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Interview mit ALLGRENA

Veröffentlichung : 05.11.2009
ALLGRENA
Ein leckeres Süppchen mit Electro/ Industrial Zutaten beherbergt "Ursprung". Franz, der kreative Kopf hinter ALLGRENA, nahm sich die Zeit um NecroWeb einige kleine Einblicke in sein geistiges Kind zu gewähren. Was es mit jenem auf sich hat erfährt der neugierige Leser hier...
NecroWeb: Gib unseren Lesern zu Anfang doch bitte einen kurzen Einblick zur Namensgebung und Geburt von ALLGRENA.

Franz: Der Name ALLGRENA ist ein erfundenes Wort, und bedeutet "Allnatur". Das Wort setzt sich aus "All" für "All" und "Grena" für die Farbe grün, welche für mich für Natur steht zusammen. ALLGRENA existiert seit 1990. War Anfangs ein Neofolkprojekt, mit einigen Musikern von der Gruppe "Rozengracht", in welcher ich Percussion und Gesang gemacht habe (Rozengracht existiert seit 1998 nicht mehr). Mit industriellen Sounds habe ich mich aber immer schon beschäftigt und ab 1995 sind sie für ALLGRENA in den Vordergrund gerückt.


NecroWeb: Was kannst du zum lyrischen Inhalt von "Ursprung" erzählen? Gibt es einen textlichen Schwerpunkt?

Franz: Die Texte sind eigentlich alle miteinander verbunden, die Schwerpunkte liegen bei "Ursprung`s Flamme", "Wachsende Ringe" und "Die Fessel Lösen". Wie der Name "Ursprung" schon sagt, interessiere ich mich sehr woher wir kommen und was nach unserem Tod ist. Ich muß sagen, ich persönlich glaube an die Ewigkeit.


NecroWeb: Welche Geschichte verbirgt sich speziell hinter “Die Fessel Lösen”?

Franz: In dem Stück geht es um Selbstbefreiung, wenn man gewisse Verhaltensmuster ablegt, wie zum Beispiel Gier und Hass.


NecroWeb: "Ursprung“ ist gestalterisch eher schlicht geworden. Wie wichtig ist dir der optische Aspekt einer Veröffentlichung?

Franz: Ist mir schon wichtig, wenn das schlicht ausfällt, so macht mir das nichts.


NecroWeb: Nach welchem Prinzip werden die Klangwelten von ALLGRENA erschaffen? Hast du eine bestimmte Vorgehensweise?

Franz: Ich sammle gerne "Sounds", zum Beispiel Kindergeschrei, Fußgetrampel, Hundegebell, Wassergeräusche usw... Außerdem nehme ich gerne "Sounds" an außergewöhnlichen Orten, welche einen guten Klang erzeugen auf - zum Beispiel Percussion an den Wänden von einem Bunker, Flötenspiel im Wienkanal oder Percussion im Gasometerturm in Wien. All diese Sounds kombiniere ich dann mit Samples, Klänge vom Keyboard und schließlich zuletzt kommt der Gesang.



NecroWeb: Deine letzte vollwertige Veröffentlichung “Tonräder” liegt 10 Jahre zurück. Ist doch eine verdammt lange Zeit oder gab es spezielle Gründe dafür? Wie erklärst du dir die recht spärliche Veröffentlichungsrate?

Franz: Wenn ich ehrlich bin, hängt das mit den Verkaufszahlen zusammen, ALLGRENA ist ja doch noch sehr unbekannt aber das wird sich ja hoffentlich bald ändern.


NecroWeb: Worin siehst du die größten Unterschiede zwischen den Alben “Tonräder” und “Ursprung”? Hat sich deine Denk- und Arbeitsweise in irgendeiner Form verändert?

Franz: "Tonräder" ist ein rein instrumentales, mehr rituelleres Album als "Ursprung". Das hängt auch damit zusammen, daß ich damals noch einen Proberaum hatte, wo ich die "Sounds" live einspielen konnte. "Ursprung" hat dafür mehr Geist - (ich meine die Texte). Die Arbeitsweise hat sich schon verändert, ich arbeite jetzt mehr mit Samples und dem Keyboard.


NecroWeb: Was prägt und beeinflusst ALLGRENA, sowohl textlich als auch musikalisch?

Franz: Ich interessiere mich für Buddismus und Schamanismus.


NecroWeb: Gibt es eine spezielle Gruppe die du mit ALLGRENA ansprechen möchtest bzw. verfolgst du ein bestimmtes Ziel mit deinem Projekt?

Franz: Mein Hauptziel mit der Arbeit mit ALLGRENA ist, daß mir das Musikmachen Spaß macht, wenn dann das noch anderen Leuten gefällt, ist mir das nur recht!


NecroWeb: Welchen Stellenwert schreibst du der Musik zu? Ist diese wichtiger als der Text?

Franz: Beides ist gleich wichtig, entsteht aber immer unabhängig voneinander - kann sein, daß ich eine Text habe und kein Stück, oder umgekehrt.


NecroWeb: Und nun ab zu unseren Schnellschussfragen!


NecroWeb: Interessierst du dich für Politik?

Franz: Nein.


NecroWeb: Eine Eigenschaft die dich an der Menschheit stört?

Franz: Keine.


NecroWeb: Welche Stadt würdest du gerne einmal besichtigen?

Franz: Lhasa, nach der Befreiung von Tibet.


NecroWeb: Wie viel Tassen Kaffee konsumierst du am Tag?

Franz: 1 Tasse.


NecroWeb: Mit wem könntest du dir vorstellen mal ein Split-Album aufzunehmen?

Franz: Weiß niemanden.


NecroWeb: Deine Meinung zur momentanen Situation auf dem Musik-Markt?

Franz: Ich richte mich nicht nach dem Musikmarkt.


NecroWeb: Welche Veröffentlichung hat es dir in der letzten Zeit am meisten angetan?

Franz: Habe schon lange keine CDs gekauft.


NecroWeb: Schon mal auf einem Kamel geritten?

Franz: Nein.


NecroWeb: Deine Leibspeise?

Franz: Weizenschnitzel.


NecroWeb: Wenn du die Wahl hättest, wie alt würdest du werden wollen?

Franz: So alt wie möglich, mindestens 80.


NecroWeb bedankt sich für dieses Interview.
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