GRAVETY – Into The Grave
von blackrose
- Verlag : Source Of Deluge
- Bewertung : 9 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 30.03.2012
- Spielzeit : 44:41 min

GRAVETY – Into The Grave (© Source Of Deluge)
Zehn Songs schafften es auf den ersten Langspieler namens “Into The Grave” der Saarländer Gravety, die mit ihrer Mixtur aus Thrash und Doom Metal neue Wege in der Metalszene beschreiten wollen.
Sie selbst betiteln ihren Stil naheliegend als ‘Thrash’n'Doom Metal’ und dieser entfaltet sich auf einer Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten.
Eine beachtliche Länge für den hier schnell gespielten und mit Doom durchsetzten Metal und eine insgesamt solide Leistung, mit der das Quintett debütiert.
Dabei geht man keine Kompromisse ein, sondern verbindet die Merkmale beider Stilrichtungen dermaßen gelungen miteinander, dass tatsächlich ein ganz eigener energetischer Sound entsteht.
Gesanglich gibt man sich im klaren Heavy Metal typischen Gesang, gerne auch mal mehrstimmig, den man mit Growls an passender Stelle anreichert.
Die diebezüglich gezeigte Leistung weiß durchaus in allen Belangen zu überzeugen und gerade die dunkle Stimmlage dürfte all jene erfreuen, die mit Serj Tankian etwas anfangen können. Doch auch im tragend-schleppenden King Diamond Stil kann man sich verlieren, was die Vielseitigkeit des Gesangs einmal mehr untermauert.
So transportiert man bereits rein stimmlich unterschiedlichste Emotionen an den Hörer, die durch die kraftvoll produzierte Instrumentierung bereichert werden.
Und diese kommt handwerklich sehr gut und leidenschaftlich rüber.
Ausgefeiltes und akzentuiertes Riffing und ein treibendes Drumming, dem zudem die Doom-Seite perfekt steht, bergen viel Abwechslung, sodass “Into The Grave” selbst nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird.
Nachdem ein obligatorisches Intro (“Entrance”) ‘stimmungsvoll’ bzw. thematisch passend in den Silberling einführt, entfaltet bereits der erste eigentliche Song “Stroke Of Fate” das ganze Potenzial der Band.
Breaks und Vielschichtigkeit sind hier an der Tagesordnung, während stets viel Melodie gegeben ist, die zwar an alte Metallica erinnert, dennoch für sich stehen kann.
Das folgende “Decay Of Life” legt den Schwerpunkt einmal mehr auf die doomigen Elemente, gibt sich aber insgesamt darüber hinaus gar im Power Metal Gewand. Dazu der Tankian ähnliche Gesang, und ein Song, der nicht nur im Refrain mitreißt, entsteht.
“False Messiah” hält letztendlich noch Samples parat, während auf ‘balladeske’ Momente weitgehend verzichtet wurde.
(Ausnahme bildet diesbezüglich beispielsweise der Titeltrack, der abermals eine weitere gesangliche Facette aufweist.)
Letztere sind aber aufgrund des bedrückenden Doom-Anteils gar nicht nötig, sodass schon jetzt ein ausreichend abwechslungsreiches Hörerlebnis geboten wird.
Gravety debütieren mit “Into The Grave” sehr vielversprechend und machen – mit hohem Wiedererkennungswert – Lust auf mehr.
Es gibt wenig, was auf Anhieb zum Kritisieren ins Auge sticht, sodass eine sehr gute Bewertung von 9 Punkten durchaus seine Berechtigung hat.
Sicherlich können sich Gravety noch steigern und entwickeln, da aber die mit “Into The Grave” abgelieferte Leistung schon derart enorm ist, kommt hier vermutlich noch Großes nach. Hoffen wir, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruht!
Gravety – “Axe Of Execution”

(© Gravety)
Trackliste
01 Entrance
02 Stroke Of Fate
03 Decay Of Life
04 Judge Your God
05 False Messiah
06 Into The Grave
07 Asylum
08 Curse Of The Catacombs
09 Summoning Ritual
10 Axe Of Execution










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