritte von MOTÖRHEAD und DORO muss man eigentlich nicht allzu viel berichten, denn diese stehen seit Jahren für Qualität und genau diese Erwartungen wurden auch auf diesem W:O:A wieder erfüllt. Auch IN FLAMES und AMON AMARTH begeisterten in gewohnter Manier die anwesenden Fans und können ebenfalls ohne weiteres als große Highlights gewertet werden.
Interessanter war der Auftritt der deutschen Band ASP, denn auch diese Gruppe passt eigentlich so gar nicht in das Konzept des Wacken Open Air. Doch auch bei diesem Auftritt zeigte sich wieder einmal, wie vielschichtig das Publikum dieses Festivals ist, denn es waren unglaublich viele Menschen vor der Bühne, die ASP – zurecht – mächtig feierten.
Samstag
Der Samstag, leider schon der letzte Tag des Festivals hatte natürlich auch etliche Highlights zu bieten. Schon Mittags rockte die deutsche Band RAGE die Fans. Bei diesem Auftritt wurde klar, warum die Band beim letzten "Bundesvision Song Contest" den dritten Platz erreichte.
Eine weitere Legende der deutschen Metal Szene enterte am frühen Abend die Bühne: AXEL RUDI PELL. Der wohl beste deutsche Metal Gitarrist, der ja fast schon Stammgast auf dem W:O:A ist, bewies seine perfekten Gitarrenkünste mit sehr vielen genialen Soli. Zudem reihten sich auch Axel Rudi Pell in den Jubiläums Reigen ein: 25 Jährige Musikerkarriere, 20 Jahre als Solokünstler unterwegs und seit 10 Jahren mit unverändertem Line-Up unterwegs. Das verdient Respekt und genau den brachten die Fans der Band auch entgegen. Hier ist besonders eines der genialsten Drum-Soli hervorzuheben, das ich je gesehen habe. Wer das verpasst hat, ist selber Schuld.
Die deutschen Mittelalter Rocker von IN EXTREMO brachten die Fans dann endgültig in die Richtige Stimmung, es noch einmal so richtig krachen zu lassen. Begleitet von einer genialen Pyro Show brachten In Extremo alle Hits, nach denen die Fans gierten. Lediglich die Rufe nach "Spielmannsfluch" wurden ignoriert. Schade.
Keinerlei Wünsche offen ließen allerdings die Dänen VOLBEAT. 2007 noch als Newcomer Band des Jahres gefeiert, brachten Sie die Massen mit mittlerweile vier Alben im Gepäck zum toben. Kein Wunsch wurde ausgelassen und statt sich selbst feiern zu lassen, motivierten Volbeat Ihre Fans dazu, sich selbst zu feiern. Grandiose Geste!
Das für mich intensivste Konzert auf dem Wacken Open Air war der Auftritt von TURISAS. Leider fand dieser in der W.E.T. Stage statt, die schon eine halbe Stunde vor dem Konzert zum bersten voll war. Die Temperaturen im Zelt erreichten schon vor dem Auftritt gefühlte 80 Grad. Als jedoch die Band die Bühne betrat, gab es kein halten mehr. Turisas bewiesen einmal mehr Ihre Fähigkeiten als Entertainer und so verließ ich nach dem einstündigen Konzert das Zelt mit nicht weniger als sieben kleinen Prellungen. So muss ein Konzert sein.
Extrem, allerdings auf eine eklige Art und Weise ging es dann bei der Show von GWAR weiter. In einer grandiosen Inszenierung wurden wieder diverse Monster und Prominente belästigt, vergewaltigt und zerstückelt. Natürlich wurden auch wieder etliche Liter bunte Flüssigkeit in die gierige Menge gepumpt. Es waren natürlich wieder etliche GWAR Fans mit weißen T-Shirts vor Ort, die versuchten soviel Sauerei wie möglich aufzufangen. GWAR machen Live einfach Spaß.

Die sonntägliche Abreise gestaltete sich schon wie die Anreise extrem unproblematisch, lediglich 2 kleinere Unfälle sorgten kurzfristig für kleinere Staus. Glücklich und zufrieden überließen die Massen das kleine Dorf im Norden unserer Republik wieder dem Alltag nicht ohne ein Versprechen zu verkünden:
See you next Year – Rain or Shine!




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