DRAUGURINN – Myrkraverk
von blizzard
- Verlag : Le Crépuscule Du Soir
- Bewertung : 7.5 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 00.03.2011
- Spielzeit : 57:31 min
- Inhalt : Limitiert auf 500 Einheiten

DRAUGURINN – Myrkraverk (© Le Crépuscule Du Soir)
Mit Draugurinn und dem Album “Myrkraverk” geleitet der Hörer in schummrige Sphären, wo man zugleich von einer gespenstisch anmutenden Stimme empfangen wird.
Verantwortlich dafür ist die Schwedin Disa, die zudem bei Turdus Merula ihre Finger im Spiel hat.
Selbstverständlich ist “Myrkraverk” kein Werk für Freunde der freundlichen Klänge, sondern spricht eindeutig die Schattenwesen an.
Denn überaus schnell nimmt das Ganze bedrohliche Züge an, und was da im Gegensatz zu anderen Ambient Veröffentlichungen auffällt, ist der recht prägende Einsatz von Trommeln. Diese teils dumpfe, rhythmische Taktgebung hat dabei einen derart einnehmenden Anteil, dass “Myrkraverk” ziemlich rituell, ja, gar verdammt mystisch daherkommt. Man sieht sich durch dunkle Wälder streifen, nimmt Schatten wahr und irgendwo prasselt ein verzweifeltes Feuer und vertreibt zumindest kurzzeitig die Fratzen herumstreifender Waldgeister.
Dabei ist die Musikerin durchaus um Abwechslung bemüht, was bei der Spiellänge von so mancher Umsetzung aber auch irgendwie von Nöten scheint.
Mit Draugurinn kreiert man Vertonungen, die im Grunde hauptsächlich auf diversen Trommeln beruhen. Wer auf ein atmosphärisch warmes Klima hofft, darf abtreten, ist dieser Silberling doch vielmehr ein nebelgetränkter Ausflug, bei welchem man den Eindruck vermittelt bekommt, beständig von einer Hexe verfolgt zu werden.
Die klagend sowie unheimlich anmutende Artikulierung kommt immer wieder zum Vorschein und speist den Gesamteindruck natürlich mit entsprechender Bedrohlichkeit.
Trotzdem hinterlässt der Tonträger auf mich manchmal einen etwas durchwachsenen Eindruck, denn gerade eine Darbietung wie “Urðarmáni” erscheint mir am Stück doch etwas eintönig.
Gutheißen muss man aber wiederum, dass man sich hier keinesfalls als irgendein Plagiat des mittlerweile arg durchtränkten Dark Ambient anbiedert, sondern mit einem doch ziemlich eigenen Stil daherkommt.
Also wenn “Myrkraverk” eins ist, dann verdammt mystisch.
Bin ja mal gespannt, was das nächste Werk bringt, welches auch auf Le Crépuscule Du Soir erscheint und schon jetzt einen guten Ersteindruck verbreitet.
Draugurinn – “Kvæði Uruzar”

(© Draugurinn)
Trackliste
01 Móðir Ringulreiðarinnar
02 Urðarmáni
03 Andsetin
04 Þurizas
05 Nornaskapur
06 Kvæði Uruzar







Autor
Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!