GOATPSALM – Erset La Tari
von blizzard
- Verlag : Aesthetic Death
- Bewertung : 5 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 24.02.2012
- Spielzeit : 45:39 min

GOATPSALM – Erset La Tari (© Aesthetic Death)
Zu einer unheiligen Orgie laden Goatpsalm ein, deren musikalische Ausrichtung als Lo-Fi Black Metal / Death Industrial Ambient umschrieben wird, und die ihr Werk den Veteranen von Abruptum und MZ. 412 gewidmet haben.
Klingt zwar gut, macht optisch auch keinen schlechten Eindruck, und dennoch werden sich diesbezüglich die Geister scheiden …
Mit “Utuk Xul” geht es erstmals hinab in düstere Gruften, in die sich wohl niemals ein Sonnenstrahl verirren wird.
Eine knarzig, gespenstige Artikulierung, rituell anmutende Taktgebung, E-Gitarre und kurze atmosphärische Tastengegebenheit sind es, die da das Fundament verkörpern.
Das könnte für einen amtlichen positiven Ersteindruck reichen, tut es aber leider nicht.
Das Ganze wirkt nämlich zeitweise arg in die Länge gezogen und da gerade die erste Vertonung auch verdammt lang ausgefallen ist, wird schnell die Geduld bei so manchen herausgefordert werden. Wenn minutenlang ein und dasselbe Schema aufgefahren wird, dann können nur negative Begleiterscheinungen wie unspektakuläres und langweiliges Rentnerkino gewinnen.
Das zweite Stück könnte man dann als eine Art Verbindung sehen, ist aber nicht wirklich auffallend geworden.
Abheben vermag man sich lediglich mit der letzten Darbietung, die sich stilistisch zeitweise durchaus im Schwarzstahl einordnen lässt und atmosphärisch gesehen wohl das beste Stück darbietet.
Eigentlich ist dies auch das einzige Dokument, welches man hier wohl als Musik einordnen kann.
Freunde des Black Industrial (so nenne ich jetzt mal die gnadenlose, wirre Verwurstung der Stile Black Metal, Industrial und Ritual) könnten dennoch ihre Freude an “Erset La Tari” haben.
Mir fehlt jedoch einfach die Abwechslung innerhalb der Geräuschlandschaften; von etwas Markantem will ich gar nicht erst reden.
Vielleicht wäre es für die Zukunft noch von Bedeutung, sich lieber mal auf eine festere Schiene zu konzentrieren, dann würde sicherlich auch mehr als gelegentlicher Soundmatsch und uninteressantes Füllmaterial herauskommen.
“Erset La Tari” gehört also zu jener Art von Werken, die man sich mal reinziehen kann, aber nicht wirklich braucht.
Trackliste
01 Utuk Xul
02 Bab Illu
03 Under The Trident Of Ramanu










Autor
Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!