FORTID – Pagan Prophecies
von Don Peperoni
- Verlag : Schwarzdorn Production / Soulfood
- Bewertung : 9 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 24.08.2012
- Spielzeit : 60:05 min

FORTID – Pagan Prophecies (© Schwarzdorn Production)
Fortíð ist isländisch und bedeutet so viel wie ‘Vergangenheit’. Unter diesem Banner erscheint nun der vierte Langspieler, welcher den Namen “Pagan Prophecies” trägt.
Nach der Bandgründung (2002) in Island erschien 2003 der erste Langspieler; der Auftakt zu einer Trilogie, welche mit “Völuspá Part I: Thors Anger” also ihren Anfang nahm.
2007 folgte dann “Völuspá Part II: The Arrival Of Fenris”, das im Jahr 2010 mit “Völuspá Part III: Fall Of The Ages” abgeschlossen wurde.
Das Bandprojekt wurde 2008 schließlich nach Norwegen umgesiedelt und mit dem aktuellen Werk “Pagan Prophecies” leitet Fortíð nun eine neue Ära in der Bandgeschichte ein.
Thematisch agieren die Mannen, wie man schon denken mag, im Pagan Metal, welcher im Schwarzmetall-Gewand vertont ist.
Dazu gesellen sich etliche weitere Elemente wie beispielsweise Synthesizer, Klargesang und Ambient-Anleihen, die den Sound in das gewünschte Genre treiben.
Hauptaugenmerk bleibt natürlich der Black Metal, der aus hämmernden Drums, typischem Gekeife und rasanten Gitarreneinsätzen besteht.
Zwischen diesem Gewittergrollen sind zahlreiche akustische Momente gefangen, die von Harmonie nur so strotzen.
Rocklastige Soli geben einen weiteren Beitrag zum Abwechslungsreichtum.
Die sauber vorgetragenen Textelemente bekommen durch elektronische Unterstützung den nötigen ‘Epic Flair’ verpasst, der diese Produktion vom gewöhnlichen Black Metal unterscheidet, welcher nur räudig und grimmig erscheint.
Nichtsdestotrotz sind alle nötigen Komponenten, die Black Metal ausmachen, vorhanden, nur in diesem Fall weit weg von der Eintönigkeit, was “Pagan Prophecies” besonders interessant macht.
Die Spielzeit beläuft sich dabei auf über 60 Minuten, allerdings sind nur 42 Minuten im musikalischen Bereich anzusiedeln.
Ein achter Track, der nicht verzeichnet ist, besteht aus reinen Gewittergeräuschen, die immerhin 18 Minuten des Silberlings in Anspruch nehmen.
Wenn man aber bedenkt, dass 42 Minuten durchaus den Aufdruck ‘vollständiges Album’ verdient haben, so lassen wir dieses einfach als kleinen Fauxpas stehen.
An der Musik an sich ist nichts auszusetzen, und so kann ich diesen Silberling jedem empfehlen, der sich dem Schwarzmetall zugehörig fühlt.
Auch die Leute, die den extrem auf Epic geprägten Pagen Black Metal nicht unbedingt mögen, sei ein Probehören geraten, da dies auf “Pagan Prophecies” sehr dezent erfolgt.

(© Sigbjørn Evensen)
Trackliste
01 Pagan Prophecies
02 Spirit Of The North
03 Electric Horizon
04 Lesser Sons Of Greater Fathers
05 Sun Turns Black
06 Ad Handan
07 Endalok







Autor
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Das Leben vor dem Tod zu verdammen, wäre demnach auch verkehrt.