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Interview mit ADAGIO

Veröffentlichung : 16.02.2009
ADAGIO
Die Band ADAGIO zeigt mit ihrer neuen Veröffentlichung "Archangels In Black", dass auch Frankreich im Bereich des Powermetal einiges zu bieten hat. Ich sprach mit dem sympathischen Gitarristen Stéphan Forté über ADAGIOs musikalische Einflüsse, ihr neues Album und die französische Metalszene und erhielt Einblicke in den Fahrstil des Franzosen.
NecroWeb: Für alle, die Euch noch nicht kennen, wer und was ist ADAGIO?

Stéphan: ADAGIO ist eine Metal Band, die klassische Elemente, jetzt vor allem der zeitgenössischen klassichen Musik, mit extremen Einflüssen und sehr harten Riffs mischt. Das Konzept basiert auf dem dramatischen Aspekt der Musik und einem sehr dunklen Image. Ferner ist Virtuosität auch eines der wichtigsten Markenzeichen von ADAGIO.



NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zu Eurem aktuellen Album "Archangels In Black". Könnt ihr in eigenen Worten sagen, was den Hörer erwartet?

Stéphan: 'In Your Face'-Gitarren-Riffs, einige sehr dunkle Harmonien, viel schreddernde Gitarre und Keyboardsoli...


NecroWeb: Was unterscheidet "Archangels In Black" von euren bisherigen Veröffentlichungen?

Stéphan: Es ist härter und weniger progressiv. In der Tat ist es eine Mischung aus dem dunklen orchestralen Vibe von unserem zweiten Album "Underworld" und der Agressivität und Geradheit des Vorgängers "Dominate".


NecroWeb: Wie schreiben ADAGIO ihre Songs?

Stéphan: Ich schreibe für alle Instrumente, nehme ein sauberes Demo der Songs auf und dann arrangieren die Jungs ihre Teile mit ihrer eigenen Identität und ihren Ideen.


NecroWeb: Gibt es auch andere Bands, die euch inspirieren/ beeinflussen?

Stéphan: Ich denke, es gibt sehr viele Einflüsse in der Band... Nun, ich würde sagen, für den Gitarrensound haben wir Colin Richardson, gemischt mit Andy Sneap als Referenz, genutzt, was bedeutet, dass Kevin und ich viel Machine Head, Exodus Testament... gehört haben. Aber auch Pantera, Megadeth und aus der neuen Szene Meshuggah und Lamb Of God, auch wenn wir aber einen unterschiedlichen Stil haben.


NecroWeb: In meinem Review wagte ich einen Vergleich mit Human Fortress. Wie steht ihr zu derartigen Vergleichen?

Stéphan: Ich kenne diese Band nicht, aber sei dir sicher, dass ich sie mir anhören werde, sobald dieses Interview fertig ist smile


NecroWeb: Eure Songs sind in englischer Sprache. Könntet ihr euch vorstellen französische Texte zu schreiben?

Stéphan: Definitiv nicht. Ich liebe die französische Sprache aber es würde einfach nicht zu ADAGIO passen.


NecroWeb: Welcher Song gefällt euch auf "Archangels in Black" am besten?

Stéphan: Nur einen? ... "Vamphyri", weil es das härteste Lied für mich ist.



NecroWeb: Als 'Powermetal Masterpiece' angepriesen, enthält "Archangels In Black" auch einige untypische Elemente (Growls). Wieso habt ihr euch dafür entschieden?

Stéphan: Wir haben auf "Underworld" den Sänger von Anorexia als Gast für einige Screams bei zwei Songs. Dann wurde es Teil von ADAGIOs Entwicklung und ist heute ein fester Bestandteil unserer Musik.


NecroWeb: Das Artwork Eures Covers gefällt mir sehr gut. Wer entwarf das Cover? Habt ihr eigene Ideen in die Covergestaltung mit einbringen können?

Stéphan: Guilherme Sevens. Er ist ein Freund unseres früheren Sängers und als er den Namen des Albums zum ersten Mal hörte, schickte er uns eine Illustration dessen, was der Titel für ihn repräsentiert. Weil wir alle seine Idee sehr mochten, baten wir ihn mehr Details zu ergänzen usw. ... und er hat einen großartige Arbeit geleistet.


NecroWeb: Ihr kommt aus Frankreich – ein Land, welches man nicht unbedingt mit Heavy Metal in Verbindung bringt. Wie beurteilt ihr die französische Metalszene?

Stéphan: Was die Popularität des Metal angeht, so sind wir nach wie vor eines der schlechtesten Länder in Europa. Die Dinge werden langsam besser, aber es gibt noch viel zu tun. Es ist sehr schwierig, ernst genommen zu werden, wenn man mit einigen ausländischen Partnern ins Geschäft kommen will, da diese ihre eigene Vorstellung davon haben, wie Franzosen arbeiten - welche leider auch in den meisten Fällen zutreffen.


NecroWeb: Ihr seid ab Februar live in Frankreich zu sehen. Sind auch Konzerte in Deutschland geplant?

Stéphan: Wir hatten bisher leider nie die Chance, in Deutschland zu spielen... das ist schade! Denn es müsste beeindruckend sein, im härtesten Land der Welt zu spielen!


Schnellschussfragen:

NecroWeb: Drei Dinge, die du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest…?

Stéphan: Meine Gitarre, ein süßes Mädchen und noch ein anderes süßes Mädchen (falls die eine einen Herzinfakt bekommt zwinkern )


NecroWeb: Sommer oder Winter?

Stéphan: Winter


NecroWeb: Gott oder Teufel?

Stéphan: Keiner von beiden.


NecroWeb: Hast du Haustiere?

Stéphan: Nein


NecroWeb: Deine drei Lieblings-CDs?

Stéphan: Mozarts Requiem dirigiert von Karajan (Deutsche Grammophon), Malmsteens "Rising Force", Adagios "Archangels In Black" zwinkern


NecroWeb: Was macht dich wütend?

Stéphan: Viele Dinge, aber ich würde sagen der Mangel an Professionalität.


NecroWeb: Ich bin glücklich, wenn...?

Stéphan: ...ich mehr als zwei Stunden am Tag Gitarre üben kann.


NecroWeb: Wenn ich nicht Musiker wäre, dann wäre ich...

Stéphan: Manager.


NecroWeb: Hast du Hobbies?

Stéphan: ... ADAGIO?


NecroWeb: Sind alle Franzosen schlechte Autofahrer?

Stéphan: Wenn alle Franzosen so fahren wie ich, definitiv!


NecroWeb: Vielen Dank für das nette Interview! Alles Gute und eine gute Zeit!

Deine letzten Worte:


Stéphan: Bleibt für immer in der Dunkelheit, German Brothers!!! Man sieht sich in diesem Jahr sicherlich!
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