EXT!ZE – Arschloch EP
von Hypnotoad
- Verlag : Trisol / Soulfood
- Bewertung : 10 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 27.04.2012
- Spielzeit : 45:59 min

EXT!ZE – Arschloch EP (© Ext!ze)
Kompromisslos und ohne Introgefrickel legen Ext!ze auf ihrer “Arschloch EP” los.
Bereits der Opener “Arschloch Alarm” ist ein Kracher, der vor allem durch einen extrem mächtigen Bass überzeugt, welcher dem Hörer durch alle Glieder fährt und diese zum rhythmischen Zucken animiert.
Fast umgehend wünscht man sich, in einem Club zu sein und zu dieser Nummer amtlich abzutanzen.
Genretypisch verzichtet die Band bei “Arschloch Alarm” auf komplexe Lyrics und lässt lieber die Musik sprechen.
Diese besticht durch Abwechslung und Innovationsreichtum, was sich in einem permanenten Wandel innerhalb des Songs äußert.
Man könnte meinen, es wird nun etwas ruhiger, wenn man den zweiten Titel, “Gothic DJ”, anspielt. Der Schein trügt jedoch.
Lediglich das kurze Opening ist ein wenig entspannt angelegt, der eigentliche Song gestaltet sich wesentlich abgedrehter.
Was man dabei zuerst wahrnimmt, ist der dumpfe Bass, der einem gepflegt die Trommelfelle perforiert, während man versucht, in den restlichen Sounds einen Sinn zu erkennen, denn der Aufbau wirkt anfangs etwas willkürlich, bekommt aber mit der Zeit eine klare Struktur.
Es gibt wesentlich mehr Text als bei “Arschloch Alarm” und dieser ist ebenfalls noch amüsant.
Da “Gothic DJ” zudem extrem tanzbar ist, haben Ext!ze mit diesem Song eine Nummer produziert, die rundum gelungen ist.
Eindeutig das Highlight dieser Scheibe.
“Psychodynamic” setzt den direkten Kurs der EP nahtlos fort. Ext!ze liefern abermals ein knappes Intro, aus dem sich der Titel perfekt entwickelt.
Dieser ist deutlich düsterer als die vorherigen Tracks und überzeugt vor allem durch hervorragend arrangierte Sounds, die ein stimmiges Gesamtpaket ergeben.
Tanzbar ist “Psychodynamic” ebenfalls, sodass es nahezu unmöglich ist, beim Hören dieser EP genüsslich auf dem Sofa sitzen zu bleiben.
“Hyperactivity” ist ein sehr ‘sonniger’ Song, der einem automatisch ein Grinsen ins Gesicht brennt. Zwar gibt es einige harte Passagen, insgesamt handelt es sich aber um einen fröhlichen Titel, der eine hohe Ohrwurmgefahr beinhaltet.
Das martialische “Kannibale” ist der letzte reguläre Song dieser EP, die jedoch noch einige Remixe bereithält.
Überraschenderweise gibt es ein paar hörbare Anleihen aus dem Metal Bereich, die dezent in diesen Track integriert wurden. Selbstverständlich dominieren die elektronischen Elemente, insbesondere ein weiterer hirnzerstörerischer Bass.
Ext!ze haben mit der “Arschloch EP” eine äußerst kauf- und vor allem hörbare Scheibe an den Start gebracht, welche durch und durch überzeugt. Nicht nur die regulären Titel, sondern auch die Remixe sind gelungen und abwechslungsreich genug, dass diese CD auch nach diversen Durchläufen nicht langweilig wird.
Ich bin begeistert und vergebe daher die Höchstpunktzahl.
Es sei noch angemerkt, dass der offizielle Videoclip zu “Arschloch Alarm” absolut sehenswert ist (solange man kein Gummientenschützer ist). Diesen findet ihr hier:
Ext!ze – “Arschloch Alarm”

(© Martin Black)
Trackliste
01 Arschloch Alarm
02 Gothic DJ
03 Psychodynamic
04 Hyperactivity
05 Kannibale
06 Arschloch Alarm (Uppercut Continue's Metaldub Mix)
07 Psychodynamic (Psychosis RMX By Nexus Nemesis)
08 Hyperactivity (Crashed & Banged By Chainreactor)
09 Spooky F*** (Yugen RMX)










Autor
“Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson