LOXODROME – Mirrors Affection
von Timo
- Verlag : Eigenvertrieb
- Bewertung : 8 von 10 Punkte
- Format : EP
- Veröffentlichung : 00.11.2011
- Spielzeit : 21:10 min

LOXODROME – Mirrors Affection (© Loxodrome)
Mal ehrlich: Woran denken wir, wenn uns unsere Nachbarn in Österreich in den Sinn kommen? Kaiserschmarrn, Torte, lustiger Dialekt und viele Berge. Nun, es wird Zeit, dieser Reihe noch etwas hinzuzufügen.
Loxodrome sind eine Band aus Pettenbach, Österreich und machen bereits seit 1999 die Berglandschaft unsicher!
Der Sprung in die Labelwelt hat nie so recht geklappt, und nach einer kleinen Verschnaufpause geben die Jungs jetzt noch mal Vollgas und wollen es wissen.
Die CD “Mirrors.Affection” ist die erste einer dreiteiligen EP-Reihe, die uns die nächsten Monate nach und nach erreichen wird.
Der Opener “Forget About” reißt sofort das Ruder an sich. Während der ersten Takte denkt man unweigerlich an System Of A Down, doch dieser Vergleich ist nur von sehr kurzer Dauer, denn der Gute-Laune-Track ist definitiv kein Plagiat. Vielmehr zeigt sich schnell eine sehr eigenständige Mischung aus groovigem Beat und fetten Melodien, die eindeutig Lust auf mehr machen.
Zu verdanken ist dies einer absolut tight spielenden Rhythmsection und fetten Gitarrenriffs, bei denen am deutlichsten wird, wie bombastisch diese Eigenproduktion ist.
Weiter geht es mit “The Liar”, das stilistisch in eine völlig andere Richtung geht. Weg von fröhlichen Hooklines hin zu düsteren Riffs mit dramatischen bis aggressiven Vocals. Die Jungs können also auch anders.
Und eben für diesen Song hat die Band auch ein Musikvideo gedreht, das in Sachen Qualität der Produktion dieser Scheibe in nichts nachsteht.
Ein Musikvideo gibt es auch zum folgenden Song “Sea Of Dust” und daran merkt man einfach, dass diese Band jetzt keine halben Sachen mehr machen möchte. Public Relations ist nun mal das Zauberwort.
Der Song selbst ist wieder ganz klar Loxodrome, mit dem entscheidenden Unterschied, dass der Chorus diesmal, im Gegensatz zu “The Liar”, absolut harmonisch und melodiös ist und somit ganz schnell seinen Weg ins Ohr findet.
Eindeutig ein Titel mit Hitpotenzial, der sich hinter der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht.
Mein persönliches Highlight der Scheibe ist “Black Sun”, der mit 5:48 Minuten zudem der längste Song der EP ist.
Ein großartiges, sich langsam steigerndes Intro mit Trompeten (!!) baut eine Spannung auf, die unerwartet aufgelöst wird, sobald sich der Song endgültig entlädt. Erst einmal beim Chorus angekommen, ist klar, dass Loxodrome definitiv keine Eintagsfliegen sind und es absolut verdient hätten, im Musikbiz endlich Fuß zu fassen.
Das hier ist internationale Qualität und gehört ordentlich vermarktet und vertrieben!
Der erste Teil der “Mirrors”-Reihe kann also schon einmal absolut überzeugen. Gut, der letzte Song “LXD (Acoustic)” ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und vielleicht sind hier die erneut eingesetzten Trompeten dann doch ein wenig zu viel des Guten gewesen, das schmälert die wirklich amtliche EP jedoch nur minimalst.
Von daher sollte sich jeder, der Interesse daran hat, frischen Rock / Metal zu hören, unbedingt zugreifen. Menschen mit Scheuklappen werden sich allerdings daran die Zähne ausbeißen, denn traditionell ist hier so gut wie gar nichts.
Man darf gespannt sein wohin uns die Reise der Loxos noch führen wird!
Loxodrome – “The Liar”

(© Loxodrome)
Trackliste
01 Forget About
02 The Liar
03 Sea Of Dust
04 Black Sun
05 LXD (Acoustic)










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