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	<title>NecroWeb Magazin &#187; Interviews</title>
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	<description>Musik, Bücher, Filme und Spiele Rezensionen, sowie Interviews, Festivals und Fotos. Genres: Rock, Metal, Gothic, Mittelalter, Industrial, Fantasy bis Horror.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Jun 2013 13:52:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>LIFELESS</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 06:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[bathory]]></category>
		<category><![CDATA[dismember]]></category>
		<category><![CDATA[kreator]]></category>
		<category><![CDATA[lifeless]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Mit &#8220;Godconstruct&#8221; veröffentlichten LIFELESS aus Dortmund im Frühjahr dieses Jahres ihr zweites Album, auf dem die Band für traditionellen, aber keineswegs abgedroschenen Swedish Death Metal Sound sorgt. Nachdem nun die Scheibe schon einige Zeit auf dem Markt ist, lässt Gitarrist und Sänger Marc die Entwicklungs- und Veröffentlichungsphase des Albums Revue passieren und beantwortet auch viele [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/lifeless/">LIFELESS</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Godconstruct&#8221; veröffentlichten LIFELESS aus Dortmund im Frühjahr dieses Jahres ihr zweites Album, auf dem die Band für traditionellen, aber keineswegs abgedroschenen Swedish Death Metal Sound sorgt. Nachdem nun die Scheibe schon einige Zeit auf dem Markt ist, lässt Gitarrist und Sänger Marc die Entwicklungs- und Veröffentlichungsphase des Albums Revue passieren und beantwortet auch viele weitere spannende Fragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Seid ihr mit dem Ergebnis von &#8220;Godconstruct&#8221; zufrieden oder könnte man rückblickend doch noch etwas anders machen?</strong></p>
<p>Marc: Nun, rückblickend fällt einem als Musiker grundsätzlich immer etwas auf, was anders hätte sein können. Das ist normal und gehört zum Wachstum einer Band, denke ich. Alles in allem sind wir aber zufrieden mit dem Ergebnis. Trotzdem haben wir schon ein paar Dinge auf der Liste, die wir beim nächsten Album anders machen werden.<strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Worauf bezieht sich der Titel &#8220;Godconstruct&#8221;?</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30030656" title="Lifeless" src="http://www.necroweb.de/images/metal-musik/lifeless-godconstruct-foto.jpg" alt="" width="220" height="149" />Marc: Ui, dafür brauche ich ein paar Zeilen. Der Titel &#8220;Godconstruct&#8221; (sowie die meisten Lyrics des Albums) bezieht sich im Grunde auf die Anbetung des menschlichen Egos und auf das daraus resultierende Konstrukt, welches wir Realität getauft haben. Die Matrix sozusagen&#8230;<br />
Das geht über Religion hinaus, obwohl Religion durchaus eine herauragende Rolle hierbei spielt und ein gutes Sinnbild bietet. Aber es umfasst ALLE Lebensbereiche und JEDEN Menschen. Diese Anbetung des Egos (und damit verbunden die Anbetung der Materie) erschafft genau die Welt &#8211; oder besser gesagt die Hölle &#8211; in der wir uns gerade befinden. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, Gott und Satan, Richtig und Falsch, Jedis und Imperium etc. Die uralte Story, die sich immer zu wiederholen scheint. Welche letztlich aber gelenkt ist durch diejenigen, die einen Nutzen daraus ziehen &#8211; nämlich den größten Egomanen, Misanthropen und Soziopathen, die es gibt. Die herrschenden Kräfte auf diesem Planeten eben&#8230;<br />
Es geht um eine spirituelle (nicht religiöse) Rebellion. Eine Transformation des Menschen. Die Errichtung eines Utopia, das eigentlich keins ist, sondern nur aus unserem Blickwinkel so scheint, weil es eben diese Kräfte gibt, die alles daran setzen, dass wir dieses Utopia niemals erreichen. Warum? Weil sie nur so ihre Macht über uns und den Planeten erhalten können. Wir befinden uns in einem ständigen Krieg mit diesen Kräften. Ein globaler Krieg um unsere Köpfe – unser Bewusstsein. Das ist das Einzige worum es überhaupt geht. Geld, Gott, Ressourcen&#8230; das ist nur Mittel zum Zweck um den Käfig geschlossen zu halten und den Bewegungsspielraum innerhalb kleiner zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was sind die Einflüße bei Lifeless, sowohl textlich als auch musikalisch?</strong></p>
<p>Marc: Textlich das Leben an sich. Musikalisch Metal im Allgemeinen und Death Metal im Speziellen. Vor allem die Kultscheiben aus den 90ern, wie man ja unschwer erkennt, ha, ha&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30039246" title="Lifeless" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/lifeless-logo.jpg" alt="" width="530" height="393" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Was verbindest Du als positive und negative Erfahrung in Bezug zu &#8220;Godconstruct&#8221;?</strong></p>
<p>Marc: Eigentlich überwiegen die positiven Erfahrungen. Die Reaktionen auf das Album sind in den meisten Fällen super. Das macht einen natürlich froh. Meine negative Erfahrung damit ist, dass in einigen Reviews mein Gesang ganz schön runtergemacht wird, obwohl ich persönlich das erste mal halbwegs zufrieden damit bin, ha, ha&#8230;Am Gesang scheiden sich eben immer die Geister&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30039247" title="Lifeless" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/lifeless-logo2.jpg" alt="" width="286" height="400" /><strong>NecroWeb: Wie lange dauert es eigentlich bis ein Song im Kasten ist? Geht ihr dabei nach einem bestimmten Schema vor?</strong></p>
<p>Marc: Ich denke wir haben das übliche Schema. Erst Drums, dann Gitarren, dann Bass und zum Schluß Gesang. Es dauert also etwas, bis ein Song komplett im Kasten ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Die Vinylversion kommt mit einem Bonustrack daher. Ist dieser ein Überbleibsel der Aufnahmen oder eher eine Wertschätzung für die Treue zum Vinyl?</strong></p>
<p>Marc: Sorry, aber da ist kein Bonussong auf der Vinylversion, ha, ha&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Euer Cover ist düster, aber fernab von Klitschees wie Zombies, Blut und Gore. Könnt ihr etwas darüber berichten?</strong></p>
<p>Marc: Das Cover habe ich gemalt. Zombies, Gore und Satanskram sind nix für Lifeless. Das Cover sollte das vorhin erwähnte Textkonzept unterstreichen. Auch wenn wir ein für old school Death Metal recht untypisches lyrisches Konzept verfolgen, soll alles dennoch nach Death Metal aussehen. Das Gesamtbild zählt ja schließlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was unterscheidet den heutigen Death Metal von dem der ersten Generation? Es gibt ja den Spruch: Die guten alten Zeiten kommen nie wieder&#8230;</strong></p>
<p>Marc: Der größte Unterschied ist, dass die Jungs damals Neuland betreten haben. Sie haben die bis dahin vorhandene extreme Musik auf die nächste Stufe gehoben und dabei Etwas ganz neues erschaffen. Das ist heute natürlich nicht mehr der Fall. Heute wandelt man eben auf ausgelatschten Pfaden. Aber mit mächtig viel Leidenschaft. Und darauf kommt es ja schließlich an. Deshalb ist die neue Szene auch so erfolgreich, obwohl sie gar nix Neues macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie denkt ihr über die Entwicklung der digitalen Ära?</strong></p>
<p>Marc: Das ist der Lauf der Welt. Viele haben ja auch einen Anfall bekommen, als die CD rauskam. Neue Technologien bieten eben neue Möglichkeiten. Ich denke im Metal und speziell im Underground kaufen die Leute aber noch genügend physiche Produkte. Einem Metaller geht es ja meist auch um das ganze Drum und Dran. Gut so&#8230;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/-51vShU5WLY?list=UUVF2cAukElgDAYJOGu-nh7g" frameborder="0" width="530" height="298"></iframe></p>
<p><strong>NecroWeb: Habt ihr schon weitere Pläne in Sachen Zukunft?</strong></p>
<p>Marc: Im Moment schreiben wir neue Songs. Anfang nächsten Jahres soll wahrscheinlich etwas Neues erscheinen, um die Wartezeit aufs nächste Album zu verkürzen. Ansonsten werden wir so oft es geht live spielen und uns betrinken. Ein guter Plan, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hier noch ein paar Schnellschußfragen, auf die eine kurze Antwort reicht.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Brust oder Keule?</strong></p>
<p>Marc: Kult-Film mit Louis de Funes. Ansonsten nix von beidem – bin Vegetarier <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welches Album findest du grottenschlecht?</strong></p>
<p>Marc: Kein Kommentar&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein musikalisches Vorbild?</strong></p>
<p>Marc: Ui, Einzelpersonen so einige aber als Band ganz klar Dismember. Die waren sich immer treu&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wann beginnt dein Tag?</strong></p>
<p>Marc: In der Woche um sechs Uhr.<strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schon mal Nasenhaare ziehen lassen?</strong></p>
<p>Marc: Aua! Ne, bin ein Weichei bei sowas, ha, ha&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Eine total überbewertete Band?</strong></p>
<p>Marc: Amon Amarth</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine letzte durchzechte Nacht?</strong></p>
<p>Marc: So richtig durchzecht ist schon länger her. Bin eben alt. Aber letzte Woche haben wir in Leonberg gespielt. Da ging schon die Post ab. Zumindest die halbe Nacht. Außer für unseren Drummer. Der hat echt durchgezaubert.<br />
Wir sind sowieso ganz schöne Aftershow-Partytiere, ha, ha&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das letzte Mal Blumen gekauft?</strong></p>
<p>Marc: Ui, das ist auch schon was her&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Meinung zu diesen Bands:</strong></p>
<p><strong>Kreator &#8211; </strong>Marc: Kult! War zu extreme Aggression Zeiten sogar meine Lieblingsband.</p>
<p><strong>Bathory &#8211; </strong>Marc: Kult! Zeitlos! Musikgeschichte!</p>
<p><strong>Vader &#8211; </strong>Marc: Beständig!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Noch letzte Worte?</strong></p>
<p>Marc: Danke für den Support! See ya on stage&#8230;!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb dankt für dieses Interview und wünscht alles Gute für die Zukunft!</strong></p>
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		<title>LED MANVILLE</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 05:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fauna Flokati</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[a grumh]]></category>
		<category><![CDATA[apoptygma berzerk]]></category>
		<category><![CDATA[Click Click]]></category>
		<category><![CDATA[combichrist]]></category>
		<category><![CDATA[front 242]]></category>
		<category><![CDATA[led manville]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Stahlnebel & Black Selket]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als Szenegröße reist der spanische DJ Led Manville um die Welt und beglückt zahlreiche Clubgänger mit seinen stimmigen DJ-Sets. Am 31. Mai 2013 führte ihn sein Weg nach Ingolstadt, wohin ihn die Veranstalter der Ingolstädter Nachtwerk Party eingeladen hatten, um mit ihnen und der dortigen Gothic-Szene den achten Geburtstag der bekannten Szeneveranstaltung zu feiern. Zu [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/led-manville/">LED MANVILLE</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Szenegröße reist der spanische DJ Led Manville um die Welt und beglückt zahlreiche Clubgänger mit seinen stimmigen DJ-Sets. Am 31. Mai 2013 führte ihn sein Weg nach Ingolstadt, wohin ihn die Veranstalter der Ingolstädter Nachtwerk Party eingeladen hatten, um mit ihnen und der dortigen Gothic-Szene den achten Geburtstag der bekannten Szeneveranstaltung zu feiern. Zu diesem Anlass war DJ Led Manville mit einem Gast-DJ-Set extra direkt aus Madrid angereist. Am grauen Nachmittag vor Beginn der Party nahm sich Led etwas Zeit, um sich mit uns in ein gemütliches Café vor dem störmenden Regen zu flüchten und NecroWeb viel Interessantes über sich, seine Pläne, seine Arbeitweise als DJ und andere spannende Themen zu erzählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hallo Led! Als DJ verbringst du eine Menge Zeit in Clubs. Gehst du in deiner Freizeit selbst gerne in Clubs?</strong></p>
<p>Led Manville: Nein, eher nicht. Wenn man Kinder hat, ist das kompliziert. Ich hatte meine Clubzeit, aber inzwischen bin ich 43 und relaxe lieber. Außerdem ist die Szene in Madrid nicht besonders groß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: War die Szene in Madrid früher größer, gab es mehr Gelegenheiten zum Ausgehen?</strong></p>
<p>Led Manville: Nein, sie war eigentlich schon immer sehr, sehr Underground.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was sind, neben der Musik, deine Interessen?</strong></p>
<p>Led Manville: Ich liebe Grafikdesign und Malerei. Ich bin auch von Beruf Grafiker und habe schon als ich sehr jung war gemalt. Studiert habe ich Archtitektur, obwohl ich letztendlich nie als Archtitekt gearbeitet habe. Ich habe es eher wegen meiner Familie studiert, weil sie mir gesagt haben<em>`Du musst etwas studieren!´</em>. Da wollte ich etwas machen, wo ich zeichnen und malen kann, hatte aber auch Angst davor, bildende Kunst zu studieren, weil ich befürchtete, dass ich in einem solchen künstlerischen Studium sehr eingegrenzt werde. Dort gibt es Lehrer, die dir feste Strukturen vorschreiben und du kannst dich als Künstler nicht frei entfalten, also habe ich mich für das Architekturstudium entschieden, was mir auch sehr geholfen hat, um bestimmte künstlerische Fähigkeiten zu verbessern. So konnte ich mich künstlerisch verwirklichen ohne von Lehrern abhängig zu sein, die mir Anweisungen geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie hat deine Laufbahn als DJ ihren Anfang genommen?</strong></p>
<p>Led Manville: Als ich 16 Jahre alt war, hatte in der Nähe von unserem Haus ein neuer Club eröffnet, wo ich immer mit einem Freund hingegangen bin. Ich habe mich dann auch mit dem Clubbesitzer angefreundet.<br />
Überhaupt war Musik immer um mich herum, seit ich ein kleines Kind bin. Meine Mutter liebt Musik und hat sich immer die neusten Platten gekauft.<br />
Ebenfalls als ich 16 war, hat sich mein großer Bruder eine Platte gekauft, die meinen musikalischen Horizont erweitert und meinen Musikgeschmack verändert hat. Es war die &#8220;This Is Electronic Body Music&#8221; Volume 1 mit Front 242, à; Grumh , Click Click und all diesen Bands von früher.<br />
Von diesem Moment an wusste ich, wie unterschiedlich Musik sein kann. Du denkst, Musik ist das, was du kennst und merkst dann, dass das eine Lüge ist, und dass es daneben noch viel mehr geben kann.<br />
Seit dieser Platte hab ich gezielt Musik von diesen Gruppen gesucht. Zur gleichen Zeit habe ich angefangen, in diesem Club, wo der Besitzer inzwischen mein Freund war, das Auflegen zu üben. Dort hat dann alles begonnen. Ich hab angefangen, mir Musik zu kaufen und eine Menge Geld in Musik zu investieren und das ging dann eben so weiter bis&#8230;jetzt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-30039144" title="Led Manville" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/Manville-Promo-03-klein.jpg" alt="" width="600" height="300" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Könntest du bitte beschreiben, wie du arbeitest und beim Auflegen vorgehst, etwa wie du deine Sets zusammenstellst und ob und inwiefern du dich auf deine Live-Sets vorbereitest?</strong></p>
<p>Led Manville: Das ist interessanter, als manche Leute denken. Alles erfordert Übung. Wenn man mit dem Auflegen beginnt, merkt man, dass man mehr machen muss, als nur Songs abzuspielen. Was mich schon immer fasziniert hat ist, dass jeder Song in einer bestimmten Tonart geschrieben ist. Manchmal war ein Mix von mir sehr harmonisch, wohingegen manche andere schlecht waren, weil die Harmonien der Songs nicht zusammengepasst haben.<br />
Also habe ich mich gefragt, wie ich es hinbekomme, dass alle meine Mixe harmonisch klingen, und so habe ich damit begonnen, jeden einzelnen Song, den ich als DJ besaß, zu analysieren. Ich hab dafür etwa vier Monate gebraucht, es waren mehrere tausende Songs und ich habe mir für jeden Einzelnen angesehen, in welcher Tonart er geschrieben ist.<br />
So wusste ich letztendlich, wenn ein Song in einer bestimmten Tonart verfasst ist, welche anderen Songs harmonisch dazu passen, ohne sie vorher probezuhören.<br />
Außerdem war auch die Taktstruktur Teil meiner Analyse. In unserer Szene gibt es eine Menge Songs mit sehr chaotischen Strukturen, mit unterschiedlichsten Beat Patterns und Pausen. Bei anderen Musikrichtungen ist das anders, im Trancebereich etwa hast du fast nur Songs mit 32er oder 64er Beat Patterns, da ist alles gleichmäßig. Bei unserer Musik ist es jedoch sehr schwierig, Songs zu finden, die rhythmisch zusammenpassen. Also hab ich auch begonnen zu lernen, wie man mit unterschiedlichen Strukturen umgeht, das übe ich noch immer.<br />
Wenn ich alles über einen Song herausgefunden habe, was ich wissen wollte, notiere ich mir das, sodass ich weiß, wo ich ihn einsetzen kann, ohne ihn mir noch einmal anzuhören.<br />
Ich habe vor 26 Jahren angefangen und in dieser Zeit war ich in unterschiedlichsten Situationen und war mit unterschiedlichsten Problemen konfrontiert. Mein Ziel ist mittlerweile, Probleme so weit wie möglich zu minimieren. Dass ich die Tonart und die Strukturen notiert habe, hilft mir dabei, denn viele DJs hören sich einen Song auf ihren Kopfhörern an, bevor sie ihn spielen, um zu prüfen, ob sie ihn als nächstes auflegen können. In meiner Anfangszeit hatte ich bei einer solchen Vorgehensweise manchmal technische Schwierigkeiten, wie etwa kaputte Kopfhörer oder schlechte Soundqualitäten. Wenn ich jedoch im Vornherein weiß, welche Songs zusammenpassen, kann ich ein Set zusammenstellen, ohne die Songs vor dem Auflegen anzuhören, was mir eine Menge Kontrolle gibt.<br />
Manche Freunde oder DJs fragen mich nach meinen Geheimnissen, aber eigentlich gibt es beim Auflegen nicht viele Geheimnisse. Das Grundlegende ist Übung. Selbst wenn du glaubst, du bist fast perfekt, musst du immer noch mehr üben. Ich bin nicht perfekt und ich werde auch nie perfekt sein, aber ich versuche, der Perfektion so nahe wie möglich zu kommen.<br />
Jetzt, mit meinem Kind, ist es natürlich schwieriger, sich Zeit zum Üben zu nehmen, weil ein Kind sehr viel Zeit erfordert. Aber dann muss ich halt weniger schlafen. Vor drei Jahren, als mein Kind noch nicht auf der Welt war, habe ich fünf Mal pro Woche zwei bis drei Stunden geübt.<br />
Am Anfang ist vielen DJs nicht bewusst, wie viel Arbeit dahinter steckt, aber wenn sie anfangen, merken sie, dass das alles garnicht so leicht ist. Manche Menschen sagen mir <em>`Es sieht so einfach bei dir aus!´</em> Klar sieht das einfach aus, für mich ist es auch einfach, aber ich mache das ja auch schon seit 26 Jahren und habe seitdem jede Woche geübt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast schon Songs von sehr bekannten Bands und Künstlern gemixt, beispielsweise von Combichrist oder Apoptypgma Berzerk. Arbeitest du auch mit Künstlern direkt zusammen im Sinne von Kollaborationen oder gemeinsamen Projekten?</strong></p>
<p>Led Manville: Ja, aber vor wenigen Jahren noch war es unmöglich, an soetwas zu denken. Zu der Zeit, als ich begonnen hab, Musik zu machen, das war einige Jahre bevor ich mit dem Auflegen angefangen habe, gab es noch kein Internet, die Welt war noch nicht so klein wie sie jetzt ist. Heutzutage kannst du mit Menschen zusammengearbeiten, ohne dass du sie wirklich treffen musst. Ich habe viel mit Stahlnebel &amp; Black Selket zusammengearbeitet, eine deutsche Band, für die ich einige Remixe und Artworks gemacht habe. Zusammenarbeit ist ja heutzutage sehr leicht, man schickt sich ja nur noch von daheim aus gegenseitig Dateien zu. Außerdem habe ich insofern mit anderen Musikern zusammenarbeitet, dass ich in einer Band war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welche Instrumente hast du gespielt?</strong></p>
<p>Led Manville: Synthesizer und elektronisches Schlagzeug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf deinem Soundcloud-Channel gibt es einige Songs, die Eigenkompositionen von dir sind und der Song &#8220;Miracle&#8221; ist auch mit Gesang aufgenommen. Ist das deine Stimme?</strong></p>
<p>Led Manville: Ja, das ist meine Stimme!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Or57jxqTQTg" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><strong>NecroWeb: Gibt es noch mehr Songs, auf denen du singst?</strong></p>
<p>Led Manville: Ja, es gibt noch Einige, aber das Problem ist, dass man zum Aufnehmen von Gesang gute Mikrofone und eine Menge Zeit benötigt, und die habe ich oft garnicht, das ist einer der Gründe, weshalb ich nur wenige Songs mit Gesang habe. Ein anderer Grund ist einfach, dass ich oft nicht weiß, was ich sagen soll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Findest du, dass Musik das Gefühl, das du ausdrücken möchtest, auch ohne Gesang rüberbringt?</strong></p>
<p>Led Manville: Ja. Für mich ist Musik die Sprache der Seele. Ich muss die Texte nicht verstehen, bei den meisten deutschen Texten habe ich keine Ahnung, worum es geht. Aber man muss auch garnichts verstehen, die Musik transportiert schon genaue Vorstellungen davon, worum es geht. Manchmal präzisieren Texte diese Vorstellungen nur noch etwas, manchmal könnte man sie auch weglassen.<br />
Ich mag das, was passiert, wenn man Musik hört. Man hat so ein spezielles Gefühl in sich. Das ist das, womit ich spiele. Ich spiele gerne mit unterschiedlichen Gefühlen und kombiniere sie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du planst ja, ein ganzes Album mit deinen Eigenkompositionen zu veröffentlichen. Hast du schon eine Vorstellung davon, wann die Veröffentlichung sein wird?</strong></p>
<p>Led Manville: Ich möchte dieses Projekt noch dieses Jahr veröffentlichen. Bevor ich ein Kind hatte, konnte ich sagen: <em>`Diesen Monat vollende ich dieses Projekt, und nächsten Monat ist dann jenes Projekt dran´</em>, alles war viel stukturierter. Aber mit dem Baby kann ich nichts mehr voraussagen.<br />
Zunächst muss ich jetzt einen Remix fertig machen für eine Band, die schon ganz ungeduldig wartet, denn seit ich den Auftrag von ihnen bekommen habe, ist viel passiert und ich musste auch kurzzeitig eine musikalische Pause einlegen. Deswegen ist es etwas schwierig, dieses Album fertig zu bekommen, aber ich möchte es auf jeden Fall dieses Jahr schaffen, um es auf Bandcamp zu veröffentlichen. Es werden auf jeden Fall mehr Songs sein als nur die auf Soundcloud. Ich möchte eine EP zusammenstellen, die noch mindestens drei Songs oder so mehr hat. Kommt auf meine Freizeit an, wie viel ich noch schaffe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hast du Erfahrungen mit ganz anderen Musikrichtungen oder könntest du dir vorstellen, mal etwas musikalisch komplett anderes zu machen?</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30039237" title="Led Manville" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/led-manville-dj.jpg" alt="" width="200" height="385" />Led Manville: Ich habe schon Dinge gemacht, die ganz anders waren als das, was man als meinen Stil bezeichnen könnte. Seit ich klein bin habe ich Musik aus allen erdenklichen Richtungen gehört, meine Werke haben also verschiedenste Einflüsse. Ich möchte mich einfach ausdrücken und kenne da keine Grenzen. Manche Leute versteifen sich auf einen ganz speziellen Stil, aber mein Stil ist einfach dass ich das tue, wonach mir im Moment ist. Das kann in einem Moment sehr elektronisch und tanzlastig werden und im Nächsten sehr gitarrenlastig. Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Musikrichtungen: Songs die ich mag und Songs die ich nicht mag. Es ist doch nicht wichtig, ob etwas Aggrotech oder EBM ist, Hauptsache es gefällt dir. Außerdem wird zur Zeit ja ohnehin täglich eine neue Musikrichtung erfunden, da wird man ja mit dem Klassifizieren nicht mehr fertig. Man sollte Musik lieber genießen, als sie zu klassifizieren. Es ist traurig, wenn sich Leute auf eine Richtung versteifen, weil sie jenseits davon so viel tolle Musik finden könnten.<br />
Wenn du dir mal meine Sets ansiehst, da kommen ja auch jede Menge Richtungen zusammen, und trotzdem passt alles zusammen, weil es ein Spiel mit Gefühlen und Emotionen ist. Das ist viel komplexer als sich einfach auf eine Musikrichtung zu beschränken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Als DJ kommst du viel herum, du hast schon in Clubs in unterschiedlichsten Ländern aufgelegt. Gibt es einen merklichen Unterschied zwischen bestimmten Ländern, Orten und Clubs, den man in Worte fassen kann?</strong></p>
<p>Led Manville: Jedes Land ist anders und hat seine Besonderheiten. Mexico zum Beispiel ist sehr lustig und die Clubs dort sind ganz anders als wir sie kennen. Das ist so, als sei man in einem Club aus den 60ern. Aber letztendlich hat jedes Land, jeder Ort eine gewisse Magie, und diese geht von den Menschen dort aus. Die Erinnerungen, die ich an die Orte, wo ich war habe, sind auch immer mit bestimmten Menschen verbunden. Der Ort selbst ist also garnicht so wichtig, es geht mir eher um die Leute, die ich treffe.<br />
Es ist auch völlig egal, wie groß die Clubs sind. Es ist nicht wichtig, wie viele Menschen da sind, sondern, dass jede einzelne Person Spaß hat, ob nun 10 oder 10.000 Menschen da sind. Du musst einfach professionell sein und deinen Job gut machen, unabhängig von der Anzahl an Gästen.<br />
Was die Clubs betrifft, so hat jeder Vor- und Nachteile. Deswegen hab ich ja meinen Laptop dabei und kenne meine Songs sehr gut, um allen möglichen technischen Problemen aus dem Weg zu gehen, wie ich es vorhin geschildert habe. Manchmal ist der Mixer schlecht, oder der CD-Player ist kaputt. Die Probleme hatte ich alle schon, aber inzwischen bin ich nicht mehr abhängig davon, wie gut oder schlecht das Equipment in einem Club ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast schon erwähnt, dass du dieses Jahr das Album mit deinen Eigenkompositionen fertigstellen möchtest. Was sind außerdem deine Pläne für dieses Jahr in Bezug auf Musik?</strong></p>
<p>Led Manville: Ich muss noch das fünfte Album aus der &#8220;Versus Satanicus&#8221;-Reihe fertigstellen. Es ist schon fast fertig, es fehlen nur noch zwei oder drei Mixe. Außerdem werde ich das heutige Set, das wir ja aufnehmen werden, veröffentlichen. Dann arbeite ich noch an einigen Remixen für Bands, und das wars für den Moment. Normalerweise arbeite ich an vier bis fünf Projekten gleichzeitig, weil mir, während ich an etwas arbeite, ständig neue Ideen kommen. Ich versuche aber, nichts, was ich begonnen habe, unfertig stehen zu lassen. Eben deswegen will ich auch endlich dieses Album fertig bekommen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Zum Abschluss möchte ich dir noch zwei Fragen stellen, auf die du kurz und spontan antworten kannst. Stell dir vor, du könntest in deinem Leben eine Sache lernen: Wofür würdest du dich entscheiden?</strong></p>
<p>Led Manville: Eine Sache lernen? <em>(denkt lange nach, Anm. d. Red.)</em> Das ist eine sehr schwierige Frage! Ich gehöre zu der Art Menschen, die am liebsten die ganze Zeit lernen. Jeder Tag ist ideal, um etwas Neues zu lernen. Wenn ich nur eine Sache lernen könnte, würde ich&#8230;wahrscheinlich lernen, wie man glücklich ist. Ja, ich würde lernen, wie es geht, sein Leben glücklich zu leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Drei Dinge, ohne die du nicht leben könnest?</strong></p>
<p>Led Manville: Zum einen Musik. Ich weiß, dass ich ohne Musik nicht leben kann, ich habe es ausprobiert. Es gab eine Phase in meinem Leben, da konnte ich ungefähr sechs Monate lang keine Musik hören und es war härter als man sich vorstellen kann. Ich war wirklich depressiv und habe dann gemerkt, dass ich tatsächlich nicht ohne Musik leben kann.<br />
Außerdem kann ich nicht ohne meine Familie und ohne meine Freunde leben. Das würde ich gerne als Eins zusammenfassen.<br />
Und letztendlich kann ich nicht ohne den Gedanken daran leben, dass diese Welt besser sein könnte. Also quasi Hoffnung. Manchmal ist es schwierig, seine Hoffnung nicht zu verlieren angesichts der Tatsache, zu was Menschen manchmal in der Lage sind. Aber wenn man nicht versucht, die negativen Dinge positiv zu machen, verliert man seine Hoffnung. Man muss daran glauben, dass alles irgendwann besser wird und dass der Mensch merken wird, dass er manchmal gegen sich selbst arbeitet. Übrigens glaube ich an Ausgeglichenheit! Ich weiß, dass ich genauso schlechte wie auch gute Seite habe. Nichts ist nur gut oder nur schlecht. Jedenfalls kann ich nicht ohne Hoffnung, ohne meine Familie und meine Freunde und nicht ohne Musik leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Nach diesem schönen letzten Statement möchte ich dieses Interview an dieser Stelle beenden und danke dir vielmals für dieses interessante Gespräch!</strong></p>
<p>Led Manville: Danke dir!</p>
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		<title>REVEL IN FLESH</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 11:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[avulsed]]></category>
		<category><![CDATA[cancer]]></category>
		<category><![CDATA[Deserted Fear]]></category>
		<category><![CDATA[desultory]]></category>
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		<category><![CDATA[obscure infinity]]></category>
		<category><![CDATA[paganizer]]></category>
		<category><![CDATA[puteraeon]]></category>
		<category><![CDATA[Revel In Flesh]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lupenreiner Todesblei ist es, den sich die Knüppelbrüder von REVEL IN FLESH auf die Fahne geschrieben haben. Die aktuelle Granate &#8220;Manifested Darkness&#8221; gibt genug Anlass, einen der Burschen zu kontaktieren. Haubersson steht nun Rede und Antwort, was sich Liebhaber des Werkes keinesfalls entgehen lassen sollten. &#160; NecroWeb: Ich habe mal vernommen, REVEL IN FLESH ist [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/revel-in-flesh/">REVEL IN FLESH</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lupenreiner Todesblei ist es, den sich die Knüppelbrüder von REVEL IN FLESH auf die Fahne geschrieben haben. Die aktuelle Granate &#8220;Manifested Darkness&#8221; gibt genug Anlass, einen der Burschen zu kontaktieren. Haubersson steht nun Rede und Antwort, was sich Liebhaber des Werkes keinesfalls entgehen lassen sollten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ich habe mal vernommen, REVEL IN FLESH ist die schwedischste aller deutschen Bands. Wie denkt ihr darüber?</strong></p>
<p>Haubersson: Servus Sven &amp; werte NecroWeb Leserschaft! Ehrlich gesagt machen wir uns keinen Kopf über diese Etikette. Revel In Flesh ist eine Band, bei der Fans von dieser Musik am Werke sind und wir machen keinen Hehl um unsere &#8220;Roots&#8221;. Klar fahren wir das schwedische Gitarrenbrett des Todes in Sachen Sound, aber das tun unsere &#8220;Brüder im Sounde&#8221; Fleshcrawl und Lifeless auch!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie sind die Arbeiten zu &#8220;Manifested Darkness&#8221; gelaufen? Gab es irgendwelche Verzögerungen oder Probleme, oder funktioniert die Angelegenheit bei euch relativ perfekt?</strong></p>
<p>Haubersson: Perfekt ist niemand und es ist für Außenstehende oft schwer erkennbar, wie viel Energie &amp; Herzblut tatsächlich hinter so einem Werk stehen. Wir haben im Januar 2012 &#8211; bereits unmittelbar nach der Fertigstellung von &#8220;Deathevokation&#8221; &#8211; mit dem Schreiben von &#8220;Manitested Darkness&#8221; angefangen. Wir haben das Album in wöchentlichen Sitzungen und vielen Nachtschichten in Maggessons VAULT M. Studio geschrieben und direkt aufgenommen. Die Ideen flossen regelrecht, so dass hier kein erzwungenes Krampfen aus den Boxen donnert!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30038814" title="Revel In Flesh" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/revel-in-flesh-foto-01.jpg" alt="" width="530" height="245" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Existiert ein Konzept oder sind die Stücke in sich geschlossene Kapitel?</strong></p>
<p>Haubersson: &#8220;Manifested Darkness&#8221; als Titel könnte auch all umfassend für die kompletten Lyrics des Albums stehen. Ein Pakt mit den dunklen Dingen des irdischen Lebens. Wir sind eine Death Metal Band und hierbei geht es nicht um Blumen oder intellektuellen Philosophie Krempel: &#8220;Hail The Deathcult&#8221;!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Entstammt das Covermotiv euren eigenen Vorstellungen oder hatte der Künstler freie Entscheidungsgewalt? Wer ist eigentlich dafür verantwortlich?</strong></p>
<p>Haubersson: Das Cover hat der spanische Künstler Juanjo Castellano angefertigt, welcher u.a. auch schon für das Cover von &#8220;Deathevokation&#8221;, das Split 7&#8243; EP Cover und diverse Shirtmotive verantwortlich war. Er ist quasi der visuelle Förderer von Revel In Flesh und versteht es unheimlich gut unserer Musik und Texte eine Art Bild zu geben. Die Ideen zum Cover wurden u.a. durch die Songs und Texte zu &#8220;Dominate The Rotten&#8221;, &#8220;Deathmarch&#8221; und &#8220;Manifested Darkness&#8221; inspiriert. Wir geben Juanjo schon gewisse Freiräume, was für einen Künstler das A und O ist. Er ist quasi unser &#8220;Seagrave&#8221;! Checkt seine neuen Artworks für Avulsed oder Paganizer &#8211; er ist genial!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: CD und LP Version enthalten je einen anderen Ausklang. Nicht viele Bands kommen auf die Idee, allen Medium Besitzern etwas Besonderes zu bieten. War dies von Anfang an so geplant?</strong></p>
<p>Haubersson: Ja, wir wollen den Käufern der Originale eben was Besonderes bieten, bei vielen Releases läuft es ja so, dass das Vinyl den Bonus trägt, aber wir wollten beiden Formaten ein gewisses Bonbon geben. Wir haben das übrigens auch schon bei &#8220;Deathevokation&#8221; so gemacht. Das ist unser Weg der Dinge, ich hab&#8217; zwar in gewissen Foren gelesen, dass sich Leute darüber beschwert haben, dass die Bonustracks nicht einheitlich sind, aber zur Hölle, wir machen den &#8220;Output&#8221; und möchten diesen der Masse auch zugänglich machen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30038815" title="Revel In Flesh" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/revel-in-flesh-logo.jpg" alt="" width="530" height="376" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Death Metal Bands schiessen derzeit wie Gras aus dem Boden. Wo steht Revel In Flesh und was unterscheidet euch von den anderen Bands?</strong></p>
<p>Haubersson: Wir sind &#8220;to the bone&#8221; Fans von klassischem Death Metal. Revel In Flesh sind ganz einfach echt und wir verstecken uns nicht hinter einer Fassade oder einem Image! 2/3 unserer Band haben den Death Metal der 90&#8242;er Jahre miterlebt, d.h. wir wissen, welchen Spirit diese Musik braucht und das &#8220;Jungvolk&#8221; in unserer Band zieht enorm gut mit. Die Hoffnung stirbt also nicht als letztes. Ha! Ha!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: FDA Rekotz ist eine mittlerweile bekannte und feste Anlaufstelle für gepflegtes Death Metal Geprügel. Gibt es einen Labelkollegen, mit dem man mal eine Zusammenarbeit erstellen könnte?</strong></p>
<p>Haubersson: Ich weiß ja nicht, was Du unter Zusammenarbeit verstehst. Ich kann Dir jedoch sagen, dass wir in gutem Austausch mit Lifeless, Deserted Fear oder Obscure Infinity stehen. Wir haben auch schon mit einem Großteil der FDA Bands live gespielt. Im Prinzip ist Revel In Flesh jedoch eine Band, die sehr eigenständig arbeitet, sich selbst organisiert und nicht auf den großen Knall wartet! Ich mag den &#8220;Do it yourself&#8221; Underground Gedanken!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Worin seht ihr selbst die größten Unterschiede zum Vorgängerwerk &#8220;Deathevokation&#8221;?</strong></p>
<p>Haubersson: Ganz klar ist in musikalischer Hinsicht der steigende Einfluss von Maggesson in den Kompositionen sehr bereichernd. Ich denk&#8217; Tracks wie &#8220;Dominate The Rotten&#8221;, &#8220;Manifested Darkness&#8221; oder &#8220;Rotting In The Void&#8221; zeigen eine Entwicklung, welche auf &#8220;Deathevokation&#8221; in dieser Form noch nicht möglich war. Des Weiteren ganz klar die Produktion!!! Dan Swanö hat einen echt brutalen Mix für dieses Album abgeliefert, die Scheibe wummert massiv und die Gitarren haben einen echt derben HM2 Sound. Es steckt mehr Leben und Dynamik in diesem Album!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30038816" title="Revel In Flesh" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/revel-in-flesh-foto-02.jpg" alt="" width="530" height="400" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Worauf sollte Death Metal textlich beruhen- Gore, reale Ereignisse, oder vielleicht sogar aus etwas völlig Anderem? Wie wichtig sind dem Hörer wohl eure Texte? Wichtiger als die Musik?</strong></p>
<p>Haubersson: Ganz ehrlich mag ich keine Gore &amp; Splattertexte. Dezente Elemente hiervon sind ok, aber ich find&#8217; dass Death Metal eine Art von Horror und Kälte vermitteln sollte. Ein Gefühl von Dunkelheit &#8211; es gibt in der Tat sehr vielen realen Horror auf dieser Welt, ich denk&#8217; jedoch, dass es hier nicht um Grenzen geht. Death Metal ist in der heutigen Musiklandschaft ein weit gestreckter Begriff. Texte müssen zur Musik passen, es muss eine Einheit geben. Ich bin kein Prediger, jeder soll sich ein eigenes Bild von den Lyrics machen. Beim Schreiben und Platzieren der Lyrics achte ich z.B. auch sehr auf einen gewissen &#8220;catchy&#8221; Effekt, so dass beim Hörer auch was hängen bleibt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was bringt die Zukunft für Revel In Flesh? Schlagt ihr auch live zu?</strong></p>
<p>Haubersson: Wir werden in Kürze eine Split 7&#8243; EP mit unseren schwedischen Kollegen von Puteraeon veröffentlichen und es gibt noch weitere Releasepläne in der Hinterhand. Checkt Revel In Flesh live auf dem Protzen Open Air, Summer Breeze, Death Doomed the Age, NRW Deathfest, Piece of Loin&#8230; Checkt unsere Homepage &amp; Facebook Seiten für regelmäßige Updates, Merchandise &amp; Gigs.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hier noch ein paar Schnellschußfragen, auf die eine kurze Antwort reicht.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schon mal ein kreatives Loch gehabt?</strong></p>
<p>Haubersson: Wer hat das nicht mal!?! Dinge mit etwas Abstand betrachten und in Ruhe setzen lassen hilft gelegentlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vinyl oder CD?</strong></p>
<p>Haubersson: Als Sammler schlägt das Herz für Vinyl, aber generell gibt es nix Besseres wie das Original des Tonträgers in der Sammlung zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine erste Handlung nach dem Aufstehen?</strong></p>
<p>Haubersson: Kaffee in rauen Mengen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schnitzel oder Forelle?</strong></p>
<p>Haubersson: Sorry, bei mir gilt weder Fisch noch Fleisch&#8230; die Frage ging leider an den einzigen Veggie in der Band.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Eine absolut unterbewertete Band?</strong></p>
<p>Haubersson: Cancer (UK), Necrony (SWE), Desultory (SWE)&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Etwas worüber Du dich totlachen kannst?</strong></p>
<p>Haubersson: Peter Griffin!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein erstes Metal Shirt war?</strong></p>
<p>Haubersson: Denk&#8217; mal das war eines von Guns&#8217;n Roses&#8230;ca. 1990.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schon mal einen Frisörladen von innen gesehen?</strong></p>
<p>Haubersson: Schon lang nicht mehr, aber ein alter Mann muss froh sein, wenn die Haare auf der Rübe verweilen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Meinung zu diesen Bands:</strong></p>
<p><strong>Beherit</strong> / Haubersson: Ich bin goßer Fan von Chris Moyen Artworks &#8220;Oath Of Black Blood&#8221; = Kvlt!</p>
<p><strong>Amon Amarth</strong> / Haubersson: Haben sich ihren Erfolg hart erarbeitet, viele Leute sehen nur die letzten Scheiben. Ich weiß, dass Amon Amarth mit ihrer ersten MCD und den ersten Alben wirklich geniale Werke abgefeuert haben, der ganze &#8220;Boost&#8221; kam erst in den letzten Jahren!</p>
<p><strong>Destruction</strong> / Haubersson: Respekt!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Noch Worte an eure treuen Fans da draußen?</strong></p>
<p>Haubersson: Ja, trinkt Bier und vergesst eure tägliche Dosis Dismember nicht!!! Danke für euren Support und danke Dir Sven &amp; NecroWeb für das coole Interview! HAIL THE DEATHKULT!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Interview und alles Gute für die Zukunft!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>TEMPLE KOLUDRA</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 11:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mystagog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[temple koludra]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer es schafft, in den konservativen Kosmos des Black Metal ungewöhnliche Klänge und Einflüsse so behutsam einzuarbeiten, dass sie nicht als aufgesetzter Fremdkörper, sondern als logische und konsequente Weiterentwicklung wahrgenommen werden, darf mit Recht einige mediale Aufmerksamkeit erwarten. TEMPLE KOLUDRA ist mit ihrer selbstbetitelten Debut-EP genau das gelungen, und die Presse zeigt sich angemessen begeistert. [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/temple-koludra/">TEMPLE KOLUDRA</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer es schafft, in den konservativen Kosmos des Black Metal ungewöhnliche Klänge und Einflüsse so behutsam einzuarbeiten, dass sie nicht als aufgesetzter Fremdkörper, sondern als logische und konsequente Weiterentwicklung wahrgenommen werden, darf mit Recht einige mediale Aufmerksamkeit erwarten. TEMPLE KOLUDRA ist mit ihrer selbstbetitelten Debut-EP genau das gelungen, und die Presse zeigt sich angemessen begeistert. Hauptinstrumentalist M:W beantwortet Fragen zu Entstehung, Entwicklung und Zukunft des Projekts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wer und warum ist TEMPLE KOLUDRA? Wie kam es zur Bandgründung?</strong></p>
<p>M:W: TEMPLE KOLUDRA besteht aus I.H. und mir. Wir haben ca. 2010 zusammengefunden, ein paar Ideen ausgetauscht und bisschen gejammt. Mit dem zu dieser Zeit bereits fertigen Song &#8220;Zornissen&#8221; fing es quasi an und I.H. versuchte sich an den Vocals, was sehr gut funktionierte. Daraus resultierend wurde gemeinsam Neues entwickelt.</p>
<p>Was den Namen angeht, war es so, dass Koludra aus dem lateinischen Begriff &#8220;Coluber“ für Natter/Schlange, angelehnt an die Bedeutung des Ouroboros als Ganzes, und dem englischen Verb &#8220;to collude&#8221;, das &#8220;Zusammenwirken&#8221; sowie &#8220;unerlaubtes Zusammenwirken&#8221; bedeuten kann, entstand. Das Wortspiel Koludra ist auch eine Variable, ein jonglieren mit Buchstaben und Bedeutungen. Schrift und Zeichen sind erst einmal austauschbar, jedoch nicht die damit verbundene Intention oder Emotion. Man gibt Wörtern oder aber auch Dingen Bedeutung. Der Tempel schließt den Kreis als der schöpferische Ort, an dem dieses Prinzip verehrt und den Dingen Bedeutung aufgeladen wird.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/FfkjOAJR7jQ" frameborder="0" width="530" height="298"></iframe></p>
<p><strong>NecroWeb: Was bedeutet die Musik für Euch?</strong></p>
<p>M:W: TEMPLE KOLUDRA und das Musizieren in einem solchen Kontext sind sicherlich Teil eines nonkonformen, individuellen Lebensentwurfs, der Entmenschlichung und spirituellen Beschneidung des &#8220;modernen&#8221; Menschen entgegenzuwirken. Die Musik ist die akustische Projektionsfläche unserer Existenz und des Weges, den wir beschreiten, sowie ein Werkzeug um den natürlichen, chaotischen Energien und Möglichkeiten Ausdruck zu verleihen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welche Bands beeinflussen TEMPLE KOLUDRA?</strong></p>
<p>M:W: Sicherlich hatten einige norwegische Black Metal Bands ihren unüberhörbaren Einfluss; ich persönlich betrachte die Begegnung mit dem Black Metal der Neunziger als eine Art Schlüsselerlebnis, welches ausschlaggebend für mein grundsätzliches Verständnis von Sinn und Erleben von Musik war. Grundsätzlich sind es einfach Bands und Künstler, die Authentizität ausstrahlen, originell sind und uns dadurch inspirieren. Diese Einflüsse reichen weit über das Metalgenre hinaus und näher darauf einzugehen würde jeglichen Rahmen sprengen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30038825" title="Temple Koludra" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/temple-koludra-foto-01.jpg" alt="" width="300" height="426" /><strong>NecroWeb: Die extreme Detailverliebtheit lässt bereits erahnen, dass Einflüsse jenseits der Genregrenzen des Black Metal wirksam waren. Welche Einflüsse wären das? Und gehe ich recht in der Annahme, dass sich auch &#8220;World Music&#8221; im Sinne von archaischer Tradition in den Hörgewohnheiten von M:W und I.H. findet?</strong></p>
<p>M:W: Ja, Genres sollten einen bewussten Menschen bzw. Musiker nicht interessieren, denn das Genre definiert nicht die Qualität. Eine Besonderheit des Black Metals ist jedoch, dass der atavistische und rituelle Charakter von Musik eine Rolle spielt, ebenso die künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur. Diese Punkte sind auch ein Bestreben von TEMPLE KOLUDRA. TEMPLE KOLUDRA beschreitet einen Weg, der in jeder Kultur seine individuelle Ausprägung findet. Diese Gemeinsamkeiten ergeben einen kulturübergreifenden und eklektischen Ansatz. Daher spielt die Auseinandersetzung mit traditioneller bzw. ritueller Musik aus verschiedenen Kulturen eine wichtige Rolle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was inspiriert Euch außerhalb von Musik? Auf welche nichtmusikalischen Einflüsse berufen sich TEMPLE KOLUDRA?</strong></p>
<p>M:W: Menschen und Begegnungen, die Natur, Träume, Philosophie/Theologie, Schamanismus, Gottheiten, die Fragilität unserer Existenz, unser individueller Weg und unsere spirituelle Entwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie läuft das Songwriting?</strong></p>
<p>M:W: Manche Passagen entstehen parallel oder in direkter Zusammenarbeit, andere wiederum völlig eigenständig. Das Songwriting ist auf der einen Seite durch Denkprozesse, Abwägen, Arrangieren und so weiter geprägt, doch ist die intuitive Entstehungsweise eine nicht zu unterschätzende Komponente. &#8220;Ritualist&#8221; z.B. entstand völlig Intuitiv, innerhalb weniger Stunden, wie auch viele andere auf der EP enthaltene Passagen. Alles in allem ist es trotzdem ein langer und steiniger Prozess, bis die ganzen Feinheiten umgesetzt sind und die Musik ihre endgültige Form besitzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie fühlt man sich angesichts der überwältigend positiven Resonanz?</strong></p>
<p>M:W: Die Pressekritiken sind wirklich nahezu übereinstimmend in einem sehr guten Bereich und es freut uns natürlich sehr, dass unsere Musik in der Flut an Veröffentlichungen überhaupt derart wahrgenommen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Gab es bereits frühere musikalische Aktivitäten der beiden Beteiligten oder vielleicht sogar Veröffentlichungen vor TEMPLE KOLUDRA?</strong></p>
<p>M:W: I.H. hatte vor TEMPLE KOLUDRA, bis auf ein paar Versuche, noch keine wirklichen Banderfahrungen gesammelt, aber schon vorher angefangen, sich mit Homerecording zu befassen und auch Gitarre gespielt. Ich selbst spiele schon seit Jahren Gitarre und habe auch bereits mit einer anderen Band Studio- und Live-Erfahrungen gesammelt. Dort gab es auch eine Veröffentlichung, aber die betrachte ich nicht als erwähnenswert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30038827" title="Temple Koludra" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/temple-koludra-foto-02.jpg" alt="" width="300" height="426" /><strong>NecroWeb: Die Reduktion von Künstlernamen auf einzelne Buchstaben scheint derzeit in Mode zu sein. Warum? Seht Ihr darin eine bewusste Abkehr von den Fantasienamen bzw. Entlehnungen aus den verschiedenen Mythologien, wie sie früher im Black Metal gängig waren, und damit auch einen Bruch mit dieser Tradition?</strong></p>
<p>M:W: Der Entschluss zu den Initialen rückt die Kunst an sich in den Mittelpunkt und die Menschen dahinter verschwimmen im Gesamten. Auch verbergen die Abbildungen mehr von uns , als sie preisgeben, so vermeiden wir ein plakatives Auftreten und überzogene Selbstdarstellung. Wir ziehen so auch klare Linien, dass wir nur begrenzt Informationen über uns offenbaren möchten. Das ist der einzige Sinn und Zweck dahinter. Trends und Traditionen interessieren uns nicht, wir machen es so, wie es sich für uns richtig anfühlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ist die EP titellos oder selbstbetitelt? Steht dahinter eine bewusste Entscheidung?</strong></p>
<p>M:W: Ja, sie ist selbstbetitelt, das hat sich schließlich so ergeben und war eher intuitiver Natur. Uns fiel es erst beim Mastern auf, dass wir keinen Titel haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Warum kommt die EP mit einer 7&#8243;-Platte?</strong></p>
<p>M:W: Wir finden dieses Format sehr ansprechend und wollen dem potenziellen Hörer/Liebhaber auch etwas Wertiges liefern, etwas nicht kopierbares, was man in gleicher Qualität nirgendwo runterladen kann. Auf der 7&#8243; sind zwei Songs, die es in dieser Form sonst nirgends geben wird. Das ist eine klare Besonderheit dieser Auflage. Das heißt, bei einer eventuellen Neuauflage, werden die Songs der 7&#8243; nicht mehr enthalten sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Lohnt es sich aus Eurer Sicht, so viel Mühe in die Gestaltung zu investieren, wo doch die meisten Hörer heute mit (oft auch noch schlecht komprimierten) mp3s völlig zufrieden sind?</strong></p>
<p>M:W: Wir machen das grundsätzlich für uns und da würde ich ganz klar sagen, dass sich der Aufwand gelohnt hat, in jeder Hinsicht. (<em>Ich kann nur zustimmen! – Mystagog</em>) Alle, die bisher die EP zu Gesicht bekamen, waren gleicher Meinung beziehungsweise verzückt. Das gute Stück wird mit Lob geradezu überschüttet. Finanziell lohnt es sich sicher nicht und wir können jetzt froh sein, wenn es überhaupt mal in kostendeckende Regionen läuft.</p>
<p>Zum Thema Download: Auf Metalkonzerten oder kleineren Festivals sind heutzutage dutzende Plattenstände vertreten. Dies steht im Widerspruch zur These, dass die Tendenz zum Download geht. Klar gibt es viele, die nichts bezahlen möchten, die sich nur grottige Mp3s downloaden und auch sonst nichts anderes können, aber es gibt trotzdem genügend Liebhaber, vielleicht mehr denn je. Vinyl ist in den letzten Jahren immer mehr gefragt, also kann es so schlecht um den Absatz von Musik (gerade bei einer solchen Spartenmusik) nicht bestellt sein. Man muss es lediglich schaffen, die Musikliebhaber zu erreichen, was natürlich in dem Überangebot problematisch ist. Ich glaube eher, das Überangebot ist das Problem.</p>
<p><strong><br />
<strong>NecroWeb: Erläutert doch bitte ein wenig die Texte für Leser, die des Norwegischen nicht mächtig sind.</strong></strong></p>
<p>M:W: Transformation ist das vorherrschende Thema, welches aus verschiedenen Blickwinkeln in verschiedenen Situationen beleuchtet wird. Jeder von uns hat die Erfahrung gemacht, dass erlernte Strukturen nicht mehr funktioniert haben und war gezwungen, diese zu zerstören, um sich zu entwickeln. Auf diesen Erfahrungen baut auch das lyrische Konzept auf. Wenn man so will, kann man diesen Prozess auch in der Entwicklung der Songs erkennen, wobei &#8220;Zornissen&#8221; den Anfang machte und ein gewisser Wandel bei der Fertigstellung der Lyrics von &#8220;I Ginungagap&#8221; vollzogen war. Wir möchten es vermeiden, die Texte näher zu erklären. Wer wirkliches Interesse daran hat, wird sicher einiges darin entdecken können. Es ist wie mit allem, nur wenn man dafür offen und bereit ist, erschließt es sich einem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ist „Zornissen“ ein deutsches Wortspiel oder ein existierender Begriff aus einer anderen Sprache?</strong></p>
<p>M:W: Ja, Ersteres.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30038829" title="Temple Koludra" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/temple-koludra-foto-03.jpg" alt="" width="530" height="259" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Könnt Ihr ein wenig auf das gestalterische Konzept der EP eingehen?</strong></p>
<p>M:W: Das Cover spiegelt z.B. die Zeit der Entstehung dieser EP wieder, mit all ihren Erschütterungen und Verheerungen; daher das von Plagen heimgesuchte Heiligtum auf dem Cover. Das Unigramm Sigil visualisiert die Schnittstelle zwischen dem nach Bewusstsein strebenden Individuum, wahrem Willen sowie allumfassendem und ewigem Urbewusstsein, zusammengesetzt aus verschiedenen Symbolen unterschiedlicher Herkunft, die diese Punkte repräsentieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ihr habt das Album selbst produziert. Woher kommt das offensichtliche Know-How in der Produktionstechnik?</strong></p>
<p>M:W: Ich habe vor über 10 Jahren mit dem Recording begonnen und befasse mich eh sehr intensiv mit Musik. Über die Jahre wurde so einiges an Erfahrung gesammelt. Alle Aufnahmen der EP entstanden bei mir zu Hause, die Gesangsaufnahmen und der Song &#8220;Panta Rhei&#8221; bei I.H., die ebenfalls voll eingerichtet ist. Wir waren anschließend zum Mischen und Mastern für vier Tage im Woodhouse von V.Santura (<em>Dark Fortress, Triptykon</em>). Dies hat die Stücke dann klanglich auf ein höheres Level gehoben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wurden für die Klargesänge Samples verwendet oder stammt alles aus der Kehle von I.H.?</strong></p>
<p>M:W: Es gibt keine Sprachsamples sondern nur real eingesungene Stimmen von I.H.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Der Einsatz eines Drum-Computers erfreut sich ja keines besonders guten Rufs im Metal-Bereich. Im Zeitalter allgegenwärtiger Trigger klingt die Programmierung auf „Temple Koludra“ allerdings organischer als mancher echter Schlagzeuger. Wie seht Ihr den Einsatz von Triggern, und ist der Drumcomputer aus der Not geboren oder bewusst eingesetzt?</strong></p>
<p>M:W: Das war einfach eine Notlösung, weil kein passender Drummer vorhanden war. Wenn man sich Mühe gibt und geschickt programmiert, ist auch ein Resultat zu erreichen, welches die Unterscheidung von einem Drummer aus Fleisch und Blut nicht mehr möglich macht. Es kostet natürlich unendlich Zeit, um es derart zu optimieren und gerade hier habe ich Wochen investiert, um einen passablen Klang zu erzeugen. Dazu hat ein Drummer noch hier und da Fills optimiert.</p>
<p>Viele Metal Acts quantisieren im Studio die real eingespielten Drums und nähern sich so programmierten Drums wieder an. Mir ist bewusst, dass Metalhörer bei dem Thema regelrecht allergisch reagieren, sicher daraus resultierend, dass sich schlimme Beispiele von Programmierung eingebrannt haben oder eben Musik als physische Arbeit gewünscht ist. Aber manchmal sind geschickt programmierte Drums<strong>, </strong>&#8220;real&#8221; eingespielten, einfallslos und klinisch klingenden vorzuziehen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/g9VyMViS9w0" frameborder="0" width="530" height="298"></iframe></p>
<p><strong>NecroWeb: Wie kommt es zu dieser irren Intensität, die an Großtaten der frühen 1990er erinnert?</strong></p>
<p>M:W: Da wäre jetzt erst zu ergründen, was Du für Parallelen zu erkennen glaubst. Wir klingen ja nicht wirklich wie eine Band aus dieser Zeit. Es sind sicher einige Faktoren, die zur Intensität der Musik beitragen, charakteristische und emotionale Aspekte, wie absolute Leidenschaft, eine gehörige Portion Aggressivität und der tiefe Wunsch sich mit dem Chaos zu verbünden und diese Energien freizusetzen. Daneben natürlich der Wille, neue Pfade zu betreten und auch ein hoher Anspruch an sich selbst. Ich glaube, das kann man auch nicht wirklich erklären, weil ich unmöglich alle Variablen einbeziehen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Nach den teils sehr repetitiven Jahren im Black Metal um die Jahrtausendwende gibt es seit einigen Jahren vermehrt neue Zugänge zu dieser Kunstform. Wie ordnen sich TEMPLE KOLUDRA in dieser Entwicklung ein?</strong></p>
<p>M:W: Zunehmend treten global immer mehr interessante Bands in Erscheinung, die man wohl teilweise als die Früchte der Anfang/Mitte der 90er von den Norwegern ausgestreuten Saat ansehen kann. Das sind wir sicher zu einem gewissen Teil ebenfalls. Da ich seit ca. 1993 Black Metal höre und dementsprechend die Entwicklung miterleben konnte, denke ich, dass TEMPLE KOLUDRA daher eine logische Entwicklung dessen ist. Unser Grundstein wurde schon Mitte der Neunziger gelegt, auch wenn unzählige neuere Einflüsse dazukamen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Entscheidet Euch für je eine Band der 70er, 80er und 90er, bei der Ihr Identifikationspunkte mit TEMPLE KOLUDRA seht.</strong></p>
<p>M:W: Wenn ich die Identifikation mal rein auf musikalische Aspekte beziehe, dann sind es in den 70ern – Pink Floyd (für mich persönlich ist Musik aus den 60ern eigentlich relevanter als aus den 70ern); in den 80ern sicher Metallica und in den 90ern Emperor. Das ist jetzt aber wirklich eine Antwort ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie wichtig ist TEMPLE KOLUDRA ein Labeldeal? Gibt es bereits Angebote?</strong></p>
<p>M:W: Natürlich wäre es schön, sich um Dinge wie Tonträgerpressung und Vertrieb nicht selbst kümmern zu müssen, aber es sollte auch lohnenswert und fair sein. Wir sind beide alt genug, um solche geschäftlichen Aspekte sorgsam zu prüfen, bevor wir uns auf etwas einlassen. Momentan ist es noch zu früh, um diesbezüglich etwas Konkretes sagen zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie wahrscheinlich ist es, dass man TEMPLE KOLUDRA auch auf der Bühne erleben wird?</strong></p>
<p>M:W: Da müssten sich halt die passenden Leute zusammenfinden, Jetzt wo die EP draußen ist, steigen eventuell die Chancen, dass sich der Kreis von für TEMPLE KOLUDRA in Frage kommenden und interessierten Musikern erweitern wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie sieht die Zukunft aus? Wird es in Bälde ein Album geben?</strong></p>
<p>M:W: Die Songs der gerade erschienenen EP entstanden zwischen 2010 und 2012 und sind daher schon etwas angestaubt und an neuen Kompositionen wird permanent gearbeitet. Aber hier möchte ich jetzt nicht viel verraten, außer, dass derzeit genügend Material für ein Album in näherer Auswahl und zu einem großen Teil fertig arrangiert und aufgenommen ist. Momentan sind wir sehr mit Promoaktiviäten beschäftigt und wollen dies weltweit ausdehnen und so den Namen TEMPLE KOLUDRA fest etablieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Nennt den aus Eurer Sicht wichtigsten Grund, weshalb die Leute sich Eure CD kaufen sollten.</strong></p>
<p>M:W: Weil unsere Kriegskasse leer ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schließlich bleibt noch Raum für ein Statement Eurer Wahl.</strong></p>
<p>M:W: Danke Dir für deine Aufmerksamkeit und leidenschaftliche Auseinandersetzung mit TEMPLE KOLUDRA.</p>
<p>Die limitierte EP gibt es auf unsere Homepage bzw. Online Shop: www.templekoludra.bigcartel.com.</p>
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		<title>DIRK BERNEMANN</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 19:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiyhuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[dirk bernemann]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zur Leipziger Buchmesse gaben sich Autoren, Verleger und Journalisten wieder die Klinke in die Hand. Mit der Comic-Fassung seines Topsellers &#8220;Ich hab die Unschuld kotzen sehen&#8221; war auch DIRK BERNEMANN wieder vor Ort, der sich am Stand des Unsichtbar Verlages Zeit für ein Interview mit uns genommen hat. Nur so viel sei gesagt: Seit dem [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/dirk-bernemann-3/">DIRK BERNEMANN</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Leipziger Buchmesse gaben sich Autoren, Verleger und Journalisten wieder die Klinke in die Hand. Mit der Comic-Fassung seines Topsellers &#8220;Ich hab die Unschuld kotzen sehen&#8221; war auch DIRK BERNEMANN wieder vor Ort, der sich am Stand des Unsichtbar Verlages Zeit für ein Interview mit uns genommen hat. Nur so viel sei gesagt: Seit dem letzten Mal hat sich Einiges getan.<br />
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<strong>NecroWeb: Hallo Dirk, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigem Jubiläum deines Debüts!</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, vielen Dank, vielen Dank!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Im letzten Jahr hat sich bei dir Einiges getan &#8211; unter Anderem ist nun auch dein letztes Buch, &#8220;Trisomie so ich dir&#8221;, bei Heyne erschienen und zwei deiner Bücher wurden als Theaterstück inszeniert. Hast du beide Inszenierungen gesehen? Was bedeutet dir so ein Schritt beziehungsweise so eine Aufmerksamkeit?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, ich habe beide gesehen. Ich fand beide grandios umgesetzt. Es war ein kleines Theater in München, das Theater &#8220;undsofort&#8221;, und ich war von beiden sehr schwer begeistert. Ich habe beide Premieren gesehen. Für mich ist es auf jeden Fall eine Erweiterung von meiner Literatur generell, dass die auf Bühnen gezeigt wird. Das ist auf jeden Fall so ein Ding, wo ich echt megastolz drauf bin. Dass es soweit kommen konnte, dass sich wirklich seriöse Schauspieler darum kümmern, dass meine Texte eins zu eins auf die Bühne kommen, finde ich grandios.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30033921" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/bernemann-leipziger-buchmesse-2013-leipzig-01.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Nun ist es gerade als Autor so eine Sache, das eigene Gedankengut auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu sehen. War es wirklich so, wie du es dir vorgestellt hast?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ich sag es mal so: Ich habe den Leuten auch immer freie Hand gegeben. Die haben mich nur ganz ganz wenig mit einbezogen in die ganze Dramaturgiegeschichte. Aber ich habe den Leuten von Anfang an sehr, sehr stark vertraut. Zwei von den Darstellerinnen kannte ich schon vorher und durch die beiden habe ich eigentlich dem ganzen Team automatisch vertraut. Ich dachte, das sind ganz kompetente Leute, die wissen was sie tun. Ich hab selber möglichst wenig dann eingegriffen, aber es war trotzdem grandios. Das Buch ist nicht eins zu eins dargestellt, sondern es gibt immer so eine Zwischenebene beim Theaterstück &#8211; und die ist jedes Mal grandios herausgekehrt worden. Das Buch besticht ja sehr stark durch Direktheit und auch ein bisschen durch Aggressionen und so. Das ist dem Stück vollkommen entnommen, es hat aber eine andere schönere Ebene bekommen. Aber keinesfalls entwertet. Man merkt, was ich meine, aber anders dargestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Laufen die Stücke noch?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Nee, die waren jetzt jeweils in München nur für 13 Termine, die kommen aber ab Anfang Oktober nach Berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Oh Super. Dein aktuelles Buch &#8220;Asoziales Wohnen&#8221; ist im Oktober des vergangenen Jahres erschienen. Kannst du unseren Lesern eine ganz kurze Zusammenfassung geben?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Das ist immer sehr schwierig so etwas für einen ganzen Roman zu geben, aber ich kann ganz kurz das Konzept erläutern: Ich habe ein Haus erfunden. In diesem Haus sind acht Mietparteien drin. Diesen acht Mietparteien lasse ich alle ein bisschen untereinander kollidieren. Die haben halt komplett verschiedenene Lebenskonzepte und in diesem Haus findet sehr viel Anonymität statt, aber auch sehr viel Kollision. Das ist immer so ein Wechselspiel zwischen den einzelnen Mietparteien. Und jede Mietpartei hat irgendetwas radikal krass Extremes irgendwie zu tun gerade, was aber in jedem Leben irgendwie stattfinden kann. Es geht meistens jeweils immer um Entscheidungen. Also um Leute, die am Abgrund stehen und sich irgendwie für eine Richtung entscheiden müssen, darum geht es sehr viel. Es ist kein belehrendes Buch, sondern ein Buch, dass die Realität eins zu eins darstellen möchte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30033923" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/bernemann-leipziger-buchmesse-2013-leipzig-02.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Im letzten Interview mit NecroWeb sagtest du, dass sich kein Autor dagegen wehren kann, zumindest teilweise in irgendeiner Form in seinen Publikationen aufzutreten. Inwiefern ist das hier der Fall?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Spielst du gerade auf die Figur des Autoren an? Es gibt in dem Buch die Figur des Autoren, wo mir immer wieder gesagt wird, das wäre ich, eins zu eins. Das bin ich aber nicht. Es ist wieder so, dass bei jeder Figur eigentlich auch teilweise etwas von mir dabei ist. Teilweise bin ich einfach mit drin in Formulierungen, in Gegebenheiten, in Handlungssträngen&#8230; Es ist schwer, sich selber rauszunehmen. Allerdings würde ich nie biografisch schreiben. Das ist definitiv keine Autobiografie von mir. Es sind einfach erfundene Geschichten, die sich aus verschiedenen Verkettungen meiner Eindrücke ergeben haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Sind die Leute, die du beschreibst, aus deinem Umfeld inspiriert?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Teilweise. Teilweise einfach nur ausgedacht. Und teilweise auch zum Beispiel durch mediale Einflüsse entstanden. Man liest zum Beispiel was in der Zeitung oder guckt eine halbe Stunde RTL II, nimmt sich einen Charakter und denkt sich zu dem eine Geschichte aus. Man ist also kreativ um diese neu erfundenen Charaktere drumherum. Und so entstehen eigentlich meine Figuren, komplett. Also immer mit einer gewissen Distanz dazu. Es gibt immer eine Distanz, denn aus dieser Distanz heraus kann ich die Leute am besten darstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Nun bist du selbst gerade nach Berlin gezogen. Steht das irgendwie in Verbindung mit deinem Buch? Was hat dich zu dieser Entscheidung bewogen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, das hat private Gründe einfach, weil ich Berlin irgendwie schön finde. Ich habe lange auf dem Land gewohnt, die letzten zwölf Jahre eigentlich. Ich wollte mal wieder eine Perspektivänderung haben, weil das für mich sehr wichtig ist, als Autor ab und zu mal den Standpunkt zu ändern und einfach mal wieder aus einem anderen Fenster rauszugucken und zu gucken, was da so abgeht. Und da habe ich in Berlin auf jeden Fall eine Vielzahl von Fenstern, die ich öffnen kann. Und ja, ich fühle mich da sehr wohl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du sagtest einmal, du brauchst Ruhe zum Schreiben. Ist Berlin dafür der richtige Ort? Durch Lebendigkeit inspirierend, aber ruhig?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Jaja, also Berlin hat auf jeden Fall da wo ich wohne beide Pole. Also es gibt die Ruhe, es gibt aber auch genauso die Randale vor der Tür. Ich genieße beides sehr stark. Da bin ich auch ambivalent, also dass ich denke, ich brauche beides. Ich brauche die Ruhe wie aber auch das Leben und ich hatte in den letzten Jahren vielleicht zu viel Ruhe. Und ich habe auch schon gemerkt, dass sich meine Schreibe durch meinen Wohnort stark verändert hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Inwiefern verändert denn die Großstadt?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: In Bezug auf Kreativität schon. Also es kann einen sehr stark ablenken, es kann einen aber auch sehr stark auf Fakten konzentrieren. Und momentan konzentriert es mich auch auf Fakten, weil ich momentan wieder sehr viel schreibe &#8211; sehr stark aber auch beeinflusst von da, wo ich wohne, was ich sehe, wenn ich aus meinem Fenster gucke. Also ganz einfache Inspiration eigentlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30033924" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/bernemann-leipziger-buchmesse-2013-leipzig-03.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Hast du in dieser neuen Wohnsituation Ähnliches gesehen oder erlebt, wie du es in &#8220;Asoziales Wohnen&#8221; beschreibst?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ähm, nö. Das ist auch bei &#8220;Asoziales Wohnen&#8221; eigentlich wieder stark übersteigert. Also dass ich viele Dinge rausgenommen habe oder viele Dinge eingesetzt habe, die einfach durch Übersteigerung schon wieder so auffallen, dass es überhaupt nur eine literarische Figur sein kann. Es geht weniger um reelle Figuren, sondern um literarische Figuren. Zum Beispiel habe ich darin ein fünfjähriges Kind, das übersensibel ist, das die ganze Zeit die erwachsenen Menschen durch diese Sensibilität entlarvt. Ich meine, so ein Kind kenne ich persönlich natürlich nicht &#8211; aber ich kann mir vorstellen, wie so ein Kind denken kann. Und darum geht es halt in dem Buch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du sagtest im letzten Interview mit uns, dass alles, was du schreibst, für deine Leser umsonst ist. Das merkt man auch an deinem wunderbaren Blog. Allerdings sagtest du auch, dass es nicht deine Sache ist, was sie daraus machen. Gibst du also eine Art Sozialkritik, nur ohne Lösungsvorschlag (für manche die bessere Variante)?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, definitiv. Ich bin absolut kein Prophet. Ich bin niemand, der sich hinstellt und sagt &#8220;Okay, das ist falsch und so geht es richtig&#8221;. Das würde ich mir niemals anmaßen. Auch ich kenne die Lösung nicht, aber ich habe trotzdem Vorschläge. Ich kann die Menschen eventuell durch Denkanregungen da hinführen, was ich aber nur persönlich gut finde. Und das ist natürlich auch nicht die Lösung für alle. Man sollte nicht vergessen, dass auch jemand, der in so einer Situation wie ich ist, die Welt auch einfach genau so krumm sieht, wie sie sich immer darstellt. Ich habe aber auch keine Lösung dafür, für viele Probleme. Das ist halt so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Es ist auch besser, das dann wegzulassen, anstatt prophetisch irgendetwas zu verkünden, im Sinne eines &#8220;Leute, so und so…&#8221;.</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Nee, nee, nee, das wäre auch nie mein Ding. Ich wäre auch nie der Typ, der sich irgendwo hinschleppen würde, rumzeigt und sagen würde &#8220;Okay, ich kenne den Weg&#8221; und so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was passiert eigentlich mit deinen Blog-Veröffentlichungen? Sind das auch alles potentielle Publikationen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Das sind eher Schreibübungen, aber ich habe jetzt einige von den Texten, die ich selber gut finde, in so kleinen Mini-Büchern veröffentlicht. Das ist ein Pixi-Format, so 10 x 10 cm, und da sind auch ein paar lyrische Experimente mit drin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein letzter Clou war die Publikation von &#8220;Ich hab die Unschuld kotzen sehen&#8221; als Comic in Zusammenarbeit mit Phillipp S. Neundorf. Gute Arbeit, bei deiner Vorstellung vorhin hat man einen guten Eindruck davon gewinnen können. Du sagtest auf deiner Facebook-Seite allerdings auch, dass die Storys darin &#8220;in Dimensionen geprügelt werden, in denen sie vorher noch nicht waren&#8221;. Wie äußert sich das?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Dadurch, dass sie einfach visuell gezeigt werden. Also es geht darum, dass die Geschichten an sich ja sehr viel weglassen. Wenn man aber jetzt so eine einzelne Geschichte zu einem einzelnen Protagonisten aus &#8220;Ich hab die Unschuld kotzen sehen&#8221; hat, der erstmal ein Gesicht hat &#8211; auch wenn es nur ein gezeichnetes oder schattiertes Gesicht ist, aber man hat halt einen konkreten Eindruck &#8211; dann ist es einfach so, dass es teilweise dominanter und noch krasser wird. Weil man einfach die Phantasie weglässt und plötzlich ein Gesicht vor Augen hat, von einer Person, die man sich eventuell schon einmal vorgestellt hat, aber plötzlich ist sie halt ganz anders und das macht mit dem Betrachter auch viel. Das finde ich gerade sehr spannend, dass das passiert. Es hat auf jeden Fall verschiedene Ebenen für mich. Einerseits nimmt es ein bisschen die Phantasie weg, andererseits gibt es aber auch konkrete visuelle Maßnahmen dazu, die alle sehr schön sind, finde ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das ist ja auch ein bisschen wie beim Film, der nimmt ja auch ein bisschen vorweg, was man sich selbst vorgestellt hat. Könntest du dir denn vorstellen, dass deine Werke mal verfilmt werden?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja. Ich arbeite auch gerade daran. Aber Film dauert immer sehr sehr lange und ist sehr kostspielig &#8211; ich arbeite auch nicht erst seit gestern daran, sondern schon sehr sehr lange. Aber das ist halt eine Finanzsache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30033925" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/bernemann-leipziger-buchmesse-2013-leipzig-04.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Aber dann können wir uns ja zumindest schonmal auf etwas freuen, wenn es soweit ist.</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, wenn es mal so weit ist, wenn es in einem bezahlbaren Rahmen bleibt, dann schon.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf deiner Facebook-Seite schreibst du auch: &#8220;Und plötzlich entdecke ich, dass mir ironiefreies Schreiben viel mehr liegt. Jetzt liegen hier acht emotional abgefuckte Bücher auf dem Tisch, deren Witz es nur ist, dass die Leute, die ich beschreibe, im Abwärtsflug Humor entwickeln, damit der Aufprall nicht so weh tut und ich will nur noch über Blumenwiesen schreiben. Kein Scheiß, alles wird anders.&#8221; Das war im Februar. Du kündigst also einen Wandel im Schreiben an. Wie kam es zu dieser Erkenntnis?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Dadurch, dass ich gemerkt habe, dass mir langsam diese Ironie auf den Sack geht. Dass jeder alles ironisch meint &#8211; und ich gemerkt habe, dass Leute, die zuviel ironisch meinen, sich langsam auflösen. Leute, die dauernd auf Ironie pochen &#8211; irgendwann gibt es diese Leute nicht mehr. Ironie ist einfach eine krasse Distanz und ich will lieber direkt rangehen und sagen, dass ich es versuche, die Ironie wegzulassen. Das ist ein sehr anstrengender Prozess, weil ich immer wieder in das System zurückgleite, weil ich seit acht Jahren so schreibe. Ich will es aber mal weglassen, um einfach viel direkter schreiben zu können. Das ist gerade ein geiler Prozess, finde ich. Und es klappt auch. Es geht sehr langsam voran, aber die Sachen, an denen ich gerade schreibe, sind es auf jeden Fall wert. Man merkt es auf jeden Fall. Ich glaube, dass alle Leser immer das suchen werden. Die werden immer wieder die Ironie in meinen Texten suchen. Aber trotzdem ist sie nicht da. Das finde ich also auch spannend gerade.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast also auch schon etwas Konkretes in Planung?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Jaja.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wo ordnest du dich genremäßig momentan selbst ein und wohin soll die Reise ganz konkret gehen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Naja, ich finde das genremäßig immer sehr schwierig. Es ist schon in zeitgenössische Popliteratur einzuordnen, weil ich mich ja auch mit popkulturellen Phänomenen beschäftige. Allerdings trifft es das auch nicht ganz, weil der Begriff ist ja auch so ein bisschen geprägt von so einer leichten Oberfläche. Wo die Reise hingeht, habe ich dir ja gerade gesagt &#8211; ich versuche mich momentan gerade wirklich im ironiefreien Schreiben zu etablieren, was sehr spannend und sehr schön ist&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30033926" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/bernemann.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Aber es hätte ja auch sein können, dass du dich jetzt dabei erstmal auf irgendeine bestimmte Form festlegst…</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, es werden weiterhin so episodenhafte Romane sein, glaube ich. Also die kapitelmäßig meistens Personen beschneiden oder aber auch einen Zeitraum beschreiben. Das ist so die Episodenhaftigkeit, mit der ich gerade auch arbeite. Und das wird sich einfach weiterhin wiederholen, weil man da einfach sehr viel, sehr schön, und sehr gerade erzählen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ich denke schon, dass du dir sicher selbst treu bleibst.</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, man wird das Buch auf jeden Fall schon wiedererkennen als ein Buch von mir, definitiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Du hast nun selbst schon angeführt, dass das dann Probleme mit den Fans geben könnte. Befürchtest du durch den Wandel gegebenenfalls einen Verlust von Fans? Richtest du deine Werke generell auf ein größeres Publikum aus? Das könne ja auch zum Vorwurf werden&#8230;</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Nee, es ist ja so: Ich hatte ja einen Topseller und danach hatte ich konstant relativ wenig verkaufte Auflage. Es gibt das &#8220;Ich hab die Unschuld kotzen sehen&#8221;-Ding, was immer noch geil läuft, seit acht Jahren schon, und danach die Bücher waren eigentlich alle immer ein bisschen mieser. Die haben sich also nicht ganz so gut verkauft. Und trotz Stilveränderung war das alles immer so konstant. Klar versucht auf jeden Fall jeder Autor, sich nicht an diesen Dingen zu messen, weil das einen irgendwie unfrei macht. Und ich weiß auch gar nicht, was die Leute genau daran gut finden. Das kann ich gar nicht genau sagen. Deswegen kann ich gar nicht mich selbst beschränken und sagen, ich möchte jetzt in die Richtung gehen, weil das die Leser wollen, weil ich die Richtung selber nicht kenne. Und ich kenne auch nicht das, was die Leser von mir verlangen würden. Das kann ich auch nicht konkret benennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hast du momentan etwas Neues in Arbeit, das du benennen kannst? Annie Bertram arbeitet ja z. B. gerade an &#8220;Wahre Märchen 2&#8243; &#8211; zum ersten Band sowie zu &#8220;Obsolete Angels&#8221; hast du ja beigetragen&#8230;Und von Musik-Kooperationen war auf deinem Blog auch die Rede&#8230;</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja ja, ich habe gerade wieder eine Band gegründet auf jeden Fall. Das ist in Berlin sehr einfach, finde ich. An &#8220;Wahre Märchen 2&#8243; arbeite ich diesmal nicht mit, denn das erscheint ja wahrscheinlich wieder beim Ubooks Verlag und da bin ich ja gar nicht mehr. Ich bin ja jetzt hier bei Unsichtbar, seit zwei Veröffentlichungen mittlerweile schon. Benennen kann ich es insofern: Es ist auf jeden Fall ein Roman. Man wird das Schöne des Dirk Bernemann von früher erkennen, was verbunden wird mit Innovationen, die es so noch nicht gegeben hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> NecroWeb: Das sind doch super Schlussworte. Herzlichen Dank für das Interview!</strong></p>
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		<title>HYPSIPHRONE</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 18:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Nachdem man mit HYPSIPHRONE ein deftiges Industrial Werk präsentierte, nutzte ich die Gelegenheit mit dem kreativen Kopf in Kontakt zu treten, der sich als überaus symphatischer Zeitgenosse entpuppte. Viele interessante Einsichten sind das Resultat meines Schriftwechsels mit Algol, und wer mag, der folge auf eine einnehmende Reise und in die tiefsten Einblicke einer menschlichen Seele. [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/hypsiphrone/">HYPSIPHRONE</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem man mit HYPSIPHRONE ein deftiges Industrial Werk präsentierte, nutzte ich die Gelegenheit mit dem kreativen Kopf in Kontakt zu treten, der sich als überaus symphatischer Zeitgenosse entpuppte. Viele interessante Einsichten sind das Resultat meines Schriftwechsels mit Algol, und wer mag, der folge auf eine einnehmende Reise und in die tiefsten Einblicke einer menschlichen Seele.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hallo Algol. Erzähle uns doch bitte über HYPSIPHRONE. Wann war der Beginn dieser Reise und was genau ist die Idee dahinter?</strong></p>
<p>Algol: Ich begann mit Hypsiphrone im Jahr 2009, als ich einen gewissen Drang und die Inspiration spürte, mich durch diesen Klang auszudrücken. Alles ist sehr abstrakt und intensiv und ich kann dies auch nur vergleichen, durch einseitig erhabene Ekstase religiöser Selbstvernichtung oder der Auflösung des eigenen Ich&#8217;s im Schatten des Unbewussten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30030719" title="Hypsiphrone" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/hypsiphrone-foto-01.jpg" alt="" width="530" height="471" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Lass uns direkt auf das Album &#8220;And The Void Shall Pierce Their Eyes&#8221; kommen. Bist du damit zufrieden und wie sind die Reaktionen anderer Magazine?</strong></p>
<p>Algol: Ich bin in jeder Hinsicht auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis, und muss dabei nicht erwähnen, dass das Album zudem von John Stillings gemastert wurde. Aber schon während der Aufnahme wusste ich im tiefsten Inneren, was meinen Drang nach Zufriedenheit angeht, dass ich regelrecht vor Aktivität und Inspiration überlief und sich dies in mir festsetzte. Die Musik war regelrecht als Ganzes fest in meinen Kopf, weshalb ich auch nicht weiter darüber nachdenken musste und das einzige was verbleib war die Fertigstellung. Dies war eigentlich auch die einzige Möglichkeit, dass es so funktionierte. Die allgemeinen Reaktionen waren alle positiv, ich habe keine einzige schlechte gelesen. Auf der anderen Seite gab es aber auch Meinungen, welche die Musikelemente oder das Konzept kritisierten, aber das ist normal, und der Eindruck des Album als Ganzes war im Allgemeinen aber positiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: &#8220;And The Void Shall Pierce Their Eyes&#8221; ist deine erste Veröffentlichung. Gibt es ein Konzept dahinter und wenn ja, welches?</strong></p>
<p>Algol: Das Konzept hinter dem Album befasst sich mit dem Ausdruck der esoterischen Ekstase der Psyche und wie jene unser Bewusstsein durchdringt und beeinflusst. Für mich bezieht sich dies zwangsläufig mit dem Brechen von Tabus und der Wertberechtigung vom Inhalt des Unbewußten, das Bewußtsein zu überfluten. Es kann da buchstäblich zu einer Begegnung mit unserer innersten Hölle kommen und der Umwandlung, die diesen Ort der Qual zu einer Quelle der Ekstase verkommen lässt. Natürlich hat dies nichts mit einem abergläubigen religiösen Dogma zu tun, da ich die Hölle mit jenem Unterbewusstsein zu identifizieren versuche, wo alles, was nicht funktioniert oder akzeptabel ist, unterdrückt wird und sich schließlich als jene Gedanken und Instinkte manifestieren, die quälend oder erschreckend für uns sind. Für die Bürgerlichen handelt es sich dabei um einen Ort, den es zu meiden gilt. Für mich handelt es sich aber um einen Ort, wo es einen Schatz zu finden gibt und ebenso ein Mittel zur Festigung der göttlichen Natur des Menschen. Aleister Crowley und C.G. Jung haben eine Menge auf diesem Konzept geschrieben und dies ist auch der Grund, warum fast alle Religionen teils Symbole verwenden, die in der Regel als erschreckend und abstoßend gelten. Symbole die mit Tod, Zerstörung und dergleichen zu tun haben, und selbst das Christentum hat seine Philosophie, welche auf Qual und Tod Christi und der heiligen Schrift beruht, die auf erschreckenden Visionen wie der Apokalypse basiert. Diese Bilder richtig betrachtet, im innersten Archetypen des Menschen, und in entsprechender Art und Weise in die Psyche integriert, verwandeln tatsächlich das Bewusstsein. Die edle Haltung der Wikinger im Bezug zum Tod ist ein recht gutes Beispiel dafür, im Gegensatz zur realen Tatsache, was die Unterdrückung des modernen Menschen angeht und dessen feiger Haltung. Das ist der Grund, warum sich das Album mit all diesen Konzepten und Themen befasst.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30030720" title="Hypsiphrone Foto 2" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/hypsiphrone-foto-02.jpg" alt="" width="530" height="331" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Du kombinierst harsche Klanggebilde unter anderem mit atmosphärischen Parts. Sollte dies von Anfang an so ausfallen?</strong></p>
<p>Algol: Da ich viele verschiedenen Musikrichtungen höre, habe ich keine Probleme mit dieser Umsetzung, solange der Sound, den ich zum Ausdruck bringen möchte, zufriedenstellend ist und das Ergebnis entsprechend funktioniert. Wie gesagt, hat mich mein Instinkt zum Komponieren und Arrangieren angetrieben und ich hatte absolut nichts geplant, da dies wohl sogar eher den Prozess des Ablaufes eingeschränkt hätte. Meine einzige Sorge war es, das richtige Medium zu finden, sei es eben atmosphärisch oder harsch, um die Musik zu bündeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie lange brauchst du eigentlich für einen Song und was beeinflusst deine Arbeit?</strong></p>
<p>Algol: Dieser inspirierende Drang in mir dauert immer normalerweise bis zu fünf Stunden und um einen Song zu vervollständigen bedarf es ständig einer kontinuierlichen Sitzung. Am Ende habe ich auch nicht das Gefühl, erschöpft oder müde zu sein, sondern vielmehr voller Energie zu stecken. Der gesamte Prozess ist eigentlich recht einfach und ich weiß aus Instinkt, was und wie es zu tun ist. Fehlt jedoch dieser Drang, kann es Stunden dauern, und ich bin fast nie in der Lage, den kompletten Song zu bewerkstelligen, egal, wie sehr ich mich auch anstrenge. Ich versuches es dann immer und immer wieder, bis ich schließlich erschöpft die jeweilige Idee aufgebe. Als Einflüße kommen vor allem Bücher, die ich gelesen habe, Gemälde oder auch Fotos zum Tragen. Aber meistens sind es Sehnsüchte und Wünsche, die ich habe, mitunter aber nur schwer verständlich sind. Auch ein externer Stimulant hat mit diesen Sehnsüchten zu tun, die mich in die Lage versetzen, mich zu bewegen und zu inspirieren. Ein Motiv in Klang umzuwandeln ist nicht einfach, man muß eine Beziehung aufbauen, um einen Bezug dazu zu erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Die Artikulierung auf deinem Werk ist recht krank, steht anderseits hervorragend im Kontrast zum harschen Sound. Entsteht erst der Sound oder der Text?</strong></p>
<p>Algol: Ich erzeuge immer erst den Sound, dann die Texte oder den Titel des jeweiligen Songs. Das läuft ab wie in Echtzeit, aber eher abstrakt und eben unvollständig.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30030721" title="Hypsiphrone Foto 3" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/hypsiphrone-foto-03.jpg" alt="" width="530" height="390" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Du arbeitest mit einer Musikerin namens VITRIOL zusammen. Wer verbirgt sich eigentlich dahinter und was hat dich dazu bewogen, unter anderem bei &#8220;An Epiphany In Blood&#8221;, auch weibliche Vocals mit einzubinden?</strong></p>
<p>Algol: VITRIOL ist eine sehr enge Freundin von mir und sie ist nicht Musikerin im eigentlichen Sinne, sondern zeigt sich für die meisten optischen Umsetzungen meiner Veröffentlichungen verantwortlich, ist diesbezüglich aber unter anderem auch bei Kalpamantra aktiv. Sie mochte die Musik, die ich für Hypsiphrone komponierte, und konnte sich für das Konzept begeistern, was sich auch in der Optik widerspiegelt. Ich fragte sie, ob sie sich vorstellen könnte, stimmlich etwas beizusteuern, da dies eh am besten bei jemanden funktionieren dürfte, der sich in die Sache richtig hineinversetzen kann. Abgesehen davon, ließ ich sie improvisieren und aufnehmen, wie sie es am besten hielt. Als ich ihre Stimme dann abmischte und mit der Musik in Einklang brachte, war das Ergebnis richtig unheimlich. Bei dem angesprochenen Song wollte ich ihren Gesang verwenden, um den Kontrast zwischen den harschen Klängen und meinen brutalen Vocals und ihrer kalten und finsteren Stimme anzuheben. Ich wollte ein paar weibliche Stimmen, um dies zu manifestieren, da Hypsiphrone in der gnostischen Schrift einen weiblichen Charakter birgt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie kam es zum Kontakt mit Malignant Records?</strong></p>
<p>Algol: Als ich mit dem Material fertig war, schickte ich eine Freundschaftsanfrage über Myspace an Malignant Records. Dies ist eines meiner absoluten Lieblingslabels, und schnell erhielt ich eine Antwort von Jason, dass ihm meine Musik gefiele und er Interesse daran bekundete. Ich wollte erst gar nicht meinen Augen trauen, da mein Projekt bislang völlig unbekannt war und noch nicht mal ein Demo existierte!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast ja auch ein Dark Ambient Projekt namens Somnium Sanguis Caelestis am laufen. Kann man dies als eine Art Ventil zu HYPSIPHRONE verstehen?</strong></p>
<p>Algol: Somnium Sanguis Caelestis befasst sich mit einem mystischen Konzept und natürlich ist es der Sound, der dies in die Dark Ambient / Ritual Richtung drängt. Auf der anderen Seite handelt es sich dabei um ein Duo, bestehend aus mir, wobei ich die Musik komponiere, und eben VITRIOL als Erschaffer des Konzeptes und der Optik, was genauso wichtig wie die Musik ist. Auf diese Weise ist das Projekt als Fusion zu verstehen und interpretiert aus zwei verschiedenen Blickwinkeln die gleiche Sache. Hypsiphrone basiert hingegen nur auf meinen eigenen Visionen und der inneren Wirklichkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Birgt Griechenland eigentlich eine richtige Industrial Szene? Stehst du in Kontakt zu anderen Bands?</strong></p>
<p>Algol: Es gibt in der Tat einige echte Talente und bemerkenswerte Projekte, die von Klängen des Dark Ambient bis in experimentelle Genres reichen. InsCissorS, EgoDeath und andere. Allerdings bin ich eher ein Einzelgänger, von daher habe ich nicht viel Kontakt zu anderen. Dennoch respektiere ich sie und mag auch ihre Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Harsche Klänge der Marke Power Electronics und Death Industrial sind scheinbar nicht so verbreitet. Wie siehst du diesbezüglich die Entwicklung?</strong></p>
<p>Algol: In den letzten Jahren ist das Interesse an harschem Noise und Industrial gestiegen, was sicherlich auch auf das Internet zurückzuführen ist, welches für die Bands vieles erleichtert. Das Entscheidende dabei ist, dass die meisten Hörer sich dieser Musik vollstens hingeben, und obwohl ständig Bands erscheinen und verschwinden, bleibt die Szene dennoch am Leben und bringt neue Projekte hervor, welche wiederum frische Elemente einbringen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30030722" title="Hypsiphrone Foto 4" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/hypsiphrone-foto-04.jpg" alt="" width="530" height="318" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Meinung zu Bands mit politischer Motivation?</strong></p>
<p>Algol: Jeder Musiker bringt seine eigene Vorstellung zum Ausdruck und bezieht seine Inspiration aus einer anderen Quelle. Nehmen wir zum Beispiel mal Griechenland, wo derzeit politische Skandale und der wirtschaftliche Niedergang regiert, was natürlich bei den Menschen Frustration und Wut auslöst, nachdem diese jahrelang von einem korrupten System hintergangen wurden. Man kann natürlich Musik als Protest nutzen, wenn man es will. Ich bin aber selbst in keinster Weise daran interessiert, Politik in meine Musik zu integrieren. Ich weiß nicht, ob man kritisieren oder verurteilen sollte, hat doch jedermann das Recht, und natürlich die Verantwortung, zu tun was er will und fühlt. Meine Arbeit wird ausschließlich durch meine eigene Welt motiviert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was bringt die Zukunft? Arbeitest du schon an einem neuen Werk?</strong></p>
<p>Algol: In den letzten Monaten habe ich mit einigen neuen Songs begonnen und natürlich gibt es ein neues Album. Aber ich kann noch nicht sagen, wann dies geschehen wird. Es werden jedenfalls auch wieder Elemente vom Debüt dabei sein, aber vielleicht alles noch heftiger und intensiver!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ein großes Danke für dieses feine Interview! Möchtest du noch Worte an deine Fans in Deutschland loswerden?</strong></p>
<p>Algol: Ich habe für dieses Interview zu danken! Das einzige, was ich an die Fans in Deutschland noch gerne loswerden will, ist: Unterstützt die Szene und bleibt euch selbst treu!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DSX</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2013 14:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fauna Flokati</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[dsx]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Düster, kühl, rau und ungeschliffen. So klingt das Projekt DSX auf seiner Debut-EP &#8220;Anonymous&#8221;. Passend zum Titel und zur Atmosphäre der Songs hält der dahinter stehende Künstler seine Person im Hintergrund, um nicht vom Wesentlichen abzulenken: Von der Musik. Die Songs, nicht wirklich clubtauglich, experimentell und eigensinnig, haben uns dann doch neugierig gemacht. Freundlicherweise ließ [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/dsx/">DSX</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Düster, kühl, rau und ungeschliffen. So klingt das Projekt DSX auf seiner Debut-EP &#8220;Anonymous&#8221;. Passend zum Titel und zur Atmosphäre der Songs hält der dahinter stehende Künstler seine Person im Hintergrund, um nicht vom Wesentlichen abzulenken: Von der Musik. Die Songs, nicht wirklich clubtauglich, experimentell und eigensinnig, haben uns dann doch neugierig gemacht. Freundlicherweise ließ uns der Künstler in unserer Neugier nicht auflaufen und beantwortete uns per E-Mail einige Fragen, die uns unter den Fingern brannten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du machst schon lange Musik und hast neben DSX noch andere Projekte. Was war die Motivation dahinter, dieses Projekt zu starten?</strong></p>
<p>DSX: Keines der anderen aktuellen oder vergangenen Projekte ist ein richtiges Solo-Projekt. Es steckt die Motivation dahinter, etwas Neues zu schaffen. Etwas, das ganz genau meinen Vorstellungen entspricht. Ein Projekt, in dem ich die alleinige Entscheidungsgewalt habe. Es hat auch ein wenig etwas mit Befreiung zu tun. Man muss keine Erwartungen ans Publikum erfüllen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was steckt hinter dem Namen &#8220;DSX&#8221;?</strong></p>
<p>DSX: Ganz einfach: es sind meine Initialen mit einem &#8220;x&#8221; dahinter. Das ist ganz &#8220;natürlich&#8221; entstanden. Ich verwende diese Buchstabenkombination in verschiedenen Variationen schon seit Jahren in meinen Emailadressen, als User-Namen, Online-Nicks usw.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30029449" title="DSX Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/dsx-foto-01.jpg" alt="" width="535" height="401" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Seit wann gibt es DSX?</strong></p>
<p>DSX: Kann man gar nicht so genau sagen. Wie bereits gesagt, diese Buchstabenkombination gibt es schon ewig. Den aktuellen speziellen Sound dahinter allerdings noch nicht so lange. Ich glaube das hat sich erst im letzten Jahr herauskristallisiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf deiner ersten EP &#8220;Anonymous&#8221; hast du mit mehreren Musikern zusammengearbeitet. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und welche Erfahrungen hast du gemacht?</strong></p>
<p>DSX: Die Zusammenarbeit kam online zustande. Das ist das Schöne an sozialen Netzwerken, Internetforen und Ähnlichem. Emily (Steigerwald) zum Beispiel habe ich in meiner Freundesliste auf Facebook gehabt. Eines Tages hörte ich ein von ihr veröffentlichtes Demo und habe sie kurzentschlossen angesprochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Bist du der Künstler hinter den Songs oder sind sie erst aus der Zusammenarbeit mit den Kollegen heraus entstanden?</strong></p>
<p>DSX: Die Songs mit Gesang wären natürlich ohne Vocals ganz andere geworden. Für die Musik / Produktion allerdings, bin ich komplett allein verantwortlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hälst deine Person im Hintergrund. Aus welchem Grund tust du das und wie wichtig ist es dir, anonym zu bleiben?</strong></p>
<p>DSX: Wirklich anonym bin ich nicht. Es erscheint einfach nur kein Name im Pressetext und auch keine Biographie inklusive Aufzählung der anderen Projekte. Der Grund ist, dass ich keine falschen Erwartungen wecken möchte. Der Sound ist schon sehr &#8220;anders&#8221; und eigenwillig. Es ist auch ein Stückweit ein kleines Marketing-Experiment, bei dem ich aber mittlerweile zu dem Schluss komme, dass es mit einer &#8220;offenen&#8221; Promotion wahrscheinlich zu einer größeren Verbreitung gekommen wäre. Aber OK, wer A sagt muss auch B sagen, hehe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Gibt es Liveauftritte von DSX oder wird es welche geben?</strong></p>
<p>DSX: Bisher nur einer, und zwar auf dem Planet Myer Day 11, am 11.01.2013. Mal sehen wie sich das entwickeln wird. Es ist der erste Auftritt, bin sehr gespannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wird es in absehbarer Zeit ein Fulllength-Album geben?</strong></p>
<p>DSX: Es ist geplant, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es für 2013 reichen wird. Ich habe leider die Krankheit, alles 80.000 Mal zu überarbeiten oder auch, wenn auch seltener, manche Ideen oder sogar nahezu &#8220;fertige&#8221; Stücke komplett auf den Müll zu schmeißen. Möglicherweise springt auf dem Weg dorthin eine 2. EP oder eine Single heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was glaubst du &#8211; was macht die Menschen aus, die du mit deiner Musik erreichst?</strong></p>
<p>DSX: Puh, schwere Frage. Müsste man mal die Menschen selbst fragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Die Musik sowie die Songtitel muten dystopisch an und erinnern ein wenig an das in verschiedenen Kunstrichtungen in den letzten Jahren sehr häufig aufgegriffene Thema des  &#8220;post-menschlichen Zeitalters&#8221;, in dem Maschinen und Algorithmen über die Menschheit herrschen. Stimmt dieser Eindruck?</strong></p>
<p>DSX: Ich mag düstere und dunkle Themen und Musik. So genau wie in deiner Frage würde ich das allerdings nicht beschreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welche Stimmungen und Botschaften möchtest du stattdessen mit der Musik ausdrücken?</strong></p>
<p>DSX: Es geht mir vor allem um den Sound. Man kann ihn durchaus als klangliche Aufarbeitung meiner Jugend bezeichnen. Ich verstehe den Sound durchaus auch als Kontrast zu den perfekt glattproduzierten Tracks aus allen elektronischen Ecken. Irgendwann begann mich das sehr zu nerven. Ich mag &#8220;Fehler&#8221; und Ungenauigkeiten. Ich mag Rauschen und Summen/ Brummen. Ich will keine Hi-Tech Nobel-Disco. Ich will Keller, altes Fabrikgebäude, verlassenes Wohnhaus, hehe. Ich will mehr &#8220;Leben&#8221; in elektronischer Musik. Glücklicherweise entstehen mittlerweile Bands und Projekte überall auf der Welt, die scheinbar genauso darüber denken wie ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das Album erscheint nur digital. Warum?</strong></p>
<p>DSX: Das ist eine Fehlinformation, hehe. Es gibt die EP auf 12“-Vinyl: http://dsxmusic.bandcamp.com/</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du bist schon viele Jahre als Musiker tätig. Welche Änderungen haben Umbrüche wie die Digitalisierung für die Musikbranche mit sich gebracht und wie bewertest du diese Änderungen?</strong></p>
<p>DSX: Ich finde es gut, dass es keine Gatekeeper mehr gibt – Wer Musik veröffentlichen will, der kann das nun auch ohne Plattenfirma.  Für Musiker sehr spannend sind auch die enormen Möglichkeiten des gegenseitigen Austausches über das Internet.</p>
<p>Es ist allerdings auch nicht zu leugnen, dass die Absatzzahlen von Musik gesunken sind. Hat meiner Meinung nach aber nur bedingt mit File Sharing zu tun, vielmehr mit Übersättigung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft!</strong></p>
<p>DSX: Ich habe zu danken!</p>
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		<title>SHINING &#8211; Niklas Kvarforth</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 13:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Don Peperoni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[alice in chains]]></category>
		<category><![CDATA[danzig]]></category>
		<category><![CDATA[king diamond]]></category>
		<category><![CDATA[niklas kvarforth]]></category>
		<category><![CDATA[shining]]></category>
		<category><![CDATA[Stig Dagerman]]></category>
		<category><![CDATA[Strid]]></category>
		<category><![CDATA[Thaström]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das achte Album &#8220;Redefining Darkness&#8221; der Band Shining aus Schweden steht in den Startlöchern und wurde am 26.10.2012 auf die Menschheit losgelassen. Da ich vorab schon einmal in den Genuss kam, diesen Silberling meinen kritischen Ohren zuzuführen und keine negativen Kritikpunkte aufdecken konnte, war es für mich ein Selbstverständliches, ein Interview mit Niklas Kvarforth, dem [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/shining-niklas-kvarforth/">SHINING &#8211; Niklas Kvarforth</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das achte Album &#8220;Redefining Darkness&#8221; der Band Shining aus Schweden steht in den Startlöchern und wurde am 26.10.2012 auf die Menschheit losgelassen. Da ich vorab schon einmal in den Genuss kam, diesen Silberling meinen kritischen Ohren zuzuführen und keine negativen Kritikpunkte aufdecken konnte, war es für mich ein Selbstverständliches, ein Interview mit Niklas Kvarforth, dem Frontmann der Band anzunehmen, welches per Mailkontakt entstanden ist. Dass auch melancholische Musiker durchaus Humor besitzen und einen kleinen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, könnt ihr nun erleben. Das Interview wurde auf Englisch geführt und ist in die deutsche Sprache zurückübersetzt.</strong></p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Für diejenigen die Shining nicht kennen, was macht die Band aus und wofür steht sie?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Shining ist die Band, wo es die Eltern nicht mögen, das ihr Nachwuchs sie hört und vor allem nicht live sieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Erst einmal Glückwunsch zu dem Album &#8220;Redefining Darkness&#8221;. Bitte beschreibe es mit ein paar Worten.</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Danke! Ich glaube, ich habe es endlich geschafft, etwas so völlig dunkles und undurchdringliches zu erschaffen, was mit der Zeit besteht. Redefining Darkness wird Tausende von unangepassten und subkulturistischen Menschen in den Weg des Verderbens und des Selbst-Missbrauchs führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Warum ist die aktuelle CD nicht traditionell mit einer römischen Zahl versehen?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Ich hatte das Bedürfnis nach etwas Neuem. Auch wenn es für die meisten nur wie ein kleiner Schritt aussieht, für mich ist es ein großer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Sind für &#8220;Redefining Darkness&#8221; Musikvideos geplant?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Nein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Das Coverartwork fällt sehr schlicht aus, warum?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Weil es sein musste. In gewisser Weise hat jedes Artwork von Shining etwas einfaches an sich. Allerdings gab es schon mehr zu sehen. Jetzt habe ich beschlossen, das Farbschema invertiert zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Wer oder was inspiriert dich beim Songwriting?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Dunkelheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Gibt es irgendwelche Pläne für auf Tour zu gehen, vor allem in Deutschland?</p>
<p><strong>Niklas:</strong>  Ja, wir werden in Kürze auf www.shiningasylum.com berichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Mit welcher Band würdest du am liebsten auf Tour gehen?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Danzig, King Diamond oder Alice In Chains.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Was denkst du über die vielen Bands, die euren Sound kopieren wollen?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Viel Glück!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nun noch ein paar Schnappschüsse:</strong></p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Diese Bands beeinflussen euren Sound…</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Thåström, Burzum and Strid.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Aktuell im CD- Spieler&#8230;</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Jul I Betlehem II</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong>  Welche Literatur bevorzugst du?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Die Arbeiten von Stig Dagerman.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Die drei besten Songs auf  dem aktuellen Album?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Es sind 6.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Dein Lieblingsfilm?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Blue Velvet</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Nach dem Aufstehen…</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Brauch ich Kaffee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Was sind deine schlimmsten Angewohnheiten?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Alkoholismus, Sex und Drogenmissbrauch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Dein größter Albtraum?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Eine Zusammenarbeit mit Fred Dust (Limp Bizkit).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Dein Lieblingsgetränk?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Rotwein, vorzugsweise Amarone.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> Vielen Dank für das Interview und alles Gute! Möchtest du noch ein paar letzte Worte an die Leser richten?</p>
<p><strong>Niklas:</strong> Die Leute fragen ständig nach Übersetzungen meiner Texte. Am 7 Dezember erscheint ein Buch, mit den Übersetzungen aller Veröffentlichungen, die ich je gemacht habe, besorgt es euch und hört auf ständig auf www.shininglegions.com zu fragen.</p>
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		<item>
		<title>DIRK BERNEMANN</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 17:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiyhuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[dirk bernemann]]></category>
		<category><![CDATA[Phillip Boa And The Voodoo Club]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Leipziger Buchmesse präsentierte DIRK BERNEMANN sein aktuelles Buch &#8220;Trisomie So Ich Dir&#8221;. Nach seiner ersten Lesung nahm er sich spontan die Zeit für ein kleines Interview mit NecroWeb am Stand des Unsichtbar Verlages. &#160; NecroWeb: Deine Lesung vorhin war wirklich gut. Erst einmal zu Deinem aktuellen Buch: &#8220;Trisomie So Ich Dir&#8221; &#8211; [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/dirk-bernemann-4/">DIRK BERNEMANN</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der Leipziger Buchmesse präsentierte DIRK BERNEMANN sein aktuelles Buch &#8220;Trisomie So Ich Dir&#8221;. Nach seiner ersten Lesung nahm er sich spontan die Zeit für ein kleines Interview mit NecroWeb am Stand des Unsichtbar Verlages.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Lesung vorhin war wirklich gut. Erst einmal zu Deinem aktuellen Buch: &#8220;Trisomie So Ich Dir&#8221; &#8211; der Titel ist vielleicht relativ provokativ für Leute, die davon betroffen sind. Hattest Du deswegen eventuell schonmal Schwierigkeiten?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ich habe selbst zehn Jahre in einem Job mit Menschen mit geistiger Behinderung gearbeitet, kenne mich damit einfach ein bisschen aus und kann auch fundierte Sachen dazu erzählen. Deswegen habe ich den Titel auch bewusst so gewählt. Einmal, weil eine Person vorkommt, die das Downsyndrom, also Trisomie 21, hat, andererseits aber auch, weil drei Leute in dem Buch vorkommen, die einfach so aufeinander zulaufen und Trisomie heißt ja übersetzt &#8220;drei Körper&#8221;. Deswegen ist es eigentlich auch ein Wort, das allgemein geläufig ist und so habe ich das Wort auch benutzt. Probleme gab es damit stellenweise schon mit Angehörigen von behinderten Menschen, aber die konnte ich meistens alle klären, weil ich wie gesagt aus dem Beruf komme und mich damit auch richtig auskenne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das nimmt auch meine Frage vorweg, was Dich dazu veranlasst hat, den Titel und diesen Inhalt zu wählen.</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, schon weil ich wirklich viel mit Menschen mit geistiger Behinderung zu tun hatte, die mich auch immer irgendwie ein bisschen fasziniert haben.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30025809" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/dirk-bernemann-leipziger-buchmesse-foto-02.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Der zweite Teil des Titels, &#8220;so ich dir&#8221;, ist ja eigentlich ein Konter&#8230;</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Es ist ein geflügeltes Wort: &#8220;Wie ich dir, so du mir&#8221;, das kennt man ja. Und das ist einfach eine Persiflage dieses Wortspiels, weil mein Protagonist sich auch ein bisschen so verhält. Der wird auf eine gewisse Art und Weise behandelt und reagiert dann irgendwann in seiner eigenen Art darauf. Und er könnte eigentlich sagen &#8220;Wie ihr mich behandelt, so werd ich euch auch behandeln&#8221;, weil er am Ende des Buches relativ böse wird, obwohl er nicht so reflektiert ist. Er ist dann eher unbewusst böse, da er am Ende des Buches Dinge tut, die eigentlich nicht in sein Konzept passen. Aber er macht es einfach und sagt das schon zurecht. &#8220;Trisomie So Ich Dir&#8221; ist einfach so ein Titel, in dem dieser Spruch &#8220;wie ich dir, so du mir&#8221; vorkommt, den mein Protagonist quasi auch die ganze Zeit sagen könnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Kannst Du Dein Buch in zwei Sätzen zusammenfassen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: In zwei Sätzen? Naja, ich darf ja viele Kommas machen, ne? <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Es ist ein Buch über Behinderungen geworden &#8211; und nicht nur über offensichtlich geistige Behinderungen, sondern auch über soziale und emotionale Behinderungen. Ich habe einen Protagonisten, der offensichtlich geistig behindert ist, aber eigentlich vom ganzen Verhalten her der Normalste in dem ganzen Buch. Die anderen Personen die vorkommen, haben immer entweder soziale oder emotionale Behinderungen &#8211; und das sind zum Beispiel Sachen, die wirklich auch im Alltag vorkommen, wo viele Menschen sich mal selber reflektieren sollten: &#8220;Wie sieht eigentlich mein Leben so aus?&#8221; Dahin will ich auch gehen, also dass die Leute sich in diesen Figuren ein bisschen wiederfinden &#8211; sogar in dem Menschen mit geistiger Behinderung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Realität ist ja für Dich ein sehr wichtiges Thema, dass kam auch bei dem Gedicht und bei dem neuen Text, den Du in der Lesung vorgestellt hast, zum Ausdruck. Du meinstest mit der Beteiligung Gottes käme dann ja &#8220;Fantasy&#8221; ins Spiel, das war gut pointiert. <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Woher nimmst Du denn Deine Ideen? Sind die aus dem Umfeld gegriffen, weil Dir Realität so wichtig ist?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann:  Bei dem neuen Buch zum Beispiel kann ich dazu sagen: Die Figuren sind wirklich aus Leuten zusammengeschustert, die ich selbst kennengelernt habe. Ich beschreibe niemanden eins zu eins, aber es gibt Leute, die ich dann quasi zusammengefasst habe &#8211; verschiedene Aspekte von Leuten, die ich kenne, treffen in den Figuren zusammen. Und das ist eigentlich bei jedem Buch so, dass ich verschiedene Personen kennenlerne und mir daraus selbst meine Figuren konstruiere.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Der neue Text in Deiner Lesung handelte von Lieblingsmenschen und Lieblingsmusik. Darin kam eine Du-Ansprache vor &#8211; wie viel Autobiographisches bringst Du denn in Deine Texte ein?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Mal sehr, sehr viel und mal auch gar nix. Das ist wirklich immer verschieden. Generell schreibe ich nicht autobiographisch, das auf keinen Fall. Aber ich glaube kein Autor kann sich dagegen wehren, dass er selbst immer mit drin ist. Er ist eigentlich immer emotional mit eingebunden und auch Meinungen, die der Autor hat, kommen in diesen Texten vor. Ich bin mir der Verantwortung schon bewusst, dass wenn ich eine Meinung äußere, die auch so ankommt, dass es meine Meinung ist. Aber darum mache ich das auch. Das ist auch ein Grund, warum ich überhaupt schreibe &#8211; um Dinge loszuwerden, ganz persönlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30025808" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/dirk-bernemann-leipziger-buchmesse-foto-01.jpg" alt="" width="357" height="535" /><strong>NecroWeb: Bist du beim Schreiben lieber allein oder ist dir ein lautes Umfeld, wie beispielsweise ein Café ganz recht?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Schreiben ist ein sehr intimer und autistischer Prozess. Ich bin dann wirklich alleine. Meistens auch nachts, wo mich wirklich niemand stört. Ruhe ist auf jeden Fall sehr wichtig. Ab und zu Instrumentalmusik, aber ich kann zum Beispiel keine Musik mit Texten hören, weil ich generell ein Musikhörer bin, der viel auf Texte achtet. Und wenn ich jetzt Musik höre, die sehr textlastig ist, kann ich nicht schreiben, weil mich das dann irgendwie rausbringt &#8211; weil ich dann ganz andere Bilder im Kopf habe, die ich eigentlich gerade gar nicht benutzen möchte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was wünschst Du Dir, das die Leser aus allen Deinen Büchern mitnehmen sollen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Das kann ich nicht generell sagen. Ich denke immer wenn kleine Dinge die Leute berühren, kleine Gefühle, die ich da beschreibe oder auch Einstellungen, die ich vermitteln möchte &#8211; wenn da irgendetwas ist, auf das die Leute stehen, können sie es gerne mitnehmen. Wenn ich etwas rausbringe, ist das für die Leute sowieso immer umsonst. Dann können die das haben und können damit machen, was sie wollen. Da entziehe ich mich auch der Verantwortung: Wenn ich ein Buch rausbringe und jemand nimmt da irgendetwas raus, ist es immer die Verantwortung des Menschen, der es da rausnimmt und nicht mehr meine.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wir waren vorhin schon beim Thema Musik: Welchen Stellenwert nimmt Musik für Dich im Vorfeld hinsichtlich des Schreibens ein? Hast Du Dich davon auch schon einmal zu Texten inspirieren lassen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja natürlich. Ich hab ja auch Texte, die direkt mit Liedern in Verbindung stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Kannst Du uns dafür Beispiele nennen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Zum Beispiel gibt es in &#8220;Ich Hab Die Unschuld Kotzen Sehen 2&#8243; die Geschichte &#8220;Schlachtfest&#8221;, die direkt von einem Lied von Phillip Boa And The Voodoo Club inspiriert ist, wo er in einem Lied auch den Stierkampf aus der Sicht von einem Tier beschreibt  &#8211; und diesen Standpunkt habe ich in der Geschichte auch genommen. Der Stier wird dann quasi auf die Wiese getrieben und denkt, dass die Menschen gerade ein Fest für ihn feiern. Das ist sehr heroisch das ganze Ding.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Um nochmal auf Deinen neuen Text und das Gedicht zurückzukommen: Sind noch mehr Gedichte von Dir zu erwarten? Denn es war schon sehr amüsant.</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Gedichte mache ich meistens immer nur live wenn ich auf der Bühne bin. Denn Gedichtbände selbst zu machen, ist auf jeden Fall ein very, very special interest. Das kauft kaum jemand. Auch wenn ich selbst die Gedichte sehr gerne mag oder einzelne Leser die gerne mögen. Da gibt es einfach so keinen Markt für, leider. Und wenn ich Gedichte schreibe, kommen die meistens in meinen Liveshows vor oder ich stelle ab und zu mal welche auf meinen Blog. Aber generell werde ich keinen Gedichtband machen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30025810" title="Dirk Bernemann Leipziger Buchmesse" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/dirk-bernemann-leipziger-buchmesse-foto-03.jpg" alt="" width="535" height="357" /><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Und hast Du ansonsten gerade neue Projekte in Arbeit?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, ich schreibe gerade an einem Buch, genau. Das kommt wenn alles gut läuft eventuell im Herbst raus, im Oktober irgendwann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dann dürfen unsere Leser ja gespannt sein. Im letzten Interview mit NecroWeb kam das Thema E-Book zur Sprache. Wie ist mittlerweile Deine Meinung dazu, hast du sie geändert oder siehst du das immer noch kritisch?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Nein, ich seh es auf jeden Fall immer noch kritisch, aber man kann sich dagegen nicht wehren. Es ist einfach so, das sehe ich mittlerweile ein, dass es überall zu haben ist und die Verfügbarkeit der Sachen dadurch auch größer geworden ist. Aber der Weg oder wie es präsentiert wird, das gefällt mir noch nicht. Ich habe lieber ein Buch mit Seiten in der Hand. Die ganze Haptik, der ganze Geruch, der ganze Prozess des Lesens ist hiermit ein ganz, ganz anderer als mit einem E-Book. Oder mit einem iPhone oder mit einem iPad oder den ganzen anderen Sachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das stimmt. Ein neues Thema, das gerade aufkommt, ist das &#8220;Social Reading&#8221;, bei dem sich die Leser quasi in Echtzeit darüber austauschen können, welche Stellen ihnen gefallen und eigentlich wie in Foren ihre Ideen, Kommentare und Empfehlungen teilen können. Wie würde Dir die Idee denn gefallen?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Das finde ich gut, weil man da ja sofort auch als Autor irgendwie mittendrin ist. Man hat unmittelbar die Reaktionen zu den Dingen, die man da getan hat und ich glaube es ist eine gute Sache, dass die Leute sofort darauf reagieren können und auch sofort direkt mitmachen können. Und &#8220;sofort&#8221;, das ist ein sehr interagierender Prozess, das mag ich generell. Deswegen gehe ich auch gern auf Bühnen und lese Sachen vor, um dann direkt die Reaktionen zu bekommen. Und das ist zwar über das Medium Internet, aber es ist trotzdem total nahe dran und das mag ich einfach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Also würdest Du Dich dann eventuell selbst daran beteiligen bzw. über Bücher, die Du liest, auch Social Reading praktizieren?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Hm, das mache ich ja sehr selten. Lesen ist für mich etwas sehr Intimes und ich weiß nicht, ob ich so einen intimen Moment dann wirklich so teilen möchte. Aber wenn das jemand machen möchte&#8230;und ich stelle als Autor meine Bücher gerne zur Verfügung, wenn Leute mit mir darüber diskutieren möchten. Aber ich selbst lese lieber im Stillen und behalte die guten Augenblicke auch lieber für mich, als dass ich die sofort in die Welt schleudern möchte. Denn dieses Phänomen missfällt mir eigentlich auch ein bisschen. Das ist dieses typische Facebook-Phänomen vonwegen &#8220;Jo, ich hab grad das und das gemacht, das muss ich sofort allen erzählen&#8230;&#8221;. Das hat Vor- und Nachteile finde ich, aber für mich überwiegend Nachteile. Denn für mich ist dann irgendwie die Kommunikationsklamotte ein bisschen überschritten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Daran könnte das Unternehmen Social Reading ja im Endeffekt aber auch scheitern, wenn es denn richtig aufkommen sollte und vielleicht von den größeren Verlagen angekurbelt wird. Hättest Du zum Schluss noch eine Mitteilung an unsere Leser?</strong></p>
<p>Dirk Bernemann: Ja, ich habe mich sehr über dieses Interview gefreut und ich finde es gut, dass es überhaupt Leser gibt. Denn ich wundere mich jedes Mal, dass wirklich auch Leute zu meinen Lesungen kommen und finde es immer wieder schön, dass es irgendwie Anklang findet. Und viel Spaß mit meinen Büchern!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ja, werden wir haben. Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
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		<title>SUBWAY TO SALLY &#8211; ERIC FISH</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 19:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Am 16. Juni diesen Jahres traf ich Eric Fish, den Frontmann von Subway to Sally im Rahmen des Otter-Rock. Bei herrlichstem Wetter und einem kühlen Bier (Danke Eric!) löcherte ich den gutgelaunten Herren mit ein paar Fragen. NecroWeb: Bei eurem Bekanntheitsgrad bespielt Ihr normalerweise die ganz großen Bühnen wie beispielsweise das Wacken:Open:Air Festival. Was verschlägt [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/subway-to-sally-eric-fish/">SUBWAY TO SALLY &#8211; ERIC FISH</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Juni diesen Jahres traf ich Eric Fish, den Frontmann von Subway to Sally im Rahmen des Otter-Rock. Bei herrlichstem Wetter und einem kühlen Bier (Danke Eric!) löcherte ich den gutgelaunten Herren mit ein paar Fragen.</p>
<p><strong>NecroWeb: Bei eurem Bekanntheitsgrad bespielt Ihr normalerweise die ganz großen Bühnen wie beispielsweise das Wacken:Open:Air Festival. Was verschlägt euch ausgerechnet hierher zum Otterrock Festival?</strong></p>
<p>Eric Fish: Das hier kann auch mal groß werden. Gerade Wacken ist ein gutes Beispiel dafür. Schließlich ist Wacken auch ein Dorf und wahrscheinlich hat Otterstadt sogar mehr Einwohner als Wacken. Warum soll das hier nicht einmal größer werden?</p>
<p>Letztendlich ist ja auch immer entscheidend, welche Bedingungen man vorfindet oder sich selbst schafft. Ich finde es daher sehr gut, dass gerade heutzutage in dieser sehr schwierigen Landschaft, insbesondere für Festivals immer noch Veranstalter versuchen, so etwas auf die Beine zu stellen. Das Otterrock findet nun zum neunten Mal statt und wir finden zudem die Gegend hier interessant, da es hier für uns kaum Gelegenheiten gibt, sich zu zeigen und daher ist es von uns durchaus von Interesse und hat seine Berechtigung, dass wir hier auftreten. Außerdem haben sich heute Abend knapp 2000 Besucher angekündigt und das ist durchaus eine Größenordnung, bei der man richtig Spaß haben kann.</p>
<p><strong>Otter Rock 2012 &#8211; Subway to Sally</strong></p>
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<p><strong>NecroWeb: Ausgiebige Tourneen sind bei euch fast an der Tagesordnung. Wie muss man sich den Touralltag von Subway to Sally vorstellen?</strong></p>
<p>Eric Fish: Lieber nicht vorstellen. Aber mal im Ernst: Der hat sich in den letzten Jahren ein wenig gewandelt, so dass man mittlerweile im Vergleich zu den ersten Jahren direkt von Luxus sprechen kann. Wir reisen im eigenen Nightliner und haben zusätzlich zwei Trucks, die schon vor der Band an der Halle sind, wo dann bereits Nachmittags alles aufgebaut wird, ohne dass wir großartig etwas davon mitbekommen. Wir werden letztendlich &#8211; das kann man ruhig so sagen &#8211; nach Strich und Faden verwöhnt. Insgesamt also ein Level, bei dem man schon von Luxus sprechen kann und was ich sehr schön finde.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30020924" title="SUBWAY TO SALLY Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/subway-to-sally-foto-01.jpg" alt="" width="300" height="318" />Ich denke aber auch, dass es das Ergebnis unserer harten Arbeit ist. Die ersten drei bis vierhundert Konzerte haben wir teilweise 30 Gigs am Stück gemacht, ohne einen einzigen freien Tag dazwischen, wir haben unser Zeug selbst geschleppt und aufgebaut. Da kann man dann schon von Verdienst sprechen, dass wir heute in einer Situation ist, wo alles von einer großen Crew erledigt wird und wir letztendlich nur den Soundcheck selber machen müssen. Dadurch haben wir natürlich auch automatisch viel mehr Zeit. Die verbringt natürlich jeder bei Subway to Sally anders. Ich zum Beispiel bin gerne für mich und latsche dann los, um mir die Gegend anzugucken. Ich versuche dabei auch immer ein Gefühl für die Gegend und die Menschen die dort wohnen zu bekommen. Das ist eine Marotte von mir geworden. Es hilft mir aber auch ein wenig, dass ich jeden Abend sehr auf das Publikum eingehen kann. Es ist uns aber auch wichtig, dass das Publikum merkt, dass wir nicht einfach ein Programm abspielen und es uns egal ist, ob wir jetzt in Mannheim oder in Ostfriesland spielen. Wir sind flexibel genug in unserem Ablaufplan, um uns den Gegebenheiten anzupassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-2009199" title="SUBWAY TO SALLY - Schwarz In Schwarz Bild" src="http://www.necroweb.de/images/subway-to-sally-schwarz-in-schwarz.jpg" alt="" width="200" height="200" />NecroWeb: 2011 erschien euer aktuelles Album &#8220;Schwarz in Schwarz&#8221;, wie fandet Ihr die Resonanz darauf und fiel die Scheibe euren Vorstellungen entsprechend aus?</strong></p>
<p>Eric Fish: Ja fallen sie immer. Das liegt letztendlich daran, dass so eine Produktion ein extrem langwieriger Prozess ist, der fast ein Jahr andauert, wovon insbesondere die Kompositionsphase sehr lange andauert. Zusätzlich kommt es natürlich auch immer wieder zu Diskussionen, wo man dann einen Konsens finden muss. Dadurch steigert man sich dann sehr in diesen Prozess hinein und ist letztendlich umso zufriedener mit dem Ergebnis, mit dem dann alle Bandmitglieder auch einverstanden sind. Gerade bei &#8220;Schwarz in Schwarz&#8221; ist es bei mir so, dass ich sehr begeistert bin. Das merke ich auch Live immer wieder, denn ich habe einen riesen Spaß an diesen Songs, das macht dann auf der Bühne auch dementsprechend Laune und dort merk ich auch, dass wir offensichtlich bei den Leuten auch einen Nerv getroffen haben.</p>
<p>&#8220;Schwarz in Schwarz&#8221; ist eine sehr aktuelle Platte, die sich nicht mit uralten Thematiken beschäftigt, sondern mit solchen die in der heutigen Zeit anzusiedeln sind. Probleme der Leute, die sich unter Umständen tagtäglich haben, natürlich in Metaphern erzählt, aber ich habe da in jedem Song so viele Bezugspunkte zu meinem eigenen Leben und meinen Erfahrungen, dass ich es entsprechend transportieren kann. Gerade mit &#8220;Schwarz in Schwarz&#8221; ist es live sehr leicht gewesen den Energiefaden zwischen Publikum und Band zu produzieren. Das ist ein Kompliment für diese Platte und ich bin absolut zufrieden mit diesem Album.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ihr habt als Band, die schon sehr lange existiert eine lange Liste an Klassikern, allen voran sicherlich &#8220;Julia und die Räuber&#8221;, die ihr immer wieder spielen müsst. Wie ist es für euch als Band, diese Songs immer wieder bringen zu müssen?</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30020926" title="SUBWAY TO SALLY Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/subway-to-sally-foto-02.jpg" alt="" width="250" height="372" />Eric Fish: Das ist eine gute Frage und &#8220;Julia und die Räuber&#8221; ist natürlich die Spitze des Eisberges. Ich glaube den haben wir noch nie weggelassen. Es ist natürlich für eine relativ intelektuelle Band wie uns schon eine Art Kontrapunkt, dass das Lied mit dem kürzesten und banalsten Text so eine Resonanz auslöst.</p>
<p>Es ist ja auch so, dass die Liste der &#8220;Hits&#8221;, also der Lieder die wir immer wieder spielen müssen mit der Zeit immer größer wird. Daher wird es für uns selbstverständlich auch nicht leichter ein Programm zusammenzustellen. Zumal wir ja auch immer die Songs des jeweils aktuellen Albums spielen wollen und &#8211; natürlich aus Promotiongründen &#8211; spielen müssen, da muss man schon manchmal einen schmerzhaften Strich machen. Wir spielen sehr lange, unsere Konzert dauern oft zwei Stunden und länger und dennoch bleiben immer Songs auf der Strecke.</p>
<p>Da gibt es auch intern oft harsche Diskussionen im Vorfeld, es ist im Grunde wie bei der Produktion eines Albums in dieser Kapelle, es herrscht ein sehr lebendiger Diskussionston, aber am Ende ist es dann auch immer so, dass alle zufriedengestellt sind. Wir wollen ja durch die Setlist auch immer einen Spannungsbogen produzieren, aber letztendlich ist es so, dass wen einem bei einer Tour ein Songs fehlt, dann kommt der meist beim nächsten Mal, man muss eben immer einen Kompromiss finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie schafft Ihr es eigentlich bei doch recht vielen Bandmitgliedern so harmonisch zu bleiben? Man hört ständig von extrem vielen Bands Nachrichten über Besetzungswechsel und bei euch ist das Line-Up im Gegensatz ziemlich konstant. Wie könnt ihr so viele unterschiedliche Charaktere unter einen Hut bekommen?</strong></p>
<p>Eric Fish: Wir haben es gelernt denke ich und wir haben auch nicht diese eine &#8220;Leaderposition&#8221;, die sagt was Sache ist und was jeder zu tun hat. Und genau das ist bei anderen Bands die Saat dafür, dass sich andere Mitglieder untergebuttert fühlen. Noch schlimmer ist es, wenn es zwei Häuptlinge gibt, die dann noch gegeneinander argumentieren.</p>
<p>Bei uns ist es ein gleichberechtigtes dasein, welches vor allem von Respekt geprägt ist. Jeder hat andere Stärken als der andere, was dazu führt, dass seine Meinung auf dem Gebiet wo er sich auskennt einfach mehr wiegt. Ich würde mir zum Beispiel niemals anmaßen, mich in Geschäfte einzumischen. Das ist gar nicht meine Welt. Wir haben ja mittlerweile unsere eigene Plattenfirma und die führt unser Basser als Chef, er kann aber auch mit Zahlen jonglieren und wenn es da um Entscheidungen geht, hört man auch auf ihn.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30020930" title="SUBWAY TO SALLY Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/subway-to-sally-foto-03.jpg" alt="" width="535" height="310" /></p>
<p>Es hat sich halt in den Jahren ergeben, dass sich die Stärken der einzelnen Mitglieder herauskristallisiert haben und auf diesen Gebieten lässt man sie einfach machen. Sicherlich gibt es auch Entscheidungen, an denen alle beteiligt sind, aber da ist am Ende eben wieder Konsensfindung angesagt. Das klappt einfach ziemlich gut in dieser Kapelle. Das ist im Grunde wie in einer sehr harmonischen Familie, wo es sicherlich auch mal kracht, aber wo man auch Manns genug ist, aufeinander zuzugehen und den Konflikt vernünftig auszutragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2007717" title="SUBWAY TO SALLY - Nackt II Bild" src="http://www.necroweb.de/images/Subway-To-Sally-Nackt-II.jpg" alt="" width="200" height="300" />NecroWeb: Eure letzte und bisher zweite &#8220;Nackt&#8221; Akustik-Tour ist hervorragend angekommen. Gibt es schon Pläne für eine Fortsetzung dieses Konzepts?</strong></p>
<p>Eric Fish: Es würde zu weit führen, jetzt an eine dritte &#8220;Nackt&#8221; Runde zu denken. Dafür gibt es jetzt im Moment viel zu viele andere Projekte. Derzeit geht die Hauptzeit dafür drauf, unser Buch zu schreiben, welches im Herbst erscheinen wird. 20 Jahre Band bestehen ist natürlich ein super Zeitpunkt, um eine Biografie zu schreiben. Da schreiben wir auch wieder im Kollektiv alle dran, sicherlich der eine mehr und der andere weniger, aber bereits jetzt kann man sagen, dass es eine sehr informative und teilweise sehr lustige Lektüre werden wird.</p>
<p>Im Dezember finden auch wieder die &#8220;Eisheiligen Nächte&#8221; statt, die diesmal unter dem Jubiläumsstern stehen werden, die brauchen natürlich auch wieder einiges an Vorbereitung. Schließlich sind das ja quasi unsere eigenen Festivals und wer so etwas schon mal ein wenig hinter den Kulissen erlebt hat, wird verstehen, dass ein solches Event nicht in drei Wochen organisiert ist.</p>
<p>Sobald wir das dann über die Bühne gebracht haben, geht es mit voller Fahrt an die Arbeit am neuen Album. Dafür werden wir uns auch wieder ein Jahr Zeit nehmen, das Ergebnis ist also für 2014 geplant. Du merkst also, dass es sich derzeit verbietet über eine Fortsetzung der &#8220;Nackt&#8221; Tour zu sprechen.</p>
<p>Hinzu kommt noch, dass wir ausgehend von &#8220;Schwarz in Schwarz&#8221; ein so gutes Kreativgefühl haben – die Arbeit hat richtig Spaß gemacht und wir sind dieses mal anders herangegangen als bei den CDs davor – dass wir diesen Schwung nutzen wollen und die Energie in das nächste Album stecken werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Kannst du dir erklären, warum gerade jetzt im Moment so viele Bands Bücher schreiben? J.B.O. haben eine Biografie veröffentlicht, In Extremo auch und jetzt erzählst du, dass von euch auch noch dieses Jahr ein Buch auf den Markt kommt. Ist das Zufall oder steckt da ein Plan hinter?</strong></p>
<p>Eric Fish: Das ist Zufall. Vielleicht haben die anderen Kapellen auch eine Art Jubiläum, das weiß ich nicht. Bei uns ist das Jubiläum genau der Grund. Es war immer klar, dass wir wenn wir 20 Jahre existieren sollten, ein Buch darüber schreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30020933" title="SUBWAY TO SALLY Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/subway-to-sally-foto-04.jpg" alt="" width="250" height="345" /><strong>NecroWeb: Inzwischen füllen eure Alben ausschließlich deutschsprachige Texte. Warum wählt Ihr gerade die deutsche Sprache für eure Songs?</strong></p>
<p>Eric Fish: Weil wir in der deutschen Sprache denken. Gerade ich als Sänger lebe davon, das was ich singe auch zu durchdenken, auch wenn ich eine Zeile zum hundertsten Mal singe, erlebe ich sie trotzdem jedes Mal neu oder zumindest sehr intensiv.</p>
<p>Und auch wenn ich sicherlich nicht schlecht englisch spreche, bin ich eben kein &#8220;Native Speaker&#8221; und würde die Songs, wenn ich sie englisch singen würde eben nicht so intensiv fühlen. Und genau das war eines der auschlaggebendesten Argumente, dass wir uns 1995 entschieden haben, nur noch mit deutschen Texten zu arbeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Kommen wir zu unseren Spontanfragen.</strong></p>
<p><strong>Drei Dinge, ohne die du nicht aus dem Haus gehst:</strong></p>
<p>Eric Fish: Ein Buch, noch ein Buch und noch ein Buch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das Beste an Subway to Sally ist:</strong></p>
<p>Eric Fish: Die Gemeinschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welches Konzert hast du zuletzt als Besucher genossen?</strong></p>
<p>Eric Fish: Peter Gabriel in der O2 Arena in Berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das besondere an Akustiktourneen ist?</strong></p>
<p>Eric Fish: Dass man die Kollegen besser hört.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Fans sind&#8230;</strong></p>
<p>Eric Fish: … das wichtigste, das es gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Musik ist&#8230;</strong></p>
<p>Eric Fish: … Herzensangelegenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wenn du einen Tag lang Bundeskanzler wärst, dann&#8230;</strong></p>
<p>Eric Fish: … könnte ich mit einer satten Pension rechnen und das wäre geil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein Lieblings Musikinstrument?</strong></p>
<p>Eric Fish: Akustikgitarre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Der in Deinen Augen beste Subway to Sally Song?</strong></p>
<p>Eric Fish: Eisblume.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das letzte Buch, welches du gelesen hast?</strong></p>
<p>Eric Fish: 1812, Napoleons Feldzug nach Russland.</p>
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		<title>DESIDERII MARGINIS</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 19:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Nach einiger Zeit der Stille meldet sich Johan mit seinem neuen Werk &#8220;Procession&#8221; eindrucksvoll zurück. Was es genau damit auf sich hat, das verrät uns der Musiker von DESIDERII MARGINIS in den nächsten Zeilen. Dark Ambient Liebhaber sollten mir also folgen. &#160; NecroWeb: Hallo Johan. Herzlichen Glückwunsch zu einer fantastischen Arbeit! Bist du zufrieden mit [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/desiderii-marginis/">DESIDERII MARGINIS</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30020721" title="Desiderii Marginis" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/desiderii-marginis-logo.jpg" alt="" width="400" height="47" /></p>
<p>Nach einiger Zeit der Stille meldet sich Johan mit seinem neuen Werk &#8220;Procession&#8221; eindrucksvoll zurück. Was es genau damit auf sich hat, das verrät uns der Musiker von DESIDERII MARGINIS in den nächsten Zeilen. Dark Ambient Liebhaber sollten mir also folgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hallo Johan. Herzlichen Glückwunsch zu einer fantastischen Arbeit! Bist du zufrieden mit dem Resultat?</strong></p>
<p>Johan: Ja, es ist immer eine große Befriedigung, ein neues Album zu Ende zu führen &#8211; und auch eine große Erleichterung, wenn es fertig ist, freigegeben und gut ankommt. Vor allem, da ich nicht sehr einfallsreich bin, wenn es um das Aufnehmen neuer Songs geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-30017168" title="DESIDERII MARGINIS - Procession" src="http://www.necroweb.de/images/ambient-folk-mittelalter-musik/desiderii-marginis-procession.jpg" alt="" width="200" height="181" />NecroWeb: Was war die Inspiration für &#8220;Procession&#8221;? Existiert ein bestimmtes Konzept?</strong></p>
<p>Johan: Nein, es gibt nicht wirklich ein Konzept &#8230; es ist mehr wie Schnappschüsse aus einem alten Bildband, in dem alle Bilder aus den gleichen verblassten Farben genommen wurden. Sie alle gehören zusammen, aber es ist unklar, warum. Es sind die Klänge und daraus resultierenden Gefühle, das ist diesmal das eigentliche Thema des Albums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine bisherigen Arbeiten haben ja auch Gitarrenaufnahmen enthalten und ich vermisse diese auf dem neuen Album. War diese Entwicklung geplant?</strong></p>
<p>Johan: Geplant eigentlich nicht, aber die Gitarren wurden hier bewusst herausgehalten, weil ich nicht wollte, das ich mich zu sehr wiederhole. Es ist einfach zu stagnieren, und man macht es sich auch einfach, wenn eine Anwendung, die Einem innerhalb der Entstehungsphase passt und andere zu schätzen gelernt haben, immer wieder verwendet &#8211; und das ist es dann in der Regel, wenn Bands langweilig werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30020722" title="Desiderii Marginis Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/desiderii-marginis-foto-01.jpg" alt="" width="250" height="370" /><strong>NecroWeb: Das letzte offizielle Album &#8220;Seven Sorrows&#8221; ist aus dem Jahr 2007. Warum so ein langer Zeitraum? Warst du zwischenzeitlich in anderen musikalischen Projekten beteiligt?</strong></p>
<p>Johan: Nein, nicht so viel zumindest. Ich war für eine Weile einfach nicht so kreativ mit der Musik, wie ich es normalerweise bin, je nachdem, was sich im Leben gerade so abspielt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie siehst du die Entwicklung von DESIDERII MARGINIS? Willst du mit</strong><strong> &#8220;Prozession&#8221; zurück zu den Wurzeln deines Projektes?</strong></p>
<p>Johan: Das war nicht meine Absicht, aber manche Leute finden schon, das dieses Album mehr Ähnlichkeit mit meinen frühen Arbeiten aufzeigt. Ich weiß nicht so recht &#8211; vielleicht ist es aber auch so? Ich denke, die Grundlagen meiner Musik waren schon immer die gleichen, mit einigen Änderungen zwischen den Alben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast das Label gewechselt. Warum?</strong></p>
<p>Johan: Ich war nicht wirklich glücklich und optimistisch, wie sich die Situation bei CMI entwickelte. Außerdem stand ich seit einigen Jahren in Kontakt mit Frederic von Cyclic Law und wusste, dass er ein sehr gutes und solides Label am Laufen hat. Es war keine Entscheidung, die ich aus einer Laune heraus umgesetzt habe, aber irgendwann hatte ich es dann gemacht, und es war ein Leichtes für mich auf ihn zu zugehen.. Jetzt bin ich sehr zuversichtlich und glücklich über unsere Zusammenarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30020724" title="Desiderii Marginis Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/desiderii-marginis-foto-02.jpg" alt="" width="250" height="370" /><strong>NecroWeb: Wie lange brauchst du um einen Song zu erstellen? Was beeinflusst deine Arbeiten?</strong></p>
<p>Johan: Wie lange, das dauert hängt von verschiedenen Dingen ab, aber alles von ein paar Stunden bis mehrere Tage. Es hängt davon ab, wie gut die Arbeit läuft. Manchmal fügt sich das Lied fast von selbst zusammen und ein anderes Mal muss man Teile der Anordnung wieder verschrotten, und von vorne anfangen. Ich fange dann meistens durch Herumspielen mit einem Geräusch an, wie wenn ein Töpfer ein großes Stück Ton auf dem Rad formt, oder wenn man eine Bildhauerei startet. Dann wird man bald beginnen, zu sehen und hören, wo Potenzial vorhanden ist. Also, ich bin auf einer Art Suche nach dem Song im Sound &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Magst du nur dunkle Musik oder ist es auch möglich, dass du ein &#8220;glückliches&#8221; Album erschaffen könntest?</strong></p>
<p>Johan: Ich mag alle Arten von Musik und es ist egal von welcher Stimmung, solange sie gut ist. Aber für mich persönlich ist meine Musik etwas, was ich aus der Not heraus tue, um meine melancholischen Gefühle in irgendeiner Weise zu kanalisieren, wenn ich glücklich, wütend oder aufgeregt bin und andere Dinge mach – eben kreativ auf eine eigene Weise, aber nicht so auf musikalischer Ebene.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was denkst du über die Dark Ambient-Szene in Schweden? Stehst du in</strong><strong> Kontakt zu anderen Musikern?</strong></p>
<p>Johan: Ja, eigentlich mit mehreren, vor allem mit jenen, die schon lange aktiv sind und mit denen man auf einem gemeinsamen Labels veröffentlicht hat. Schweden ist ein kleines Land und Dark-Ambient ist eine noch kleinere Szene. Es gibt viele gute Bands hier, auch wenn die Live-Szene sehr, zumindest im Vergleich zu den meisten Ländern, beschränkt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30020726" title="Desiderii Marginis Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/desiderii-marginis-foto-03.jpg" alt="" width="250" height="370" /><strong>NecroWeb: Gibt es Ideen, was den zukünftigen Weg von DESIDERII MARGINIS betrifft?</strong></p>
<p>Johan: Nicht in ferner Zukunft, aber ich glaube auch nicht, dass es notwendig ist, etwas zu planen &#8211; ich habe trotzdem viele Ideen, was ich als nächstes zu tun gedenke. Das nächste Album &#8220;Hypnosis&#8221; ist fast fertig und es ist viel dunkler als &#8220;Procession&#8221; und weniger Melodiebestimmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf zu unseren Schnellschußfragen.  Hast du eine musikalische Ausbildung?</strong></p>
<p>Johan: Nein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Bist du ein religiöser Mensch?</strong></p>
<p>Johan: Nein, nicht als solcher, aber ich habe viel Spaß daran, über &#8216;spirituelle&#8217; Angelegenheiten zu diskutieren. Ich denke auch, dass es einen starken Bezug von geistiger Präsenz in der Natur gibt &#8211; etwas, das dich fühlen läßt, wo du hingehörst und deine Ruhe findest, und andere höhere Dinge &#8230; aber ich würde dies nicht als Religion bezeichnen, weil das nicht organisiert ist oder in eine Möglichkeit formalisiert. Das ist nur meine persönliche Meinung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30020727" title="Desiderii Marginis Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/desiderii-marginis-foto-04.jpg" alt="" width="250" height="370" /><strong>NecroWeb: Hörst du auch deine eigene Musik?</strong></p>
<p>Johan: Manchmal. In der Regel nur bis ein neues Album veröffentlicht wird, und dann das Interesse schwindet, weil man es zu oft gehört und sich auf die Details konzentriert hat. Stattdessen gibt es ein Gefühl der Befreiung, des Loslassens &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Siehst du dich selber als eine Art Skeptiker?</strong></p>
<p>Johan: Ich ziehe es vor, mich als gläubig zu bezeichnen, bis es sich als falsch erweist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein größter Albtraum?</strong></p>
<p>Johan: Ich bin zu dumm, um Angst zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welche Alben hast du in letzter Zeit konsumiert?</strong></p>
<p>Johan: Es gibt viele Alben, von Künstlern wie Mulm, Therradaemon, Lovac, Max Richter, OTWATM, Loscil, Birch Book, Premonition Factory, Thomas Köner &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Meinung über die Situation in der EU?</strong></p>
<p>Johan: Niemand scheint zu wissen, was los ist &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf was für Filme stehst du? Gibt es einen Favoriten?</strong></p>
<p>Johan: Da gibt es wirklich viele. Ich mag die meisten Filme von den Cohen-Brüdern, David Lynch, Peter Greenaway, Ingmar Bergman, Guy Ritchie, Kenneth Anger, Kim Ki-Duk (macht viele asiatische Filme, besonders Koreanische), Film Noir, wie Stummfilmzeit-Filme von Fritz Lang. Zu viele um alle zu erwähnen &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein letztes gekauftes Album?</strong></p>
<p>Johan: Oh je, ich erinnere mich kaum. Ich glaube, es war David Lynch &#8216;Crazy Clown Time&#8217;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Eine Band, die sehr schlecht klingt?</strong></p>
<p>Johan: Es gibt noch mehr Bands, die vielleicht nicht schlecht klingen, aber sehr wenig Substanz haben &#8230; was ich weit schlimmer finde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Gespräch. Letzte Worte?</strong></p>
<p>Johan: Es war mir ein Vergnügen, danke!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>BEYOND SENSORY EXPERIENCE</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 18:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[beyond sensory experience]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein wunderbares Werk haben uns BEYOND SENSORY EXPERIENCE, oder auch kurz BSE, vor kurzem abgeliefert. So bot sich ein Interview an, weshalb ich die Gelegenheit nutzte, den Musikern mal etwas auf die Finger zu schauen. Das Resultat unseres Schriftwechsels kann man hier erlesen, bitte schön. &#160; NecroWeb: Die Arbeiten von BEYOND SENSORY EXPERIENCE sind meiner Meinung [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/beyond-sensory-experience/">BEYOND SENSORY EXPERIENCE</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30020703" title="Beyond Sensory Experience Logo" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/beyond-sensory-experience-logo.jpg" alt="" width="420" height="50" /><br />
Ein wunderbares Werk haben uns BEYOND SENSORY EXPERIENCE, oder auch kurz BSE, vor kurzem abgeliefert. So bot sich ein Interview an, weshalb ich die Gelegenheit nutzte, den Musikern mal etwas auf die Finger zu schauen. Das Resultat unseres Schriftwechsels kann man hier erlesen, bitte schön.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30020704" title="Beyond Sensory Experience Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/beyond-sensory-experience-foto-01.jpg" alt="" width="250" height="333" /><strong>NecroWeb: Die Arbeiten von BEYOND SENSORY EXPERIENCE sind meiner Meinung nach keine klassischen Dark Ambient Alben im eigentlichen Sinn, sondern klingen eher experimentell und abstrakt. Wie definiert ihr die Musik aus euren Augen?</strong></p>
<p>BSE: Ehrlich gesagt würden wir gerne möglichst auf eine Betitelung verzichten. Wir schaffen Musik, die für die Seele beruhigend ist und den Geist befreit. Wir glauben, dass unsere Musik in verschiedenen Zeiten genossen werden sollte, aber es ist dabei wichtig sich zu erinnern &#8211; in dieser schnelllebigen Welt muss man sich einfach die Zeit nehmen, um wirklich alles zu herauszuhören, um die volle Erfahrung zu erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: In BEYOND SENSORY EXPERIENCE sind zwei Mitglieder beteiligt. Existiert da eine explizite Verteilung was das Song schreiben angeht? Wer bringt das Fundament für die Songs?</strong></p>
<p>BSE: In den frühen Tagen von BEYOND SENSORY EXPERIENCE waren wir einige Zeit getrennt, aber seit einigen Jahren haben wir wieder alles dafür getan, um die Stücke als Team zusammenzustellen. Der Grund dafür ist einfach, dass wir einen Weg gefunden haben, um im kreativen Prozess als Einheit viel effektiver zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: BEYOND SENSORY EXPERIENCE existiert nun seit fast 10 Jahren. Zu welchem ​​Zweck habt ihr die Band erschaffen?</strong></p>
<p>BSE: Wir trafen uns wieder im Jahr 2001 und begannen Diskussionen über das Leben in Allgemeinen und Musik im Besonderen zu führen. Es dauerte nicht lange, bis wir beschlossen, gemeinsam die Musik zu erschaffen, bei der wir beide das Gefühl hatten, wir könnten auf verschiedenen Seiten kreativ sein und etwas Frisches und Neues auf den Tisch bringen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30020706" title="Beyond Sensory Experience Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/beyond-sensory-experience-foto-02.jpg" alt="" width="400" height="300" /><br />
<strong>NecroWeb: Was war am schwersten für BEYOND SENSORY EXPERIENCE in all den Jahren?</strong></p>
<p>BSE: Wie bei den meisten Menschen kann das Zeitliche eine Herausforderung sein, um alles, was man will, zu bewerkstelligen. BEYOND SENSORY EXPERIENCE ist etwas, das uns lieb und teuer ist, aber letztlich eben ein Hobby. Wir arbeiten beide in Vollzeit und unsere Familien brauchen natürlich auch ihre Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wie seht ihr die Entwicklung zwischen den älteren und den aktuellen Veröffentlichungen?</strong></p>
<p>BSE: Ich finde das Ergebnis klingt viel atmosphärischer und träumerischer als in der Vergangenheit. Die Klänge repräsentieren unsere Gefühle während der Aufnahmenzeit, und im gleichen Prozess auch den Versuch, den BSE-Sound in eine neue unerforschte Richtung zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Seid ihr noch mit anderen Projekten aktiv? Erzählt doch mal was dazu.</strong></p>
<p>BSE: Beide von uns haben auch Solo-Aktivitäten im Gange, aber unser Hauptaugenmerk wird BEYOND SENSORY EXPERIENCE bleiben. Zum Beispiel veröffentlichte Drakh vor kurzem sein Soloalbum &#8220;Bethlehem&#8221; auf Essence Music und K. Meizter hat eine Reihe von Alben auf Old Europa Cafe.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30020710" title="Beyond Sensory Experience Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/beyond-sensory-experience-foto-03.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Die frühen Werke sind längst vergriffen. Gibt es Überlegungen in Sachen Wiederveröffentlichung?</strong></p>
<p>BSE: Ja, es gibt Pläne im Old Europa Cafe HQ (BSE’s Original-Label), die mit einer speziellen Wiederveröffentlichung  der BSE-Trilogie aus dem Jahr 2003 zu tun haben. Noch ist an dieser Stelle nichts entschieden, aber die Dinge sind in Arbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Reden wir mal über das neue Album. Zuerst einmal Gratulation zu einer sehr interessanten Arbeit. Seid ihr damit zufrieden und wie sind die Reaktionen von anderen Magazinen?</strong></p>
<p>BSE: Danke. Im Allgemeinen wurde das neue Album richtig gut aufgefasst. Wir sind sehr zufrieden mit uns selbst und glauben die lange Zeit, die es zum Beenden bedurfte, hat sich wirklich gelohnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: &#8220;Through The Underworld&#8221; und &#8220;Rapt From Earthly Thinks&#8221; sind sehr emotionale Kompositionen. Wie lange habt ihr für diese Songs gebraucht und worin lag Inspiration?</strong></p>
<p>BSE: Songs wie diese entwickeln sich in der Regel über einen längeren Zeitraum &#8211; angefangen von kleineren Fragmenten, die wir dann versuchen, in eine nahtlose emotionale Achterbahnfahrt einzubauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-30017159" title="BEYOND SENSORY EXPERIENCE - Modern Day Diabolists" src="http://www.necroweb.de/images/ambient-folk-mittelalter-musik/beyond-sensory-experience-modern-day-diabolists.jpg" alt="" width="200" height="179" /><strong>NecroWeb: In welcher Hinsicht stehen die Titel auf &#8220;Modern Day Diabolists&#8221; zum Covermotiv?</strong></p>
<p>BSE: Das Covermotiv versucht im Wesentlichen das einzufangen, was auch im Werbetext für das Album steht: Wenn das geschäftliche Leben  und alle Lichter erloschen sind, bleibt nur noch &#8220;Modern Day Diabolists&#8221; übrig, aber natürlich liegen da auch viele verschiedene Interpretationen zu Grunde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was kannst du uns über den DVD-Inhalt erzählen?</strong></p>
<p>BSE: Die DVD bietet einige ziemlich faszinierend visuelle Interpretationen des Tracks &#8220;Geometric Fashion&#8221; und &#8220;Rapt From Earthly Thinks&#8221; übrigens von den schwedischen Video-Assistenten der Retardtank und Fetisch 23 erstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Euer letztes offizielles Werk &#8220;No Lights In Our Eyes&#8221; ist 4 Jahre alt. Warum eine so lange Zeit zwischen den Werken?</strong></p>
<p>BSE: Diese 4 Jahre bargen sozusagen einen dramatischen Wechsel von der &#8220;jugendlichen Reife &#8221; in viele verschiedene Aspekte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ihr habt Sie euer altes Label, Cold Meat Industry, verlassen. Wie denkt ihr über dieses Kult-Label und warum der Wechsel zu Cyclic Law?</strong></p>
<p>BSE: Seit 2005 haben wir eine Trilogie von CDs auf CMI freigegeben und wir waren wirklich zufrieden damit, dennoch war es für BEYOND SENSORY EXPERIENCE ein ganz natürlicher Schritt zu Cyclic Law zu wechseln, um sich auf eine völlig neue Reise zu begeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Gespräch. Letzte Worte an eure Fans in Deutschland?</strong></p>
<p>BSE: Ihr seid herzlich willkommen. Wir hoffen einige von euch bei einem Konzert in nicht allzu ferner Zukunft zu treffen.</p>
<p>BEYOND SENSORY EXPERIENCE</p>
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		<title>DESTINATION&#8217;S CALLING</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2012 09:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blackrose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[destinations calling]]></category>
		<category><![CDATA[edguy]]></category>
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		<category><![CDATA[judas priest]]></category>
		<category><![CDATA[metallica]]></category>
		<category><![CDATA[queensryche]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Veröffentlichung des grandiosen Albums &#8220;End Of Time&#8221; von Destination&#8217;s Calling ist Grund genug, den vier Jungs um Gitarrist und Sänger Markus Christian einmal auf den Zahn zu fühlen. Markus ist es auch, der NecroWeb Rede und Antwort stand. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr im Anschluss lesen. &#160; NecroWeb: DESTINATION&#8217;S CALLING &#8211; wer und [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/destinations-calling/">DESTINATION&#8217;S CALLING</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Veröffentlichung des grandiosen Albums &#8220;End Of Time&#8221; von Destination&#8217;s Calling ist Grund genug, den vier Jungs um Gitarrist und Sänger Markus Christian einmal auf den Zahn zu fühlen.<br />
Markus ist es auch, der NecroWeb Rede und Antwort stand. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr im Anschluss lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: DESTINATION&#8217;S CALLING &#8211; wer und was steckt dahinter?</strong></p>
<p>Markus: Zunächst einmal Hallo und vielen Dank für das tolle Review und natürlich für dieses Interview.<br />
Also unsere Band DESTINATION&#8217;S CALLING existiert bereits seit 1999. Nach mehreren Besetzungswechseln in der Anfangsphase haben wir jetzt seit mehreren Jahren ein stabiles Line-up bestehend aus unserem Sänger/Gitarristen Christian Gräter, unserem Schlagzeuger Christian Frank, unserem Bassisten Steffen Singler und meiner Wenigkeit an der Gitarre und den Backingvocals. Wir kennen uns alle schon sehr lange und es passt einfach 100%ig zusammen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30019634" title="DESTINATION'S CALLING" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/destinations-calling-foto-01.jpg" alt="" width="535" height="357" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen CD &#8220;End Of Time&#8221;. Was erwartet den Hörer (u.a. stilistisch) darauf?</strong></p>
<p>Markus: Vielen Dank für die Lorbeeren.<br />
Aus stilistischer Sicht lässt sich unsere Musik am ehesten in Richtung melodischen Power Metal einordnen. Wobei diese Eingrenzung der CD natürlich nicht ganz gerecht wird.<br />
Ich denke, wem Bands wie z.B. Evergrey, Queensryche, Edguy etc. gefallen, dem wird auch unsere neue Scheibe zusagen.<br />
Am besten macht ihr Euch aber selbst ein Bild und checkt unsere Homepage oder den folgenden Albumtrailer:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/znAuKUdrTg8" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Aus produktionstechnischer Sicht erwartet die Hörer eine von Sascha Paeth genial in Szene gesetzte, natürliche und zugleich heavy klingende Metal-Scheibe.<br />
Wir sind unheimlich stolz auf das Endergebnis und freuen uns tierisch auf die Veröffentlichung am 15.06.2012.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welche Aussage möchtet Ihr mit der Wahl des Albumtitels &#8220;End Of Time&#8221; treffen? Welche Bedeutung steckt hinter diesem?</strong></p>
<p>Markus: Uns gefiel von Anfang an die Atmosphäre, die dieser Albumtitel erzeugt. Unser Sänger/Gitarrist Chris hatte zudem ziemlich schnell das geniale Frontcover der CD entworfen und es hat einfach wie die Faust aufs Auge gepasst. Wir verfolgen mit dem Titel aber keine konkrete Aussage – also keine &#8217;2012-geht-die-Welt-unter&#8217;-Thematik. Da kann sich jeder nach Belieben seine eigene Meinung dazu bilden. Ansatzpunkte findet man hierzu ja sehr viele.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-30019635" title="DESTINATION'S CALLING" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/destinations-calling-foto-02.jpg" alt="" width="234" height="300" />NecroWeb: Ähnlich wie der Albumtitel hat ja auch der Bandname für Euch Musiker eine spezielle Bedeutung. Wie ist es zum Namen DESTINATION&#8217;S CALLING gekommen?</strong></p>
<p>Markus: Bevor wir DESTINATION&#8217;S CALLING gegründet haben, gab es mehrere &#8216;Vorgängerbands&#8217;. Da haben wir schon etliche Namen verbraten. Für DC wollten wir etwas Besonderes und haben lange überlegt. Wir haben dann eine laaannngggeee Liste mit verschiedenen Namensvorschlägen gemacht und bei DESTINATION&#8217;S CALLING hatten wir alle ein gutes Gefühl.<br />
Der Name soll bedeuten, dass jeder eine Bestimmung hat, bewusst oder unbewusst. Jeden ruft sein eigenes Schicksal – ziemlich bedeutungsschwanger, nicht wahr?! <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Elf Songs haben es auf &#8220;End Of Time&#8221; geschafft. Wie muss man sich den Prozess (vom Komponieren/Songwriting bis hin zur Auswahl einzelner Lieder für die Endfassung des Albums) bei Euch vorstellen?</strong></p>
<p>Markus: Zu Beginn entwerfen unser Sänger Chris und ich erste Songideen. Dabei handelt es sich manchmal um einzelne Refrains, kurze Textpassagen, Gitarrenläufe oder auch schon um mehr oder weniger fertige Songs.<br />
Diese Ideen nehmen wir dann auf und arbeiten mit verschiedenen Musikprogrammen weiter an den Songs.<br />
Diese Rohversionen schicken wir dann untereinander per E-Mail rum, damit jeder daran rumnörgeln kann <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  bzw. seine Parts ausarbeiten kann.<br />
In dieser Phase des Songwritings filtern wir auch schon gute und weniger gute Ideen. Dadurch konzentriert sich der Arbeitsprozess auf die ausgewählten Ideen und so können wir effizienter arbeiten.<br />
Im weiteren Verlauf entstehen dann auch meist die Texte zu den Liedern.<br />
Wir treffen uns dann in größeren Abständen, um die Songs gemeinsam zu bearbeiten und zu verfeinern.<br />
Wenn es dann auf die Aufnahmesession zugeht, machen wir eine sogenannte Vorproduktion. Dabei nehmen wir die Songs mit unserem Equipment im Proberaum nochmal grob auf und setzen den letzten Schliff an.<br />
Danach übt jeder seine Parts bis zum Umfallen und dann geht es los mit den Aufnahmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Würde es eine Singleauskopplung geben, welchen Song von &#8220;End Of Time&#8221; würdet Ihr wählen und warum?</strong></p>
<p>Markus: Ich denke, wir würden wahrscheinlich &#8220;Feel The Rain&#8221; oder &#8220;Soulbound&#8221; nehmen.<br />
Die beiden Lieder sind sehr kraftvoll und eingängig zugleich. Sie zeigen sehr deutlich, wofür DESTINATION&#8217;S CALLING steht und machen auf der Bühne auch viel Spaß.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30019637" title="DESTINATION'S CALLING" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/destinations-calling-foto-03.jpg" alt="" width="535" height="401" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Inwiefern habt Ihr Euch zwischen Eurem Vorgänger &#8220;Invisible Walls&#8221; und der aktuellen CD &#8220;End Of Time&#8221; Eurer Meinung nach sowohl musikalisch als auch textlich verändert oder weiterentwickelt?</strong></p>
<p>Markus: Eine wesentliche Veränderung bzw. ein wesentlicher Unterschied der beiden Alben ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass wir bei &#8220;End Of Time&#8221; erstmals die Gitarren-, Bass- und Gesangsspuren selbst aufgenommen haben. Dadurch hatten wir vor allem bei den Gesangsaufnahmen mehr Zeit und konnten detaillierter an den einzelnen Parts arbeiten.<br />
Bei &#8220;Invisible Walls&#8221; hatten wir insgesamt acht Tage für den Gesang, bei &#8220;End Of Time&#8221; haben wir uns dafür ca. vier Wochen Zeit genommen.<br />
Durch die Zusammenarbeit mit Sascha Paeth hat sich natürlich auch der Sound etwas gewandelt. Wir haben auf &#8220;End Of Time&#8221; einen wesentlich natürlicheren Sound, der gleichzeitig deutlich heavier ist als bei &#8220;Invisible Walls&#8221;.<br />
Insgesamt hört sich &#8220;End Of Time&#8221; für mich etwas homogener an was die Songs angeht und das wirkt sich natürlich auch auf die Texte aus.<br />
Inhaltlich verfolgen wir keinen roten Faden und die Texte lenken bei &#8220;End Of Time&#8221; das Augenmerk auf verschiedene Themen. Ein zentraler Punkt ist z.B. das Thema &#8216;Verlust&#8217;. Es wird in den Songs &#8220;Dark Poem&#8221; und &#8220;Dreams Died On The Road&#8221; aufgegriffen und beschreibt die Gefühle, die man hat, wenn man eine wichtige Person aus seinem Leben verliert.<br />
<strong>NecroWeb: Bisher seid Ihr noch bei keinem Label unter Vertrag. Ist dies eine bewusste Entscheidung oder seid Ihr auf der Suche?</strong></p>
<p>Markus: Du hast Recht. Wir veröffentlichen das Album in Eigenregie. Wir hatten zwar Angebote von einigen Plattenfirmen vorliegen, aber leider war keines dabei, dass uns durchweg überzeugt hat. Deshalb haben wir den Entschluss gefasst, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben dahingehend ja auch schon etwas Erfahrung, denn unser Vorgängeralbum &#8220;Invisible Walls&#8221; hatten wir zunächst auch in Eigenregie veröffentlicht.<br />
Auch ohne Plattenfirma haben wir ein Vertriebsnetz aufgebaut, indem wir z.B. mit verschiedenen Metal-Mailordern und auch mit Amazon.de zusammenarbeiten. Es macht natürlich auch entsprechend viel Arbeit, aber auf der anderen Seite haben wir so alles in der eigenen Hand.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30019638" title="DESTINATION'S CALLING" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/destinations-calling-foto-04.jpg" alt="" width="535" height="401" /></p>
<p><strong>NecroWeb: DESTINATION&#8217;S CALLING live. Womit muss der Zuschauer rechnen?</strong></p>
<p>Markus: Auf alle Fälle mit einer schweißtreibenden Live-Show. Wir geben immer 110% und haben unheimlich viel Spaß auf der Bühne. Ich würde ja gerne sagen, dass wir 10 Tonnen Pyros abbrennen und grundsätzlich nur mit Laser-Show auftreten, aber so weit sind wir noch nicht. Deshalb läuft es einfach &#8216;nur&#8217; auf ein geniales Metalkonzert hinaus. Nicht mehr, aber mit Sicherheit auch nicht weniger <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
<strong>NecroWeb: Wo siehst Du DESTINATION&#8217;S CALLING in 5 Jahren?</strong></p>
<p>Markus: Wir werden voraussichtlich immer noch hochwertige Musik schreiben und CDs aufnehmen. Ich hoffe natürlich, dass wir auch regelmäßig Konzerte spielen werden und bei der ganzen Sache immer noch so viel Spaß haben, wie es im Moment der Fall ist. Vielleicht ergibt sich ja auch mal die eine oder andere Tournee oder die Möglichkeit auf größeren Festivals zu spielen. Man wird sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Nun unsere Schnellschussfragen:</strong><br />
<strong> Das Beste an DESTINATION&#8217;S CALLING sind…</strong></p>
<p>Markus: &#8230;die unglaublich gut aussehenden Musiker <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Liebste Internetseite?</strong></p>
<p>Markus: www.spiegel.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Welches Konzert hast Du zuletzt als Besucher genossen?</strong></p>
<p>Markus: Judas Priest in Nürnberg. Das war echt der Hammer!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Fans sind…</strong></p>
<p>Markus: &#8230;unser Rückhalt. Sie unterstützen uns, wo es nur geht und machen bei den Konzerten immer Stimmung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Metal ist…</strong></p>
<p>Markus: &#8230;einfach genial.<br />
<strong>NecroWeb: Wenn Du wiedergeboren würdest, als was?</strong></p>
<p>Markus: Als Roadie bei der &#8220;Black Album&#8221;-Tour von Metallica zu Beginn der 90er Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das macht mich wütend…</strong></p>
<p>Markus: Verlogenheit und Hinterlist.<br />
<strong>NecroWeb: Wenn Du Erfinder wärest, was würdest Du entwickeln?</strong></p>
<p>Markus: Eine ausgereifte Technik, um den Wirkungsgrad der Stromerzeugung mit Hilfe von regenerativen Energien zu erhöhen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Schönstes Urlaubsziel?</strong></p>
<p>Markus: Paris. Kann man zu jeder Jahreszeit immer wieder Neues entdecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Frühaufsteher oder Morgenmuffel?</strong></p>
<p>Markus: Frühaufsteher!<br />
<strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Euch alles Gute für die Zukunft!</strong><br />
<strong> Möchtest Du unseren Lesern noch etwas mitteilen?</strong></p>
<p>Markus: Zunächst noch einmal herzlichen Dank für das Interview und viele Grüße an alle Leser.<br />
Checkt unsere Homepage www.destinationscalling.com und hört Euch die CD an. Es lohnt sich. Bis bald&#8230;</p>
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		<title>J.B.O.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2012 19:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[acdc]]></category>
		<category><![CDATA[jbo]]></category>
		<category><![CDATA[meat loaf]]></category>
		<category><![CDATA[The Rocky Horror Picture Show]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir haben Vito C. von J.B.O. kurz vor dem Konzert der Band in dem Produktionsbüro der Festhalle Karlsruhe-Durlach getroffen und konnten ihn trotz der viel zu kleinen Location mit einigen Fragen löchern, bevor das wie immer legendäre Konzert begann. &#160; &#160; &#160; NecroWeb: Ihr befindet euch derzeit auf &#8220;Killertour&#8221;. Was erwartet die Fans bei den [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/j-b-o/">J.B.O.</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben Vito C. von J.B.O. kurz vor dem Konzert der Band in dem Produktionsbüro der Festhalle Karlsruhe-Durlach getroffen und konnten ihn trotz der viel zu kleinen Location mit einigen Fragen löchern, bevor das wie immer legendäre Konzert begann.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-30014512" title="J.B.O. Killer-Tour 2012" src="http://www.necroweb.de/images/blog/jbo-tickets-gewinnspiel.jpg" alt="" width="298" height="248" />NecroWeb: Ihr befindet euch derzeit auf &#8220;Killertour&#8221;. Was erwartet die Fans bei den anstehenden Konzerten?</strong></p>
<p>Vito C.: Eine hoch motivierte Band, die viel Spaß bei dem hat, was sie tut und dabei auf die Kacke haut.</p>
<p><strong>NecroWeb: Unglücklicherweise ist ja Ralph vor Kurzem erkrankt, wodurch einige Konzerte verschoben werden mussten. Wie groß ist für eine Band der logistische Aufwand durch solche Ereignisse?</strong></p>
<p>Vito C.: Es nervt wie Pickel am Arsch! Wir mussten ja die gesamte Crew informieren, genau wie die Veranstalter, sämtliche Ticketverkäufe umstellen und so weiter. Und als wir dachten, wir hätten alles erledigt, hat uns der Autoverleiher angerufen und gefragt, wann wir denn das Auto holen wollen. Wir mussten es am Ende trotzdem bezahlen.</p>
<p><strong>NecroWeb: Ihr wart insbesondere im letzten Jahr extrem produktiv, denn ihr habt zwei Alben auf den Markt gebracht und es wurde ein Buch über euch geschrieben. Was können die Fans im Jahr 2012 noch von euch erwarten?</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2009875" title="J.B.O. - Happy Metal Thunder" src="http://www.necroweb.de/images/jbo-happy-metal-thunder.jpg" alt="" width="200" height="182" />Vito C.: Weniger. Wir spielen auf jeden Fall live, aber werden sicherlich nicht wieder zwei Alben und ein Buch veröffentlichen, wobei ich noch einmal betonen möchte, dass nicht wir das Buch geschrieben haben, sondern dass es über uns geschrieben wurde. Da haben wir nicht viel gemacht, außer ein paar Interviews zu geben.</p>
<p>Das Album &#8220;Happy Metal Thunder&#8221; war auch schon ein wenig länger fertig, wir haben nur nicht den richtigen Zeitpunkt finden können, es unterzubringen und zu veröffentlichen. Man kann natürlich auch der Meinung sein, dass die Veröffentlichung drei Monate nach einem regulären deutschsprachigen Album recht nah dran ist, aber irgendwann mussten wir es ja rausbringen. Zudem richtet es sich eigentlich gar nicht an den deutschsprachigen Markt, sondern an den internationalen. Es war uns eben klar, dass wir, wenn wir es nicht in Deutschland veröffentlichen, erstens Ärger mit den Fans bekommen und zweitens wäre es dann über Importe sowieso auf den deutschen Markt gekommen.</p>
<p><strong>NecroWeb: Hat das Album denn im Ausland funktioniert? Wie ist es angekommen?</strong><br />
Vito C.: Da wir ja im nicht-deutschsprachigen Ausland überhaupt keinen Bekanntheitsgrad haben, müssen wir im Grunde jetzt erst einmal mit dem Album in der Hand losziehen, das bedeutet da fängt die Arbeit erst an und Ergebnisse kann man noch nicht vermelden.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20010010" title="J.B.O. - BIOGRAFIE DES BLÖDSINNS" src="http://www.necroweb.de/images/jbo-biografie-des-bloedsinns.jpg" alt="" width="200" height="297" /><strong>NecroWeb: Wie ist eigentlich die &#8220;Biografie des Blödsinns&#8221; entstanden? Du sagtest ja bereits, dass es nicht von Euch geschrieben wurde, aber mit Eurer Zusammenarbeit entstand. Wie viel Stress und Zeitaufwand hat das für Euch bedeutet, oder hattet Ihr da kaum etwas damit zu tun?</strong></p>
<p>Vito C.: Wir haben uns ein paar Mal mit Carsten und Andrea getroffen, und haben den beiden alles mögliche erzählt. Also mit dem Schreiben hatten wir wirklich gar nichts zu tun, das haben nur Carsten und Andrea gemacht, ergo hat es auch keinen Stress bedeutet.</p>
<p><strong>NecroWeb: Seid Ihr denn mit dem Buch zufrieden?</strong><br />
Vito C.: Es ist auf jeden Fall eine schöne Chronologie und ich kann mit Sicherheit sagen, was da drin steht das stimmt so.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2009126" title="J.B.O. - Killeralbum" src="http://www.necroweb.de/images/jbo-killeralbum.jpg" alt="" width="200" height="187" /><strong>NecroWeb: Aktuell seid Ihr mit dem Killeralbum unterwegs. Wie bewertet Ihr selbst dieses Album?</strong></p>
<p>Vito C.: Das Killeralbum? Das ist voll das Killeralbum!</p>
<p><strong>NecroWeb: Ihr habt einen ganz besonderen Song auf dieser CD, &#8220;Download&#8221;. Ziel war es ja, durch den Text bei allen Suchanfragen nach J.B.O. Downloads bei Google Platz 1 zu erreichen. Hat dieses Experiment funktioniert?</strong></p>
<p>Vito C.: Ich glaube, das hat funktioniert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3009126" title="J.B.O. - Killeralbum Foto" src="http://www.necroweb.de/images/jbo-killeralbum-foto.jpg" alt="" width="300" height="208" /><br />
<strong>NecroWeb: Wie schlimm ist denn für eine Band wie euch die illegale Downloaderei tatsächlich?</strong></p>
<p>Vito C.: Ich kann nicht sagen, was es uns kostet, weil ich ja nicht weiß wie es wäre, wenn es diese Downloads nicht gäbe. Ich kann lediglich sagen, wie es im Vergleich zu heute vor 15 Jahren war.</p>
<p>Wir sind mit den aktuellen CDs auf ähnlichen Chartpositionen unterwegs wie damals und waren beispielsweise mit der &#8220;Laut!&#8221; auf Platz 13 und mit dem &#8220;Killeralbum&#8221; auf Platz 3. Die eigentlichen Verkäufe sind beim &#8220;Killeralbum&#8221; ungefähr ein zehntel im Vergleich zu &#8220;Laut&#8221;. Die &#8220;Laut&#8221; ist damals mit einer Erstauflage von 100.000 Stück an den Start gegangen, ist inzwischen auch mit 250.000 Verkäufen vergoldet worden, aber an diese Zahlen kommt man nicht mehr heran.</p>
<p>Ausgleichen können wir es nur bedingt. Wir haben einfach weniger Geld. Damals hatten wir wesentlich mehr Geld und mussten auf Tourneen nicht wirklich auf&#8217;s Geld achten. Wir konnten beispielsweise eine fette Projektionsanlage mitnehmen, wenn wir das wollten, die CD Verkäufe haben uns wunderbar finanziert. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Im Moment können wir froh sein, wenn wir durch die Verkäufe die Produktionskosten der CD decken können.<br />
Wir müssen eben heutzutage bei den Live-Konzerten wesentlich härter kalkulieren, damit wir davon leben können.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3005953" title="J.B.O. - I Don’t Like Metal, I Love It Foto" src="http://www.necroweb.de/images/JBO-I-Dont-Like-Metal-I-Love-It-Foto.jpg" alt="" width="250" height="198" /><br />
<strong>NecroWeb: Kommen wir zu unseren Spontanfragen.<br />
Was sind die drei coolsten Dinge, die sich jetzt in deinem Kühlschrank befinden?</strong></p>
<p>Vito C.: Da gibt’s nichts Cooles. Da ist eine Wurstdose, ein Liter Milch und ein bisschen Käse drin. Ich hab keine Drogen oder Leichenteile im Kühlschrank.</p>
<p><strong>NecroWeb: Die deiner Meinung drei legendärsten Alben aller Zeiten?</strong><br />
Vito C.: Das ist eine extrem subjektive Sache und ich müsste jetzt hier 22 oder 40 Titel nennen, deswegen kann es nur etwas sein, was mir spontan jetzt gerade einfällt. &#8220;If You Want Blood&#8221; von AC/DC, &#8220;Bat Out Of Hell&#8221; von Meat Loaf und &#8220;The Rocky Horror Picture Show&#8221;.</p>
<p><strong>NecroWeb: Drei Dinge, ohne die Du nicht aus dem Haus gehst?</strong><br />
Telefon, Brille, Penis.</p>
<p><strong>NecroWeb: Internet ist&#8230;</strong><br />
Vito C.: … vorhanden.</p>
<p><strong>NecroWeb: Metal ist&#8230;</strong><br />
Vito C.: … hoffentlich laut.</p>
<p><strong>NecroWeb: Liebe ist&#8230;</strong><br />
Vito C.: &#8230;manchmal ziemlich bescheuert.</p>
<p><strong>NecroWeb: Fans sind&#8230;</strong></p>
<p>Vito C.: … sehr sehr wichtig.</p>
<p><strong>NecroWeb: Leben ist&#8230;</strong><br />
Vito C.: … viel.</p>
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		<title>PETER HEPPNER</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 16:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fauna Flokati</dc:creator>
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		<category><![CDATA[goethes erben]]></category>
		<category><![CDATA[Kim Sanders]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Einst schenkte Peter Heppner der legendären Band Wolfsheim seine einzigartige Stimme und weckt seit Jahren durch hochkarätige Kollaborationen mit Künstlern aus unterschiedlichsten musikalischen Landschaften immer wieder das Interesse der musikbegeisterten Öffentlichkeit. Im Jahr 2008 beschloss Peter dann, sein Talent auch als Solokünstler unter Beweis zu stellen und veröffentlichte sein Album &#8220;solo&#8221;, auf dem der Ausnahmesänger [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/peter-heppner/">PETER HEPPNER</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einst schenkte Peter Heppner der legendären Band Wolfsheim seine einzigartige Stimme und weckt seit Jahren durch hochkarätige Kollaborationen mit Künstlern aus unterschiedlichsten musikalischen Landschaften immer wieder das Interesse der musikbegeisterten Öffentlichkeit. Im Jahr 2008 beschloss Peter dann, sein Talent auch als Solokünstler unter Beweis zu stellen und veröffentlichte sein Album &#8220;solo&#8221;, auf dem der Ausnahmesänger authentischen melancholischen Electro-Pop wie man ihn von ihm kennt und liebt darbot, ohne seine Arbeit aus anderen Projekten zu kopieren. Nun präsentiert Peter Heppner sein zweites Soloalbum &#8220;My Heart Of Stone&#8221;. Zum Anlass der Veröffentlichung erhielt NecroWeb die Gelegenheit, ein Telefongespräch mit Peter zu führen, in dem er uns nicht nur viel über seine neuen Songs und seine musikalische Arbeitsweise, sondern auch über seine generelle Einstellung zu Phänomenen wie dem Wertverlust in der Musikbranche oder dem vor allem in alternativen Szenen oft negativ konnotierten Begriff der Popmusik erzählte.</p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-30017306" title="PETER HEPPNER" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/peter-heppner-foto01.jpg" alt="" width="400" height="293" /></strong></p>
<p><strong>NecroWeb: Dein neues Album heißt &#8220;My Heart Of Stone&#8221;, und wahrscheinlich hast du die Frage jetzt schon tausend Mal beantwortet, aber ein Albumtitel ist ja immer so eine Art Zusammenfassung für den Inhalt eines Albums, und deshalb möchte ich dir jetzt auch wieder die Frage stellen, warum du diesen Titel denn gewählt hast. Repräsentiert er das Album?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ich hatte mehrere Ideen für den Titel, unter anderem eben auch &#8220;My Heart Of Stone&#8221;, und ich fand den ziemlich klasse, ich kann dir garnicht so genau sagen, warum, aber je länger ich drüber nachgedacht habe, um so besser fand ich ihn auch. Die Produktion stand für mich auch irgendwie unter dem Motto dieses Titels. Es war für mich sehr interessant zu sehen, ob es sich noch so anfühlt wie früher oder ob sich da etwas verändert hat, und deshalb ist der Titel für mich schon eine sehr gute Zusammenfassung des Albums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wobei das &#8220;Herz aus Stein&#8221; ja eigentlich impliziert, dass man nichts mehr fühlt, oder?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja, aber das heißt nicht, dass ich das nicht trotzdem so nennen kann. Nur weil ich etwas für mich herausgefunden habe, heißt das ja nicht, dass es allen anderen Leuten auch so geht. Andere Leute können da auch Dinge über sich herausfinden. Vielleicht kann man es auch eher als Frage an den Hörer verstehen: Wie versteinert ist dein Herz? Wie sehr kannst du noch fühlen?</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30017327" title="PETER HEPPNER" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/peter-heppner-foto04.jpg" alt="" width="400" height="296" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Würdest du das Album einem bestimmten Genre zuordnen?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Pop. Ich würde es einfach nur Popmusik nennen. Das habe ich aber über alles, was ich davor schon gemacht habe, auch immer gesagt. Ich sage schon immer, dass ich Popmusik mache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du hast beim Songwriting mit deinen beiden Keyboardern zusammengearbeitet. Ich würde gerne wissen, wie eure Arbeitsweise war, also sind die Songs beim gemeinsamen Musizieren entstanden, oder hat jeder seine eigenen Sachen geschrieben, und ihr habt sie dann zusammengetragen?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Nee, das eher nicht. Wir haben uns getroffen, zuerst in einem Proberaum, den wir sowieso für Bandproben gemietet hatten, und wir haben uns gedacht, wir können ihn ein paar Wochen vorher mieten und schon mal anfangen, dort Musik zu machen. Und dann war das wirklich so, dass wir den ganzen Tag da zusammen saßen und geschrieben haben. Aber einmal haben wir auch in meinem Studio eine Session gemacht, da haben die Jungs auch mal für sich gearbeitet, was aber auch ganz gut war, dass die noch etwas Zeit für sich hatten. Ich bin dann immer in regelmäßigen Abständen dazugekommen und hab mir angehört, was sie so gemacht haben, habe Kommentare abgegeben oder mal meine Melodien dazugegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Also wolltest du, dass sie auch ihre eigenen Ideen entwickeln?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja klar, ich arbeite ja nicht mit Leuten zusammen, um ihnen jeden Ton vorzugeben. Wenn ich mit jemandem zusammen arbeite, muss er die Möglichkeit haben, sich auch zu verwirklichen, das fordere ich ja auch, wenn ich mit jemandem zusammen arbeite. Ich bin ja keine Singdrossel, die man fürs Studio mieten kann, ich fordere schon, dass ich auch meinen Job machen kann. Sonst ist es keine wirkliche Zusammenarbeit, und dann fühle ich mich auch nicht richtig wohl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Arbeitest du generell gerne mit Leuten zusammen?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Na klar! Außer wenn es um die Texte und um die Gesangsarbeit geht, die muss ich schon alleine machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine Texte sind manchmal auf Deutsch und manchmal auf Englisch verfasst. Wonach entscheidest du das, ob du einem Stück einen deutschen oder einen englischen Text verleihst?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das ist eine gute Frage, die ich dir aber leider auch gar nicht so richtig beantworten kann. Ich fange eigentlich immer mit der Musik an, und wenn ich dann ein Instrumentalstück habe, beginne ich, Gesangsmelodien zu komponieren und Gesangslinien zu entwickeln, und dabei fallen mir auch schon die ersten Textgeschichten ein, und die sind dann eben deutsch oder englisch, je nachdem, was ich gerade passender und stärker finde, das ist ein ganz natürlicher Prozess.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du machst ja jetzt schon sehr lange Musik. Findest du, dass man sich als Musiker trotz der vielen Erfahrungsjahre immer noch mit jedem Werk weiterentwickelt?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Also das will ich hoffen, dass es mir gelingt, mich von Werk zu Werk weiterzuentwickeln, ich selber habe auch das Gefühl, dass ich das tue. Nur ob andere das eben auch mitkriegen, das ist immer sehr spannend!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-30017312" title="PETER HEPPNER" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/peter-heppner-foto02.jpg" alt="" width="250" height="344" />NecroWeb: Auf dem Stück &#8220;Deserve To Be Alone&#8221; singst du gemeinsam mit einer Frau. Wer ist das denn?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das ist Kim Sanders, die sehr oft bei Schiller gesungen hat und auch Soloplatten rausgebracht hat. Sie ist eine richtig tolle Sängerin und Songwriterin. Ende des Jahres war sie auch in dem Contest &#8220;The Voice Of Germany&#8221; und ist auf Platz Zwei gelandet. Ich kenne Kim schon sehr lange, etwa seit acht Jahren. Ich hab sie auf der ersten Schiller-Tour kennen gelernt, da sind wir beide als Sänger dabei gewesen und haben uns sehr mögen gelernt. Ich habe ja mit ihr und Milú schon das Lied &#8220;Aus Gold&#8221; gemacht, das allerdings Anke (der bürgerliche Name von Milú, Anm. d. Red.) geschrieben hat, ich habe da nur meine Strophe beigefügt. Jedenfalls wollte ich seitdem auch immer etwas mit Kim alleine machen, und als ich dann beim Schreiben der Platte war, habe ich mir gedacht, wenn man schon ein Duett plant, sollte man vielleicht damit anfangen, ein Lied zu schreiben. Eigentlich war das Lied auch komplett für sie geplant, aber auf meiner Platte haben wir es naheliegender Weise als Duett gesungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Okay, kommen wir als nächstes zu deiner Single &#8220;Meine Welt&#8221;. Das hat ja so eine melancholisch-verträumte, ernste Melodie und einen naiv-kindlichen Text. Welche Message hat dieses Lied?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Den Grundton bildet eigentlich meine Frustration darüber, dass viele Leute es für naiv halten, wenn man sich für eine bessere Welt einsetzt. Wenn man sagt, man möchte gerne Frieden auf Erden, dann wird man fast schon ausgelacht und es wird für sehr naiv gehalten, aber ich halte das nicht für naiv! Das ist der falsche Umgang mit solchen Themen. Wir sollten aufpassen, dass wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren, selbst wenn sie nicht gleich morgen umsetzbar sind. Wir sollten unsere Vision von einer besseren Welt erhalten. Und wenn sie es noch nicht ist, dann sollten wir eben daran arbeiten, dass sie es wird. Und Träume und Visionen sind dafür eben die Grundvoraussetzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Auf dem Album gibt es ja auch eine Kids-Version mit Kindergesang. Wie kam es denn dazu?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ich bin von den beiden Kindern aus meinem näheren Bekanntenkreis gefragt worden, ob sie das Lied auch mal singen dürfen, und das hielt ich dann auch für eine ganz gute Idee. Es hat sehr großen Spaß gemacht, und die Mädchen hatten glaube ich auch viel Spaß. Es war zwar nicht ganz das erste Mal, dass ich mit Kindern gearbeitet habe, bei &#8220;Wir Sind Wir&#8221; (Peters gemeinsamer Hit mit Paul Van Dyk, Anm. d. Red.) hatten wir schon mal was mit einem Kinderchor versucht, da hab ich auch mit den Kindern direkt gearbeitet, aber hier war das eben viel näher dran &#8211; ich kannte sie, wir haben das bei mir aufgenommen, und das hat einfach großen Spaß gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Necroweb: Warum ist denn jetzt dieser Song gerade die erste Single geworden?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Diese Frage haben wir alle uns garnicht so richtig gestellt, weil jeder, der es gehört hat, inklusive uns, gesagt hat: &#8216;Das wird doch die Single, oder?&#8217; Jeder, ohne Ausnahme. Warum, das kann ich dir garnicht sagen. Aber es gab wirklich keine Ausnahme, weder privat noch musikalisch &#8211; Dirk, Lothar (Peters Keyboarder, Anm. d. Red.), der Produzent Thommy Hein &#8211; niemand hat es je in Frage gestellt, es war einfach jedem klar, dass dieser Song eine Single werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Das Video ist ja auch sehr nah am Text, da ist so eine kleine animierte Figur in einer grauen Welt, und die gestaltet sich ihre eigene bunte Welt nach ihren bunten Vorstellungen. Mit wem hast du da zusammengearbeitet?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das hab ich mit Ulrike Rank zusammen gemacht, sie hat auch die Grafik für das Album gemacht. Ulrike kenne ich schon ziemlich lange, sie hat das allererste Wolfsheim-Pressefoto gemacht und wir haben über die Jahre immer mal wieder zusammen gearbeitet, wir sind auch befreundet. Sie hat beispielsweise das Video zu &#8220;Glasgarten&#8221; mit den Goethes Erben gemacht und die erste Schiller-Show dokumentiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30017329" title="PETER HEPPNER" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/peter-heppner-foto05.jpg" alt="" width="400" height="291" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Hat sie das Video zu &#8220;God Smoked&#8221; auch gemacht?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Nee, das ist von den Bröllochs-Brüdern, und zwar betreiben die eine Videofirma, einer von ihnen ist ein Regisseur, und der hat Howard Marks kennengelernt, dessen Autobiographie als &#8220;Mr. Nice&#8221; verfilmt worden ist. Er hat eine sehr lebhafte Lebensgeschichte, ist im großen Stil Marihuana-Dealer gewesen und ist irgendwann verhaftet worden, saß dann in den USA im Gefängnis, ist dann vom mexikanischen Geheimdienst freigekauft worden, ist so über Mexiko wieder nach England gekommen und hat da Philosophie studiert und hat mittlerweile eine Radioshow, er macht auch Lesungen auf Musikfestivals, er ist eine sehr abgefahrene Gestalt. Und dieser deutsche Regisseur hat angefangen, einen Film über ihn zu machen, der den Titel &#8220;God Smoked&#8221; trägt. Er besteht aus Dokumentationsteilen, in denen er erzählt, wie er Howark Marks kennengelernt hat und wie er ihn so erlebt. Howark Marks wird auch selber gezeigt und hält Monologe und Reden über bestimmte Themen, und dann sollten eben in dem Film auch Musikvideos sein, und dafür sind ich und einige andere Musiker angefragt worden. Xavier Naidoo ist glaube ich auch angefragt worden, die ein oder andere englische Band ist außerdem noch dabei. Wir alle haben dann Songs für diesen Film geschrieben, und der Regisseur hat mit uns die Videos dafür gemacht. Die Musikvideos sind auch so in dem Film drin, dadurch hatte ich es eben schon fertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Jetzt ein ganz anderes Thema. Du hast ja schon mit sehr vielen verschiedenen Künstlern gearbeitet, ich gehe also davon aus, dass du sehr offen und nicht genregebunden bist. Aber findest du die Unterteilung in Genres generell wichtig?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Also an einigen Stellen sind Unterteilungen in Genres natürlich praktisch. Manche Musikstile machen sich ja auch ihre eigene Schublade, etwa die Heavy Metal Abteilung, die wollen ja eine Schublade sein und Heavy Metal machen, und das soll auch dem entsprechen, was sie sich darunter vorstellen. Da find ichs dann auch in Ordnung. Aber bei Popmusik davon zu reden, dass das eine stilistische Schublade ist, da kriege ich schon eher ein Problem mit, denn Pop ist einfach kein Stil, sondern letztendlich alles das, was populär wird und von der breiten Masse gehört wird, deshalb habe ich auch immer gesagt, dass wir mit Wolfsheim Popmusik machen, weil ich der Meinung bin, dass das eben viel mehr Leute hören können und dass die Musik nicht nur von einer kleinen Szene gehört werden muss. Ein anderer Bereich, den es als Stil garnicht gibt, ist etwa Indie-Musik. Was soll das denn sein? Denn Independent im Zusammenhang mit Musik hieße immer nur unabhängig von großen Plattenfirmen zu sein. Das heißt, alles was unabhängig von großen Plattenfirmen gemacht worden ist, war Independent. Das hat mit einer Musikrichtung garnichts zu tun. Manche Leute nutzen diesen Begriff aber als Musikbegriff, und sagen dann über Musik, die eigentlich Indie ist, weil sie eben über ein Indie-Label entstanden ist, dass das doch nicht Indie, sondern Electro-Pop ist, aber das ist ja etwas völlig anderes.<br />
Eine Einteilung kann zur groben Orientierung schon helfen, aber für mich spielen Genres keine Rolle. In Interviews würde es mir sehr helfen, wenn es sie garnicht gäbe, weil ich häufig nach Lieblingsmusikrichtungen gefragt werde und dann nicht stundenlang erklären müsste, dass ich alles Mögliche höre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Popmusik hat ja im Vergleich zum Indie oft eine negative Konnotation. Was unterscheidet denn jetzt deiner Meinung nach gute Popmusik von schlechter Popmusik?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das ist eigentlich ziemlich schnell und eindeutig zu sagen. Die eine Art von Popmusik will nur unterhalten, und die andere Art will eben ein Bisschen mehr, und das will ich auch, da gibt es ja noch andere, wie Ich+Ich oder Grönemeyer, da kann man ja nicht sagen, es sei Unterhaltungsmusik, die wollen Menschen bewegen und berühren, und das finde ich dann gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Und ist es schlecht, wenn Musik nur zur Unterhaltung da ist?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Nein, dann hat Musik einfach eine andere Funktion. In allen anderen Kunstrichtungen ist diese Unterscheidung ja viel eindeutiger, wie etwa in der bildenden Kunst. Es gibt die angewandte Kunst, die ist zur Unterhaltung da, und es gibt die freie Kunst, die will mehr. Und ich will ja in meinen vier Wänden nicht die ganze Zeit auf große Kunst gucken, weil das einfach auch zu anstrengend ist. Dann will ich einfach mal nur eine schöne Skulptur da stehen haben, oder ein schönes Bild, und das kauf ich dann bei Ikea, denn da haben die die Unterhaltungsbilder, und das ist auch gut so. Es kommt also immer auf die Funktion an, und auch auf die eigenen Ansprüche, die man an Musik stellt. Wenn ich nur unterhalten werden will, mache ich Scooter an, das funktioniert auf einer Fete wunderbar. Wenn ich eine Fete mit meiner Musik machen würde &#8211; na super, das wär ja eine Feier!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wobei Wolfsheim etwa in den Clubs immer noch rauf und runter gespielt wird.</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja klar, wobei das natürlich bestimmte Arten von Clubs sind, das sind ja keine Mainstream-Clubs. Aber es war immer unsere Intention, tanzbare Musik zu machen, über die man auch nachdenken kann, wenn man sie sich mal in Ruhe anhört. Genau das versuche ich ja seit Jahren. Hier geht die Musik eben über die Unterhaltungsfunktion hinaus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was hast du für ein Bild von deinem Publikum? Was sind das für Leute, die deine Musik hören?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das ist sehr bunt gemischt. In Zeiten von Facebook kann man ja sowas nochmal genauer sehen, ich hab jetzt gerade festgestellt, dass meine Follower genau 50/50 Frauen und Männer sind, es war sehr interessant festzustellen, dass das so ausgeglichen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-30017314" title="PETER HEPPNER" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/peter-heppner-foto03.jpg" alt="" width="250" height="345" />NecroWeb: Hättest du mit einer größeren Anzahl an Frauen oder an Männern gerechnet?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das weiß ich gar nicht, ich hätte nur nicht gedacht, dass es gleich ist. Ich hätte mir beides gut erklären können. Wären es mehr Frauen gewesen, hätte ich gesagt, es kommt daher, dass meine Musik als sehr gefühlvoll gilt, und dafür sind Frauen ja oft mehr empfänglich. Und wären es mehr Männer gewesen, hätte ich gesagt, es ist wohl die elektronische Musik, die dazu geführt hat, dass es mehr Männer sind, wobei ich mich da auch wieder gewundert hätte, dass doch so viele Männer offen für Gefühle sind. Aber jetzt darf ich mich über beides wundern und freuen. Und es ist auch vom Alter sehr durchmischt, das liegt aber auch oft daran, dass die Eltern teilweise schon Wolfsheim oder Schiller gehört haben und die Kinder dann angesteckt haben. Es kommen auch Familien zu den Konzerten, was sehr rührend ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Kriegst du explizit Feedback von alten Wolfsheim-Fans zu deiner aktuellen Musik?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja klar, in verschiedenster Art und Weise. Ich geh mal davon aus, dass mich relativ viele Leute aus Wolfsheim kennen, aber ich weiß ja nicht, welche Alben sie noch kennen, wenn sie sagen &#8216;wieder ein tolles Album!&#8217; Es gibt auch Leute, die sagen, dass sie Wolfsheim besser fanden, oder auch Schiller. Viele sagen auch, ich soll doch noch einmal so etwas machen wie &#8220;Die Flut&#8221; mit Witt oder &#8220;Wir Sind Wir&#8221;, aber wir haben schon so etwas wie &#8220;Wir Sind Wir&#8221;, das brauchen wir doch nicht nochmal. Aber ich denke, wenn man so lange Musik macht, ist es normal, wenn einen die Leute auf die Vergangenheit ansprechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du genießt in der Gothic-Szene ein sehr hohes Ansehen, das ist faszinierend, denn andere Kollegen, die so erfolgreich und außerhalb der Szene so bekannt sind wie du, verlieren an Authentizität, du hingegen nicht. Wie erklärst du dir das?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ich wollte eigentlich bildender Künstler werden, da lernt man Kunst einfach ganz anders. Wenn du Maler werden willst, hast du gleich mal Michelangelo, Rubens oder Van Gogh, mit denen du dich vergleichen lassen musst, und das führt dazu, dass man das, was man macht, auch gleich ganz ernsthaft betreibt, so hab ich gelernt, Kunst zu machen. Als es dann dazu kam, dass ich in einer Band singen sollte, habe ich angefangen, es genauso ernsthaft zu betreiben, wie ich meine bildende Kunst betrieben habe. Bei Kunst merkst du ganz schnell, dass es keinen Sinn macht, dich selber zu belügen. Es hat nur das wirklich einen Wert, was auch wirklich wahr ist, und was du selber in dir spürst, und wenn du das umsetzt, dann ist das authentisch. Ich glaube, das war für mich ein Vorteil, weil ich dadurch das, was ich in der Musik gemacht hab, auch ganz ernsthaft und authentisch betrieben hab. Das heißt jetzt nicht, dass ich nur über mich schreibe, ganz im Gegenteil, ich schreib eigentlich fast nie über eigene Erlebnisse, ich bringe das immer in eine andere Form, damit auch andere Leute sich darin wiederfinden können, ich will ja nicht ständig nur an meiner Autobiographie arbeiten. Aber ich benutze schon meine eigenen Gefühle, um die Sachen auszudrücken, oder um zu verstehen, wie man sich in bestimmten Situationen fühlt.<br />
Ich glaube, ich hab einfach das Glück gehabt, über die bildende Kunst zur Musik zu kommen, und deshalb betreibe ich sie so authentisch. Vielleicht merkt man das.<br />
Außerdem bin ich wenig kompromissbereit, wenn ich finde, dass etwas noch nicht passt. Dann setze ich mich lieber noch einige Wochen daran, um das Letzte rauszuholen. Wir wollten ja auch das neue Album in einem Monat produzieren, wir haben aber letztendlich vier Monate gebraucht, weil wir der Meinung waren, da muss noch was passieren. Und erst als wir uns sicher waren, dass wir alles getan haben, was in unserer Macht stand, da haben wir es dann aufgegeben. Und wenn das eben bedeutet, dass die Produktion drei Monate länger dauert und über Weihnachten und Neujahr geht, dann ist das eben so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: In den letzten Jahren haben ja das Internet und die Digitalisierung die Macht übernommen, welche Entwicklung siehst du denn da für die Musikbranche?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Das ist ein sehr schwieriges Thema. Klar möchte ich, dass die Leute, die meine Musik hören wollen, sie auch so leicht wie möglich kriegen können. Auf der anderen Seite gibt es natürlich das Problem, dass Musik machen auch Geld kostet. Es dauert zwei bis vier Jahre, bis ich mit einer neuen Platte fertig bin. In der Zeit muss ich mein Leben ja finanzieren können. Natürlich mach ich auch Kunst um der Kunst willen, weil ich das will, und weil das für mich eine Berufung ist. Andererseits kann ich meinem Vermieter am Ende des Monats nicht sagen &#8216;Ich zahl jetzt keine Miete, ich singe Ihnen was vor.&#8217; Der sagt dann &#8216;Tja, machen Sie das doch auf der Straße!&#8217; Das Leben kostet was, ich will ja nicht von Sozialhilfe leben wollen, nur weil ich Künstler bin.<br />
Diesen ganzen Indie-Bereich gibt es nur, weil man mit dem Verkauf von Platten Geld verdienen konnte, sonst hätte sich der ganze Bereich nicht finanzieren können, woher auch? Man konnte nur etwas gegen die großen Major-Labels setzen, weil man diese Verkäufe im Hintergrund hatte, weil es immer Leute gab, die Platten von den Indie-Bands gekauft haben. Nur so ließ sich das finanzieren, das hat nichts mit Geldgier zu tun.<br />
Die Zeit, die man für etwas aufwendet, muss man sich leisten können, sonst muss man es lassen. Das sieht man jetzt an vielen Indie-Labels, die existieren zwar noch, aber die bringen nur das raus, was ihre Künstler ihnen fertig geben. Sehr viele Veröffentlichungen sind eben nur noch Hobby, da kann man nicht mehr davon leben, die Leute müssen daneben alle noch einen Beruf haben.<br />
Mit Auftritten kann man ein Bisschen aufholen, aber es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Clubs, und es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Tagen im Jahr. Wir hatten schon immer die Situation, dass es ungefähr zehn Mal so viele Bands gibt, die auftreten wollen, als Bands, die auftreten können, weil die Ressourcen einfach begrenzt sind.<br />
Die Leute, die wollen, dass das Urheberrecht aufgehoben wird, argumentieren immer damit, dass in der Vergangenheit so viel Geld gemacht worden ist, aber es ist ja nicht so, dass nichts zurück gekommen ist. All die Vielfalt an Musik, hundertausende von Bands, die es auf der ganzen Welt gibt, die haben wir der Tatsache zu verdanken, dass viel Geld rein geflossen ist. Wenn da jetzt kein Geld mehr rein fließt, wird es ganz schnell nur noch Hobbybands geben, die sich über YouTube verbreiten, aber mehr auch nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was die meisten Leute sehen, sind eben nur die ganz berühmten Musiker, die ihre Privatjets und ihre Milliarden haben, und dann entsteht leicht das Bild, dass jeder Musiker so lebt.</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja, aber wenn man sich mal ansieht, was der durchschnittliche Verdienst eines GEMA-Musikers ist, dann sind das 5000 bis 6000 Euro im Jahr. Und ich hab ja auch schon ein paar richtig große Hits gehabt, und ich bin nicht reich, und die meisten Leute, die ich kenne, sind es auch nicht. Das ist so ein Trugbild, was man da hat.<br />
Außerdem sind wir nicht dazu da, um mit Sack und Asche auf die Bühne zu gehen, und so zu tun, als wären wir ganz arm dran. Das ist nicht die Botschaft, die wir verbreiten wollen. Wir wollen die Botschaft unserer Kunst verbreiten, oder eben einfach unterhalten, und natürlich stellen wir uns dann in einer Art und Weise dar, die auch funktioniert. Wenn sich also irgendwelche Musiker mit irgendwelchen Sportwagen und Tussen hinstellen, dann gehört das halt zu deren Image. In der Regel ist der Wagen gemietet und die Tussen auch. Man darf das nicht falsch verstehen. Wenn es im Musikgeschäft so wäre, dass man nur einen Hit haben muss, und dann hat man für sein Leben ausgesorgt, dann wäre das Dschungelcamp leer. Die Leute gehen da rein, weil sie zusehen müssen, wie sie in Zukunft auch noch irgendwie leben können, da geht ja keiner freiwillig hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wenn die Musik frei im Internet zugänglich ist, geht das dann nicht auch einher mit einem Wertverlust, weil man einfach so viel zu hören hat, dass man nicht mehr merkt, was einem wirklich gefällt und wichtig ist?</strong></p>
<p>Peter Heppner: Ja, das ist auch noch so ein Problem. Es gibt ja MP3-Player, wo so ein paar Gigabyte Musik drauf passt. Wenn ich das alles einfach hintereinander spielen wollte, wäre ich schon jahrelang damit beschäftigt. Das ist ein merkwürdiges Verhalten. Ich geh auch nach wie vor anders mit Musik um. Ich höre das viel gezielter und bin da nicht so beliebig. Das muss halt jeder für sich selber entscheiden. Aber wo es hingehen soll, das kann ich dir auch nicht sagen. Das einzige was ich sagen kann, ist, dass die Forderung nach der Abschaffung des Urheberrechts, zudem durch eine Partei wie die Piraten, in keinster Weise hilfreich für uns Musiker ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb:</strong> <strong>Das ist ein starkes abschließendes Statement. Wir wünschen dir viel Erfolg mit deinem neuen Album und deiner Tour im Herbst!</strong></p>
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		<title>FEDER&amp;SCHWERT VERLAG</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 19:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiyhuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[feder und schwert]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Phantastische Literatur hat, bedingt durch ihre Ambivalenz, nach wie vor eine schwierige Stellung in der Buchbranche. Von den Einen als Schund deklariert, verschlingen Andere geradezu jede Neuerscheinung. In diesem Jahr wurde nun erstmals ein Preis zur Förderung phantastischer Literatur, der SERAPH, verliehen. Auf der Leipziger Buchmesse stand mir OLIVER GRAUTE, Verleger beim Verlag FEDER&#38;SCHWERT sowie [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/federschwert-verlag/">FEDER&#038;SCHWERT VERLAG</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Phantastische Literatur hat, bedingt durch ihre Ambivalenz, nach wie vor eine schwierige Stellung in der Buchbranche. Von den Einen als Schund deklariert, verschlingen Andere geradezu jede Neuerscheinung. In diesem Jahr wurde nun erstmals ein Preis zur Förderung phantastischer Literatur, der SERAPH, verliehen. Auf der Leipziger Buchmesse stand mir OLIVER GRAUTE, Verleger beim Verlag FEDER&amp;SCHWERT sowie Vorsitzender der Phantastischen Akademie, Rede und Antwort.</p>
<p><strong>NecroWeb: Hallo! Stellen Sie sich und Ihren Verlag doch bitte erst einmal kurz vor.</strong></p>
<p>Oliver Graute: Mein Name ist Oliver Graute und ich bin Verleger des Feder&amp;Schwert Verlags aus Mannheim. Wir sind ein unabhängiger Fachverlag für phantastische Literatur, jetzt seit 23 Jahren tätig und haben auch vor, die nächsten 23 Jahre weiterzumachen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30014056" title="Oliver Graute Verleger Feder&amp;Schwert Verlag" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/federschwert-verlag-oliver-graute.jpg" alt="" width="535" height="357" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Das klingt doch vielversprechend! Ich war gestern bei der SERAPH-Preisverleihung, bei der Ihr Verlag auch Förderer war &#8211; Sie meinten dort, dass es für die Sparte Fantasy relativ schwer ist, sich zu behaupten. Ich habe mich gefragt inwiefern, da es doch eigentlich genug Fantasy-Literatur gibt, die richtig gut ankommt &#8211; die Ihres Verlages eingeschlossen.</strong></p>
<p>Oliver Graute: Fantasy-Literatur, da sind wir schon beim Knackpunkt, ist sehr stark geprägt durch das Klischee, dass es nur um Elfen, Zwerge, Drachen und Trolle geht. Die Phantastische Akademie, der ich vorstehe, widmet sich der Phantastik. Unter diese Sparte fällt Fantasy, aber auch Science Fiction- und Horrorliteratur. Es geht uns in erster Linie darum, dass die Phantastik im Buchhandel zwar ein umsatzstarkes Genre ist, aber innerhalb des Literaturbetriebes trotzdem ein schlechtes Ansehen genießt. Viele Leute, gerade das Feuilleton, erheben gerne den Schundliteratur-Vorwurf: Es wäre doch immer nur dasselbe, reiner Selbstzweck, das bräuchte niemand und so weiter. Mit der Akademie wollen wir darüber aufklären, was alles zum Genre gezählt wird, wie facettenreich es ist und dass innerhalb dieses Genres auch Literaten und Autoren schreiben, die sehr wohl etwas zu sagen haben und qualitativ hochwertige Literatur schreiben können, um dem Genre insgesamt zu einem höheren Stellenwert zu verhelfen. Es geht nicht darum, Aufmerksamkeit zu beziehen, sondern es soll die richtige Aufmerksamkeit sein. Ich will kein Exklusivinterview auf RTL II mit dem Tenor haben, dass wieder ein neuer Spinner etwas gemacht hätte, der aus Versehen auch Vampirliteratur liest, sondern wir wollen zeigen, dass es ein ausgereiftes, sehr facettenreiches Genre ist, dem man auch Respekt zollen muss.</p>
<p><strong>NecroWeb: Phantastik ist ja nun sehr umfassend, wie Sie gerade sagten. Gibt es Tendenzen, in welche Richtung sie sich gerade bewegt? Steampunk ist ja momentan auch sehr im Kommen&#8230;</strong></p>
<p>Oliver Graute: Richtig, Steampunk ist momentan ein Trend-Thema, das Feder&amp;Schwert Ende 2009 aufgenommen hat, weil wir eine aus Amerika und England kommende Entwicklung gesehen haben &#8211; in Deutschland aber nicht so richtig wahrgenommen wurde, dass da etwas passiert. Es ist ein relativ junges Genre, das noch ein bisschen seiner Definition harrt, weil der Leserschaft und auch den Verlagen nicht ganz klar ist: Darf Magie dabei sein? Ist das noch Steampunk oder wo sind die Eckpfeiler, von denen man sagen könnte &#8220;So muss ein Steampunk-Roman aussehen, damit er auch wirklich Steampunk ist&#8221;? Daran arbeiten wir gerade ein bisschen. Die Phantastik ist, wie jede Literatur, immer Strömungen unterlegen und ich denke, dass wir in diesem und im nächsten Jahr wieder eine stärkere Hinwendung zum Thema Völker-Fantasy und High Fantasy haben werden. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass &#8220;Der kleine Hobbit&#8221; um die Weihnachtszeit in die Kinos kommt. Darauf wird sich auch die Buchbranche ein wenig einschießen. Wir, also Feder&amp;Schwert, setzen allerdings weiterhin erstmal auf den Urban Fantasy-Bereich und versuchen dort möglichst breit aufgestellt zu sein. Dadurch, dass wir eigentlich immer gegen den Trend arbeiten oder versuchen, ihm ein bisschen voraus zu sein, tangiert uns das nicht hundertprozentig. Wir werden jetzt also nicht anfangen, plötzlich irgendwelche Halblingsgeschichten aus dem Hut zu zaubern und die auf den Markt zu werfen. Das war noch nie unser Stil und wir sind wie gesagt dafür da, zu zeigen, dass es neben dem Mainstream auch noch etwas anderes gibt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30014058" title="Feder&amp;Schwert Verlag - Steampunk" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/federschwert-verlag-steampunk.jpg" alt="" width="535" height="401" /></p>
<p><strong>NecroWeb: Für die Halblingsgeschichten gibt es ja auch spezialisierte Verlage. Wie ist Ihr Verlag denn zu seinem Namen gekommen?</strong></p>
<p>Oliver Graute: Da ich den Verlag ja nicht mit gegründet habe, sondern selber erst 16 Jahre lang dabei bin, ist die Enstehungsgeschichte des Feder&amp;Schwert Verlages tatsächlich auch für mich sozusagen nur eine &#8220;Legende&#8221;. <img src='http://www.necroweb.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Der Ursprung des Verlages liegt eigentlich im Rollenspielbereich: Wir sind ein Phantasik-Verlag, der sich ursprünglich nicht mit Belletristik, sondern mit Spielen beschäftigt hat. Da in solchen Fantasy-Rollenspielen natürlich häufig auch Krieger und Waffen eine Rolle spielen, fanden wir es lustig, die Schreibfeder und das Schwert miteinander zu kombinieren. Wir haben dann hinterher rausgefunden, dass es auch ein Buch von Rainer Maria Rilke gibt, das &#8220;Mit Feder und Schwert&#8221; heißt. Das war aber eher ein Zufall, darüber kam die Intention nicht. So ist es dann einfach dabei geblieben und unterdessen haben wir uns zu einer Marke etabliert und wollen sozusagen auch nicht mehr von dem Label runter, auch wenn es vielleicht für klassische Buchverlage ein bisschen komisch klingen mag.</p>
<p><strong>NecroWeb: Ich finde den Namen sehr gut. Gibt es dadurch, dass er eben aus dem Rollenspiel entstanden ist, von dieser Seite viele Anfragen von potentiellen Autoren, die bei Ihnen veröffentlichen wollen?</strong></p>
<p>Oliver Graute: Wir haben natürlich grundsätzlich sehr viele Manuskripteinsendungen. Nicht nur von ehemaligen Rollenspielern oder Noch-Rollenspielern, sondern einfach von Jung-Autoren, die im Bereich Phantastik schreiben und daher nach einem Verlag suchen. Es ist nicht unbedingt zielgerichtet; die Leute sagen nicht &#8220;Wir gehen zu Feder&amp;Schwert und veröffentlichen&#8221;. Das machen eher schon etwas erfahrenere Autoren, die sagen &#8220;Ich liebe Phantastik, aber ich mag eben den Bereich, der im Mainstream keinen richtigen Platz findet.&#8221; Dadurch haben wir damals auch die origin-Reihe mit Oliver Plaschka und Ju Honisch gegründet &#8211; alles Autoren, die damals ihr Debüt bei uns abgeliefert haben, darüber zu einem gewissen Bekanntheitsgrad gekommen sind und damit auch Preise gewonnen haben. Das unterstützt natürlich uns und auch die Autoren, die sagen &#8220;Das Vertrauen, das der Verlag in mich gesetzt hat, hat auch gefruchtet.&#8221; Und unsererseits können wir sagen, dass wir uns freuen, dass wir den richtigen Riecher hatten, um Autoren eine Chance zu geben, die sonst einen schwierigeren Einstieg gehabt hätten.</p>
<p><strong>NecroWeb: Das stimmt. Hätten Sie vielleicht noch eine Mitteilung an unsere Leser?</strong></p>
<p>Oliver Graute: Eine Mitteilung wäre vielleicht, zu sagen, dass man sich heutzutage sehr stark von dem Offensichtlichen einnehmen lässt und Phantastik jedoch an vielen Orten stattfindet. Es gibt viele, auch kleine Verlage, die phantastische Literatur publizieren. Heutzutage kann man nicht darauf vertrauen, in den Buchhandel zu gehen und zu glauben, das was da ausgestellt wäre, wäre wirklich alles, sondern man sollte auch einfach ein bisschen auf Plattformen wie beispielsweise Amazon recherchieren. Da sind alle Titel vorhanden und man sollte sich einfach auch mal darauf einlassen, dass das Genre so facettenreich ist, dass man auch mal etwas anderes ausprobieren und nicht immer nur auf dem einen Trip bleiben und sagen sollte &#8220;Ich will im Grunde genommen immer nur dasselbe lesen&#8221;. Da sollte man einfach mal ein bisschen rumexperimentieren.</p>
<p><strong>NecroWeb: Das ist definitiv ein guter Rat. Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
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		<title>OSEWOUDT</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 21:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Auf &#8220;Gelag Van Zwartgeklede Kraaien&#8221; erwartet uns feiner Neofolk, der vor allem frisch und unverbraucht an den Hörer tritt. Als sich dann zudem die Gelegenheit ergab, die Jungs von OSEWOUDT mal etwas zu durchleuchten, zögerte ich keine Sekunde &#8211; ein feines Interview war die Folge, das sich Freunde dieser Formation keinesfalls entgehen lassen sollten. NecroWeb: [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/osewoudt/">OSEWOUDT</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30011702" title="Osewoudt Logo" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/osewoudt-logo.jpg" alt="" width="411" height="92" /></p>
<p>Auf &#8220;Gelag Van Zwartgeklede Kraaien&#8221; erwartet uns feiner Neofolk, der vor allem frisch und unverbraucht an den Hörer tritt. Als sich dann zudem die Gelegenheit ergab, die Jungs von OSEWOUDT mal etwas zu durchleuchten, zögerte ich keine Sekunde &#8211; ein feines Interview war die Folge, das sich Freunde dieser Formation keinesfalls entgehen lassen sollten.<br />
<strong>NecroWeb: Erst einmal Glückwunsch zu einem überaus gelungenen Einstand. Ist das Debüt eigentlich überall so angekommen, wie ihr erhofft habt? Wie sind die Reaktionen?</strong></p>
<p>Hans: Zuerst einm<img class="alignleft  wp-image-20010007" title="OSEWOUDT - Gelag Van Zwartgeklede Kraaien Bild" src="http://www.necroweb.de/images/osewoudt-gelag-van-zwartgeklede-kraaien.jpg" alt="" width="200" height="200" />al herzlichen Dank. Das Album ist so geworden, wie wir erhofften und wir freuen uns sehr darüber. Wir haben alles selbst gemacht und das Mastering war bei Axel Frank @ Blue Lounge Berlin. Die Aufnahmen und das Abmischen dauerten insgesamt 5 Monate, abgemischt wurde bei Willem. Die grösste Herausforderung war das sogenannte &#8220;Singen&#8221; lassen der Gitarre, weil wir meistens mindestens zwei davon zusammen brauchen. Dazu kam dann noch die Wahl der Songs und der Trackliste. Insgesamt gab es ungefähr 18 Songs und davon haben wir 13 (exklusiv Intro und Outro) für das Album verwendet. Unsere Entscheidung war, unser Demo erneut aufzunehmen und Gitarren, Gesang, Xylophon und Akkordeonpartieen haben wir somit auch erneut aufgenommen. Unser Freund von Anemone Tube hat sich mit dem Bildmaterial (Artwork) befasst, worüber wir uns sehr erfreuten. Die Reaktionen sind bisher positiv, insbesonders aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Russland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: OSEWOUDT ist ja eine noch recht junge Band. Könntest du bitte unseren Lesern etwas über die Entstehung der Band erzählen?</strong></p>
<p>Hans: Osewoudt entstand im Frühjahr 2010. Wir waren schon längere Zeit mit dem Konzept &#8220;Osewoudt&#8221; beschäftigt, aber bisher hatten wir nie die richtigen Leute (und Musiker) dafür gefunden. Dies war nicht einfach, weil es keine Dutzende von Musikern gibt, die in einer (Neo) Folkband spielen möchten. Dazu sollten die Bandmitglieder auch einander mögen und denselben Zweck verfolgen: das spielen von melancholischem Neofolk und dazu noch so wenig wie möglich mit Nutzung von Elektronika. Das ist für uns sehr wichtig, weil es schon zuviel sogenannter &#8220;Computerbands&#8221; gibt. Im Laufe der Zeit ist die Band zu dem gewachsen, was sie jetzt ist: Willem &#8211; Gesang/Gitarre, Dave &#8211; Gesang/Percussion, Rob &#8211; Akkordeon, Stefan &#8211; Gitarre, Ward &#8211; Basgitarre und ich, Hans &#8211; Drums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was bedeutet der Name OSEWOUDT?</strong></p>
<p>Hans: Osewoudt ist der Protagonist des Buches &#8216;De Donkere Kamer&#8217; (Die Dunkelkammer von Damokles) von Willem Frederik Hermans. In diesem Buch geht es um den Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden, verwischen die Grenzen zwischen richtig und falsch, Schuld und Unschuld, Phantasie und Wirklichkeit, Widerstand und Verrat. Nichts ist, wie es erscheint und die Wahrnehmung und &#8220;Wirklichkeit&#8221; bleiben immer verhohlen. Das Thema ist nicht fröhlich und daher auch nicht so gedacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: War es eigentlich von Anfang an beschlossene Sache, die Texte in zwei Sprachen darzubieten (zumal Holländisch auch mal etwas anderes als Englisch ist)?</strong></p>
<p>Hans: Die Wahl in Bezug auf die Sprache war in erster Linie eine praktische Wahl. Willem ist sehr interessiert an deutscher Literatur und Gedichten und Dave verarbeitet seine eigenen Einflüsse, die er in niederländische Texte umwandelt. Vielleicht denken wir darüber mal nach, für das nächste Album auch englisch oder französisch zu benutzen, aber bis jetzt ist noch nichts sicher davon. Nur, wenn wir einen neuen Song haben und diesen spielen, dann soll sich klären welche Sprache dazu am besten passt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30011703" title="Osewoudt Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/osewoudt-foto-01.jpg" alt="" width="535" height="357" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Gibt es eine feste Einteilung was das Songwriting betrifft oder darf jeder Ideen und Vorschläge einbringen?</strong></p>
<p>Hans: Jeder hat die Möglichkeit, Musik oder Texte zu schreiben, die einzige Bedingung ist, das es innerhalb der Osewoudt Philosophie geschieht. In der Praxis werden die Songs von verschiedenen Mitgliedern geschrieben. Die Ideen dazu entstanden nach Einflüssen von Büchern, Filmen, aber auch duch Aktualität. Die meisten Songs entstanden zu Hause. Eine schöne Melodie wird am besten gleich aufgenommen und später weiterbearbeitet und jeder kann dazu etwas beitragen. Manchmal haben wir den wunderbaren Fall, dass Willem oder Robbie schon einen ganzen Song geschaffen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: &#8220;Ogen Van Stro&#8221; ist eine sehr schöne Darbietung. Was kannst du uns über den Inhalt dieses Songs erzählen?</strong></p>
<p>Hans: &#8220;Ogen Van Stro&#8221; wurde von unserem Akkordeonspieler Robert geschrieben. Nach einem Abend des Spielen und Trinken entschloss er sich den Film &#8220;Winterstilte&#8221; von Sonja Wyss anzuschauen. Eine schöner, aber auch düsterer Film. Er scheint wie eine Art negative Songspielwiese, aufgrund des melancholischen Klanges. Eigentlich handelt es sich um eine Art Positivismus, dem Winterende. Alles bleibt immer abhängig vom Zuhörer. Für die einen gibt es Schönheit, wo es für die anderen nur Düsternis gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Eine interessante Kooperation mit Art Abscons ist auch auf dem Album zu finden. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>Hans: Wir sind schon seit längerer Zeit mit Art Abscons befreundet und folgen ihm auf seiner &#8220;Voyage de Muzik&#8221;. Letztes Jahr haben wir uns in Tilburg (NL), am Incubatefestival (u.a. Die Weisse Rose und Sonne Hagal) getroffen und als wir in Duisburg waren, kamen wir schnell zur Sache. Für so eine musikalische Person wie Art Abscons ist es leicht, uns zu verstehen, da es sich auch hier um das gleiche Gefühl handelt. Osewoudt schrieb nur die Musik, der wunderbare Gesang und Text sind von Art Abscons. In naher Zukunft schließen wir weitere Zusammenarbeiten nicht aus, vielleicht mit Gyron V aus Norwegen (sehr schöner Artfolk) oder einem Sitarspieler. Aber das ist noch nicht sicher und wird deshalb solange wie möglich verschlossen bleiben.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30011704" title="Osewoudt Foto" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/osewoudt-foto-02.jpg" alt="" width="535" height="357" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Mit dem Akkordeon werden bei OSEWOUDT teils wunderschöne Momente erschaffen. Ich hoffe, dies bleibt ein fester Bestandteil der Band oder könnt ihr euch vorstellen, musikalische Welten auch anderweitig zu erkunden?</strong></p>
<p>Hans: Das Akkordeon ist ein fester Bestandteil bei Osewoudt. Es handelt sich um ein Hohner, ungefähr von 1950 und das Instrument hat einen richtig guten Klang. Das Kennenlernen von neuer Musik hört für uns nie auf und weil es verschiedene Mitglieder gibt, mit machmal ganz unterschiedlichen Interessen, ist es auch selbstverständlich, das unsere Musik so verschieden ist. Wir lieben (Neo-) Folk, Industrial, Punk, Psychedelic, aber auch Black Metal, Indie und Klassik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was das Künstlerische betrifft, habt ihr auf die Maler Aivazovsky und Poynter zurückgegriffen. Wie wichtig ist diesbezüglich eigentlich die Umsetzung und das Zusammenspiel zwischen musikalischen als auch optischen Aspekten bei OSEWOUDT?</strong></p>
<p>Hans: Die visuellen Äußerlichkeiten (Artwork, Logo und Wahl der Optik) sind von Anemone Tube. Die Künstler sind dabei aber weniger relevant als das Schaffen ihrer Arbeit. In dem Artwork sehen wir, wie die Sirenen ihr schönes Lied des Zeitlichen singen und ein mit dem Meer kämpfendes Schiff. Auch gibt es viel Symbolismus, u.a. Schmuck (Vanitas). Die Wahl hierfür war der Zusammenhang mit Vergänglichkeit. Die Maler möchten erkennen lassen, dass Genuss und Fröhlichkeit nur zeitlich sind &#8211; Schädel, Schmuck und Seifenblasen sind alles Symbole der Vergänglichkeit von Wohlstand und Kentniss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: In welcher Art beeinflussen Dichter wie Ludwig Uhland und Uwe Lammla dabei das thematische Schaffen bei OSEWOUDT?</strong></p>
<p>Hans: Diese hatten keinen thematischen Einfluss auf Osewoudt. Willem liest sehr gerne Poesie von u.a. Uwe Lammla und Ludwig Uhland und deren Gedichte gefallen ihm. Der grösste Einfluss aus der Literatur ist Frederik Hermans und Vergänglichkeit, Enttäuschung, Niedergang und Entartung sind unsere Schlüsselwörter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Existiert in Holland eine richtige Szene in Sachen Neofolk? Wenn ja, was kannst du uns empfehlen?</strong></p>
<p>Hans: In den Niederlanden geschieht im Moment nicht soviel. Vor einigen Jahren gab es noch die sympathischen Volksweerbaarheid und unser Sänger/Gitarrist Willem ist schon seit Jahren auch mit seinem Pojekt Strydwolf erfolgreich. Hou en Trou aus Den Haag sind mit ihrem Debüt beschäftigt und das wird ein gutes Album werden, so wie es jetzt aussieht. Im Spektrum des Industrial geschieht momentan mehr Interessantes, zb. Striider aus dem Norden und es gibt schöne Projekte wie Hadewych und Machinist. Für die Konzerte gehen wir am meisten nach Belgien oder Deutschland, obwohl es in den Niederlanden auch Festivals wie Incubate und Summer Darkness gibt. Weiter gibt es Dwaalspoor, ein Kollektiv, das Tanzabende und Konzerte organisiert. So gab es die letzten Jahre gute Konzerte von unter anderem Of The Wand And The Moon, Die Weisse Rose, Volksweerbaarheid, Foresta di Ferro, Solblot, Luftwaffe und Naevus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Glaubst du, dass es in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist, Akzente zu setzen? Worin unterscheidet sich OSEWOUDT zu anderen Bands im Neofolk?</strong></p>
<p>Hans: Das ist nicht unser Ziel, aber wir versuchen, uns durch die niederländische Sprache etwas abzugrenzen und Abwechslung mit für uns fremder Sprache zu erreichen. Viele Bands klingen sehr einfach und subtil. Wir haben diesen Klang zwar auch ab und zu, aber wir versuchen, die Werte des Neofolks in unserer Musik zu verarbeiten. Einige meinen den rohen Klang von zum Beispiel Joy Division oder ganz alte Death in June zu erkennen, live ist unser Sound aber roher als auf unserem Album. Mit unserer Thematik versuchen wir, die Klischees des Genres wie zum Beispiel Krieg und zu weit gehenden Nostalgismus zu vermeiden. Wir lieben den Rausch und dieser bietet einen niemals endenden Einfluss &#8211; Alkohol, Drogen, Dreck. Wir sind fasziniert von Leuten, die das Düstere kennen und gelebt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vieler Musiker Traum ist es, von der Musik leben zu können. Mit welchem Ziel erschafft ihr Musik und wo seht ihr euch in zehn Jahren?</strong></p>
<p>Hans: Wir haben Osewoudt gegründet, um miteinander Musik zu erschaffen. Das ist unser Leitmotiv. Das wöchentliche Üben und die Erschaffung neuer Songs ist, wie immer, eine Herausforderung (und wenn es gelungen ist auch eine Befriedigung). Eines unserer nächsten Ziele ist unser Live-Einstand. Das wird 2012 stattfinden, hoffentlich zusammen mit neuen, fantastischen Bands. Seit unserer Gründung haben wir schon mehrere neue, spezielle Leute kennengelernt und das bedeutet viel für uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Interview. Möchtest du noch etwas loswerden?</strong></p>
<p>Hans: Danke für das Interview und Interesse! Die CD ist bei allen guten Mailordern, Plattenläden und Versänden erhältlich. Weil wir alle Vinylfanatiker sind, führen wir momentan auch Gespräche, um unseren Traum zu verwirklichen. Diese Auflage wird sehr limitiert sein und kommt mit einem ganz anderen Artwork. Mehr Informationen folgen bald.</p>
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		<title>ARGHEID</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 19:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Gottloses Unterfangen&#8221; lautet der erste Paukenschlag des deutschen Projektes ARGHEID, welches eine gelungene Mischung aus martialischen und neoklassischen Elementen darbietet. Da mich der Tonträger vollstens überzeugen konnte, sah ich es als eine Art Pflicht an, mit dem kreativen Kopf dahinter Kontakt aufzunehmen. Es gab einige Fragen und interessante Antworten sind das Resultat. Wer mag der [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/argheid/">ARGHEID</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Gottloses Unterfangen&#8221; lautet der erste Paukenschlag des deutschen Projektes ARGHEID, welches eine gelungene Mischung aus martialischen und neoklassischen Elementen darbietet. Da mich der Tonträger vollstens überzeugen konnte, sah ich es als eine Art Pflicht an, mit dem kreativen Kopf dahinter Kontakt aufzunehmen. Es gab einige Fragen und interessante Antworten sind das Resultat. Wer mag der folge mir &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Hallo Mathias! Bitte erläutere doch zuerst einmal unseren Lesern, welche Bedeutung der Name ARGHEID innehat.</strong></p>
<p>Mathias: Im Althochdeutschen bedeutet das Wort &#8220;argheidi&#8221; soviel wie Sündhaftigkeit, Bösartigkeit, Schlechtigkeit, Verworfenheit. Argheid ohne &#8220;i&#8221; am Schluss kommt aus dem Niederländischen und hat dieselbe Bedeutung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_20010184" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-20010184" title="ARGHEID - Gottloses Unterfangen Bild" src="http://www.necroweb.de/images/argheid-gottloses-unterfangen.jpg" alt="ARGHEID - Gottloses Unterfangen Bild" width="200" height="200" /><p class="wp-caption-text">ARGHEID &#8211; Gottloses Unterfangen Bild</p></div>
<p><strong>NecroWeb: Gab es einen selbst gesetzten Schwerpunkt bei der Erschaffung von &#8220;Gottloses Unterfangen&#8221;?</strong></p>
<p>Mathias: Ja, es gab 2 Schwerpunkte. Die Schwerpunkte lagen zum einem in den Kompositionen und zum anderen in deren Abwechslungsreichtum. Ich hatte mir das Ziel gesetzt, ein melodisches und dennoch düsteres Album zu schaffen. Auf elektronische Elemente sollte weitestgehend verzichtet und durch Orchesterinstrumente ersetzt werden. Viele Alben im Ambient oder Black/Death Metal Bereich sind oft eintönig. Lied 1 hört sich an wie Lied 10 und die Stücke dazwischen genauso. Wenn man sich die CD dann 100 mal angehört hat, erkennt man langsam Unterschiede. Das wollte ich vermeiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wann kam dir der Gedanke, &#8220;Wir Rufen Deine Wölfe&#8221; von Friedrich Hilscher musikalisch umzusetzen?</strong></p>
<p>Mathias: Vor einiger Zeit kam mir das Stück von Turbund Sturmwerk zu Ohren und ich war davon sehr angetan. Auch wenn es schon eine &#8220;Various &#8211; Wir Rufen Deine Wölfe&#8221; CD gab, wollte ich dieses Gedicht auf meine Art vertonen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Sammelst du zuerst, bis du genug entsprechendes Material zusammen hast, oder entstehen die Songs spontan und in kürzerer Zeit?</strong></p>
<p>Mathias: Ich setze mich selbst nicht unter Druck. Das heißt, daß ich mich nur an mein Homestudio setze, wenn ich eine gute Idee und auch die entsprechende Zeit dafür habe, diese umzusetzen. Durch mein Berufsleben ist die Freizeit sehr begrenzt, somit zieht es sich sehr lange hin, bis ein Album entstanden ist. Es ist also schon so, daß ich das Material über einen langen Zeitraum sammle, aber nur, weil ich keine andere Wahl habe. Manchmal habe ich komplette Songs im Kopf, doch leider keine Zeit, diese &#8220;in den Kasten&#8221; zu bringen. Das Album &#8220;Gottloses Unterfangen&#8221; war wieder eine Weiterentwicklung für mich. Man lernt den sicheren Umgang mit der Recordingsoftware und kann somit seine Ideen schneller verwirklichen. Diese Tatsache lässt mich hoffen, daß ich für das nächste Album nicht wieder 3 Jahre brauche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_30032090" class="wp-caption alignright" style="width: 362px"><img class="size-full wp-image-30032090" title="ARGHEID - Mathias Suska" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/argheid-mathias-suska.jpg" alt="ARGHEID - Mathias Suska" width="352" height="400" /><p class="wp-caption-text">ARGHEID &#8211; Mathias Suska</p></div>
<p><strong>NecroWeb: Dein Werk hat einen starken Bezug zur Neoklassik. Gibt es diesbezüglich bestimmte Künstler, die da einen Einfluss ausgeübt haben?</strong></p>
<p>Mathias: Ja. Ohne Inspiration geht bei mir gar nichts! Komponisten wie Richard Wagner, oder Künstler wie Triarii, Wappenbund, Arditi, Puissance, Rome oder Goethes Erben haben einen großen Einfluss ausgeübt. Aber auch viele Bands im Black Metal Bereich haben dazu beigetragen, eine gewisse &#8220;Dunkelheit&#8221; einzuhauchen. Selbst der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer hat mich für mein Projekt inspiriert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Du warst zuvor mit Bunkertor 1 aktiv. Kann man dieses Projekt als Vorstufe von ARGHEID betrachten oder existiert jenes noch?</strong></p>
<p>Mathias: Mit dem Album &#8220;Todeskampf&#8221; habe ich das Kapitel Bunkertor 1 abgeschlossen. Dieses Projekt hat mir dabei geholfen, mich musikalisch weiterzuentwickeln und man kann es deshalb als Vorstufe von Argheid betrachten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Wenn man den Text zu &#8220;Hexenbrand&#8221; liest, kommt die Frage auf, in welchem Bezug ARGHEID zu Kirche und Verfolgungswahn steht.</strong></p>
<p>Mathias: Ersteinmal vorweg: Der Song &#8220;Hexenbrand&#8221; thematisiert die Hexenverbrennung an sich. Frauen wurden von ihren Nächsten als Hexen, die &#8220;Schadzauber&#8221; betreiben, denunziert und hingerichtet. Auch ohne Einwirken der Kirche wurde dies lange vor dem 15. und 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der Hexenverfolgung, praktiziert. Wenn Hungersnöte durch ausfallene Ernten oder Krankheiten hereinbrachen, wurden diese Ereignisse der schwarzen Magie zugeschrieben. Der Glaube an Zauberei und Magie war schon seit Menschengedenken in den Völkern verwurzelt. Die Kirche und deren Geistliche entfachten ab dem 15. Jahrhundert den eigentlichen Verfolgungswahn, den es vorher so nicht gab. Der im 15. Jahrhundert erschienene &#8220;Hexenhammer&#8221; (Malleus Maleficarum) wurde von Heinrich Kramer, einem Anhänger des Dominikanerordens verfasst. Der Papst Innozenz VIII. segnete dieses Werk ab, und legimitierte somit die Hexenverfolgung. Er ermächtigte die Inquisitoren Heinrich Institoris und Jacob Sprenger gegen die Zauberer und Hexen gerichtlich vorzugehen. Auch Martin Luther befürwortete die Hexenverfolgung und verwies auf Stellen in der Bibel wie z.B. &#8220;Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen. 2.Mose 22,17&#8243;. Es sei die Aufgabe eines jeden Christen, die Hexenverfolgung zu unterstützen,- so Luther.<br />
Argheid und somit auch ich, sind gegenüber der Institution Kirche in keiner Weise positiv eingestellt. Ich selbst bin katholisch getauft worden, ging in den katholischen Kindergarten und verbrachte meine Nachmittage in deren Nachmittagsbetreuung, konnte mich allerdigs nie mit Jesus und der christlichen Lehre identifizieren. Wenn ich mir, wie sehr oft, Gedanken über die Existenz mache, denke ich darüber nach, welcher Sinn dahinter steckt. Mit der Existenz meine ich aber nicht nur mich und die Menschheit,<br />
das gesamte Universum und die Enstehungsfrage bewegen mich. Niemand auf irdischer Ebene kann das berechnen oder erklären. Gab es einen Urknall oder nicht? Leben wir in einem Universum das sich ausdehnt und wieder schrumpft, das immer wiederkehrt? Wenn es vor dem Urknall, vorrausgesetzt es gab ihn, eine Singularität gegeben hat, was war davor? Gab es ein davor? Auf diese Fragen kann niemand gesicherte Auskunft geben! Daher finde ich es nicht verwerflich, an eine höhere Macht zu glauben. Ich bin aber der Meinung, daß man für den Glauben an Gott, oder an eine höhere Macht, die man mit Gott gleichsetzen kann, kein Machtorgan wie die Kirche braucht. Ein Vertreter Gottes auf Erden hat meines Erachtens ein recht anmaßendes Amt.<br />
Ich möchte den Hörern meiner Musik aber nicht das Denken abnehmen oder auf irgendeiner Weise eine Meinung aufzwängen. Letztendlich sollte jeder seine eigenen Interpretationen für meine Stücke finden.</p>
<div id="attachment_30032098" class="wp-caption aligncenter" style="width: 545px"><img class="size-full wp-image-30032098" title="ARGHEID Studio" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/argheid-studio.jpg" alt="ARGHEID Studio" width="535" height="401" /><p class="wp-caption-text">ARGHEID Studio</p></div>
<p><strong>NecroWeb: Wie denkst du darüber, wenn man behauptet, dass es eine Verbindung zwischen dem Schaffensvorgang und dem Aufnahmeort gibt?</strong></p>
<p>Mathias: Ich denke schon, daß da was dran ist. Meine Gedanken kann ich überall sammeln, doch die Umgebung prägt mit Sicherheit. Gerne würde ich mir eine Auszeit vom Alltag gönnen und für ein paar Monate abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer einsamen Hütte an einem Album basteln. Wenn man der Realität ins Auge sieht, stellt man sehr schnell fest, daß es nicht möglich ist. Ich habe für meine Familie zu sorgen und das mache ich auch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Viele Musiker identifizieren sich durch ihre Musik. Wie sieht es da bei dir aus?</strong></p>
<p>Mathias: Ohne Zweifel identifiziere ich mich mit meiner Musik. Was ich zum Ausdruck bringen möchte, vertone ich. Mit dem Schaffen meiner Musik flüchte ich jedoch in eine andere Welt, fernab vom Alltag des normalen Arbeiters und Familienvaters. Die Musik gibt mir die Möglichkeit, meine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen und hilft mir auch, diese zu verarbeiten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-30032102" title="ARGHEID Banner" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/argheid-banner.jpg" alt="ARGHEID Banner" width="535" height="143" /></p>
<p><strong>NecroWeb: &#8220;Gottloses Unterfangen&#8221; soll auch als Box erscheinen. Kannst du uns etwas Genaueres darüber berichten?</strong></p>
<p>Mathias: Harry von SkullLine und ich waren der Meinung, daß man auch den Sammlern unter uns etwas Exquisites anbieten sollte. Es sind insgesamt 3 Versionen erschienen und bereits erhältlich: Die normale Album CD auf 400 Exemplare limitiert, die 2CD Version mit einer Remix CD und Sticker auf 70 limitiert, Holzbox mit Album, Remix CD, T- Shirt, Sticker und Postkarte auf 30 limitiert. Auf der Remix CD haben 5 Künstler, die in der Szene nicht unbekannt sind, an meinen Songs &#8220;gebastelt&#8221;. Von mir kann man auf der Scheibe einen Remix von &#8220;Feuerreigen&#8221; und meine allererste Aufnahme seit Gründung von Argheid, &#8220;Welkes Laub&#8221;, hören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NecroWeb: Was die weitere Entwicklung von ARGHEID betrifft, kannst du dir vorstellen z.B. noch verstärkter Tribal-Elemente einzubringen, so wie in dem fantastischen &#8220;Ritus&#8221;?</strong></p>
<p>Mathias: Der Titel &#8220;Ritus&#8221; ist auch einer meiner Favoriten auf dem Album. Mit Sicherheit wird man ähnliche Passagen in kommenden Songs von mir entdecken. Eine Entwicklung kann man jedoch schlecht vorhersehen, denn man weiß nicht, welche Einflüsse noch hinzukommen. Ich möchte den Lesern aber nicht vorenthalten, daß ich schon länger mit dem Gedanken spiele, Black Metal Einflüsse einzubringen. Es existieren bereits einige Probeaufnahmen, die aber noch ausbaufähig sind. Man könnte noch viel spekulieren, aber überlassen wir das der New Yorker Börse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Willkommen zu unseren Schnellschussfragen:</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-30032103" title="ARGHEID Schriftzug" src="http://www.necroweb.de/images/interviews/argheid-schriftzug.jpg" alt="ARGHEID Schriftzug" width="300" height="300" /><strong>NecroWeb: Deine Meinung zur Gentechnologie?</strong></p>
<p>Mathias: Die wird uns eines Tages zu Zombies machen!</p>
<p><strong>NecroWeb: Hasenkeule oder Wiener Schnitzel?</strong></p>
<p>Mathias: Hasenkeule.</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein letzter Konzertbesuch?</strong></p>
<p>Mathias: &#8220;Under The Black Sun&#8221; 11.07.2003 bis 12.07.2003</p>
<p><strong>NecroWeb: Etwas, für das es sich lohnt, jeden Morgen aufzustehen?</strong></p>
<p>Mathias: Meine Familie.</p>
<p><strong>NecroWeb: Eine andere Leidenschaft als Musik?</strong></p>
<p>Mathias: Kraftsport.</p>
<p><strong>NecroWeb: Was vermiest dir so richtig den Tag?</strong></p>
<p>Mathias: Wenn ich verschlafe, keinen Kaffee mehr trinken kann und zu spät auf Arbeit erscheine.</p>
<p><strong>NecroWeb: Dein absoluter Albtraum?</strong></p>
<p>Mathias: Anrufe vom Mobilfunkanbieter.</p>
<p><strong>NecroWeb: Deine letzte gehörte CD war?</strong></p>
<p>Mathias: L&#8217;effet C&#8217;est Moi &#8211; Genius Loci.</p>
<p><strong>NecroWeb: Und Deine letzte gekaufte?</strong></p>
<p>Mathias: Arditi &#8211; Omne Ensis Impera.</p>
<p><strong>NecroWeb: Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod?</strong></p>
<p>Mathias: Nein.</p>
<p><strong>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Interview. Möchtest Du noch ein paar Worte an unsere Leser loswerden?</strong></p>
<p>Mathias: Gern geschehen! Wer über Argheid immer aktuell informiert sein möchte, kann mich gerne auf http://www.argheid.de besuchen. Die Webseite befindet sich noch im Aufbau, wird aber in naher Zukunft mehr bieten.</p>
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		<title>KNORKATOR</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[knorkator]]></category>
		<category><![CDATA[the core]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zum Release des neuen Knorkatoralbums &#8220;Es Werde Nicht&#8221; haben wir ein kleines E-Mail Interview mit Alf Ator von Knorkator geführt in dem sie uns mehr über sich und ihr neues Album erzählen. NecroWeb: Es gibt vielleicht einige Menschen, die euch noch nicht kennen. Wer sind Knorkator? Alf Ator: Knorkator sind die letzte Bastion inhaltsreicher Kultur [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/knorkator/">KNORKATOR</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Release des neuen Knorkatoralbums &#8220;Es Werde Nicht&#8221; haben wir ein kleines E-Mail Interview mit Alf Ator von Knorkator geführt in dem sie uns mehr über sich und ihr neues Album erzählen.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/knorkator-foto-01.jpg" alt="" title="" width="250" height="258" /></div>
<p><b>NecroWeb: Es gibt vielleicht einige Menschen, die euch noch nicht kennen. Wer sind Knorkator?</b></p>
<p>Alf Ator: Knorkator sind die letzte Bastion inhaltsreicher Kultur in Europa.</p>
<p><b>NecroWeb: Warum seid ihr &#8220;Die meiste Band der Welt&#8221;?</b></p>
<p>Alf Ator: Weil wir auch nach langem gründlichen Suchen und Recherchieren keine meistere Band als uns finden konnten.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt euch ja 2008 eine ziemlich lange Pause gegönnt, wie kam es dazu?</b></p>
<p>Alf Ator: Stumpen sagte: Wollen wir aufhören? Ich sagte: ja. Buzz Dee sagte: Scheiße!</p>
<p><b>NecroWeb: Hat euch die Pause etwas gebracht?</b></p>
<p>Alf Ator: Ja.</p>
<p><b>NecroWeb: Euer Album &#8220;Es werde Nicht&#8221; ist ja ziemlich geil geworden. Wie zufrieden seid ihr selbst mit der Scheibe?</b></p>
<p>Alf Ator: Auf einer Skala von 0-10 bekommt sie eine 9,75.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/knorkator-es-werde-nicht.jpg" alt="" title="" width="200" height="200" /></div>
<p><b>NecroWeb: Mit &#8220;Arschgesicht&#8221; und &#8220;Kinderlied&#8221; habt ihr gleich zwei Songs, die von einem Kind gesungen werden auf der Platte. Wie kam es zu der Idee und wessen Kind ist es?</b></p>
<p>Alf Ator: &#8220;Kinderlied&#8221; war unser Abschiedssong 2008, erschien aber nur auf DVD und Single. Ich persönlich bin jemand, der sich ungern Singles kauft, der es gern hat, wenn &#8216;alle Alben&#8217; auch &#8216;alle Songs&#8217; bedeutet. Von mir auf andere schließend nahm ich an, dass es dem Konsumenten gefällt, wenn dieser Song auch auf einem Album zu finden ist.</p>
<p>&#8220;Arschgesicht&#8221; entstand, als es Knorkator nicht mehr gab. Mein Sohn hatte mit Schulfreunden eine kleine Band gegründet, und ich hielt es für toll, ihnen einen Song zu schreiben. Dann passierten 3 Dinge: 1) der Song wurde besser, als erwartet 2) die kleine Band schaffte es auch nach einem Jahr üben nicht, diesen Song zu spielen 2) Knorkator hatten sich reformiert und wir brauchten noch Songs fürs Album.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt auch ein paar Coversongs auf &#8220;Es Werde Nicht&#8221;. Wie reagieren die Urheber von Songs, wenn Knorkator fragen, ob sie einen Titel covern dürfen?</b></p>
<p>Alf Ator: Bei Scooter und Fanta 4 war es einfach, denn es ging um Tributealben. Also: Liebe Knorkatoren, würdet ihr bitte, bitte, bitte ein Lied von uns covern? Ihr dürft es auch durch den Fleischwolf drehen, wie es euch passt. Bei &#8220;Ain’t Nobody&#8221; war es schon schwieriger. Bei solchen Welthits sind die Rechte oft auf viele Personen und Verlage verstreut und jeder hat ein Mitspracherecht. Als wir nicht gleich ein ja bekamen, war ich zunächst angepisst. Ich dachte, was bilden die sich ein? Da verneigt man sich vor einem Kollegen und bringt ihm auch noch Geld in die Kassen und die tun so, als würde man ihnen was wegnehmen. Aber als das Bittschreiben endlich alle Instanzen durch war, erfuhren wir, dass der Komponist höchst erfreut war und das macht mich natürlich stolz.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/knorkator-foto-02.jpg" alt="" title="" width="204" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie kommt ihr auf eure teils sehr philosophischen, vordergründig aber schwachsinnigen Texte?</b></p>
<p>Alf Ator: Das ist ein streng geheimer Prozess, welcher in einem dunklen Winkel meines Gehirns stattfindet.</p>
<p><b>NecroWeb: Was macht euch mehr Spaß, Liveauftritte oder die Arbeit im Studio?</b></p>
<p>Alf Ator: Beides hat seinen Reiz und auf keines würde ich verzichten wollen. Studioarbeit macht glücklich, weil man die Gelegenheit hat, mit toller Technik und tollen Leuten wirklich das Beste aus einem Song rauszuholen, außerdem schult es das Gehör und Gründlichkeit und Beharrlichkeit zahlt sich am Ende aus. Liveauftritte machen glücklich, weil man für wenige Augenblicke das Gefühl bekommt, der Mittelpunkt der Welt zu sein. Für einen sehr jungen Menschen ohne gefestigten Charakter kann das auch zu bleibenden psychischen Schäden führen.</p>
<p><b>NecroWeb: Was können wir in naher Zukunft von Knorkator erwarten?</b></p>
<p>Alf Ator: Außer, dass wir im Sommer 2012 einige Festivals bespielen werden, unter anderem auch das Zita Rock in Spandau, wissen wir es nicht.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/knorkator-foto-03.jpg" alt="" title="" width="229" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Nun zu unseren Schnellschussfragen. Die drei coolsten Dinge in eurem Kühlschrank?</b></p>
<p>Alf Ator: Da wir eigentlich fünf Leute sind, haben wir auch fünf Kühlschränke. Das coolste Ding in meinem  ist im Moment eine Pizza. Obwohl &#8230; im gleichen Fach ist auch Mischgemüse und das dürfte exakt genauso cool sein wie die Pizza.</p>
<p><b>NecroWeb: Die letzte CD, die ihr euch gekauft habt?</b></p>
<p>Alf Ator: The Core &#8211; Inner Self.</p>
<p><b>NecroWeb: Das letzte Buch, das ihr gelesen habt?</b></p>
<p>Alf Ator: Hugo von Kretzschmar &#8211; Quantenschleifengravitation vs. Stringtheorie?.</p>
<p><b>NecroWeb: Das letzte Konzert, auf dem ihr als Zuschauer wart?</b></p>
<p>Alf Ator: Knorkator.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/knorkator-foto-04.jpg" alt="" title="" width="213" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Diese drei Dinge sind für euch unverzichtbar:</b></p>
<p>Alf Ator: Mac, Logic und Waves</p>
<p><b>NecroWeb: Musik ist</b></p>
<p>Alf Ator: &#8230; eine von Gottes Sprachen (neben Mathe).</p>
<p><b>NecroWeb: Fans sind</b></p>
<p>Alf Ator:  &#8230; zumeist besoffen.</p>
<p><b>NecroWeb: Liebe ist</b></p>
<p>Alf Ator: &#8230; die folgenschwere Vermischung von Fortpflanzungstrieb und Brutpflege.</p>
<p><b>NecroWeb: Leben ist</b></p>
<p>Alf Ator: &#8230; die mächtigste positive Rückkopplung im Universum.</p>
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		<title>ARVEN</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blackrose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[arven]]></category>
		<category><![CDATA[ayreon]]></category>
		<category><![CDATA[blind guardian]]></category>
		<category><![CDATA[epica]]></category>
		<category><![CDATA[haggard]]></category>
		<category><![CDATA[nightwish]]></category>
		<category><![CDATA[pain of salvation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>ARVEN bringen neuen Schwung in die Melodic Metal Szene. Was sie über ihr Debütalbum &#8220;Music Of Light&#8221; zu berichten haben, wie es zu ihrem ungewöhnlichen Bandkonzept kam und was man von ihnen auch in Zukunft noch erwarten kann, darüber geben Bandgründerin und Gitarristin Anastasia sowie Sängerin Carina Auskunft. NecroWeb: Für alle, die euch noch nicht [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/arven/">ARVEN</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ARVEN bringen neuen Schwung in die Melodic Metal Szene.<br />
Was sie über ihr Debütalbum &#8220;Music Of Light&#8221; zu berichten haben, wie es zu ihrem ungewöhnlichen Bandkonzept kam und was man von ihnen auch in Zukunft noch erwarten kann, darüber geben Bandgründerin und Gitarristin Anastasia sowie Sängerin Carina Auskunft.<br />
<b>NecroWeb: Für alle, die euch noch nicht gut genug kennen: Wer und was verbirgt sich hinter ARVEN?</b></p>
<p>Anastasia: Wir sind ein musikalisches Sextett, welches sich ursprünglich im Großraum Frankfurt formiert hat, größtenteils aus weiblichen Mitgliedern besteht und sich dem melodischen Metalgenre verschrieben hat.<br />
Wir bestehen aus Carina (Gesang), Anastasia (Gitarre), Ines (Gitarre), Lisa (Bass), Lena (Keyboard) und Till (Schlagzeug) und machen bereits seit 2007 mit Begeisterung zusammen Musik.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/arven-foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="330" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie habt ihr euch kennengelernt? Wie kam es zur Gründung der Band?</b></p>
<p>Carina: Das fragst du am liebsten Anastasia, die weiß das am besten. Soweit ich weiß hat Anastasia die Vision gehabt, eine Metalband zu gründen, deren Mitglieder alle Frauen sind. Um passende Mädels zu finden, hat sie die Frankfurter Innenstadt und das Umland mit Plakaten zugepflastert, mit denen sie Musikerinnen für eine Melodic Metal Band gesucht hat. Nach einer langen Suche ist dabei eine Gruppe von fünf Mädels mit einem Mann herausgekommen, von denen der Mann zwar so nicht geplant war, er aber einfach so gut in die Gruppe gepasst hat, dass wir ihn in der Band haben wollten (lacht).</p>
<p><b>NecroWeb: Diese Frage habt ihr sicherlich nicht zum ersten Mal gehört: Wie kam es zu Eurem Bandnamen?</b></p>
<p>Carina: Wie du dir sicherlich schon gedacht hast haben wir uns bei diesem Namen von der Elfe Arwen aus &#8220;Herr Der Ringe&#8221; inspirieren lassen.<br />
Wenn man es genau nimmt, fanden wir den Namen derartig ansprechend, dass wir uns sehr schnell einig waren, diesen zu unserem Bandnamen werden zu lassen, wobei wir aufgrund der Schreibweise darauf geachtet haben, die beiden Namen voneinander abzugrenzen. Es ist einfach ein schöner, weiblicher Name, bei dem das, was mit dem Namen assoziiert wird, ziemlich gut zu unserer Band passt.</p>
<p><b>NecroWeb: Welche Intention verbirgt sich hinter eurem Konzept, eine reine &#8216;Frauenband&#8217; gegründet zu haben und wie erklärt ihr die einzige männliche Ausnahme: Euren Schlagzeuger?</b></p>
<p>Carina: Unsere Gitarristin Anastasia ist auf die Idee gekommen, eine reine Frauenband zu gründen, da im Bereich des Metal überwiegend Männerbands, ob mit oder ohne Frontfrau, zu finden sind.<br />
Sie hat sich eine Band vorgestellt, die sich gegenüber diesen Bands bewusst hervorhebt, indem ihre Mitglieder alle weiblichen Geschlechts sind. Tja … das mit Till … nun, das hat wohl nicht ganz so geklappt (lacht). Nein, ganz im Ernst &#8211; eine musikalische Professionalität und auch Charaktere, die gut harmonieren, sind einfach sehr wichtig, um gute Musik zu machen. Und da fiel die Wahl eindeutig auf Till, da in seinem Fall alles gut gepasst hat. Ob weiblich oder nicht war uns in diesem Fall dann egal.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/arven-music-of-light.jpg" alt="" title="" width="250" height="248" /></div>
<p><b>NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen CD &#8220;Music Of Light&#8221;. Was erwartet den Hörer stilistisch darauf?</b></p>
<p>Carina: Stilistisch gesehen ist diese CD ein Mix aus vielen verschiedenen Stilrichtungen von Gothic über Melodic und Symphonic Metal, auch Folkelemente sind auf der Platte eindeutig zu erkennen. Gerade diese Mischung der verschiedenen Stile macht aber meiner Meinung nach den &#8216;Arvenklang&#8217; einfach aus.<br />
Das Album kann nicht von vorneherein in eine bestimmte Kategorie eingeordnet werden, was die musikalische Erfahrung gleich viel spannender macht.</p>
<p><b>NecroWeb: Wer oder was inspiriert euch beim Songwriting und beim Komponieren?</b></p>
<p>Carina: Für den Bereich Komposition ist bei uns hauptsächlich die Gitarristin Anastasia zuständig, das ist ihr Spezialgebiet. Ich kann nur über die Texte reden.<br />
Wenn ich einen Text schreibe, schreibe ich immer von einem Thema, das mich emotional sehr bewegt oder einmal sehr stark berührt hat. Ich muss zugeben, ich lese unglaublich gerne Gedichte und schreibe, seit ich 14 bin, regelmäßig eigene. Insofern lag es nahe, dass ich oftmals die Texte geschrieben habe, da man in den Songtexten, wie auch in den Gedichten, immer eine Geschichte aus den eigenen Gedanken und Erfahrungen erzählt.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie muss man sich den Ablauf (von der Art des Songwritings bis hin zur Songauswahl für eine Veröffentlichung) vorstellen? </b></p>
<p>Anastasia: Die meisten Songs stammen musikalisch aus meiner Feder. Entweder gehe ich dabei von Gitarrenriffs aus, suche ein Paar zusammen, das passen könnte, und baue den Rest der Instrumente dann darauf auf, oder aber ich setze mich ans Klavier und fange mit den Gesangsmelodien an und lasse den Song drum herum entstehen. Das funktioniert beides ganz gut, manchmal wird auch gemischt.<br />
Wenn dann die Songidee und ein rohes Bandarrangement stehen, wird der Song mit der Band eingeprobt und weiter verändert, da hat jedes Bandmitglied die Möglichkeit, seine Ideen mit hineinzubringen. Auf diese Weise hat sich manch ein Song schon sehr verändert. Oftmals wird der Song auch Monate danach noch überarbeitet, wenn wir ihn z.B. live gespielt haben. Es ist eben ein langer Prozess bis zur Veröffentlichung und wir bemühen uns, aus jeder Songidee das Beste herauszuholen, was nur irgend möglich ist. Es bedeutet viel Arbeit, aber wenn man dann das fertige Ergebnis in der Hand hält, ist es ein Wahnsinnsgefühl. Da weiß man, dass sich der Aufwand gelohnt hat.</p>
<p><b>NecroWeb: Mit Massacre Records habt ihr einen kompetenten Partner gefunden. Wie seid ihr zu diesem Label gekommen und wie wichtig ist für Euch ein Label in der heutigen Musikbranche?</b></p>
<p>Anastasia: Wir haben das Album komplett in Eigenregie aufgenommen und uns dann mit dem fertigen Ergebnis bei einigen Labels beworben. Ein Paar Labels zeigten Interesse und wir haben verhandelt und uns schließlich für Massacre Records entschieden. Bisher können wir auch ausschließlich Gutes über unsere Zusammenarbeit berichten. Es wurde einiges im Bereich Promotion gemacht und wir waren mit unserem Debütalbum auch in allen wichtigen Printmagazinen präsent.</p>
<p><b>NecroWeb: ARVEN live. Womit muss der Zuschauer rechnen? </b></p>
<p>Carina: Der Zuschauer sollte damit rechnen, dass wir auf der Bühne jede Menge Spaß haben und auch gern mal headbangen. Wir freuen uns immer, wenn das Publikum sich da begeistern lässt und mitmacht <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" />. Wenn man gerne jede Menge Frauen auf der Bühne sehen will und auch melodischen Metal mit weiblichem Gesang mag, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen (grinst).</p>
<p><b>NecroWeb: Was sind eure Pläne, Wünsche, Hoffnungen und Ziele für die Zukunft von ARVEN?</b></p>
<p>Carina: Da haben wir einige. Zuerst würden wir uns für Arven wünschen, dass viele Menschen in Deutschland und dem europäischen Umland auf uns aufmerksam werden und wir noch öfter touren, das macht mir persönlich immer unglaublichen Spaß! Ich liebe es einfach immer, neue Menschen an neuen Orten zu treffen und neue Eindrücke zu sammeln.<br />
Dann freue ich mich natürlich auf unser zweites Album, für das wir schon reichlich Material beisammenhaben. Die Aufnahmen sollen nächstes Jahr im Sommer losgehen.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/arven-foto-02.jpg" alt="" title="" width="300" height="228" /></div>
<p><b>NecroWeb: Schnellschussfragen:<br />
Frankfurt ist…</b></p>
<p>Anastasia: Laut, manchmal sehr grau aber auch sehr abwechslungsreich, aber keine Stadt zum Wohnen für mich, daher bin ich nach Hamburg gezogen <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /></p>
<p><b>NecroWeb: Das Beste an ARVEN ist…</b></p>
<p>Anastasia: &#8230;, dass man nicht alleine, sondern gemeinsam kreativ sein kann und dabei noch gute Freunde fürs Leben kennenlernt.</p>
<p><b>NecroWeb: Dort gehe ich gerne hin, um zu feiern…</b></p>
<p>Anastasia: Irish Pubs und kleine schnuckelige, verwinkelte Cafés mit viel Kuchen.</p>
<p><b>NecroWeb: Lieblingsurlaubsziel?</b></p>
<p>Anastasia: Schottland und Irland.</p>
<p><b>NecroWeb: Die drei besten Dinge derzeitig in eurem Kühlschrank sind? </b></p>
<p>Anastasia: Einige Flaschen Bier, Schokolade und Kekse. Ab und zu steht noch ein leckerer Salat von einem von uns drin, der allerdings nicht lange überlebt.</p>
<p><b>NecroWeb: Eure drei persönlichen Lieblings-CDs ever?</b></p>
<p>Anastasia: Da würde jeder von uns etwas anderes antworten. Meine Favourites: Ayreon &#8211; &#8220;The Human Equation&#8221;, Nightwish &#8211; &#8220;Century Child&#8221; und Pain Of Salvation &#8211; &#8220;Road Salt&#8221;</p>
<p><b>NecroWeb: Liebste Internetseite?</b></p>
<p>Anastasia: Google.de, die haben einfach die größte Auswahl <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /> Nein, mal im Ernst: YouTube ist einfach toll, um sich in neue Bands reinzuhören. Ansonsten natürlich arvenmusic.com <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /></p>
<p><b>NecroWeb: Mit wem würdet ihr gerne einmal gemeinsam auftreten?</b></p>
<p>Anastasia: Blind Guardian, Epica, Haggard oder Nightwish.</p>
<p><b>NecroWeb: Welches Konzert habt ihr zuletzt als Besucher genossen?</b></p>
<p>Anastasia: ein Opethkonzert <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /></p>
<p><b>NecroWeb: Euer zuletzt gelesenes Buch?</b></p>
<p>Anastasia: Paulo Coelho: Brida</p>
<p><b>NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch alles Gute für die Zukunft!</b></p>
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		<title>KALPAMANTRA</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[kalpamantra]]></category>
		<category><![CDATA[rasalhague]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Name KALPAMANTRA sollte vor allem Freunden des finsteren Ambient ein Begriff sein, verbirgt sich doch dahinter ein Label, welches besonders durch opulente Sampler selbigen Genres auf sich aufmerksam macht. Nachdem die aktuelle Veröffentlichung &#8220;Saur Maas / Auditory Dark Matter&#8221; wieder einmal sämtliche Ketten sprengte, wollte ich doch etwas mehr über jenes Label und die [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/kalpamantra/">KALPAMANTRA</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name KALPAMANTRA sollte vor allem Freunden des finsteren Ambient ein Begriff sein, verbirgt sich doch dahinter ein Label, welches besonders durch opulente Sampler selbigen Genres auf sich aufmerksam macht. Nachdem die aktuelle Veröffentlichung &#8220;Saur Maas / Auditory Dark Matter&#8221; wieder einmal sämtliche Ketten sprengte, wollte ich doch etwas mehr über jenes Label und die Person dahinter herausfinden. Hier könnt ihr das Ergebnis erfahren, welches viel Interessantes bereithält.<br />
<b>NecroWeb: Hallo Steven. Erzähl uns doch zuerst etwas über deine Person.</b></p>
<p>Steven: Da gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Ich bin in der Musikindustrie seit 2007 involviert, wechselte zwischen verschiedenen Genre- und Business-Formen, bis ich meine wahre Heimat mit meinem aktuellen Projekt gefunden habe.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/konzerte/2011/kalpamantra-emissions.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wann und wie hast du Ambientmusik für dich entdeckt  und wie wird man vom regelmäßigen Zuhörer zum Labelboss?</b></p>
<p>Steven: Ich bin schon immer ein Fan von Ambientmusik gewesen, noch bevor ich mit meinen bisherigen Bemühungen begonnen habe, aber ich fühlte mich unerfahren und wollte mich weiterentwickeln, bevor ich die Konzepte zu erfassen versuchte. Es dauerte nicht bis zu meinem letzten Projekt, als ich wirklich das Gefühl bekam, gezwungen zu sein, die Ideen zum Leben zu bringen. Als Untergrundpromoter hatte ich zu dem Zeitpunkt einen einfachen Zugang zur Entdeckung der Ambientwelt, da sie praktisch weniger bekannt wie so viele andere Musikrichtungen mit einer entsprechenden Fangemeinde ist. Als Antwort auf die zweite Hälfte deiner Frage glaube ich war der erste Sampler der Grund, warum ich begann, Kalpamantra weiterhin zu fördern und zum digitalen Plattenlabel zu entwickeln. Ich war mir nicht sicher, ob der &#8220;Emissions&#8221;-Sampler wirklich so viel Interesse verbreiten würde, aber ich war dann doch sehr überrascht.</p>
<p><b>NecroWeb: Wolltest du von Anfang an ein Netlabel mit kostenlosen Veröffentlichungen bereitstellen? Was waren die Gründe dafür?</b></p>
<p>Steven: Meine Arbeit und meine ganzen Projekte aus der Zeit zuvor sind alle Non-Profit. Mein größtes Interesse gilt der Musik und ich will mit meiner Begeisterung nicht nur meine persönliche Befriedigung zum Ausdruck bringen, sondern auch den Menschen dadurch helfen, neue Musik zu entdecken und Künstlern neue Möglichkeiten zu bieten. Ich will kein Geld, mir reicht die Genugtuung zu wissen, dass ich Musikern und Fans gleichermaßen helfen kann, mit nichts anderem im Sinn als selbst diese Musik hören zu wollen.</p>
<p><b>NecroWeb: Du bist die einzige Person, die hinter KALPAMANTRA agiert. Ist das richtig? Wie viel Zeit investierst du in diese Arbeit?</b></p>
<p>Steven: Ich bin froh, dass du das fragst, weil das richtig ist. Ich war, bin und ich werde mehr als wahrscheinlich weiterhin aktiv sein mit Kalpamantra, zumindest bis zu einer gewissen Kapazität. Ich habe Plattenfirmen, andere Veranstalter und Fans als Unterstützung bei den neuen Veröffentlichungen, aber es gibt kein Personal. Ich bevorzuge es, alleine zu arbeiten.</p>
<p><b>NecroWeb: Wo war der Punkt, als dir das erste Mal der Gedanke kam, dass KALPAMANTRA langfristiges Potenzial hat?</b></p>
<p>Steven: Ich vermute, es war wieder der erste Sampler. Zu der Zeit hatte ich keine Website, um das Album auf irgendeiner offiziellen Kapazität zu speichern, es waren alles regelrecht unterirdische Methoden. Leider war das Album ein ganzes Stück größer, als ich erwartet hatte und es gab einige Probleme beim Hochladen und Herunterladen. Als Perfektionist war ich da natürlich sehr enttäuscht, aber die daraus resultierenden regelrechten Überflutungen in Sachen positives Feedback riefen drei Sampler in schneller Abfolge hervor. Unnötig zu sagen, dass das Positive in mir aufkam.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kalpamantra-saur-maas-auditory-dark-matter.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: &#8220;Saur Maas&#8221; ist ein sehr umfangreicher Sampler. Was war die Inspiration für dieses großartige Werk?</b></p>
<p>Steven: Die Zuhörer. Kurz nachdem ich den &#8220;Chenrezig&#8221;-Sampler veröffentlichte, kamen auch schon Anfragen, ob ich eine Fortsetzung plante. Die Wahrheit ist, zu der Zeit war ich mir nicht sicher, ob ich mich weiterhin auf die Freigabe von exklusivem Material konzentrieren sollte. Als sich dann der zweite Jahrestag des Labels näherte und ich ein gewisses Interesse an einem neuen Album spürte, begann ich mit der Arbeit daran. Ich fühlte, mit dem Jubiläum war die passendste Zeit für diese Umsetzung gekommen.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie bist du mit den vielen Musikern in Kontakt gekommen?</b></p>
<p>Steven: Soweit ich denke, haben die Zusammenstellungen und ihre zahlreichen Mitwirkenden bei anderen Musikern das Interesse geweckt. Ein paar Musiker, die mir ihre Projekte angeboten haben, haben mir ihr Interesse bekundet, was wohl auf einige Namen auf den Samplern zurückzuführen ist. Ich selbst war fassungslos, als so viele namhafte Künstler sagten, sie freuten sich, einen Beitrag auf dem &#8220;Saur Maas&#8221;-Album beisteuern zu können, da mehrere erklärten, sie würden es nie schaffen, ein digitales Stück dafür zu entwerfen. Ich nehme an, dies allein gab mir Grund, sie in erster Linie zu fragen, obwohl es aber noch einige andere spezielle Musiker mit besonderen Merkmalen gab &#8230; bis jetzt.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/reviews/kalpamantra-chenrezig.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: Glaubst du, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Sound der Musiker und der daraus produzierten Haltung wie Werte und Ideen gibt?</b></p>
<p>Steven: Ich glaube, die meisten, wenn nicht gar alle Musiker, mit denen ich zusammengearbeitet habe, haben sich selbst ihre eigene große Inspiration für ihre Arbeit erschaffen. Da ich kein musikalisches Talent bin, ist es ziemlich schwierig für mich, mich mit ihren Werken zu verknüpfen, aber ich habe das größte Vertrauen in allen von ihnen, etwas zu erschaffen, dass die Aufmerksamkeit der Menschen bekommt. Ich denke, es hilft mir, um ihre Arbeit noch mehr zu schätzen.</p>
<p><b>NecroWeb: Wer hat das großartige Cover zu &#8220;Saur Maas&#8221; entworfen? Kannst du uns etwas darüber sagen?</b></p>
<p>Steven: Das Artwork ist in der Regel von verschiedenen Künstlern, vor allem von Le Piment Noir, Cameron Gray, Kerry (Rasalhague) und V. Velsmord (Videl), ausgelegt. Der Rest wird in der folgenden Frage erklärt.</p>
<p><b>NecroWeb: Alle Samplercover (Emissions, Ritus Terra Prolis) sind optisch fantastisch. Bist du ein Fan von bestimmten kosmischen Bildern, oder gibt es diesbezüglich ein besonderes Interesse?</b></p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kalpamantra-ritus-terra-prolis.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p>Steven: Mit Ausnahme vom &#8220;Tamanui Te-RA&#8221;-Album, wurden alle anderen Zusammenstellungen speziell und originell ausgestattet. Jedes Album hat ein bestimmtes inneres Konzept und fährt keine eingeengte Schiene (ich bevorzuge, dass die Darsteller ihre eigenen spezifischen Klänge beibehalten, anstatt sich einem Muster anzupassen), was dann in der Grafik und/oder Trackliste wiedergespiegelt wird. Das Bemerkenswerteste davon ist &#8220;Beyond CNO&#8221;, wo das Artwork auf einem Diagramm zur Erläuterung des CNO-Prozesses basiert, was auch als Inspiration diente und &#8220;Saur Maas&#8221; widerspiegelt, unter Verwendung der Armillarsphäre auf dem Cover und dividiert die Solarmonate des Albums zeitgleich mit den Basisalbentitel (Saur Maas bedeuted Solarmonate).</p>
<p><b>NecroWeb: Viele Musiker agieren in der Musikwelt, aber keine Ideen scheinen wirklich frisch und hoffnungsvoll. Welche Erfahrungen hast du mit diesem Thema, oder gibt es Ausnahmen? Wie siehst du die Entwicklung der Musikindustrie?</b></p>
<p>Steven: Neue Ideen sind immer gut und es ist ein gutes Zeichen der Entwicklung, sie damit irgendwie zu unterstützen. Ich versuche immer aufs Neue, Musiker dazu zu bewegen, mit unterschiedlichen Inspirationen für jeden Sampler zu kommen, und ich hoffe (!) die Menschen mit jedem Albumkonzept zum Denken anzuregen. Zur Entwicklung des Musikbusiness &#8211; es ist eine dunkle Gasse. Heute scheint es, dass die Menschen weit mehr Interesse am Besitz digitaler Musik haben, als richtige Sachen zu kaufen. Trotz der Methode, die Alben so zur Verfügung zu stellen, kaufe ich noch CDs und hoffe, dass andere Fans das Gleiche tun. Ich nehme an, der teilweise verständlich jüngste Rückgang der staatlichen Ausgaben und die Aufschlüsselung der modernen Gesellschaft trägt dazu bei. Aber ich kann auch sagen, dass die Meisten lieber ein physisches Album besitzen würden.</p>
<p><b>NecroWeb: Einige Martialbands nutzen ihre Musik als Werkzeug für die Projektion von Ideologie und Philosophien an die Zuhörer. Glaubst du, dass es richtig ist, Musik als Propaganda zu nutzen?</b></p>
<p>Steven: Ich würde nicht sagen &#8220;richtig&#8221;, aber &#8220;wirksam&#8221;. Musik ist ein leistungsfähiges Werkzeug, aber die Menschen sollten unabhängig sein. Betroffen sind Menschen dabei sicher unterschiedlich und manche sind anfälliger und leichter als andere zu beeinflussen, und einige zeigen dies dann auf unterschiedliche Weise. Es ist alles subjektiv, aber wenn die Musik gut ist, glaube ich, kommt man da von selbst irgendwie wieder raus.</p>
<p><b>NecroWeb: Was bringt die Zukunft von KALPAMANTRA? Ich habe über einen Sampler namens &#8220;The Unreality Of Time&#8221; gelesen. Was kannst du uns über dieses scheinbar interessante Album erzählen?</b></p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kalpamantra-the-unreality-of-time.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p>Steven: Ich kann nicht mehr Information darüber offen legen, als die, die im Wesentlichen noch nicht freigegeben sind. Das Konzept stammt von einem Entwurf gleichen Namens JME McTaggart. Die damalige Theorie/Idee stand noch nicht wirklich, da es noch keine ausreichenden Sicherheiten in unserer Geschichte gab. Ich gab dieses Konzept an die Teilnehmer weiter und es wurde allgemein gut angenommen, das Artwork wurde durch Kerry (Rasalhague) selbst entworfen. Die Veröffentlichung des Albums wurde ursprünglich für Ende 2011 angesetzt, aber finanzielle Probleme verursachten einen Rückschlag, der zu einer frühen Vorversion führte, um die verlorene Zeit zu überbrücken. Das ironische Wortspiel ist dabei nicht beabsichtigt!</p>
<p><b>NecroWeb: Und da kommen die Schnellschussfragen:</b></p>
<p><b>NecroWeb: Auf was kannst du nicht verzichten?</b></p>
<p>Steven: Musik.</p>
<p><b>NecroWeb: Die wichtigste Person in deinem Leben?</b></p>
<p>Steven: Meine Mutter.</p>
<p><b>NecroWeb: Dein größter Alptraum?</b></p>
<p>Steven: Siehe die beiden Antworten oben.</p>
<p><b>NecroWeb: Ein Charakterfehler von dir?</b></p>
<p>Steven: Ich bin ein paradoxes Rätsel. Während meiner Arbeit bin ich völlig sozial- und kontaktfreudig, als Privatperson hingegen das komplette Gegenteil.</p>
<p><b>NecroWeb: Dein letztes gelesenes Buch?</b></p>
<p>Steven: Die Prophezeiung von Ezechiel, die heilige Bibel.</p>
<p><b>NecroWeb: Fisch oder Fleisch?</b></p>
<p>Steven: Ich bin immer davon ausgegangen, Fisch ist Fleisch.</p>
<p><b>NecroWeb: Dein größter Traum?</b></p>
<p>Steven: Auf die Gefahr hin, nicht hilfreich zu sein, kann ich nicht angeben, einen zu haben. Ich bevorzuge, dass meine Zukunft ungewiss ist, so dass ich die Möglichkeit habe, den Weg für mich so zu ebnen, wie ich es für richtig halte.</p>
<p><b>NecroWeb: Bist du selbst musikalisch aktiv?</b></p>
<p>Steven: Ich fürchte nicht, obwohl ich es in der Vergangenheit reichhaltig versucht habe.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kalpamantra-beyond-CNO.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: Was wolltest du als Kind werden?</b></p>
<p>Steven: Ich würde sagen, &#8220;weniger geschlagen&#8221;, wie der Witz an der Tatsache, dass ich die Antwort auf diese Frage nicht wirklich (ernsthaft) ändern kann.</p>
<p><b>NecroWeb: Vielen Dank für dieses Interview, letzte Worte an unsere Leser?</b></p>
<p>Steven: Ja. Vielen Dank für das Interview und danke an jeden einzelnen Menschen, der meine Arbeit mit lobenden Worten unterstützt hat, fleissig downloadet, Beiträge postet und für das mediale Interesse. Vielen Dank!</p>
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		<title>JESUS ON EXTASY</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[devin townsend]]></category>
		<category><![CDATA[jesus on extasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jesus On Extasy standen nach ihrem letzten Album kurz vor der Auflösung. Nun hat sich die Band neu formiert und mit &#8220;The Clock&#8221; auch direkt ein neues Album an den Start gebracht. Aus diesem Anlass haben wir ein E-Mail Interview mit Chai, dem Kopf von Jesus On Extasy, geführt. NecroWeb: Zu Beginn eine Frage, die [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/jesus-on-extasy/">JESUS ON EXTASY</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesus On  Extasy standen nach ihrem letzten Album kurz vor der Auflösung. Nun hat sich die Band neu formiert und mit &#8220;The Clock&#8221; auch direkt ein neues Album an den Start gebracht. Aus diesem Anlass haben wir ein E-Mail Interview mit Chai, dem Kopf von Jesus On Extasy, geführt.<br />
<b>NecroWeb: Zu Beginn eine Frage, die ihr sicherlich schon zig Mal beantwortet habt: Wie kamt ihr auf den Namen Jesus On Extasy?</b></p>
<p>Chai: Wenn man sieht, was heute alles im Namen einer heiligen Gestalt passiert, egal ob Jesus, Gott oder Buddha, dann sieht es so aus, als wären diese Figuren des Guten auf einem schlechten Drogentrip. Wir sind zwar keine religiöse Band, aber wir stehen diesen Entwicklungen auf dieser Welt kritisch gegenüber.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="150" /></div>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt jüngst gravierende personelle Veränderungen durchlebt. Wie überlebt eine Band so einen drastischen Einschnitt?</b></p>
<p>Chai: Man kämpft. Am Ende sah aber alles schlimmer aus, als es war. Dorian und ich konnten einfach nicht mehr beide in dieser Band sein. Manchmal ist es besser, getrennte Wege zu gehen. So ist es geschehen. Aus dem, was überbleibt, das zu machen, was am Ende rausgekommen ist, da bedarf es einer Menge Durchhaltevermögen und Arbeit. Aber mit den richtigen Leuten und der endlos erscheinenden Energie war das tatsächlich möglich. Ich bin sehr stolz auf unser Tun.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-03.jpg" alt="" title="" width="200" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie leicht oder schwer war es, passende neue Bandmitglieder zu finden?</b></p>
<p>Chai: Ich lasse mich oft von meinem Bauchgefühl leiten. Das hat mich noch nie betrogen. Ich musste zum Glück nicht lange suchen. Dass Manja die neue Stimme wurde, war Zufall, Schicksal, wie man will. Ich hörte Ihre Stimme während eines Soundchecks mit meiner anderen Band und da war es auch schon passiert. Bei Chris ist es anders. Ihn kenne ich schon länger und wir wollten eh irgendwann einmal zusammen Musik machen. Dass das nun bei JOE so ist, konnte ja keiner ahnen.</p>
<p><b>NecroWeb: Euer aktuelles Album &#8220;The Clock&#8221; klingt trotz des Line-Up Wechsels absolut nach Jesus On Extasy. War das Absicht oder ist es beim Schreibprozess einfach passiert?</b></p>
<p>Chai: Jesus On Extasy war, ist und bleibt mein Baby. Und ich denke, das hört man auch. Deshalb ist der Bandname ja auch bei mir und nicht bei unserem Ex-Sänger. Ich liebe diese Band über alles und ich denke, das kann man hören.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt ja auch euer Label verlassen und kurzerhand ein eigenes gegründet. Wie kam es zu dieser Entscheidung?</b></p>
<p>Chai: Da müssen wir ehrlich sein. Drakkar fand nichts an JOE mit Frauenstimme. Wahrscheinlich war denen das Thema zu gefährlich. Mut gehört in der heutigen Zeit schon dazu, so etwas zu machen, aber ich hatte eh vor, auf lang oder kurz ein eigenes Label zu gründen. Einen besseren Zeitpunkt hätte es nicht geben können. Wir hatten mit Drakkar immer gut zusammengearbeitet, aber wenn man am Ende merkt, dass das Label mehr image-beozogen, bzw. Frontmann-bezogen, gearbeitet hat, ist das sehr schade.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-02.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: Euer Album &#8220;The Clock&#8221; besticht vor allem durch eine schön abwechslungsreiche Tracklist. Wie wurde bestimmt, wieviele ruhige/schnelle Songs auf die Platte kommen?</b></p>
<p>Chai: Das passiert alles aus dem Bauch heraus. Ich schreibe Songs, wenn sie kommen. Es gibt da keinen Plan. Musik ist Emotion und keine Fließbandware, jedenfalls in meinem Hause.<br />
Vielleicht wird das nächste Album ein Blast-Beat-Gewitter. Vielleicht auch nicht.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt euch mit Duran Durans &#8220;Ordinary World&#8221; an ein Cover gewagt. Wieso ausgerechnet dieser Song?</b></p>
<p>Chai: Weil wir ihn sehr mögen und er perfekt in das Konzept passt. Als Abschluss der regulären CD beendet er thematisch genau die Schwerpunkte des Albums. Duran Duran sind eine großartige Band, die leider immer nur auf ihre Hits reduziert wurde. Ok. Ordinary World zählt da auch zu, aber meine Güte, dieser Song ist einfach nur schön.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie läuft bei euch der Songwritingprozess ab? Bringt jedes Bandmitglied Ideen ein oder gibt es ein Mastermind?</b></p>
<p>Chai: Ich schreibe die Songs bei JOE. Das textliche und die Gesangsparts arrangiere ich mit Manja und natürlich gibt jeder seine Ideen mit auf den Tisch. Das war und ist JOE. Ist halt alles eine sehr persönliche Sache. Aber wie man auch an der Arbeit mit Nico von Midnight Resistance bei &#8220;Living A Lie&#8221; oder dem Song &#8220;The Clock&#8221; sieht, ich arbeite gerne mit anderen Musikern zusammen.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-04.jpg" alt="" title="" width="400" height="267" /></div>
<p><b>NecroWeb: Was erwartet uns zukünftig von Jesus On Extasy?</b></p>
<p>Chai: Ich erwarte nichts, aber rechne mit Allem. Was soll ich sonst sagen. Es ist zu viel passiert, was niemand erwartet hätte. Das hält mich davon ab, Prognosen zu stellen.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie schauen eure Livepläne aus?</b></p>
<p>Chai: Wir wollen bis zum nächsten Albm so viele Shows wie nur irgend möglich spielen. Der erste Teil der Tour ist grad im Gange. Nächstes Jahr kommen einige Auslandsshows dazu. Wir sind einfach nur heiß auf Livespielen, um mit den Leuten abzurocken.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-05.jpg" alt="" title="" width="200" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Und nun noch ein paar Spontanfragen:</p>
<p>NecroWeb: Die drei wichtigsten Dinge, die sich jetzt in eurem Kühlschrank befinden:</b></p>
<p>Chai: Veggie-Schnitzel, Schoko-Soja Drink und Bananen</p>
<p><b>NecroWeb: Die letzte CD, die ihr euch gekauft habt:</b></p>
<p>Chai: Marina &#038; The Diamonds &#8211; &#8220;The Family Jewels&#8221;</p>
<p><b>NecroWeb: Das letzte Buch, das ihr gelesen habt:</b></p>
<p>Chai: Die Leiden des jungen Werther</p>
<p><b>NecroWeb: Das letzte Konzert, welches ihr privat besucht habt:</b></p>
<p>Chai: Devin Townsend</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/jesus-on-extasy-foto-06.jpg" alt="" title="" width="300" height="450" /></div>
<p><b>NecroWeb: Diese drei Dinge sind unverzichtbar:</b></p>
<p>Chai: Liebe, Innerer Frieden, Bezug zu sich selbst</p>
<p><b>NecroWeb: Musik ist&#8230;</b></p>
<p>Chai: Die einzig wahre Sprache</p>
<p><b>NecroWeb: Fans sind&#8230;</b></p>
<p>Chai: &#8230;das was uns Kraft gibt.</p>
<p><b>NecroWeb: Die Plattenindustrie ist&#8230;</b></p>
<p>Chai: &#8230;selber schuld!</p>
<p><b>Necroweb: Liebe ist&#8230;</b></p>
<p>Chai: &#8230;lockig! <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/smile01.gif" width="15" height="15" alt="smile" style="border:0;" /></p>
<p><b>NecroWeb: Leben ist&#8230;</b></p>
<p>Chai: &#8230;nicht einfach, aber manchmal kann es unglaublich schön sein!</p>
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		<title>GRIFFIN L.O.G.</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blackrose</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Mit dem neuen Output &#8220;Breathe Into Me&#8221; schicken sich GRIFFIN L.O.G. an, nicht nur den Untergrund zu stürmen, vielmehr findet das abwechslungsreiche Album auch darüber hinaus großen Anklang. Was Mastermind Moritz (alias Griffin) dazu meint, wie &#8220;Breathe Into Me&#8221; überhaupt entstanden ist und wohin der Weg die Band vielleicht noch führen mag &#8211; darüber gibt [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/griffin-l-o-g/">GRIFFIN L.O.G.</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem neuen Output &#8220;Breathe Into Me&#8221; schicken sich GRIFFIN L.O.G. an, nicht nur den Untergrund zu stürmen, vielmehr findet das abwechslungsreiche Album auch darüber hinaus großen Anklang.<br />
Was Mastermind Moritz (alias Griffin) dazu meint, wie &#8220;Breathe Into Me&#8221; überhaupt entstanden ist und wohin der Weg die Band vielleicht noch führen mag &#8211; darüber gibt Griffin in unserem Interview ausführlich und auf unterhaltsame Weise Auskunft.<br />
<b>NecroWeb: Für alle, die Euch noch nicht gut genug kennen: Wer und was verbirgt sich hinter GRIFFIN L.O.G.?</b></p>
<p>Griffin: Zu Anfang verbarg sich dahinter nur Griffin, der GRIFFIN L.O.G. damals als kleines Soloprojekt neben anderen Hauptbetätigungsfeldern betrieb.<br />
Mittlerweile ist aber GRIFFIN L.O.G. Griffins einzige musikalische Aktivität, und mit Bassistin und Bandärztin Bine und Gitarrist und Bandphilosoph Fell ist die Besetzung auch gewachsen.<br />
Außerdem gibt es natürlich noch Schaufensterpuppe Leif alias The Machine, der auf der Bühne sozusagen die physische Repräsentation unseres Halbplaybacks darstellt &#8211; ein Zustand, den wir gerne ändern würden, weshalb sich interessierte Schlagzeuger/innen und Keyboarder/innen gerne bei mail@griffinlog.de oder über Facebook  melden dürfen.<br />
Zur zweiten Teilfrage, der nach dem &#8216;was&#8217;: GRIFFIN L.O.G. sind eine Metal-musikalische Spielwiese, auf der alles erlaubt ist, was dem Song hilft. Genregrenzen und engstirnige Reinheitskultur interessieren uns, wenn überhaupt, nur als Ansporn, die Begrenzungen zu überschreiten, zu ignorieren oder gar zu sprengen.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/griffin-log-breathe-into-me.jpg" alt="" title="" width="250" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen CD &#8220;Breathe Into Me&#8221;. Was erwartet den Hörer darauf?</b></p>
<p>Griffin: Ein kunterbuntes Allerlei der düsteren Art.<br />
Paradoxerweise ist &#8220;Breathe Into Me&#8221; im Vergleich zum Vorgänger &#8220;Viva La Inquisición&#8221; (2007) gleichermaßen härter wie auch melodischer und mächtiger geworden. Es gibt poppig-rockiges (&#8220;Amorprometheus&#8221;), brutal-elektronisches Stumpf- und Stampfmaterial (&#8220;Inferno&#8221;), modern-melodisches (&#8220;Nachtfalter&#8221;) sowie progressiv angehauchten symphonischen Black Metal (&#8220;Traumtrinker&#8221;), dazu Texte zwischen philosophischem Zynismus und persönlichem Drama. Und natürlich gibt es hämmernde Drums, kreischende Gitarren und Stimmen an allen Ecken und Enden.</p>
<p><b>NecroWeb: In meinem Review beschrieb ich &#8220;Breathe Into Me&#8221; (im positiven Sinne) als eine Art Sampler, da Ihr Euch nicht auf einen einzigen Musikstil festlegt und mit dem Ergebnis eine breitere Hörerschaft bedient.<br />
Inwiefern ist dies Absicht und was trug zur Entscheidung zu einer solch facettenreichen Scheibe bei?</b></p>
<p>Griffin: Von Absicht will ich nicht sprechen, weil es nicht so ist, dass ich beim Songwriting denke &#8216;Ich brauche jetzt noch einen Black Metal Song!&#8217; oder &#8216;Jetzt muss noch was Poppiges her!&#8217;.<br />
GRIFFIN L.O.G. entstand ja als Möglichkeit, all diejenigen Ideen zu verwirklichen, die in meinen genretechnisch beschränkteren Projekten keinen Platz hatten, und nach dem Tod dieser Projekte hat sich das Feld von GRIFFIN L.O.G. auch noch auf diese Genres ausgeweitet.<br />
Am ehesten kann man wohl die Mannigfaltigkeit meiner Einflüsse als Schuldige heranziehen. Ich höre von Darkthrone zu den Pretty Maids, von Judas Priest bis Agrypnie und von Night In Gales bis Rammstein einfach sehr viel unterschiedliches Material, das schlägt sich natürlich in der eigenen Produktion nieder.<br />
Beim Songwriting steht dann immer der Song im Mittelpunkt. Ich versuche, zu erspüren, wohin das Stück mit mir möchte, statt mit aller Gewalt in eine bestimmte Richtung gehen zu wollen. Merke ich dann, dass diese oder jene Passage mit Akustikgitarren und Klargesang einfach besser klingt, dann setze ich es eben so um.</p>
<p><b>NecroWeb: Knapp vier Jahre sind zwischen Eurem letzten Album &#8220;Viva La Inquisición&#8221; und &#8220;Breathe Into Me&#8221; vergangen. Wie kam es zu der langen &#8216;Warte- bzw. Arbeitszeit&#8217;?</b></p>
<p>Griffin: Wie meistens in solchen Situationen gibt es nicht den einen Grund dafür. Zunächst mal hatte ich damals gerade angefangen, eine Live-Band zusammenzustellen, um GRIFFIN L.O.G. auf die Bühne bringen zu können &#8211; nach der Veröffentlichung von &#8220;Viva La Inquisición&#8221; habe ich mich also erstmal darauf konzentriert. Die üblichen Querelen mit Besetzungswechseln und ähnlichem Nerventod sind dann selbstverständlich auch eingetreten. Als sich schließlich die Besetzung stabilisiert hatte und wir einen Set eingeprobt hatten, kam es zu gerade mal einem Auftritt, bei dem ich mich dann für ein Jahr nach England verabschiedet habe. Damals stand schon das meiste Material für &#8220;Breathe Into Me&#8221; und ich hatte auch gehofft, das Album noch vor meinem Auslandsjahr fertigstellen zu können. Das hat nicht geklappt, was sich im Nachhinein als positiv erwiesen hat, da die Songs noch schön ausgereift sind. Nach meiner Rückkehr im Juli 2010 habe ich dann umgehend mit den Aufnahmen begonnen, dann nochmal für ein Semester unterbrochen, um mich auf die Uni zu konzentrieren, und im Frühjahr 2011 das Album gemischt. Mittlerweile geht das Jahr zu Ende, und ENDLICH IST ES DA, haha! Wenn ich mir die allgemeine Resonanz so ansehe, hat es sich aber gelohnt &#8211; gut Ding will Weile haben.</p>
<p><b>NecroWeb: Inwiefern habt Ihr Euch zwischen Euren ersten beiden Alben und der aktuellen CD &#8220;Breathe Into Me&#8221; Eurer Meinung nach sowohl musikalisch als auch textlich verändert oder weiterentwickelt?</b></p>
<p>Griffin: Das erste Album &#8220;The Sting Of Life&#8221; (2006) war damals das erste Mal, dass ich eine Reihe von Songs konsequent und zielgerichtet für eine Veröffentlichung bearbeitet habe. Die insgesamt positiven Resonanzen haben mich dann angespornt, wohl etwas zu sehr… irgendwie verstieg ich mich damals in zwei Gedanken:<br />
1. Das zweite Album sollte unbedingt härter sein.<br />
2. Es sollte nur ein Jahr nach dem ersten Album herauskommen.<br />
Rückschauend habe ich den Songs dabei zu wenig Zeit gelassen, sodass einige Songs von &#8220;Viva La Inquisición&#8221; hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben sind, obwohl ich auch dieses Album für sehr gelungen halte. Nun, für &#8220;Breathe Into Me&#8221;, habe ich mir keinerlei Zwänge auferlegt, sondern einfach frei vom Herzen weg gearbeitet, und diese ungezwungene Leichtigkeit hört man den Songs bei aller Schwermut irgendwie an.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/griffin-log-foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="269" /></div>
<p><b>NecroWeb: Eure Songtexte sind sowohl auf Deutsch als auch Englisch. Wieso das und wo siehst Du die Vorteile der jeweiligen Sprache der Lyrics? </b></p>
<p>Griffin: Auch hier handelt es sich nicht um eine bewusste oder gewollte Entscheidung. Die Inspiration ist eine Mücke, die Dich beißt, und wenn sie es tut, dann juckt es Dich, bis die Idee zu Papier gebracht ist. Manchmal ist die Mücke eine deutschsprachige, dann habe ich plötzlich ein paar deutsche Verse im Kopf; so ging es mir zum Beispiel bei &#8220;Nachtfalter&#8221;, dessen Refrain mir unerwartet in die Gedanken schoss. An anderen Tagen taucht plötzlich ein englischer Begriff oder eine Phrase aus dem Sumpf in meinem Kopf auf und geht nicht wieder unter, bis daraus ein Text gewachsen ist. &#8220;The Nightmare Suicider&#8221; ist so, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, im Laufe einer Vorlesung entstanden. Wäre ich noch anderer Sprachen in ausreichendem Maße mächtig, wir hätten vermutlich auch noch italienische, schwedische, russische und japanische Texte, haha.</p>
<p><b>NecroWeb: Wer oder was inspiriert Euch beim Songwriting und beim Komponieren?</b></p>
<p>Griffin: Das kann wirklich ALLES sein. Ich bin immer auf der Suche nach dem Moment, der es wert ist, mit dem Versskalpell seziert zu werden. Manchmal entsteht ein Text aus einer Melodie, wie bei &#8220;Das Leben Ist Schön&#8221;, wo es mir darum ging, einen textlichen Rahmen zu schaffen, in dem das Hauptthema seine Ambiguität zwischen entspannter Leichtigkeit und dramatischer Melancholie ausreizen kann. Oder es entsteht eine Melodie aus einem Text, wie bei &#8220;Traumtrinker&#8221;, dessen kryptische Mystik nach einem hypnotischen, Ewigkeit ausstrahlenden Lauf verlangte. &#8220;Nachtfalter&#8221; wurde inspiriert von einem Artikel darüber, weshalb diese Tiere sich vom Licht angezogen fühlen. Bei &#8220;The Nightmare Suicider&#8221; hatte ich den Titel und die Vorstellung, wie sich das eigene Gesicht im Spiegel verändert, wenn man es im Halbdunkel betrachtet.<br />
Musikalische Ideen können ebenfalls auf unterschiedlichste Weise entstehen &#8211; beim simplen Herumklimpern auf dem Instrument der Wahl oder auch durch blanke Theorie, wenn man sich denkt: &#8216;Ich würde gerne mal ausprobieren, wie es klingt, wenn ich dieses und jenes miteinander verbinde.&#8217;</p>
<p><b>NecroWeb: Gibt es konkrete Vorbilder, die Einfluss auf Eure Tracks nehmen?</b></p>
<p>Griffin: Nichts wirklich Konkretes, nein. Es ist nicht so, dass wir sagen &#8216;Wir wären gerne eine Black Metal Band&#8217; und dann Songs schreiben, die nach Darkthrone klingen, oder &#8216;Wir wären gerne eine Melodic Death Metal Band&#8217; und dann Night In Gales-Material nachahmen. Aber natürlich bildet sich aus dem, was man so an Musik konsumiert, eine Art diffuse Wolke, aus der hin und wieder Ideen regnen. Um ehrlich zu sein, ich fände es interessant, wenn Leute bei ihrem Erstkontakt mit unserer Musik ihre Assoziationen aufschreiben und das dann mit der tatsächlichen Liste meiner Einflüsse vergleichen &#8211; das könnte mir sagen, wie sehr mein Input in der Bearbeitung verzerrt wird. Wir werden sehr oft mit Bands verglichen, die ich gar nicht oder nur dem Namen nach kenne. Einige Bands, die ich regelmäßig und mitunter maßlos genieße, sind Dornenreich, Darkthrone, Megadeth, Judas Priest, Secrets Of The Moon, The Vision Bleak, Funeral Throne, Night In Gales, Crimson Glory und Sodom.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/griffin-log-foto-02.jpg" alt="" title="" width="250" height="350" /></div>
<p><b>NecroWeb: GRIFFIN L.O.G. live. Womit muss der Zuschauer rechnen? </b></p>
<p>Griffin: Mit technischen Problemen, haha! Bei unserem Open Air Gig auf dem Mondblau Festival dieses Jahr ist uns der Playback-Rechner abgeschmiert und danach hat unser In-Ear-Monitoring den Geist aufgegeben. Irgendwie haben wir uns aber trotzdem relativ ordentlich durch den Set gerettet, inklusive Zielraten bei den Einsätzen. Ansonsten: Energie, Intensivität, Hingabe und Schweiß in Litern. Auf der Bühne lebe ich die Musik bis zum Nervenkollaps. Zumindest haben das einige Zuschauer behauptet.</p>
<p><b>NecroWeb: Wo siehst Du GRIFFIN L.O.G. in fünf Jahren?</b></p>
<p>Griffin: Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht mal, wo ich GRIFFIN L.O.G. in fünf Monaten sehe… Ich lasse den Entwicklungen ihren Lauf. Trotzdem ist natürlich das eine oder andere geplant. Zunächst wollen wir jetzt vermehrt live auftreten, idealerweise in naher Zukunft mit kompletter Live-Besetzung, so wir denn Schlagzeug und Keyboards menschlich besetzen können.<br />
Außerdem läuft das Songwriting für das nächste Album, das unseren Elemente-Zyklus abschließen und das Element Erde behandeln wird; angepeilt ist dafür 2013, aber wenn es länger dauert, dauert es länger.</p>
<p><b>NecroWeb: Schnellschussfragen:<br />
Das Beste an GRIFFIN L.O.G. ist…</b></p>
<p>Griffin: Die Möglichkeit, jede Idee auszuleben und sie nur nach ihrer musikalischen Qualität, nicht nach dogmatischen Regeln zu beurteilen.</p>
<p><b>NecroWeb: Dort gehe ich gerne hin, um zu feiern…</b></p>
<p>Griffin: MONDBLAU! Und Underground-Konzerte im Allgemeinen.</p>
<p><b>NecroWeb: Die drei besten Dinge derzeitig in Deinem Kühlschrank sind? </b></p>
<p>Griffin: Pepsi, Schinken und Butterkäse.</p>
<p><b>NecroWeb: Liebste Internetseite?</b></p>
<p>Griffin: YouTube, weil man dort manche obskure 80er-Jahre-Metal-Band hören kann, deren CDs für ein Studenteneinkommen einfach zu teuer sind.</p>
<p><b>NecroWeb: Welches Konzert hast Du zuletzt als Besucher genossen?</b></p>
<p>Griffin: Sycronomica, Commander, Dust Bolt, Knaat und Enhazor in einem Jugendzentrum in der Nähe von München. Sehr geil! Traurig war nur, wie wenige Zuschauer bis zum Schluss geblieben sind… SUPPORT UNDERGROUND BANDS!</p>
<p><b>NecroWeb: Wenn Du wiedergeboren würdest, als was?</b></p>
<p>Griffin: Zerschmetterling!</p>
<p><b>NecroWeb: Tee oder Kaffee?</b></p>
<p>Griffin: Pepsi.</p>
<p><b>NecroWeb: Mit 66 Jahren…</b></p>
<p>Griffin: …hab ich vermutlich noch 25 Jahre bis zur Rente.</p>
<p><b>NecroWeb: Live oder Studio?</b></p>
<p>Griffin: Studio allein, Live mit Bine und Fell.</p>
<p><b>NecroWeb: Deine drei persönlichen Lieblings-CDs ever?</b></p>
<p>Griffin: Dornenreich – Bitter Ist’s Dem Tod Zu Dienen<br />
Night In Gales – Thunderbeast<br />
Judas Priest – Sad Wings Of Destiny</p>
<p><b>NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Euch alles Gute für die Zukunft!<br />
Möchtest Du unseren Lesern noch etwas mitteilen?</b></p>
<p>Griffin: Besucht uns auf www.griffinlog.de oder facebook.com/griffinlog, hört Euch ein paar Songs an und bildet Euch ein eigenes Urteil. Enjoy life and ROCK! Und natürlich vielen Dank für das Interview.</p>
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		<title>MESSENGER</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blackrose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[helloween]]></category>
		<category><![CDATA[manowar]]></category>
		<category><![CDATA[messenger]]></category>
		<category><![CDATA[running wild]]></category>
		<category><![CDATA[virgin steele]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach ihrem Debütalbum &#8220;Under The Sign&#8221; legen die Saarländer von MESSENGER nun mit &#8220;See You In Hell&#8221; nach. Was es darauf zu hören gibt, wie man sich die Zukunft im Hause MESSENGER vorstellt und was uns die fünf Jungs ferner noch mitzuteilen haben, darüber gibt Sänger Siggi (Siegfried Schüssler) in diesem Interview Auskunft. NecroWeb: MESSENGER [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/messenger/">MESSENGER</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach ihrem Debütalbum &#8220;Under The Sign&#8221; legen die Saarländer von MESSENGER nun mit &#8220;See You In Hell&#8221; nach.<br />
Was es darauf zu hören gibt, wie man sich die Zukunft im Hause MESSENGER vorstellt und was uns die fünf Jungs ferner noch mitzuteilen haben, darüber gibt Sänger Siggi (Siegfried Schüssler) in diesem Interview Auskunft.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/messenger-see-you-in-hell.jpg" alt="" title="" width="200" height="198" /></div>
<p><b>NecroWeb: MESSENGER &#8211; Wer und was steckt dahinter?</b></p>
<p>Siggi: MessengeR sind Patrik Deckarm an der Gitarre, Frank Kettenhofen ist Spezialist für unmögliche Soli, Benny Strauß ist am Bass, Markus Merl bedient die Schießbude und ich selbst (Siegfried Schüssler) bin der Sänger.</p>
<p><b>NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen CD &#8220;See You In Hell&#8221;. Was erwartet den Hörer stilistisch darauf? </b></p>
<p>Siggi: Er wird erst einmal über die Länge und über die stilistische Vielfalt überrascht sein. Wir halten dennoch die Fahne hoch für die alten Werte der Musik, was man auch deutlich hören kann. Aber wir sind nicht so &#8216;true&#8217;, dass wir klingen wie ein Abklatsch aus den 80ern; MessengeR ist eine Truemetal-Band für das 21. Jahrhundert.<br />
Der Hörer wird es den Songs entnehmen können, denn wir beugen uns keinem Trend und machen keine Kompromisse. Bei uns findet man melodiöse Gitarren, stampfende Beats, variablen Gesang von Death-ähnlichen Growls über extrem hohen Powermetal Gesang bis hin zu sanften, balladesken Stellen.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/messenger-under-the-sign.jpg" alt="" title="" width="200" height="198" /></div>
<p><b>NecroWeb: Inwiefern habt Ihr Euch zwischen Eurem Debütalbum &#8220;Under The Sign&#8221; und der aktuellen CD &#8220;See You In Hell&#8221; Eurer Meinung nach sowohl musikalisch als auch textlich verändert oder weiterentwickelt?</b></p>
<p>Siggi: Textlich sind wir gleich geblieben, und zwar mit voller Absicht. Unsere Themen handeln von Fantasy, Sci-Fi, Metal-Party und Wikingern &#8211; das wird in allen CDs der Fall sein.<br />
Musikalisch haben wir in Bezug auf Gitarrenarbeit und Arrangements einen großen Sprung gemacht, die Songs sind auch viel eingängiger.<br />
Gesanglich sind wir variabler geworden und die Rhythmusgruppe macht mächtig Dampf.</p>
<p><b>NecroWeb: MESSENGER &#8211; Der Name ist sicherlich nicht ohne Grund gewählt. Was ist Eure &#8216;Botschaft&#8217; an Eure Hörer?</b></p>
<p>Siggi: Unsere Botschaft ist einfach:<br />
Lasst Euch nicht von der Tristesse des Lebens einschüchtern, sondern haltet die Flagge hoch für unseren Lebensstil ohne Askese und Demut.<br />
Wir sollen Benzin sparen? Dann drückt aufs Gas! Weniger Alkohol? Stecht das Fass an! Mehr Gras, kein Fleisch? Dann lasst uns ein Schwein zerlegen, schön dampfend mit Apfel im Maul! Sozialkritische Texte schreiben? Dann hört Euch &#8220;Make It Right&#8221; an! Man ist nicht ewig 16, aber man kann sich immer so verhalten.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/messenger-foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="267" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wer oder was inspiriert Euch beim Songwriting und beim Komponieren?</b></p>
<p>Siggi: Ich nehme die Inspiration für meine Texte oft aus Sachbüchern oder Filmen. Zwei Titel handeln beispielsweise von der Ungeziefer-Hypothese, also der Frage, ob Außerirdische friedlich sein könnten, da sie als aggressive Spezies &#8211; im Gegensatz zu den Spaniern und Columbus &#8211; nicht dazu in der Lage wären, ihre Heimat zu verlassen, ohne sich zuvor selbst mit Superwaffen ausgelöscht zu haben. Kurz gesagt, es ist schwerer das eigene Sonnensystem zu verlassen, als mit einem Schiff über den Atlantik zu dümpeln. Daher muss auch die Ethik stimmen, sonst richtet sich eine Zivilisation vorher schon zugrunde. Natürlich wird diese Hypothese widerlegt in meinen Songs…<br />
Meine letzte Inspiration waren allerdings zwei Tabledancerinnen, die man mir ins Studio geschickt hatte, um mich zu höheren Leistungen anzuspornen. Das Ergebnis könnt Ihr bei &#8220;Make It Right&#8221; hören.</p>
<p><b>NecroWeb: Gibt es konkrete Vorbilder, die sich vielleicht auch in Eurer Musik widerspiegeln?</b></p>
<p>Siggi: Wir alle lieben ehrlichen, handgemachten Metal, vor allen Dingen auch aus deutschen Landen. Aber nicht nur Metal, sondern auch z.B. Queen oder klassische Musik mögen wir sehr gerne.</p>
<p><b>NecroWeb: In meinem Review zog ich den Vergleich zu Bands wie Manowar, Virgin Steele, Running Wild oder Helloween. Wie geht Ihr mit solchen Vergleichen um?</b></p>
<p>Siggi: Wir mögen das nicht so sehr, auch wenn es uns manchmal durchaus schmeichelt. Wir befinden uns im Informationszeitalter, da kann sich jeder selbst ein Bild machen. Vor dem Internet waren diese Vergleiche neben dem Ausprobieren im Plattenladen die einzige Möglichkeit, dem Leser einen ersten Eindruck von einer neuen Gruppe zu vermitteln, das ist heute aber überflüssig.<br />
MessengeR haben einen individuellen Sound und eine eigene Art, Songs zu schreiben, das ist für uns wichtiger als eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen Bands.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/messenger-foto-02.jpg" alt="" title="" width="400" height="285" /></div>
<p><b>NecroWeb: Apropos HELLOWEEN. Auf &#8220;See You In Hell&#8221; findet man zudem den Coversong &#8220;Dr. Stein&#8221;. Wie kam es dazu, dass dieses Cover den Weg auf das Album gefunden hat?</b></p>
<p>Siggi: Wir haben es seit vielen Jahren fest im Liveset, so war der Gedanke naheliegend, unseren Fans dieses spezielle Geschenk zu machen.</p>
<p><b>NecroWeb: MESSENGER live. Womit muss der Zuschauer rechnen? </b></p>
<p>Siggi: Bedingungslose Hingabe an die Macht des Heavy Metal!</p>
<p><b>NecroWeb: Wo steht Ihr MESSENGER in fünf Jahren?</b></p>
<p>Siggi: In den Albumcharts, auf den ganz großen Festivals und auf Welttournee.</p>
<p><b>NecroWeb: Schnellschussfragen:<br />
Welche Frage wollt Ihr in einem Interview niemals hören?</b></p>
<p>Siggi: Siehe weiter oben&#8230; Nein, nur Spaß! Deine Fragen waren sehr gut und klug gestellt. Danke hierfür!<br />
Wir möchten es nicht, auf Fragen zu antworten, die zeigen, dass der Fragesteller sich nicht mit uns beschäftigt hat. Wir beantworten sehr gerne Interviews, denn schließlich sind wir die Botschafter des Metal!</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/messenger-foto-03.jpg" alt="" title="" width="400" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Dort gehe ich gerne hin, um zu feiern?</b></p>
<p>Siggi: Auf ein MessegeR-Konzert!</p>
<p><b>NecroWeb: Eure drei persönlichen Lieblings-CDs ever?</b></p>
<p>Siggi: Da ich als Sänger dieses Interview führe, wäre das den anderen gegenüber nicht fair. Aber ich schwöre Dir: &#8220;Under The Sign&#8221; und &#8220;See You In Hell&#8221; gehören dazu, sonst würden wir nicht bei uns selbst spielen, sondern in einer anderen Gruppe.</p>
<p><b>NecroWeb: Das Saarland ist…</b></p>
<p>Siggi: &#8230; ein schönes kleines Land mit vielen Wäldern und zugleich eine Schmiede reinsten deutschen Stahls.</p>
<p><b>NecroWeb: Burger King oder McDonalds?</b></p>
<p>Siggi: Sobald wir länger unterwegs sind, ist uns alles recht. Da gibt es im Bus immer jemanden, der &#8216;Ausfahrt&#8217; brüllt, weil er in seinen hungerbedingten Wahnvorstellungen große gelbe Buchstaben im Feld gesehen hat.</p>
<p><b>NecroWeb: Wenn wir keine Musiker wären, dann…</b></p>
<p>Siggi: &#8230; wären wir die Vorboten eines neuen Zeitalters.</p>
<p><b>NecroWeb: Der frühe Vogel…</b></p>
<p>Siggi: &#8230; hatte bereits am 09.09.2011 die &#8220;See You In Hell&#8221; in seinen Krallen gehabt; noch vor dem Würmerfangen!</p>
<p><b>NecroWeb: Sommer oder Winter?</b></p>
<p>Siggi: Wir von MessengeR verkünden unsere schwermetallische Botschaft zu jeder Jahreszeit!</p>
<p><b>NecroWeb: Wenn Ihr wiedergeboren würdet, als was?</b></p>
<p>Siggi: MessengeR 2.0</p>
<p><b>NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Euch alles Gute für die Zukunft!<br />
Möchtet Ihr unseren Lesern noch etwas mitteilen?</b></p>
<p>Siggi: Danke für Eure Aufmerksamkeit! Wir treffen uns vor der Bühne, in Walhalla oder IN HELL!!</p>
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		<title>KRIEGSFALL U</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Martialische Kost aus Ungarn ist untrennbar mit KRIEGSFALL U verbunden und da auch das neue Werk teils deftige Kost enthält, sah ich mich regelrecht gezwungen, Kontakt mit den Musikern aufzunehmen. Um der Band ihren Schleier zu wahren, spreche ich meinen Partner mit dem Bandnamen an und Freunde dieser Industiraltruppe sollten sich die Zeit nehmen, denn [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/kriegsfall-u/">KRIEGSFALL U</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martialische Kost aus Ungarn ist untrennbar mit KRIEGSFALL U verbunden und da auch das neue Werk teils deftige Kost enthält, sah ich mich regelrecht gezwungen, Kontakt mit den Musikern aufzunehmen. Um der Band ihren Schleier zu wahren, spreche ich meinen Partner mit dem Bandnamen an und Freunde dieser Industiraltruppe sollten sich die Zeit nehmen, denn das Resultat birgt interessante Ansichten und tiefe Einblicke in das aktuelle Album.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kriegsfall-u-foto01.jpg" alt="" title="" width="300" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Mit welchem Ziel wurde KRIEGSFALL U gegründet?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Kriegsfall U wurde aus dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und seiner sublimen Bestätigung geboren. Wir haben für unsere Existenz gekämpft, eigentlich ohne Hoffnung auf Aussicht. Wir waren auf der Suche nach Kraft und wir kamen, um sie in der heiligen katholischen Tradition zu finden, nämlich in der Lehre der heiligen Mutter Kirche, in der Reihenfolge des Königtums, in der Bindung der Transzendenz und Immanenz. Wir waren ringend auf der Suche für eine angemessene Form dieser Botschaft. Am Ende erwies sich die &#8220;industrielle&#8221; Seite für die am besten geeignete, da wir keinen Kompromiss eingehen und nur diejenigen mit einem gewissen Intellekt werden es verstehen können.</p>
<p><b>NecroWeb: Was sind die musikalischen als auch lyrischen Inspirationen bei KRIEGSFALL U?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Das Murmeln betender Mönche, das Vibrieren von Stahl und hämmernde Trommeln. Es gibt keinen spezifischen musikalischen Einfluss. Alles dreht sich um eine bestimmte Botschaft, wir sind keine festgefahrene Band und nicht jeder von uns ist Musiker. Wir sind einfache, bescheidene Sünder. Wir halten Sühne und kämpfen und wir werden versuchen, unser Bestes zu tun, dies nicht aufzugeben.</p>
<p><b>NecroWeb: Jedes Album von KRIEGSFALL U erschien auf einem anderen Label. Was sind die Gründe dafür?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Es war nicht beabsichtigt. MozgaloM ist eigentlich unser eigener Vertrieb, Cold Spring gefiel unsere Arbeit und Epidemie ist wieder eine andere Geschichte. Es steckt keine besondere Absicht dahinter.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kriegsfall-u-foto02.jpg" alt="" title="" width="300" height="316" /></div>
<p><b>NecroWeb: Epidemie Records ist ein Label mit verschieden Stilen. Wie ist es zum Kontakt gekommen?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Martin, der Kopf von Epidemie, schaute zu uns auf, mit der festen Bereitschaft, unser nächstes Album zu veröffentlichen. Wir schickten ihm ein Demo, welches er in der Tat mochte. Martin machte einen großen Aufwand, um die reibungslose Veröffentlichung des brandneuen Kriegsfall U Album zu arrangieren. Wir wurden wie echte Industriallegenden behandelt. Wir schätzen diese Art der Behandlung in der Tat. Unser Album wurde dann auch in der Art, wie wir es erwarteten, freigegeben. Die Tschechen sind sehr sympathisch, wie auch Prag. Früher hatten wir eine gemeinsame Veröffentlichung mit Autopsia gemacht, die sich derzeit auch in Prag befinden. Die Epidemie befasst sich mit vielen Dingen, aber das ist Martins Geschäft und wir respektieren ihre Souveränität. Das Einzige, was wir immer möchten &#8211; wann immer wir mit einem Verlag arbeiten &#8211; ist, keine Satanistenscheiße zu veröffentlichen. Das ist es, was wir auch Martin sagten.</p>
<p><b>NecroWeb: Euer zweites Album ist auf nur 49 Stück limitiert. Was war der Grund, dieses Werk nicht einer breiteren Masse zu präsentieren? Habt ihr keine Bedenken, euch damit selbst einzugrenzen?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Damals wollten wir ein Kapitel im Leben von Kriegsfall U schließen. Wir dachten, dass dies nicht so viele Leute kümmern würde. Zu diesem Zeitpunkt schien es eine gute Entscheidung zu sein, aber jetzt sehen wir, dass es einfach egoistisch war. Wir bekommen fast jede Woche Schreiben mit Anfragen zu diesem Material und mussten auch feststellen, dass einige Geizlinge dies zu unglaublich hohen Preisen anbieten. Wir wollen Mammon (ein Dämon, der als personifizierter Reichtum auftritt, A. d. R.) nicht den Arsch lecken, auch wenn er es gern hätte. Wir würden gern mehr Kopien davon anbieten, in einer angemessenen Form veröffentlichen, mit einem Extratrack. Wenn sich ein Verleger bereit erklärt, wir sind es.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kriegsfall-u-foto03.jpg" alt="" title="" width="400" height="208" /></div>
<p><b>NecroWeb: Die Werke von KRIEGSFALL U haben keine Titel. Warum?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Jedes Album ist ein Kapitel aus dem Leben von Kriegsfall U und dieses Konzept ist gewollt. Das ist das, was wir zu Kriegsfall U sagen können und wir könnten gar keinen anderen Namen wählen, es wäre vergebens.</p>
<p><b>NecroWeb: Lasst uns mal etwas genauer auf euer aktuelles Werk eingehen. Worauf bezieht sich genau die Thematik?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Ein neues Konzeptalbum braucht keinen Kompromiss, um aus sich herauszukommen. Dies war Absicht. In diesem Album gibt es nicht so viele Kompromisse wie in unserem ersten oder zweiten oder in anderen Werken von uns. Gründliche Konzentration ist da erforderlich um Text, Visualität und Musikalität in einer festen Einheit zu verbinden. Es ist kein spezielles Sound- oder Textfragment vorhanden und die Reihenfolge der Tracks ist durchaus beabsichtigt. Viele Menschen arbeiteten auf diesem Album mit, alle von ihnen identifizierten sich mit dem Konzept, welches von  Kriegsfall U vertreten wird, auf ihre individuelle Weise. Wie auch mit der Musik, wo wir martialische Elemente mit der aggressiven Macht des Industrial und klassischen industriellen Metalgeräuschen mischten. Unsere klare Absicht war es, zu zeigen, dass die Intensität unseres Kampfes keine Gnade zeigt, wenn unsere Musik zu spielen beginnt. Der letzte Track ist erhabener Neofolk und nur diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt aufmerksam sind, werden auch verstehen, warum. Wir wollen unseren großen Respekt für die Arbeit von Primas József Mindszenty und Professor Tamás Molnár zollen und die des kürzlich verstorbenen Otto II., Erbe des ungarischen Throns. Das ist unser persönliches Credo und die Botschaft. Professor Tamás Molnár war ein angesehener und bekannter konservativer katholischer Philosoph, endlich auch in unserem Land. Er war ein weiser Mann, der kürzlich verstorben ist und der mit jedem Gedanken, den er geäußert hat, tief in unseren Herzen wohnt. Primas József Mindszenty widerstand sowohl der bösartigen faschistischen Pfeilkreuzler (eine nationalsozialistische Partei Ungarns, A. d. R.), als auch der kommunistischen Herrschaft und was noch wichtiger ist, er wandte sich gegen die Vertreibung von Demokraten und war dagegen, dass Ungarn durch einen Parlamentsbeschluss zur Republik ernannt wurde. Ein einfacher Mann, der das Königtum auch in Zeiten der Not vertrat. Als unser ewiges Vorbild haben wir für seine Seligsprechung gebetet. Otto II, der Erbe des ungarischen Throns, wurde von vielen in Ungarn missverstanden und seine Person vertrat die tief verletzte und verwöhnte ungarische Tragödie im 20. Jahrhundert. Er bekam von Gott auf diese Erde für 98 Jahre, aber das war wohl nicht genug für die Ungarn, um ihn als ihren König anerkennen. Sie hielten stattdessen vielmehr auf Schwindler, die gerade diese schwierigen Zeiten gebracht haben und dienten stattdessen als Diener &#8220;zum sättigen&#8221;. Wir halten sie in ihrem hohen Ansehen aufrecht und wir verachten alle, die diese großartigen Menschen bekämpften.</p>
<p><b>NecroWeb: Was könnt ihr uns über die optische Aufmachung erzählen?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Die Symbole, die auf dem Cover erscheinen, zeigen Kämpfe von verzweifelter Härte, unter Einbeziehung der Heimat und fordernder Transzendenz, um diese zu schützten. Wir haben auch Symbole wie Ehrenmedaillen verwendet, Blut, die Symbole von Kriegsfall U und das Kleidungsstück, welches von den Rittern des Königlichen Ordens getragen wurde. Dies ergibt eine tolle Mischung und das ist es auch, was in unseren Kompositionen, unseren Köpfen, unseren Herzen und unseren Seelen geschieht. Wir wollten das Biest enthaupten, das wahre Anlitz der gesichtslosen Demokratie und die Maske der heutigen Heuchelei in einer Weise aufzeigen, so dass in jedem mehr oder weniger das Gefühl von vorhandener Aggression aufsteigt. Wir halten die Hoffnung aufrecht, mithilfe dieses Materials die Seelen der Zuhörer irgendwie zu retten.</p>
<p><b>NecroWeb: &#8220;Beat The Beast!&#8221; ist ein großartiger Song. Wer hat jenen geschrieben und woher kommt die Inspiration für diesen?</b></p>
<p>Kriegsfall U:  Kriegsfall U ist eine anonyme Band und es gibt so gesehen keine Menschen oder Künstler. Wir waren von der Absicht inspiriert, das Biest ein bisschen zu treten und uns nicht länger jeden Tag quälen zu lassen. Persönlich wollten wir in Aleister Crowley’s und in das Gesicht anderer okkulter, satanischer Motherfucker wie ihn schlagen. Wir wollten auch zeigen, wie gefährlich es ist, mit so etwas zu spielen. Menschen in Teufelsgestalt in dieser schwachen und profanen Welt sind nach seinem Bilde und das ist es, was viele wollen. Wir sind zuständig für jene, die die richtige Wahl getroffen haben, aber dennoch glauben, auf der Überholspur ins Verderben zu sein. Sie sollten besser aufwachen! Dies ist ein dunkler Traum, der die meiste Zeit bequem und angenehm ist. Aber man geht verloren, wenn man aus diesem Traum erwacht. Dieser Song geht auch auf diejenigen, die teuflische Scheiße lügen und nicht gewillt sind, daraus auszubrechen, weil sie meinen, eine tolle Zeit zu haben. Wir wollten ihnen zeigen, dass dies das zweifellose Verderben ist.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/kriegsfall-u-foto04.jpg" alt="" title="" width="286" height="400" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Ágnes Tóth bei dem Stück &#8220;Pure, Heroes, Saints&#8221;?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Wir haben uns bewusst dazu entschieden, mit Ágnes Tóth zusammenzuarbeiten. Wir kommen mit der Art, wie sie mit ihrer klaren und ausgebildeten Stimme arbeitet, gut zurecht. Wir können uns nicht wirklich identifizieren mit der spirituellen Sprachart durch The Moon And The Nightspirit, da ziemlich viele heidnische Elemente darin sind. Wir glauben nicht, das sie es auf der Ebene der Offenbarung tun, aber sie schaffen es, alte ungarische Traditionen herzuzaubern. Wir sind gläubige Katholiken und auf diesem Album schlagen wir das Biest oft, so dass es beabsichtigt war, Ágnes zu bitten, diese katholische ungarische Hymne über die Heiligen zu singen. Wir hatten dabei unseren eigenen Anteil an der Realisierung.</p>
<p><b>NecroWeb: Euer neues Album scheint doch harscher als die bisherigen. Wie seht ihr die Entwicklung von KRIEGSFALL U?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Dieses Album ist das Ergebnis von 4-5 Jahren Arbeit. Dieser Zeitraum wurde von 2 Jahren Pause unterbrochen, aber dieses Jahr lief es besser. Wir haben unseren Stil bewusst in die Richtung des kraftvollen und richtig klassischen Industrial gelenkt, was zwar viele Martial-Industrial-Bands heute auch spielen, aber sie sind nicht so besessen wie die, die diese Musik einst erschuffen. Wir wollten keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur akzeptiert werden. Wir wollten nicht ein so typisches &#8220;Szenealbum&#8221; und damit  niemand anderen, außer unserem eigenen Gewissen entsprechen. Wir möchten das hohe Ansehen von Pionieren des Industrial wie SPK, Test Department, Genocide Organ und Les Joyeux De La Princesse aufrecht halten, aber keine musikalische Kopie sein, sondern den Wegen ihres konzeptlichen Ausdrucks folgen.</p>
<p><b>NecroWeb: Zebaoth ist ein Ableger von KRIEGSFALL U und die Veröffentlichung  &#8220;Reign Of The Self&#8221; ist von 2006. Ist das Projekt noch im Gange?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Nein, nicht mehr. Und es scheint, dass es sich offenbar selbst über den Schöpfer stellt.</p>
<p><b>NecroWeb: Was hält die Zukunft bei KRIEGSFALL U bereit? Gibt es bereits Pläne?</b></p>
<p>Kriegsfall U: Setzt euch mit dem Album auseinander und Interviews scheinen auch der beste Weg dafür zu sein. Die Konzerte sind leider eine große Enttäuschung in dieser Hinsicht. Wir sind keine beileibe schwierige Band, aber dieses gemischte Musikbild war noch nie die Art, die uns anspricht. Wir würden wirklich gerne ein gemeinsames Album mit großartigen Bands wie Arditi, Rose Rovine E Amanti, Von Thronstahl, Triarii oder Oda Relicta machen. Sie sind die letzten, die sich nicht zurückgezogen haben und auf Konzepte bestehen, die noch nicht verschwunden sind.</p>
<p><b>NecroWeb: Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte sind euch …</b></p>
<p>Kriegsfall U: Bereut! Lasst uns zusammen zur Erlösung schreiten.</p>
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		<title>ZOMBIE INC.</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[autopsy]]></category>
		<category><![CDATA[carcass]]></category>
		<category><![CDATA[deicide]]></category>
		<category><![CDATA[edge of sanity]]></category>
		<category><![CDATA[entombed]]></category>
		<category><![CDATA[gorefest]]></category>
		<category><![CDATA[obituary]]></category>
		<category><![CDATA[pungent stench]]></category>
		<category><![CDATA[zombie inc]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Death Metal der alten Schule und die Zombie Thematik sind zwei paar Schuhe, die sich schon immer großer Beliebtheit beim Todesblei erfreuen. Warum also nicht mal den Holzfällern von ZOMBIE INC. auf die Finger geschaut &#8211; gesagt, getan. Mit Wolfgang Rothbauer ergab sich recht schnell ein interessanter Schriftverkehr über das aktuelle Debüt dieser hoffnungsvollen Truppe. [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/zombie-inc/">ZOMBIE INC.</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Death Metal der alten Schule und die Zombie Thematik sind zwei paar Schuhe, die sich schon immer großer Beliebtheit beim Todesblei erfreuen. Warum also nicht mal den Holzfällern von ZOMBIE INC. auf die Finger geschaut &#8211; gesagt, getan. Mit Wolfgang Rothbauer ergab sich recht schnell ein interessanter Schriftverkehr über das aktuelle Debüt dieser hoffnungsvollen Truppe.</p>
<p><b>NecroWeb: Hallo nach Österreich! Stellt euch doch bitte mal kurz unseren Lesern vor.</b></p>
<p>Wolfgang: Hallo Sven! Wir sind eine old-school orientierte Death Metal Band aus Österreich namens Zombie Inc., bestehend Musikern, die schon sehr lange im Metal Business herumgeistern&#8230;</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/zombie-inc-foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="267" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie hat sich die Meute von ZOMBIE INC. eigentlich gefunden? Gab es schon längere Zeit Pläne für die Band oder hat sich alles eher spontan ergeben?</b></p>
<p>Wolfgang: Nun, die Idee zur Gründung von Zombie Inc. kam im Sommer 2009 von Gerald Huber und mir. Der Plan kam eigentlich spontan nach einem intensiven und interessanten Gespräch zwischen mir und Gerald, wo es um Death Metal und die 90er Jahre ging. Martin Schirenc war natürlich unsere erste Wahl bzgl des Gesanges, da es unserer Meinung nur mit ihm möglich und sinnvoll ist, als österreichische Band eine old-school Death Metal Platte zu machen, die auch authentisch klingt! Im Grunde ergab sich dann aber alles ziemlich von selbst.</p>
<p><b>NecroWeb: Die Zombie-Thematik ist ja nun nicht wirklich neu. Seit ihr diesem Metier derart verfallen, oder warum habt ihr euch dafür entschieden?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja, was ist denn heutzutage noch neu? Zombies sind einfach cool! Grundsätzlich stehen wir alle eigentlich auf Zombie- und Horrorfilme. Wir wollten uns auf ein geschlossenes Thema einigen, und entschieden wir uns eben auf die Zombie-Thematik!</p>
<p><b>NecroWeb: Erzähl doch mal. Gab es eine bestimmte Herangehensweise beim Erstellen des Werkes? Was inspiriert euch mehr &#8211; Gorefilme, reale Bluttaten, oder andere Dinge?</b></p>
<p>Wolfgang: Wir haben uns einfach entschieden ein geschlossenes Thema als Konzept zu nehmen! Dabei kamen wir spontan auf die Zombie-Thematik, die uns eben allen gefällt und uns danach inspiriert hat, dies dann lyrisch sowie musikalisch umzusetzen.<br />
Definitiv gefallen mir Splatter-, Zombie-, Gore-, Slasher-, Horror-, usw. Filme, aber gefilmte reale Bluttaten finde ich absolut nicht ansprechend.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/zombie-inc-a-dreadful-decease.jpg" alt="" title="" width="300" height="298" /></div>
<p><b>NecroWeb: Das Cover wirkt auf mich alles andere als modern. Ist jenes nach euren Vorstellungen entstanden oder gab es auch Alternativen?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja, das gesamte Artwork ist nach unseren Vorstellungen entstanden, da wir ein vollständiges Konzept im Stile der 90er Jahre herausbringen wollten. Was hätte denn bitte ein modernes Cover auf einem old-school Death Metal Album zu suchen? Nein, unsere Idee war eben ein einheitliches Konzept zu verarbeiten!</p>
<p><b>NecroWeb: Martin Schirenc von Pungent Stench röhrt ja bei euch ins Mikro. Glaubst du, dass es von Vorteil ist und eventuelle Verkäufe ankurbelt, wenn man diverse Szenegrößen vorzeigen kann?</b></p>
<p>Wolfgang: Ob es jetzt Verkäufe ankurbelt bezweifle ich, aber es zieht definitiv mehr Aufmerksamkeit auf sich! Es geht nicht darum welcher Musiker dahinter steht, sondern um das, was jeder einzelne Musiker an Atmosphäre und Emotion mitbringt! Wenn alles klappt, kommt eben eine Scheibe wie &#8220;A Dreadful Decease&#8221; heraus! <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /></p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/zombie-inc-foto-03.jpg" alt="" title="" width="200" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Was eure musikalischen Einflüsse betrifft, tipp ich ja mal ganz stark auf Autopsy. Oder gibt es da eventuell auch eher ungewöhnliche Vorbilder?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja, mit Autopsy liegst du ganz richtig, aber natürlich haben uns auch andere Bands wie Entombed, Carcass, Obituary, Deicide, Edge of Sanity und Gorefest, die uns mit Sicherheit unbewusst beeinflusst und inspiriert haben! Klar war aber, dass wir unsere eigene Version des 90er old-school Death Metals, mit eigener Identität und Ideologie verarbeiten wollten. Ich denke, wir haben das ziemlich gut gemacht!</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr spielt ja auch in anderen Bands. Wie bekommt ihr das zeitlich hin, was das Proben betrifft?</b></p>
<p>Wolfgang: Keine Ahnung wie wir das organisieren werden, aber wir werden es machen! <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /> Irgendwie geht es immer! Die Probezeiten für die anderen Bands stehen fest, dh. wenn ein Konzert mit Zombie Inc. zu spielen ist, werden wir Zeit finden uns darauf vorzubereiten!</p>
<p><b>NecroWeb: &#8220;We Must Eat!&#8221; ist nicht falsch zu verstehen. Gibt es diese Granaten auch Live zu bewundern. Geht ihr mit dem Album auf Tour?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja, natürlich haben wir den Plan unsere Songs auf Festivals oder Touren zu präsentieren. Wir werden sehen wie groß die Nachfrage sein wird! Mal sehen, wir sind definitiv bereit unsere Song live zu präsentieren und freuen uns darauf.</p>
<p><b>NecroWeb: Gibt es Pläne für die Zukunft? Bleibt ihr euren Werten treu oder wird die Thematik beim nächsten Werk gewechselt?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja es gibt Pläne für die baldige Zukunft! Wir werden unseren Werten und der Thematik treu bleiben, aber musikalisch werden wir trotzdem definitiv noch sehr viel drauflegen!! &#8220;A Dreadful Decease&#8221; war erst der Anfang!</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/zombie-inc-foto-02.jpg" alt="" title="" width="400" height="267" /></div>
<p><b>NecroWeb: Auf geht&#8217;s zu den Schnellschüssen, wo eine kurze Antwort reicht:</b></p>
<p><b>NecroWeb: Welchen Musiker möchtest du mal treffen?</b></p>
<p>Wolfgang: John Tardy.</p>
<p><b>NecroWeb: Was ist schlimmer als der Besuch beim Zahnarzt?</b></p>
<p>Wolfgang: Die Zahnschmerzen vorher.</p>
<p><b>NecroWeb: Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?</b></p>
<p>Wolfgang: Ja.</p>
<p><b>NecroWeb: Wiener oder Bockwurst?</b></p>
<p>Wolfgang: Bockwurst.</p>
<p><b>NecroWeb: Etwas, was du überhaupt nicht magst?</b></p>
<p>Wolfgang: Insekten.</p>
<p><b>NecroWeb: Schon mal eine fette Schiffsreise gemacht?</b></p>
<p>Wolfgang: Nein.</p>
<p><b>NecroWeb: Stinkerkäse ist doch lecker, oder?</b></p>
<p>Wolfgang: Na klar!</p>
<p><b>NecroWeb: Deine letzte Grillparty?</b></p>
<p>Wolfgang: Kann mich nicht mehr erinnern.</p>
<p><b>NecroWeb: Das wichtigste in deinem Leben?</b></p>
<p>Wolfgang: Mein Leben!</p>
<p><b>NecroWeb: Angenommen du hast ein Aquarium, das soeben geplatzt ist. Was machst du?</b><br />
<b>- Du rennst hysterisch durch die Bude</b><br />
<b>- Du versuchst deine geschuppten Freunde zu retten</b><br />
<b>- Du schippst verzweifelt mit einem Eimer</b></p>
<p>Wolfgang: Keine Ahnung, wahrscheinlich würde ich hysterisch nach einem Handtuch suchend, durch die Bude rennen und anschließend feststellen, dass ich alle Fische zertreten habe.</p>
<p><b>NecroWeb: Vielen Dank für diese Interview. Noch ein paar Worte an unsere Leser?</b></p>
<p>Wolfgang: Herzlichen Dank für eure Zeit und Interesse! Stay Death Metal! Support Zombie Inc.</p>
<p>Cheers</p>
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		<title>SEBASTIAN FITZEK</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[frank schaetzing]]></category>
		<category><![CDATA[michael robotham]]></category>
		<category><![CDATA[sebastian fitzek]]></category>
		<category><![CDATA[stephen king]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nachdem ich die Bibliografie des Autors bereits für NecroWeb rezensiert habe, war es möglich mit dem deutschen Bestseller Autor ein Interview via E-Mail zu führen. Hier konnte ich einiges über seine Art zu schreiben, seine Inspirationen und vor allem sein neues Buch &#8220;Der Augenjäger&#8221; in Erfahrung bringen. NecroWeb: Wie kamen Sie auf die Idee, Bücher [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/sebastian-fitzek/">SEBASTIAN FITZEK</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich die Bibliografie des Autors bereits für NecroWeb rezensiert habe, war es möglich mit dem deutschen Bestseller Autor ein Interview via E-Mail zu führen. Hier konnte ich einiges über seine Art zu schreiben, seine Inspirationen und vor allem sein neues Buch &#8220;Der Augenjäger&#8221; in Erfahrung bringen.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Sebastian-Fitzek-Foto-01.jpg" alt="" title="" width="250" height="376" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie kamen Sie auf die Idee, Bücher zu schreiben?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Ich denke, so wie jeder andere Autor auch: über das Lesen.<br />
Wann immer ich früher ein gutes Buch aus der Hand gelegt habe, habe ich mich gefragt, ob mir auch einmal eine Idee einfallen würde, die das Fundament zu einer guten Geschichte legt.<br />
Und als ich sie nach jahrelangem Nachdenken hatte, hab ich es einfach mal ausprobiert.</p>
<p>Konkret war das die die Idee zur &#8220;Die Therapie&#8221;, die mir tatsächlich kam, während ich in einem völlig überfüllten Wartezimmer eines Arztes darauf wartete, dass meine Freundin endlich wieder aus der Behandlung kommt. Als das nach einer halben Stunde immer noch nicht der Fall war, begann mein Thriller-Hirn zu grübeln: Was wäre, wenn dir jetzt alle sagen würden, sie wäre erst gar nicht hineingegangen? Wenn Sprechstundenhilfe und Arzt behaupteten, heute hätten sie meine Freundin gar nicht gesehen? Wenn auch die die anderen, wartenden Patienten mit dem Kopf schütteln würden? Welchen logischen Grund könnte es dafür geben, dass sie fortan nie wieder auftaucht? Nachdem ich diese Kern-Frage gefunden und für spannend befunden hatte, begann ich etwa ein Jahr lang nachzudenken. Danach hatte ich ein Exposé mit einer (wie ich finde) schlüssigen Story zusammen. Erst dann fing ich an zu schreiben.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Sebastian-Fitzek-Die-Therapie.jpg" alt="" title="" width="200" height="315" /></div>
<p><b>NecroWeb: War es schwer einen Verlag für Ihre Bücher zu finden?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Ja, denn ich wurde von allen, die ich anschrieb mit dem Argument &#8220;Deutscher Psychothriller funktioniert nicht&#8221; abgelehnt. Erst als mich eine namhafte Agentur (AVA-International) unter Vertrag nahm, gab man mir mit &#8220;Die Therapie&#8221; eine Chance. Droemer Knaur war der einzige Verlag, der es mit einer Kleinstauflage von 4000 Stück ohne einen Euro Marketing Etat ausprobierte. Gott und meinem Agenten Roman Hocke sei Dank.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihre Bücher sind ja recht komplex. Wie gestaltet sich der Schreibprozess und wie organisieren Sie diesen?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Ich schreibe nur ein maximal zehnseitiges, sehr grobes Exposé. Sobald ich Anfang und Ende kenne fange ich an und lasse mich beim Schreiben selbst über die Entwicklung überraschen.</p>
<p><b>NecroWeb: In Ihren Büchern haben Sie ja doch recht &#8220;kranke&#8221; Ideen. Wie kommt man als &#8220;normaler&#8221; Mensch auf sowas?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Leider sind meine &#8220;kranken&#8221; Ideen nicht halb so grausam, wie das, was in der Realität geschieht. Man muss (leider) nur die Augen und Ohren offen halten. Gerade wenn man wie ich, jahrelang beim Radio gearbeitet hat, wird man mit schlechten Nachrichten überflutet. Ein Beispiel: Allein in Deutschland leben 300.000 Pädophile. Als &#8220;normaler&#8221; Leser überblättert man eine solche Zeitungsmeldung. Als Autor frage ich mich, was genau in dieser Sekunde in meiner Nachbarschaft hinter verschlossenen Türen passiert.</p>
<p><b>NecroWeb: Warum schreiben sie ausgerechnet Thriller?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Weil das auch die Bücher sind, die ich selbst am liebsten lese.</p>
<p><b>NecroWeb: Woher nehmen Sie Ihre Ideen?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Aus dem Alltag. Ich glaube, ich bin so etwas wie ein Irrenmagnet und treffe immer wieder auf verhaltensauffällige Menschen. Wenn mir jemand in der U-Bahn erzählt, er habe schon einmal gelebt, überlege ich mir, wieso er das nicht beweisen kann. Wie wäre es wenn, er nicht vor tausend sondern erst vor zehn Jahren gestorben ist? Was wäre, wenn er ein kleiner Junge wäre, zehn Jahre alt, der von sich behauptet, in einem früheren Leben ein Serienmörder gewesen zu sein, und der seinen Anwalt zu den Fundorten von Leichen führt? – so funktioniert mein Hirn. Etwas Ungewöhnliches passiert in meinem Alltag und schon stecke ich in einer Kette von Fragen, deren Beantwortung im eben beschriebenen Falle zu meinem Thriller &#8220;Das Kind&#8221; führte.</p>
<p><b>NecroWeb: Können Sie sich die Beliebtheit Ihrer Bücher insbesondere im Ausland erklären?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Psychothriller sind länderübergreifend beliebt, von Holland bis nach Japan, von Südamerika bis Russland, denn sie spielen an einem Ort, den jeder Mensch auf der gesamten Welt kennt. Meistens nur vom Hörensagen, aber er hat eine ganz bestimmte Vorstellung davon und will ihn gerne tiefer ergründen: Die Rede ist von der menschlichen Seele.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Sebastian-Fitzek-Der-Augenjaeger.jpg" alt="" title="" width="200" height="308" /></div>
<p><b>NecroWeb: Können Sie uns schon Informationen über kommende Bücher oder Projekte geben?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Am 27. September erscheint mein neuer Psychothriller: &#8220;Der Augenjäger&#8221;, bei dem der sadistische Augenchirurg Zarin Suker im Mittelpunkt steht. Seine Patienten erleben ihn als einen versierten Arzt, bekannt für die kompliziertesten am menschlichen Sehorgan.</p>
<p>Seine weiblichen Opfer erleben ihn als einen perversen Sadisten, der ihnen im wahrsten Sinne des Worts die Augen geöffnet hat. Ohne Betäubung.</p>
<p>Noch sitzt Suker in Untersuchungshaft und die Beweislast ist erdrückend. Doch dann verschwindet die einzige Zeugin, die sich nach Sukers Behandlung nicht das Leben nahm, aus einem sicheren Haus im Opferschutz.<br />
Die Polizei greift zu einer verzweifelten Maßnahme, um die Bestie nicht wieder auf freien Fuß setzen zu müssen und wendet sich an Alina Gregoriev. Eine blinde Physiotherapeutin, die angeblich über besondere Fähigkeiten verfügt und die den Ermittlern schon einmal geholfen hat, eine verschwundene Person aufzuspüren. Damals, im Falle des Augensammlers …</p>
<p><b>NecroWeb: Auch Ihre Lesungen sind ja sehr speziell. Warum veranstalten Sie immer wieder ausgefallene Events wie die Lesetour in dem abgedunkelten Bus?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Frank Schätzing hat einmal sehr klug bemerkt, dass ein Autor in erster Linie ein Entertainer ist. Er will sein Publikum mit guten Geschichten unterhalten. Wieso sollte das mit dem Prozess des Schreibens vorbei sein? Die meisten Menschen, die zu meinen Lesungen kommen, können lesen (hoffe ich <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" />). Weshalb sollten sie dann Eintritt dafür bezahlen, um mir dabei zuzusehen, wie ich ihnen Passagen vorlese, die sie meistens schon kennen und die ein ausgebildeter Sprecher viel besser vortragen würde? Auch auf einer Lesung hat das Publikum verdient, gut unterhalten zu werden und den Autor persönlich kennen zu lernen.<br />
Wir sind übrigens gerade dabei eine Premierenlesung in absoluter Finsternis vorzubereiten. Ich bin sehr gespannt, wer mir mal im Dunkeln begegnen will <img src="http://www.necroweb.de/images/smileys/zwinkern01.gif" width="15" height="15" alt="zwinkern" style="border:0;" /></p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Sebastian-Fitzek-Foto-02.jpg" alt="" title="" width="250" height="342" /></div>
<p><b>NecroWeb: Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu Ihren Lesern?</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Sehr. Jeder Künstler braucht Publikum, sonst würde er mit seinen Werken ja nicht an die Öffentlichkeit treten.</p>
<p><b>NecroWeb: Kommen wir zu unseren Spontanfragen:</b></p>
<p><b>NecroWeb: Die drei coolsten Dinge in Ihrem Kühlschrank: </b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Drei Packungen Stracciatella Bio Joghurt, schmeckt Hammer!</p>
<p><b>NecroWeb: Das letztes Buch, welches Sie gelesen haben:</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8220;Dein Wille Geschehe&#8221; von Michael Robotham</p>
<p><b>NecroWeb: Die letzte CD, welche sie gekauft haben:</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Keane &#8220;Hopes and Fears&#8221;</p>
<p><b>NecroWeb: Ihre literarischen Vorbilder:</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Zu viele, um sie hier nieder zu schreiben. Bei Thrillern fing alles mit Stephen King an, wem sonst?</p>
<p><b>NecroWeb: Diese drei Dinge sind für Sie unverzichtbar:</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: Herz, Gehirn und Lunge.</p>
<p><b>NecroWeb: Urlaub ist&#8230;</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8230;Science Fiction.</p>
<p><b>NecroWeb: Schreiben ist&#8230;</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8230;wie Sport. An Anfang mühsam, mittendrin ganz okay und großartig, wenn man endlich fertig ist.</p>
<p><b>NecroWeb: Bücher sind&#8230;</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8230;die Dinger, die unsere Kinder voll retro finden werden.</p>
<p><b>NecroWeb: Leben ist&#8230;</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8230;eine Reise.</p>
<p><b>NecroWeb: Der Buchmarkt&#8230;</b></p>
<p>Sebastian Fitzek: &#8230;ist ein abstrakter Begriff, der mich nicht interessiert. Beim Schreiben geht es um gute Geschichten und Leser. So lange es Beides gibt, wird es auch immer Bücher geben, egal in welcher Form.</p>
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		<title>TANZWUT</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hypnotoad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[alex capus]]></category>
		<category><![CDATA[combichrist]]></category>
		<category><![CDATA[corvus corax]]></category>
		<category><![CDATA[tanzwut]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach der Trennung von Corvus Corax und dem Start als Eigenständige Band hauen Tanzwut mit dem Mittelalteralbum &#8220;Morus Et Diabolus&#8221; und der Rockscheibe &#8220;Weiße Nächte&#8221; gleich zwei hochkarätige Alben produziert. Grund genug für uns ein Interview mit Teufel von Tanzwut zu führen. NecroWeb: Die endgültige Trennung von Corvus Corax ist ja noch nicht allzu lange [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/tanzwut-2/">TANZWUT</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Trennung von Corvus Corax und dem Start als Eigenständige Band hauen Tanzwut mit dem Mittelalteralbum &#8220;Morus Et Diabolus&#8221; und der Rockscheibe &#8220;Weiße Nächte&#8221; gleich zwei hochkarätige Alben produziert. Grund genug für uns ein Interview mit Teufel von Tanzwut zu führen.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Tanzwut-Morus-Et-Diabolus.jpg" alt="" title="" width="200" height="203" /></div>
<p><b>NecroWeb: Die endgültige Trennung von Corvus Corax ist ja noch nicht allzu lange her. Wie schwer war es, sich einzuspielen und zu einer funktionierenden Band zu werden?</b></p>
<p>Teufel: Da alle Musiker in der Band ihr Instrumente gut beherrschen und motiviert und vorbereitet zu den Proben erschienen, war es nur eine Frage der Zeit bis alles gut zusammen funktionierte. Anfangs fehlte dann nur noch die gemeinsame Bühnenerfahrung. Aber auch diese konnten wir auf vielen Auftritten in diesem Sommer sammeln und können final sagen, dass wir auch auf der Bühne gut harmonisieren. Jetzt veröffentlichen wir die erste gemeinsame Rock-CD und gehen im Anschluss auf Tournee. Auch das wird uns weiter als Band festigen.</p>
<p><b>NecroWeb: Ihr habt kürzlich mit &#8220;Morus Et Diaboli&#8221; ein reines Mittelalteralbum veröffentlicht. Wird es in diesem Stil auch weitere Alben geben?</b></p>
<p>Teufel: Das Album &#8220;Morus et Diabolus&#8221; wurde sehr gut aufgenommen und so ist es für uns völlig klar, dass weitere Mittelalter-Akustik-Alben folgen werden. Es gibt für Tanzwut da noch ein breites Feld zu bearbeiten. Die Mittelaltermusik ist auch für uns ein schönes Thema und so sind auch weitere Akustik-Live-Auftritte für 2012 in Planung.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Tanzwut-Weisse-Naechte.jpg" alt="" title="" width="200" height="200" /></div>
<p><b>NecroWeb: Mit &#8220;Weiße Nächte&#8221; habt Ihr ja auch ein Album am Start, welches 100% nach Tanzwut klingt. Wie leicht oder schwer ist die Umstellung zu rockiger Musik nach der Mittelalterscheibe gewesen?</b></p>
<p>Teufel: Das lustige ist, dass wir das Rockalbum &#8220;Weiße Nächte&#8221; schon vor dem Mittelalter-Album fertig hatten. Erst nachdem wir die Aufnahmen für &#8220;Weiße Nächte&#8221; beendet hatten, begannen wir mit den Studioarbeiten für &#8220;Morus et Diabolus&#8221; Wir wussten nicht, dass uns die Kompositionen und Texte für das Rock-Album so gut von der Hand gingen und hatten noch ausreichend Elan für eine zweite CD und begannen mit der Bearbeitung unserer Mittelalter-Favoriten. Die Umstellung zwischen Mittelalter und Rock viel uns relativ leicht, da wir einfach Freude an dem hatten was wir taten.</p>
<p><b>NecroWeb: Was spielt Ihr lieber? Rock oder Mittelalter?</b></p>
<p>Teufel: Wie vorher schon erwähnt. Wir lieben die Abwechslung und möchten keins von beiden missen. Es macht uns genauso viel Spaß auf Märkten zu spielen, wie in Clubs oder auf Festivals.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Tanzwut-Foto-01.jpg" alt="" title="" width="400" height="267" /></div>
<p><b>NecroWeb: Tanzwut waren ja immer für Ihre genialen Bühnenshows bekannt. Wird es genauso spektakulär weitergehen?</b></p>
<p>Teufel: Ja sicher. Wir sind gerade mitten in den Vorbereitungen für die &#8220;Weiße Nächte&#8221;-Tour im Herbst diesen Jahres. Wir haben wieder viele Ideen, aber leider lässt sich ja nicht immer alles umsetzen.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie läuft bei euch der musikalische Entstehungsprozess ab? Gibt es einen Kopf, der alles entscheidet, oder tragen alle Mitglieder Ihren Teil bei?</b></p>
<p>Teufel: Jeder in der Band hat irgendwelche Fähigkeiten, die er einsetzen kann um die Band als Ganzes voran zu bringen und sich im Entstehungsprozess einzubringen. Genauso ist es auch musikalisch. Jeder beteiligt sich in dem Maße wie er das möchte und am Ende wird alles in &#8220;Teufels Küche&#8221; in einen großen Kessel geworfen, umgerührt und ein Tanzwut-Elexier gebraut.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Tanzwut-Foto-02.jpg" alt="" title="" width="400" height="209" /></div>
<p><b>NecroWeb: Woher nehmt Ihr eure Inspirationen?</b></p>
<p>Teufel: Uns inspiriert alles was uns umgibt, was wir erleben, andere Kunst, Träume, Menschen, …</p>
<p><b>NecroWeb: Was ist euer größter Traum als Band?</b></p>
<p>Teufel: Ein Konzert im ausverkauften Madison Square Garden.</p>
<p><b>NecroWeb: Was erwartet uns in naher Zukunft von Tanzwut?</b></p>
<p>Teufel: Eine Rock-CD, eine Tournee – also ganz viel Musik, geile Konzerte, einfach &#8220;Weiße Nächte&#8221;!</p>
<p><b>NecroWeb: Nun zu unseren Spontanfragen:</b></p>
<p><b>NecroWeb: Was sind die drei coolsten Dinge in eurem Kühlschrank?</b></p>
<p>Teufel: Maus, Käse, Angelhaken</p>
<p><b>NecroWeb: Welches Buch habt Ihr zuletzt gelesen?</b></p>
<p>Teufel: &#8220;Reisen im Licht der Sterne&#8221; von Alex Capus</p>
<p><b>NecroWeb: Welche CD habt Ihr zuletzt gekauft?</b></p>
<p>Teufel: &#8220;Bukowski waits for you&#8221;</p>
<p><b>NecroWeb: Welches Konzert habt Ihr zuletzt besucht?</b></p>
<p>Teufel: Combichrist</p>
<p><b>NecroWeb: Was ist für euch unverzichtbar?</b></p>
<p>Teufel: Stoffwechsel</p>
<p><b>NecroWeb: Musik ist&#8230; </b></p>
<p>Teufel: &#8230;ein Elexier voller Geheimnisse</p>
<p><b>NecroWeb: Tanzwut sind&#8230; </b></p>
<p>Teufel: &#8230;des Teufels Mannen.</p>
<p><b>NecroWeb: Fans sind&#8230; </b></p>
<p>Teufel: &#8230;unsere Belohnung.</p>
<p><b>NecroWeb: Urlaub ist&#8230; </b></p>
<p>Teufel: &#8230;nötig.</p>
<p><b>NecroWeb: Lustig ist&#8230; </b></p>
<p>Teufel: &#8230;unser Leben.</p>
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		<title>THE TRUE WILL</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[arditi]]></category>
		<category><![CDATA[haus arafna]]></category>
		<category><![CDATA[kiss the anus of a black cat]]></category>
		<category><![CDATA[lustmord]]></category>
		<category><![CDATA[maska genetik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Mit THE TRUE WILL bringt Jim Breedveld hier ein feines Projekt an den Start, welches sowohl Freunde des finsteren Ambient als auch Liebhaber martialischer Klänge ansprechen dürfte. Somit sah ich es als Pflicht an, den Musiker mal etwas auf den Zahn zu fühlen, was eigene Ansichten und Interessen betrifft. Ein kleiner, aber feiner Schriftwechsel sollte [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/the-true-will/">THE TRUE WILL</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit THE TRUE WILL bringt Jim Breedveld hier ein feines Projekt an den Start, welches sowohl Freunde des finsteren Ambient als auch Liebhaber martialischer Klänge ansprechen dürfte. Somit sah ich es als Pflicht an, den Musiker mal etwas auf den Zahn zu fühlen, was eigene Ansichten und Interessen betrifft. Ein kleiner, aber feiner Schriftwechsel sollte folgen &#8230;</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/The-True-Will-Triumph-Of-The-Past.jpg" alt="" title="" width="200" height="200" /></div>
<p><b>NecroWeb: Du bist das einzige Mitglied von THE TRUE WILL. Wann wurde die Idee zu diesem Projekt geboren?</b></p>
<p>Jim: The True Will wurde geboren, als ich beschloss, einige meiner alten Experimente 2010 freizugeben.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie lange brauchtest du, um &#8220;Triumph Of The Past&#8221; zu erstellen? Gibt es eine Botschaft auf diesem Album?</b></p>
<p>Jim: Ich habe an &#8220;Triumph Of The Past&#8221; seit 2009 gearbeitet und beendete das Material im Jahr 2010. Die Themen in den Songs sind über das, was ich als einen sich wiederholenden Zyklus in der Geschichte der Menschheit halte, den Aufstieg und Niedergang der großen Nationen und der menschlichen Reise zur wahren Existenz. Die Menschheit erschafft sich ihr eigenes Gefängnis, ohne auf ihre natürlichen Gefühle zu hören und ich versuche, diese Gefühle durch meine Musik zu wecken.</p>
<p><b>NecroWeb: &#8220;Triumph Of The Past&#8221; klingt wie Dark Ambient mit martialischen Einflüssen. Bitte definiere den Stil von THE TRUE WILL.</b></p>
<p>Jim: Nachdem die Musik anfangs eher Dark Ambient-orientiert war, beschloss ich, Trommeln, die wohl &#8216;martialischen&#8217; Elemente, die du meinst, hinzuzufügen. Ich bin kein großer Fan von Schubladeneinordnungen der Musik, sondern Ritual Ambient klingt wie eine gute Indikation für meine Musik.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/The-True-Will-Foto-01.jpg" alt="" title="" width="212" height="334" /></div>
<p><b>NecroWeb: War es von Anfang an geplant, die Songs so finster klingen zu lassen? Oder hat sich das im Laufe der Zeit so entwickelt?</b></p>
<p>Jim: Die Songs haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, zuerst wollte ich es eher Dark Ambient-orientiert klingen lassen, aber bei der Erstellung bestimmter Elemente wie Schlagzeug und gesprochener Wortpassagen in der Musik beschlich mich das Gefühl, dass diese Elemente weitgehend verantwortlich für den dunklen Klang dieses Albums sind.</p>
<p><b>NecroWeb: Hast du ein besonderes Interesse an der Geschichte? Ist jenes thematisch eher auf den Krieg oder auch auf andere Zeitepochen bezogen?</b></p>
<p>Jim: Ich versuche mich über alle Perioden unserer Geschichte zu informieren und ich glaube, wir können nicht vorwärts gehen, ohne etwas über unsere Vergangenheit zu wissen. Das heidnische Europa ist sehr maßgeblich an der Erstellung von &#8220;Triumph Of The Past&#8221; beteiligt.</p>
<p><b>NecroWeb: Was für Bands inspirieren oder motivieren dich? Schriftsteller? Künstler? Filme?</b></p>
<p>Jim: Viele Künstler wie Ordo Equilibrio, No Festival Of Light, Lustmord und NON inspirieren mich dazu, Musik zu machen. William Blake, Aleister Crowley und Friedrich Nietzsche gehören zu meinen Lieblingsautoren. Pier Paolo Pasolini, Lars von Trier, E. Elias Merhige und viele andere Filmemacher inspirieren mich.</p>
<p><b>NecroWeb: Musik kann durchaus eine Form von Kunst sein, aber nicht viele Bands sind wirklich gut. Wie ist deine Meinung dazu?</b></p>
<p>Jim: Es gibt gute und schlechte Künstler in jeder Form von Kunst, die Zuhörer sollten aber selber entscheiden, ob sie es mögen oder nicht. Ich glaube nicht, dass Musiker einander beurteilen sollten, ob man es mag oder nicht, denn das bedeutet ja nicht, dass die Künstler schlecht sind, in dem was sie tun.</p>
<p><b>NecroWeb: Glaubst du, dass die Weltanschauungen oder Ideologien von Künstlern die Art der Musik, die sie produzieren, auch irgendwie prägen?</b></p>
<p>Jim: Ja, auch wenn man es freiwillig tut, Kunst spiegelt immer einige Aspekte der eigenen Erfahrungen wieder, und in einigen Fällen auch fehlerhafte.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/The-True-Will-Foto-02.jpg" alt="" title="" width="209" height="332" /></div>
<p><b>NecroWeb: Was waren die einflussreichsten und besten musikalischen Werke für dich in letzter Zeit?</b></p>
<p>Jim: Einige, die ich genieße, sind Arditi &#8220;Leading The Iron Resistance&#8221;, Maska Genetik’s &#8220;Strada&#8221;, Kiss The Anus Of A Black Cat &#8220;Hewers Of Wood And Drawers Of Water&#8221;, Ordo Rosarius Equilibrio’s &#8220;Songs 4 Hate &#038; Devotion&#8221; und Haus Arafna’s  &#8220;New York Rhapsody&#8221;.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie wichtig ist dir die Verwendung von Samples oder gesprochenen Passagen?</b></p>
<p>Jim: Die Samples sind sehr wichtig in meiner Musik. Ich verwende sie zum Beispiel, um eine Nachricht zu erzwingen und bestimmte Emotionen hervorzurufen. Ich hatte in meinem Leben viel mit Angst, Depression und reiner Melancholie an verschiedenen Punkten zu tun und ich versuche, diese Gefühle durch meine Musik mit Hilfe von Samples zu unterstreichen.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie bist du mit Rage In Eden in Kontakt gekommen? Bist du zufrieden mit dem Label?</b></p>
<p>Jim: Nachdem ich das Demo fertig gestellt hatte habe ich meine Suche nach einem Label gestartet. Rage in Eden war eines der ersten Labels, die mir in den Sinn kamen und nach ein paar Wochen bekam ich eine Nachricht zurück von Marcin Bachtiak, der Rest ist Geschichte. Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich froh bin, ein Teil der Rage in Eden-Familie zu sein, liefert Marcin doch nur gute Ergebnisse.</p>
<p><b>NecroWeb: Vielen Dank. Gibt es letzte Worte?</b></p>
<p>Jim: Vielen Dank für dieses tolle Interview und hört unbedingt &#8220;Triumph Of The Past&#8221;! Mit freundlichen Grüßen, Jim Breedveld.</p>
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		<title>RASALHAGUE</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blizzard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Für sein aktuelles Album &#8220;Rage Inside The Window&#8221; lies sich Kerry etwas Besonderes einfallen &#8211; die Vertonung einer wahren Begebenheit, welche das kranke Anlitz des Menschen aufzeigt. Ein nachdenkliches, ernstes, aber auch aufschlussreiches Interview sollte die Folge sein und wer mag, der folge mir in die abtrünnige Welt von RASALHAGUE. NecroWeb: Woher kommt dein Interesse [...]</p><p>The post <a href="http://www.necroweb.de/rasalhague/">RASALHAGUE</a> appeared first on <a href="http://www.necroweb.de">NecroWeb Magazin</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für sein aktuelles Album &#8220;Rage Inside The Window&#8221; lies sich Kerry etwas Besonderes einfallen &#8211; die Vertonung einer wahren Begebenheit, welche das kranke Anlitz des Menschen aufzeigt. Ein nachdenkliches, ernstes, aber auch aufschlussreiches Interview sollte die Folge sein und wer mag, der folge mir in die abtrünnige Welt von RASALHAGUE.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Rasalhague-Foto-01.jpg" alt="" title="" width="250" height="375" /></div>
<p><b>NecroWeb: Woher kommt dein Interesse für Dark Ambient?</b></p>
<p>Kerry: Ich wurde zuerst durch das Hören von viel Cold Meat Industrie-Bands auf Dark Ambient aufmerksam. Für mich birgt Dark Ambient Musik sehr viel, wie Natürlichkeit, tiefgehende Emotionen und Isolation, so dass es mich sehr intensiv anzog.</p>
<p><b>NecroWeb: Was bedeutet der Name RASALHAGUE?</b></p>
<p>Kerry: Der Name Rasalhague kommt aus dem Arabischen und bedeutet &#8220;Der Kopf Der Schlange&#8221;. Es ist der hellste Stern, unter einer kleinen Gruppe, in der Konstellation Ophiuchus (Sternbild Schlangenträger). Er brennt etwa 25-mal heller als unsere Sonne und hat eine Masse, die viermal größer ist. Aus dem Inneren des Sterns ist vor kurzem Hydrogen ausgelaufen und nun ist er im Anfangs-Stadium des Sterbens.</p>
<p><b>NecroWeb: Das Album basiert auf einer wahren Begebenheit. Was kannst du uns darüber erzählen? Ist der Name Danielle fiktiv oder real?</b></p>
<p>Kerry: Die wahre Geschichte basiert auf einer Mutter, die ihre eigene Tochter aufs schlimmste vernachlässigt hat. Die Umstände waren so schlimm für das kleine Mädchen, dass es absolut keine Form der Kommunikation hatte. Selbst ein Polizei Ermittler erwähnte, dass es einer der schlimmsten Fälle von Vernachlässigung von Kindern war, die er je erlebt hat. Der Name des jungen Mädchens, Danielle, ist der richtige Geburtsname.</p>
<p><b>NecroWeb: Wolltest du von Anfang an eine besondere Geschichte auf dem Album?</b></p>
<p>Kerry: Ich begann bewusst dieses schreckliche Ereignis im Abendprogramm zu verfolgen. Die Geschichte erzürnte mich, aber faszinierte mich noch mehr. Dieses Album entstand aufgrund dieser Geschichte und es hatte den Anschein, als ob diese Geschichte mich gefunden und benutzt hat, um durch Klänge und Musik emotional zum Ausdruck zu kommen.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Rasalhague-Rage-Inside-The-Window.jpg" alt="" title="" width="167" height="250" /></div>
<p><b>NecroWeb: &#8220;Rage Inside The Window&#8221; ist schockierend und der perfekte Soundtrack für unsere Kranke Welt. Wie siehst du das?</b></p>
<p>Kerry: Diese kranke Welt kommt einem Kampf in unserem Leben mit viel Hass, Gier, Apathie und Zerstörung gleich. Ich glaube wir Menschen haben unsere eigentlichen Qualitäten zueinander verloren und haben die Welt zu einer kranken Umgebung gemacht. Vielleicht hält die Zukunft einen größeren Schritt für unseren evolutionären Prozess bereit.</p>
<p><b>NecroWeb: Was waren deine Gefühle während der Aufnahme? Wütend, Traurigkeit oder sogar Erleichterung?</b></p>
<p>Kerry: Wut war das erste Gefühl, das mich angetrieben hat. Ich zog dabei in Betracht, wie es sein würde zu existieren, ohne das es irgendeine Möglichkeit zum kommunizieren gibt. Ich war regelrecht gezwungen, aus dieser Emotion heraus, einen Soundtrack zu der kaputten Kindheit und dem entsprechenden Leben dieses Mädchens zu erstellen.</p>
<p><b>NecroWeb: Gibt es etwas Bestimmtes, was du mit &#8220;Rage Inside The Window&#8221; übermitteln möchtest?</b></p>
<p>Kerry: Einige Menschen sind einfach nicht dazu bestimmt, Kinder zu haben, aber sie haben sie trotzdem ohne Berücksichtigung der daraus resultierenden Konsequenzen. Die Nachricht würde lauten, man sollte das Ergebnis seiner Wahl diesbezüglich betrachten, bevor man solch selbstsüchtige Maßnahmen erwägt.</p>
<div class="colcenter"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Rasalhague-Foto-04.jpg" alt="" title="" width="400" height="300" /></div>
<p><b>NecroWeb: Was denkst du, macht die Menschen krank und böse? Die Gesellschaft, Manipulation durch Medien, Religion, egozentrisches Verhalten?</b></p>
<p>Kerry: Wenn du den Medien oder Religionen einfach folgst, ohne zu fragen, und dich führen lässt, dann bist du blind. Auf der anderen Seite sind kranke und böse Menschen manchmal Produkte ihrer Umgebung, während es bei anderen wiederum biologische Gründe hat, das sie so sind.</p>
<p><b>NecroWeb: Es existieren viele Bands im Sektor des Dark Ambient, aber nur wenige haben sehr gute Ideen oder Konzepte. Wie denkst du darüber?</b></p>
<p>Kerry: Ich denke, dass einige Bands ein Konzept haben und dies so platzieren, dass man versucht den Hörer emotional durch diese Musik in die Geschichte einzubinden. Auf der anderen Seite denke ich, einige Bands lassen ihre Musik einfach für sich sprechen, ohne einer Vorstellung von einem Konzept zu folgen. Sie haben halt keine tolle Idee, aber manchmal kann die Intensität der Musik auch für sich selbst sprechen.</p>
<div class="colright"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Rasalhague-Foto-02.jpg" alt="" title="" width="250" height="166" /></div>
<p><b>NecroWeb: Welche Bands haben die größten Einflüsse bei deiner Arbeit? Was sind deine Favoriten?</b></p>
<p>Kerry: Es ist wirklich schwer für mich eine Band über die andere zu stellen. Ich mag so viele für ihre Einzigartigkeit, Emotionen, Kreativität und Tiefgang. Einige meiner Favoriten sind Sephiroth, Raison D&#8217;être, Inade, Land:Fire, Phelios, Bad Sector, Svartsinn, etc. Es gibt zu viele Favoriten und ich möchte mich bei allen anderen Projekten entschuldigen, die ich nicht erwähnt habe, da die Liste sonst zu lang wäre.</p>
<p><b>NecroWeb: Wie ist deine Meinung zur Todesstrafe? Glaubst du, dass für Völker mit religiösen Glauben das Sterben einfacher sein kann?</b></p>
<p>Kerry: Die Todesstrafe ist ein sehr interessantes Thema und ich gehe dabei eher den Mittelweg. Es gibt manchmal unschuldige Menschen, die zu Unrecht hingerichtet werden, während es Menschen gibt die nie rehabilitiert werden können, da sie eine bestimmte Funktion in der Gesellschaft ausführen. Ich glaube nicht, dass religiöse Menschen den Tod leichter umarmen als andere. Ich denke dies ist individuell und wer glaubt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, für den kann das Sterben aber sicher einfacher sein.</p>
<div class="colleft"><img src="http://www.necroweb.de/images/interviews/2011/Rasalhague-Foto-03.jpg" alt="" title="" width="250" height="166" /></div>
<p><b>NecroWeb: Ist schon ein neues Album geplant? Wenn dies so ist, was können wir erwarten?</b></p>
<p>Kerry: Ich habe bislang nicht mit einem neuen Rasalhague Album begonnen, aber ich habe an einem Nebenprojekt mit einem anderen Dark Ambient Künstler gearbeitet. Das Album ist kurz vor der Fertigstellung und hoffentlich findet sich ein Label, um es zu veröffentlichen. Außerdem wird es einen Beitrag auf einer speziellen 4-Wege-Split (Die Irrealität der Zeit) geben, die irgendwann 2012 auf  Kalpamantra freigegeben wird.</p>
<p><b>NecroWeb: Vielen Dank für das Gespräch. Die letzten Worte gehören dir!</b></p>
<p>Kerry: Wenn du dich an jeder Art von Musik von kleinen unabhängigen Labels erfreust dann kaufe die Musik wenn du kannst. Musik, die gekauft wird, gibt dem Künstler und kleinen Labels die Mittel, um auch weiterhin die Musik produzieren zu können, die oft von den Massenmedien vernachlässigt wird.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen &#8230;..<br />
-Kerry / Rasalhague</p>
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