Interview mit THE POODLES
Veröffentlichung : 21.10.2009
THE POODLES
Während THE POODLES mit ihrer aktuellen Veröffentlichung "Clash Of The Elements" den internationalen Durchbruch anstreben, sprach ich mit Henrik Bergqvist, dem Nachfolger von Pontus Norgren, welcher zu Hammerfall wechselte. In typischer POODLES Manier gibt er Auskunft über die musikalische Entwicklung der Band und über das Ziel die Weltherrschaft zu erreichen.

Henrik: THE POODLES sind Schwedens führender Hard Rock Act. Die Band besteht aus hochkarätigen Künstlern, die aus mehreren bekannten schwedischen Rockbands kommen und die zusammengekommen sind, um die ultimative Rock 'n' Roll-Band mit Liedern, die ihrer Bühnenpräsenz entsprechen, zu gründen. Die Band wurde im Jahr 2005 gegründet und brach auf der Bühne im Jahr 2006 als Folge ihres Erscheinens beim schwedischen Eurovision Song Contest aus. Der Rest ist Geschichte und nach mehreren Gold- und Platin-Alben und -Singles stehen THE POODLES an der Schwelle eines internationalen Durchbruchs und widmen den Rest des Jahres 2009 und eine gute Portion von 2010 dem Abschluss des Geschäfts mit Europa und dem Rest der Welt.
NecroWeb: Diese Frage habt ihr sicherlich nicht zum ersten Mal gehört, aber was bedeutet der Bandname THE POODLES und wieso habt ihr gerade diesen ausgewählt?
Henrik:Bandnamen sind nie einfach zu finden und der Name einer Band macht nur dann Sinn, oder klingt cool, wenn man die Band und ihre Musik kennt.
Led Zeppelin, The Who, Dokken, Ratt, Def Leppard... die Liste der "eigenartigen" Bandnamen geht weiter und weiter, aber nachdem man das Album gekauft hat und sich auf die Musik eingelassen hat, dann beginnt der Name der Band super zu klingen, wer auch immer dahinter steckt.
THE POODLES ist sowohl ein wenig ironisch als auch ein Bandname, der einer uralten Tradition folgt Totems zu benutzen und Tiernamen, um die Band mit der damit assoziierten Kraft zu inspirieren. Whitesnake, The Beatles, etc. sind unsere Vorgänger in dieser Hinsicht.

Henrik: "Clash Of The Elements" ist das, was nach sorgfältiger Sichtung übrig blieb. Wir hatten über 40 fantastische Songs am Ende des Songwriting-Prozesses aus denen wir auswählen konnten und wir wussten, dass wir 12 bis 14 Titel brauchten. Diejenigen, die man auf dem Album hören kann, sind die Crème de la Crème. 14 selbstständige Rock 'n' Roll-Titel, die den Hörer zu Orten in der Nähe und Ferne bringen werden. Sie reichen von der bombastischen, Riff-getrieben Rocknummer wie "I Rule The Night", epischen und symphonischen Stücken wie "Too Much Of Everything" bis hin zu Power-Balladen wie "One Out Of Ten" und antreibenden Stücken wie "Don´t Rescue Me". Wenn du nach dem Besten suchst, was das Hard Rock-Genre zu bieten hat, dann bietet "Clash Of The Elements" ein Buffet welches deinen Appetit befriedigen wird.
NecroWeb: Meiner Meinung nach ist "Clash Of The Elements" ein richtig gutes Album. Ihr habt viele Balladen auf dem Album. Warum habt ihr so viele Balladen ausgesucht?
Henrik: Der Grund ist einfach und der Schlüssel für die Songauswahl war klar und ohne Raum für Fehlinterpretationen: "Möge der beste Song gewinnen". Wenn dann der beste Song der ist, welchen du als Ballade beschreibst, dann kommt er auf das Album. Doch auch wenn das Format und die Dynamik des Songs balladesk ist, schafften wir immer Platz für etwas Chaos, um das Lied rockig zu machen. Es ist ein Maß an Intensität und Kraft, das wir in jedem Song unabhängig von Tempo und Charakter suchen.
NecroWeb: Was sind die größten Unterschiede zu euren Vorgängeralben "Metal Will Stand Tall" und "Sweet Trade"?
Henrik: Der Fortschritt und die Entwicklung der Band ist auf den drei Alben zu hören. Das erste Album "Metal Will Stand Tall" war ein Hinweis darauf, dass die Durchsetzung der Band in Schweden und in einigen Teilen Europas gelungen ist. Der Nachfolger "Sweet Trade" war eine Entwicklung, die aus dem Nachwirken des ersten Albums entstand. Es erlaubt der Band noch weiter zu gehen, sowohl musikalisch als auch die Gebiete auszuweiten, in denen sich The Poodles etablieren wollen. "Clash Of The Elements" ist der Höhepunkt der Macht, das Verbindungsglied, von wo aus The Poodles nun ihren Angriff auf die hungrigen Herzen und Köpfe der Hard Rocker überall starten können. Ich wage nicht zu glauben, was das nächste Album sein wird. Der Stoff aus dem Legenden gemacht werden, nehme ich an.

NecroWeb: Wer oder was inspierert euch beim Songschreiben?
Henrik: Songwriting ist ein lustiger Prozess. Es kann das Ergebnis so vieler Dinge sein. Ein neues Lied kann vom Rumsitzen mit einem neuen Instrument entstehen, durch einen Chat mit einem Freund, vom Trinken von zu viel Kaffee oder einfach nur von einem Brummen im Hinterkopf. Manchmal ist es ein organischer Prozess, wo man nur die Möglichkeit hat ihn laufen zu lassen. Manchmal gibt es Zeiten, da ist es so, den Körper zu exzorzieren, als wenn man einen Dämon nicht ohne Kampf austreiben würde. Ich denke Neil Young beschrieb den Teil des Prozesses sehr gut, indem er sagte, dass die Inspiration gut ist, von der du in kleinen Schlucken trinken solltest. Sie muss gepflegt und mit Respekt behandelt werden. Auf der anderen Seite sagte ein berühmter schwedischer Schriftsteller, dass Inspiration das Ergebnis von einfacher, harter Arbeit ist. Man kann es aus vielen Blickwinkeln betrachten.
NecroWeb: Gibt es andere Bands, die euch inspirieren oder beeinflussen?
Henrik: Wir sind auf einer grundsätzlichen Ebene von den Bands beeinflusst, mit denen wir aufgewachsen sind. Led Zeppelin, Deep Purple, Aerosmith, Rush, Queen, Black Sabbath, KISS, AC/DC, Van Halen, Judas Priest, ... die Liste ist lang und weitgehend bekannt bei Hard Rock-Fans in aller Welt. Derzeit sind wir von unseren Kollegen, Freunden und Bands inspiriert, die etwas Originelles tun wollen aber immer noch in der Tradition und der Geschichte des Genres verankert. Wir hören auch gerne etwas von Amy Winehouse. Es muss nur gut sein.
NecroWeb: Pontus Norgren verließ die Band 2008 und wechselte zu Hammerfall. Inwiefern wirkte sich der Wechsel auf die neuen Songs, das Album oder eure Konzerte aus?

NecroWeb: Was waren eure besten, schlechtesten und außergewöhnlichsten Erfahrungen im Musikbusiness?
Henrik: Eine der besseren Erfahrungen, die auch einen entscheidenden Einfluss auf den anschließenden Anstieg der Band zu Ruhm hatte, war das Vorrücken in die letzte Runde des Eurovision Songcontest im Jahr 2006. Was die schlechten Erfahrungen angeht, so ist es nie ein Spaß, einen Tourbus auf der Autobahn zu crashen... Wenn man ein Rock 'n' Roller ist, dann sind die meisten Begegnungen und Erfahrungen ein wenig bizarr, das eine über das andere zu stellen ist wie die Wahl zwischen grünen und roten M&Ms, weißt du? Wenn du Schwedisch lesen kannst, dann haben wir ein paar Tour-Geschichten auf einer schwedischen Blog-Website namens Finest.se aufgeführt. Du findest auch einige in englischer Sprache auf Poodles.se.
NecroWeb: Was sind eure Pläne, Ziele und Wünsche für die Zukunft von THE POODLES?
Henrik: In einem Satz: die Weltherrschaft!! Aber im Ernst, wir wollen sehen, wohin uns der Weg führt. Wir wollen das Beste, was wir können und diejenigen treffen, die die Welt im selben Licht sehen wie wir. Wir wollen in jeden Winkel der Welt reisen um das Evangelium des Hard Rock zu predigen und Spaß dabei haben. Seid dabei! Es wird nicht mehr lange dauern...
NecroWeb: Hier nun unsere Schnellschussfragen:

Henrik: Sonnencreme, Margarita-Drinkmix und eine Gitarre mit einem Extrasatz Saiten.
NecroWeb: Welchen Beruf hast du gelernt?
Henrik: Wir alle wissen ein bisschen von allem, aber unser aktueller Beruf ist, sich um das Business zu kümmern. Genau wie Elvis: TCB mit einem Blitz Symbol.
NecroWeb: Mit welcher historischen Person würdest du gerne ein Bier zusammen trinken?
Henrik: Ich hätte nichts dagegen Hernan Cortez, den Eroberer des alten Mexiko zu treffen, nur um ihn zu fragen: Was zum Teufel hast du gedacht?
NecroWeb: Deine drei absoluten Highlights auf eurer CD sind...
Henrik: "I Rule The Night", "One Out Of Ten" und "Sweet Enemy"
NecroWeb: Achtung: Klischees! Macht ihr Kötbullar selber oder kauft ihr sie bei IKEA?
Henrik: Jake isst nicht mal Fleisch, aber der Rest von uns kauft sie in einem Laden und nicht bei IKEA.
NecroWeb: Welches Buch liest du immer wieder gern?
Henrik: Carlos Castaneda - "Journey To Ixtlan"
NecroWeb: Wenn ich aufwache, dann...
Henrik: ...mache ich meiner Tochter Frühstück.
NecroWeb: Magst du Soundtracks?
Henrik: Wir lieben die Soundtracks zu epischen Science-Fiction Filmen wie Star Wars, Stargate und auch die Herr Der Ringe-Trilogie. John Williams ist der Bach und Mozart unserer Zeit, kein Zweifel.

Henrik: ...diejenigen, mit denen wir verheiratet sind, sind fantastisch!
NecroWeb: Deine Lieblingskleidung?
Henrik: Coole Stiefel, bootcut Jeans, eine enge Weste, einen Schal und ein paar Accessoires wie Gürtel, Ringe und Halsketten.
NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch alles Gute für die Zukunft!
Die letzten Worte sind deine:
Henrik: "Wenn du nur soweit gegangen bist wie du denkst du kannst, dann bist du nur die Hälfte gegangen..."
Auf der anderen Seite:
"Wenn du am Rande einer Klippe stehst, ist ein Schritt zurück ein Schritt nach vorn..."






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