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Interview mit NECROPSY

Veröffentlichung : 07.06.2009
NECROPSY
Ein wahrlich fettes Death Metal Brett bescherten uns NECROPSY mit "Deathprayer". Gitarrist Lars gibt hier Auskunft, warum es mit dem Erstlingswerk so lange dauerte und gewährt den Lesern von NecroWeb einen Blick in die Welt dieses Death Metal Monsters. Bitte sehr...


NecroWeb: Bitte erzähle unseren Lesern etwas zur Geburtsstunde von NECROPSY. Wie habt ihr zusammen gefunden?

Lars: Necropsy gibt es mittlerweile seit 2001. Von den damaligen Gründungsmitgliedern Jörg (Gitarre), Marco(Bass), Robert(Vocals) und Martin(Drums) ist leider keiner mehr dabei. Unter dem damaligen Lineup entstanden 2003 die ersten Demos - "Demon" und 2004 das Demo "The Chosen One". Als die Jungs das "The Chosen One" Demo eingespielt haben, bin ich gerade als zweiter Gitarrist dazugestoßen. Hatte damals eine Musikerkontaktanzeige im Legacy gestartet, dadurch hab ich Jörg kennengelernt. Zur selben Zeit ist Marco am Bass aus persönlichen Gründen ausgestiegen, um nach Berlin zu ziehen. Ein paar Monate später ist dann unser jetziger Bassist Lutz zu uns gestoßen. 2006 trennten wir uns dann von Martin an den Drums und kurze Zeit später ist auch Robert an den Vocals ausgestiegen. Tja, dann standen wir erstmal über ein halbes Jahr ohne Drummer und ohne Sänger da. Als erstes kam dann Chriggy unser Sänger dazu. Ich kenn ihn schon seit der 7. Klasse, wir sind sehr gut befreundet und wohnen sogar in einer WG. Unser Drummer Sascha wollte 2007 anfänglich bei uns nur aushelfen, weil für ihn seine Hauptband Deathronation im Vordergrund stand. Ihn hat aber ziemlich schnell die "Necropsysucht" gepackt und er hat sich entschlossen fest einzusteigen. Tja, und durch dieses Lineup wirrwarr hat es sich auch so lang gezogen bis jetzt schließlich unser erster Longplayer veröffentlicht werden konnte. Jörg ist kurz vor dem Studio auch noch ausgestiegen und so blieb mir nichts anderes übrig als alle Gitarren selbst einzuspielen. Wir haben uns dann auch entschlossen keinen zweiten Gitarristen mehr mit an Bord zu nehmen. Die Band funktioniert auch so gut und wir wollten nicht wieder unnötig ausgebremst werden. Wir bereuen diese Entscheidung auch keinesfalls.


NecroWeb: "Deathprayer" ist enorm druckvoll, aggressiv und teils ebenso schwerfällig geworden. War das von Anfang an so geplant oder würdet ihr aus jetziger Sicht etwas anders machen?

Lars: Ich kann da natürlich nur für mich sprechen, aber für mich ist "Deathprayer" genauso geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Gerade produktionstechnisch hat man ja in der Regel diverse Wunschvorstellungen. Für meinen Fall wurden diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen! Hiermit nochmal ein großes Dankeschön an Simon Hammer unseren Produzenten! Ändern würden wir aus jetziger Sicht nichts, auch nicht an den Songs. Die hatten über die Jahre genug Zeit zum reifen.


NecroWeb: Welche Themen beinhaltet das Album und woher bezieht ihr diesbezüglich eure Inspiration?

Lars: Das ist nicht leicht zu beantworten. Dadurch das "Deathprayer" unser erstes Full length Album ist, ist es sowas wie ein Rückblick über die ganze bisherige Bandgeschichte. Songs wie "Hostage Of War" oder "Hate" gehören zu den älteren Necropsy Songs und die Texte sind noch von den Ex-Mitgliedern. Zu den neueren Songs gehören Tracks wie "Deathprayer", "Last Revenge" oder "Empty Words". Ich denke auch, dass die Tracks sich schon stark von den anderen abheben und man merkt das wir mittlerweile gereiftere Musiker sind. Mit der Thematik haben wir uns bis jetzt noch nicht wirklich festgelegt, da varieren die Songs auch stark.


NecroWeb: Wie entstehen die Songs bei NECROPSY, gibt es eine feste Aufteilung was das Songwriting betrifft?

Lars: Ja sicher, die Grundideen für unsere Songs sind diverse Gitarrenriffs. Meist, wenn ich mit einer Songidee zur Probe komme, steht der Song von der Struktur her schon zu 90%. Oft, wenn wir ihn dann als Band ausgearbeitet haben, wird er manchmal aber auch nochmal total durcheinander gewürfelt, irgendwas weggelassen...oder nochwas hinzugefügt. Ist bei uns oft ein längerer Prozess...aber ich sag immer gut Ding braucht, Weile zwinkern Vocals kommen immer ganz am Schluss, wobei unser Sänger Chriggy schon immer paar Texte im Vorfeld geschrieben und parat hat die er dann anpasst.


NecroWeb: Wie es scheint seid ihr mehr vom amerikanischen Death Metal Stil beeinflusst. Gibt es Bands die euch speziell geprägt haben und was macht diese Stilistik für euch so interessant?

Lars: Sicher ist es bei Necropsy in erster Linie der US-Death, wobei wir aber auch von einigen schwedischen Bands beeinflusst sind. Ich hör auch mindestens genau so viel Black Metal wie Death Metal, z.B. bei "Empty Words" hört man denke ich auch stellenweise Einflüsse von Bands wie Dissection oder Necrophobic heraus. Haupteinflüsse hat jeder von uns sicher andere, was das Riffing meinerseits angeht sicherlich in erster Linie Bands wie Cannibal Corpse, Vile, Suffocation, Skinless, Malevolent Creation aber auch Grave oder Decapitated.


NecroWeb: NECROPSY existiert bereits mehrere Jahre. Wieso ist erst jetzt das Debüt erschienen?

Lars: Naja, wir hatten wie viele andere Bands, anfänglich viel mit Besetzungswechseln zu kämpfen, wir mussten so oft praktisch bei Null anfangen. Das jetzige Lineup besteht jetzt gerade mal zwei Jahre aber so gut wie jetzt hat es bei Necropsy noch nie funktioniert. Wer uns vor 3-4 Jahren mal live gesehen hat und uns jetzt live sieht wird auch einen riesen Unterschied feststellen. Im Juli 2008, also direkt nach unserer Show am Metalcamp in Slowenien sind wir in die Rebound Studios in Nürnberg um endlich unser erstes Album aufzunehmen. Gemixt und gemastert war dann alles bis September und dann hieß es erstmal Labelsuche. Das hat sich dann bis Dezember gezogen und das Release auch nochmal bis März diesen Jahres. Tja, so läuft das manchmal...wir haben aber als feste Zielsetzung unsern nächsten Longplayer in ca. zwei Jahren einzuspielen. Wir arbeiten jetzt schon fleißig an neuem Material und ein neuer Song ist auch schon fertig zwinkern


NecroWeb: Wie seid ihr eigentlich auf den Namen NECROPSY gekommen und wie oft trefft ihr euch zum Proben?

Lars: Das kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht beantworten, weil das vor meiner Zeit war und mittlerweile ja leider kein Gründungsmitglied mehr dabei ist. Ich weiß nur, dass für das Bandlogo unser allererster Sänger verantwortlich ist, den nicht mal ich persönlich kenne smile Wir proben in der Regel einmal pro Woche. Chriggy und ich wohnen ja in Ansbach und müssen zur Bandprobe immer extra nach Nürnberg fahren. Dazu kommt noch, dass wir alle unterschiedlich arbeiten und ich ja auch noch Gitarre bei Dawn of Despair spiele. (http://www.myspace.com/dawnofdespairmusic)


NecroWeb: Wie habt ihr zu dem Label NoiseHead Records gefunden?

Lars: Als "Deathprayer" fertig gemixt/gemastert war haben wir uns bei diversen Labels beworben die unserer Meinung nach gut zu uns passen würden. Zu dem Zeitpunkt kannte ich Noisehead noch gar nicht. Über MySpace bin ich erst im Dezember zufällig auf deren Seite gestoßen. Wir haben Noisehead kontaktiert und schon paar Wochen später hatten wir den Deal in trockenen Tüchern.


NecroWeb: Ist NECROPSY mehr ein Hobby von euch oder geht ihr da richtig professionell an die Sache?

Lars: Ich würde schon sagen, dass wir bei Necropsy richtig professionell an die Sache gehen. Mit "Deathprayer" ist jetzt ein Grundstein gelegt, an dem wir aufbauen wollen. Wir suchen momentan auch eine seriöse Bookingagentur, um noch mehr als bis jetzt live und auch richtige Touren zu spielen.


NecroWeb: Was glaubt ihr unterscheidet NECROPSY von anderen Death Metal Bands?

Lars: Ich denke, dass wir soundtechnisch uns schon stark aus der breiten Masse abheben, das bestätigen auch immer wieder die extrem positiven Resonanzen, die wir auf unsern Liveshows hinterher bekommen. Außerdem halte ich uns für eine Death Metal Band, die zwar versucht möglichst brutal zu spielen, die aber trotz allem recht eingängig ist. Wir legen viel Wert auf eingängige Melodien und ich glaube nicht, dass unsere Songs links reinrauschen und rechts wieder raus.


NecroWeb: Nun zu unseren Schnellschussfragen:


NecroWeb: In welchen Raum sitzt du gerade beim beantworten dieser Fragen?

Lars: In meinem WG Zimmer am PC zwinkern


NecroWeb: Wie oft rasierst du dich im Monat?

Lars: *lach* alle 3-4 tage?


NecroWeb: Für was könntest du dich verschulden?

Lars: Was heißt könnte...ich hab mich schon sehr verschuldet über die Jahre. Ja, auch wegen Necropsy zwinkern


NecroWeb: Spargel oder Schwarzwurzel?

Lars: Da ich noch nie Schwarzwurzeln gegessen habe, sage ich mal Spargel smile


NecroWeb: Das deiner Meinung nach hässlichste Cover aller Zeiten?

Lars: Morbid Angel - Heretic, auch wenns das für mich sogar beste Morbid Angel Album ist. smile


NecroWeb: Welche Band hältst du für völlig überbewertet?

Lars: Oh, jetzt mach ich mir bestimmt Feinde zwinkern Legion of the Damned, ich hab mir mal ein Album angehört, weil sie dafür im Legacy 15 von 15 Punkten hatten und konnte das absolut nicht nachvollziehen. Ich hab sie auch mal live gesehen und konnte auch gar nicht nachvollziehen, warum die Leute sie so abgefeiert haben, ich fands total mies smile


NecroWeb: Und welche für absolut unterbewertet?

Lars: Oh, da gibts viele...vielleicht Diabolic? Für mich wie Morbid Angel nur "noch besser".


NecroWeb: Auf was könntest du am ehesten verzichten?

Lars: Fernsehen.


NecroWeb: Schon mal im Konflikt mit der Staatsgewalt gewesen?

Lars: Mehr als einmal *schweig*.


NecroWeb: Welches sind deine Top 3 Alben?

Lars: Das variert immer...zu meine All-Time-Faves zähl ich mal: Cannibal Corpse - Bloodthirst, Katatonia - Brave Murder Day und Vile - Stench of Redemption.
Momentan isses aber: Rapture - Silent Stage, Black Sun Aeon - Darkness Walks Beside Me und Nevermore - The Godless Endeavor.


NecroWeb dankt für dieses Interview!
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