PLAGE NOIRE 2009
Datum : 13.-14.11.2009Location : Ostsee, Ferienanlage Weissenhäuser Strand
Kosten : Tagestickets ohne Übernachtung: 29 Euro
Spielzeit :
Bands : And Also The Trees, Anne Clark, Apoptygma Berzerk, ASP, Blutengel, Client, Corvus Corax, Deine Lakaien, Din [A] Tod, Fetisch:Mensch, Fiddler´s Green, Funker Vogt, In The Nursery, Kirlian Camera, London After Midnight, Mono Inc., Persephone, Rabenschrey, Rabia Sorda, Rotersand, Solitary Experience
Lesungen von: Emily Autumn, Markus Heitz und Oswald Henke
Fotogalerie :
Impressionen Plage Noire
Anne Clark
Apoptygma Berzerk
ASP
Corvus Corax Plage Noire
Deine Lakaien
Fiddler´s Green
Funker Vogt
In The Nursery
London After Midnight
Mono Inc.
Rotersand Plage Noire

PLAGE NOIRE 2009
Mit dem Festival Plage Noire haben sich die Veranstalter FKP Scorpio etwas ganz Besonderes einfallen lassen.
Nach einer geballten Ladung Sommer-Festivals entdeckten sie nun auch die kalte Jahreszeit für sich und ihre Kombination aus Urlaub und Musikevent. Präsentiert werden sollte nicht nur ein Line-Up der Extraklasse, sondern auch eine Location der besonderen Art. Die Ferienanlage Weissenhäuser Strand, direkt an der Ostsee gelegen, war dafür geradezu prädestiniert und hinterließ auch bei den skeptischen Besuchern einen positiven Eindruck.
So öffnete die Ferienanlage in Schleswig-Holstein am vielversprechenden Freitag, den 13.November, ihre Pforten, um den weißen Sandstrand der Ostsee schwarz zu färben. Trotz des Werktages, an dem wohl so einige direkt von der Arbeit kamen, fanden sich letztendlich ca. 2.500 Besucher im hohen Norden ein und feierten rund 20 Bands auf drei Bühnen. Ein besonderer Clou war nicht nur das exklusive und reichhaltige Rahmenprogramm, bestehend aus Lesungen von MARKUS HEITZ, OSWALD HENKE und EMILY AUTUMN sowie einer Modenschau, Kurzfilmen und Aftershowparties, die bis in den frühen Morgen gingen, sondern auch die Tatsache, dass alle Konzerte in nahezu voller Konzertlänge stattfanden. Es gab nur minimale Überschneidungen der Auftritte, sodass man auf nichts verzichten musste, was man zu sehen und hören begehrte.
Freitag:
Nach einer gemütlichen Anreise, einer gelassenen Parkplatzfindung und einer schnellen Bändchenabholung, konnte man in Ruhe über das Gelände der Ferienanlage schlendern und dieses erkunden. Da es zwar sehr weitläufig ist, aber dennoch gut ausgeschildert, fand man sich schnell zurecht und hatte noch genügend Zeit, sich auf den nahe gelegenen Zimmern für das um 17 Uhr startende Event zu stylen oder einen Spaziergang am Ostseestrand zu genießen.
Trotz der Fülle an Angeboten fanden sich aber genügend Fans der Hamburger Band MONO INC. in der Zeltbühne ein und rockten zu altbekannten und neueren Songs der Band ab. Sänger Martin Engler gelang es, das Publikum zu animieren und so wurde bei Hits wie "Get Some Sleep" oder "In My Heart" kräftig mitgesungen. Besonders vermochte auch Schlagzeugerin Katha in einem Drumsolo zu überzeugen und ließ die Zuschauer jubeln. Zugegeben, die Band hatte es als Opener um die frühe Uhrzeit nicht gerade einfach, doch sie machten das Beste daraus und ich bin mir sicher, dass sie durch ihre sympathische Art auch neue Fans dazugewonnen haben, die auch ihre anstehende Headliner Tour "Voices Of Doom" besuchen werden.
Direkt im Anschluss an die rockigen Mono Inc. ging es im Baltic Festsaal gemächlicher zu. Die Briten IN THE NURSERY versetzten mit ihrer Musik die Zuschauer ins Träumen, sodass FUNKER VOGT dann mit ihrem schnellen und treibenden Elektrobeat einen weiteren Kontrast bildeten. Bereits jetzt wurde klar, dass das Festival sehr viel Abwechslung zu bieten hat. Sowohl für Fans der elektronischen Musik als auch für Anhänger des Mittelalter Rock war etwas dabei. Dies zeigte die Band RABENSCHREY am späten Abend im Baltic Festsaal, die an diesem Tag aber die einzigen Künstler dieser Musikrichtung waren.
Auf der Zeltbühne heizten zuvor die Norweger APOPTYGMA BERZERK dem Publikum nicht nur durch ihren Ohrwurm "In This Together" ordentlich ein und sorgten auch durch ihren charismatischen Frontmann für ein mitreißendes Konzerterlebnis.
In die kleinste Location, dem sogenannten Witthus, wurde die Band ROTERSAND gelegt. Dicht an dicht drängten sich die Zuschauer vor der Bühne und der kleine Raum war bis auf wenige Plätze, die zum Tanzen genutzt wurden, voll. Den Sänger der Formation schreckte die Fülle aber nicht und er suchte sich nicht nur einmal die Wege durch die Menge an Besuchern.
Bei dem Who Is Who des Line-Up musste aber so manche Band den Tod sterben, auf eine kleine Bühne verdammt zu werden. Es ist Rotersand daher hoch anzurechnen, dass sie unter diesen Umständen dennoch einen Auftritt hinlegten, der viele begeistert hat.
Besonderes Highlight des Festival-Freitags war wohl dann der Auftritt von ASP. Die Spielfreude der Musiker um ASP übertrug sich schon mit dem ersten Ton auf das Publikum, welches die Band lauthals bei ihrem aus Hits bestehenden Programm unterstützte. Nach diesem grandiosen Auftritt kam die Darbietung ANNE CLARKs im Baltic Festsaal gerade recht, bot diese doch durch ruhige Songstrukturen einen chilligen Ausklang des Tages, der entweder in den Appartements oder auf der Aftershowparty sein Ende fand.
Samstag:
Nach einer kurzen Nacht bot die Zeltbühne am Samstag dann ein solch gelungenes Programm, dass es schwer fiel, sich dort loszureißen, um auch die kleineren Bühnen im Baltic Festsaal und im Witthus zu besuchen.
Folklastig eröffnete FIDDLER´S GREEN musikalisch den Festivaltag. Interaktionen mit dem Publikum und eine faszinierende und energiegeladene Bühnenshow sorgten für gute Stimmung und die Zeit verging wie im Flug. Schneller als man sich versah enterten die Spielleute von CORVUS CORAX somit die Bühne und waren auch bei den kleinsten im Publikum sehr beliebt.
Besonderes Highlight an diesem Tag war für mich das Akustik Set der Band DEINE LAKAIEN. Alexander Veljanov verzauberte mit seiner Stimme die Zuschauer, die gebannt das ruhige Geschehen auf der Bühne verfolgten oder sich mit auf dem Boden des Zeltes niederließen und sich der mächtigen Stimme und der Klaviermelodien der Ausnahmekünstler hingaben. Von "Dark Star" über "Into My Arms" bis hin zu "Love Me To The End" waren alle bekannten Songs der Band im Programm. Besonders bei diesem Auftritt wurde deutlich, wie gut der Sound der Zeltbühne eigentlich war, handelte es sich doch um ein Zirkuszelt. Beeindruckend, was die Veranstalter dort auch klanglich gezaubert haben.
Umso seltsamer war soundtechnisch dann aber der Auftritt der Band LONDON AFTER MIDNIGHT. Zwar konnten sie durch eine gelungene Setlist und einer professionellen Show überzeugen, doch der Sound ließ zu wünschen übrig. Immer wieder versuchten sie durch für das Publikum unmerkliche Kommunikation mit dem Tonmann zu retten, was zu retten ging, ohne dabei das Publikum oder ihre Show zu vernachlässigen, doch änderte sich klanglich nur minimal etwas. Alles in allem fand ich es dennoch gut, die Band einmal live zu erleben. Mit weniger übersteuertem Bass und Schlagzeug ist London After Midnight auf jeden Fall ein empfehlenswerter Konzerttipp.
Ebenso ernüchternd war auch das Konzert von BLUTENGEL. Ein viel zu überfüllter Raum ließ kaum den Blick auf die Bühne zu. Schade, boten Blutengel doch wie immer eine perfekt inszenierte Show.
Als Eindruck bleibt ein fantastisches Festival, geprägt durch ein hochkarätiges Line-Up, ein perfektes Rahmenprogramm und gut gelaunte Besucher.
Ich rate jedem, sich dieses Festival im Jahre 2010 nicht entgehen zu lassen! Die Atmosphäre, die einen wie im Urlaub vorkommen lässt, vervollkommnet das Event und hebt es von anderen Veranstaltungen dieser Art ab.
Spezieller Dank sei an dieser Stelle noch einmal dem Security Personal - insbesondere demjenigen, der netterweise auf das Equipment der Fotografen aufgepasst hat - und den Veranstaltern von FKP Scorpio ausgesprochen, denen ein insgesamt gut organisiertes und unvergessliches Festival gelungen ist.
Nach einer geballten Ladung Sommer-Festivals entdeckten sie nun auch die kalte Jahreszeit für sich und ihre Kombination aus Urlaub und Musikevent. Präsentiert werden sollte nicht nur ein Line-Up der Extraklasse, sondern auch eine Location der besonderen Art. Die Ferienanlage Weissenhäuser Strand, direkt an der Ostsee gelegen, war dafür geradezu prädestiniert und hinterließ auch bei den skeptischen Besuchern einen positiven Eindruck.


Nach einer gemütlichen Anreise, einer gelassenen Parkplatzfindung und einer schnellen Bändchenabholung, konnte man in Ruhe über das Gelände der Ferienanlage schlendern und dieses erkunden. Da es zwar sehr weitläufig ist, aber dennoch gut ausgeschildert, fand man sich schnell zurecht und hatte noch genügend Zeit, sich auf den nahe gelegenen Zimmern für das um 17 Uhr startende Event zu stylen oder einen Spaziergang am Ostseestrand zu genießen.
Trotz der Fülle an Angeboten fanden sich aber genügend Fans der Hamburger Band MONO INC. in der Zeltbühne ein und rockten zu altbekannten und neueren Songs der Band ab. Sänger Martin Engler gelang es, das Publikum zu animieren und so wurde bei Hits wie "Get Some Sleep" oder "In My Heart" kräftig mitgesungen. Besonders vermochte auch Schlagzeugerin Katha in einem Drumsolo zu überzeugen und ließ die Zuschauer jubeln. Zugegeben, die Band hatte es als Opener um die frühe Uhrzeit nicht gerade einfach, doch sie machten das Beste daraus und ich bin mir sicher, dass sie durch ihre sympathische Art auch neue Fans dazugewonnen haben, die auch ihre anstehende Headliner Tour "Voices Of Doom" besuchen werden.

Auf der Zeltbühne heizten zuvor die Norweger APOPTYGMA BERZERK dem Publikum nicht nur durch ihren Ohrwurm "In This Together" ordentlich ein und sorgten auch durch ihren charismatischen Frontmann für ein mitreißendes Konzerterlebnis.
In die kleinste Location, dem sogenannten Witthus, wurde die Band ROTERSAND gelegt. Dicht an dicht drängten sich die Zuschauer vor der Bühne und der kleine Raum war bis auf wenige Plätze, die zum Tanzen genutzt wurden, voll. Den Sänger der Formation schreckte die Fülle aber nicht und er suchte sich nicht nur einmal die Wege durch die Menge an Besuchern.

Besonderes Highlight des Festival-Freitags war wohl dann der Auftritt von ASP. Die Spielfreude der Musiker um ASP übertrug sich schon mit dem ersten Ton auf das Publikum, welches die Band lauthals bei ihrem aus Hits bestehenden Programm unterstützte. Nach diesem grandiosen Auftritt kam die Darbietung ANNE CLARKs im Baltic Festsaal gerade recht, bot diese doch durch ruhige Songstrukturen einen chilligen Ausklang des Tages, der entweder in den Appartements oder auf der Aftershowparty sein Ende fand.

Nach einer kurzen Nacht bot die Zeltbühne am Samstag dann ein solch gelungenes Programm, dass es schwer fiel, sich dort loszureißen, um auch die kleineren Bühnen im Baltic Festsaal und im Witthus zu besuchen.
Folklastig eröffnete FIDDLER´S GREEN musikalisch den Festivaltag. Interaktionen mit dem Publikum und eine faszinierende und energiegeladene Bühnenshow sorgten für gute Stimmung und die Zeit verging wie im Flug. Schneller als man sich versah enterten die Spielleute von CORVUS CORAX somit die Bühne und waren auch bei den kleinsten im Publikum sehr beliebt.
Besonderes Highlight an diesem Tag war für mich das Akustik Set der Band DEINE LAKAIEN. Alexander Veljanov verzauberte mit seiner Stimme die Zuschauer, die gebannt das ruhige Geschehen auf der Bühne verfolgten oder sich mit auf dem Boden des Zeltes niederließen und sich der mächtigen Stimme und der Klaviermelodien der Ausnahmekünstler hingaben. Von "Dark Star" über "Into My Arms" bis hin zu "Love Me To The End" waren alle bekannten Songs der Band im Programm. Besonders bei diesem Auftritt wurde deutlich, wie gut der Sound der Zeltbühne eigentlich war, handelte es sich doch um ein Zirkuszelt. Beeindruckend, was die Veranstalter dort auch klanglich gezaubert haben.

Ebenso ernüchternd war auch das Konzert von BLUTENGEL. Ein viel zu überfüllter Raum ließ kaum den Blick auf die Bühne zu. Schade, boten Blutengel doch wie immer eine perfekt inszenierte Show.

Ich rate jedem, sich dieses Festival im Jahre 2010 nicht entgehen zu lassen! Die Atmosphäre, die einen wie im Urlaub vorkommen lässt, vervollkommnet das Event und hebt es von anderen Veranstaltungen dieser Art ab.
Spezieller Dank sei an dieser Stelle noch einmal dem Security Personal - insbesondere demjenigen, der netterweise auf das Equipment der Fotografen aufgepasst hat - und den Veranstaltern von FKP Scorpio ausgesprochen, denen ein insgesamt gut organisiertes und unvergessliches Festival gelungen ist.





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