DIE TRIBUTE VON PANEM. The Hunger Games

von blackrose

  • Verlag : Studiocanal / Lionsgate
  • Bewertung : 8.5 von 10 Punkte
  • Format : DVD
  • Veröffentlichung : 30.08.2012
  • Spielzeit : 137 + 213 min
  • Inhalt : Hauptfilm; Die Entstehung von "Die Tribute Von Panem" - das Making of; Auf dem schwarzen Teppich; Capitol Couture; Geschichten von den Tributen; Briefe aus dem Rosengarten; Die Nahrung in Panem; Die Tagebücher der Tribute; Die Stunts in "Die Tribute Von Panem"; Scrapbook; Propaganda-Film; Biografien; Trailer; Wendecover
    auch als Limited Fan Edition erhältlich
  • Sprache : Deutsch
  • Altersfreigabe : ab 12 Jahren
  • Technische Daten : Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Special Edition, Widescreen
    Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
    Untertitel: Deutsch
    Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
DIE TRIBUTE VON PANEM. The Hunger Games

DIE TRIBUTE VON PANEM. The Hunger Games (© Studiocanal / Lionsgate)

Nachdem die Trilogie “Die Tribute Von Panem” aus der Feder der US-amerikanischen Autorin Suzanne Collins einen derartigen Erfolg erzielt hat, ließ auch eine Verfilmung nicht lange auf sich warten.

Mit “Die Tribute Von Panem. The Hunger Games” liegt nun der erste Teil der Buchreihe auf DVD vor, die sowohl als 2 Disc Special Edition, Blu-Ray oder als Limited Fan Edition käuflich zu erwerben ist.

Regisseur Gary Rose gestaltete in Zusammenarbeit mit der Autorin selbst ein 137-minütiges Epos, das Emotionen, Drama und Action gelungen miteinander kombiniert.

Ausgiebig und emotional beginnt “Die Tribute Von Panem. The Hunger Games”.
Langsam wird man auf diese Weise an die Protagonistin Katniss herangeführt und beginnt zu verstehen, worum es in “Die Tribute Von Panem” überhaupt geht:

“Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime des totalitären Staates Panem jedes Jahr die “Hungerspiele”:
24 Jugendliche treten gegeneinander an und nur einer kann überleben.
Die 16-jährige Katniss geht freiwillig für ihre kleine Schwester in die Arena. Der zweite Kandidat aus Katniss’ Distrikt ist Peeta, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das grausame Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden …” 

Was anfangs eventuell zu lang gezogen wirkt, entpuppt sich – insbesondere für all jene, welche die Bücher noch nicht kennen -, in Hinblick auf die zahlreichen Figuren, die komplexe Handlung und die Fortsetzungen schon bald als Notwendigkeit.

Dennoch bleiben einige wichtige Intentionen der Buchfassung im Film – nicht zuletzt aufgrund der erforderlichen Kürzungen – unbehandelt bzw. werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.
Dies ist eindeutig eine Geschmacksfrage, denn jedem Leser und Zuschauer sind andere Facetten eines Romans bzw. einer Verfilmung eines solchen wichtig.
Dass Rose den Schwerpunkt auf die actionreiche Darstellung der ‘Hungerspiele’ legt und die Liebesgeschichte auf Kosten der gesellschaftspolitischen Aspekte des Buches in den Mittelpunkt rückt, ist angesichts der Leinwandtauglichkeit sicherlich verständlich.

Trotzdem gelingt es nicht, diesbezüglich auf ganzer Linie zu überzeugen.
Zu blass bleiben beispielsweise die Figur des männlichen Hauptakteurs Peeta und die damit einhergehende Liebesgeschichte zwischen ihm und Katniss.
Die diesbezüglich ebenfalls offen bleibenden Fragen werden sicherlich im zweiten Teil von “Die Tribute Von Panem” geklärt, wünschenswert wäre allerdings gewesen, bereits “The Hunger Games” in sich abgeschlossener zu gestalten.

Ebenfalls ist es schwierig, den Überblick über die insgesamt 24 Tribute zu behalten, die sich im Laufe des Films mehr und mehr im Stile von “Menschenjagd” (geschrieben von Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachman) dezimieren.
Der Zuschauer kann daher keinen Bezug zu den einzelnen Tributen herstellen; gleichsam fehlt die konsequente Anzeige der Gefallenen.
Allerdings heizt das Fehlen eines derartigen Countdowns innerhalb der ‘Hungerspiele’ die Spannung an.

Die Spannung ist darüber hinaus ein wichtiger Faktor von “Die Tribute Von Panem. The Hunger Games”, denn schnell schnellt der Spannungsbogen nach oben und wird nahezu bis zum Schluss aufrechterhalten.
Dabei verzichtet man meist auf überkandidelte 3D-Special-Effect-Aufnahmen, sondern besinnt sich auf solide, dafür aber umso wirkungsvollere Stuntarbeiten.

Einen wahren Höhepunkt erreicht man diesbezüglich jedoch nicht, denn dazu fällt das Ende inklusive des heiß erwarteten Showdowns im Vergleich zum restlichen Film zu kurz aus.

Nichtsdestotrotz sorgen hektische Kameraführungen und Schnitte für eine gelungene Atmosphäre, sodass die Intensität der gezeigten Bilder gesteigert wird.
Insbesondere die ‘verwackelten’ Aufnahmen à la “Blair Witch Project” spiegeln die innere Befindlichkeit der Protagonistin gelungen wider.

Letztlich sind neben einer passenden Besetzung – mit Jennifer Lawrence als Katniss sowie Josh Hutcherson als Peeta wurden nicht nur die Hauptrollen gut besetzt, auch ein Lenny Kravitz oder Donald Sutherland überzeugen in ihren Nebenrollen – zudem noch die Kostüme lobend zu erwähnen.
Optisch macht “Die Tribute Von Panem. The Hunger Games” daher so einiges her.

Opulentes Bonusmaterial rundet die Veröffentlichung ab, denn selbst auf der herkömmlichen 2 Disc Special Edition findet ein Fan der Tribute derart viele und abwechslungsreiche Extras vor, sodass der Zuschauer nach oder vor dem Hauptfilm weitere Stunden mit “Die Tribute Von Panem. The Hunger Games” beschäftigt ist.
Nicht alles ist dabei gleichermaßen gehaltvoll, informativ ist aber das meiste Material.

Es bleiben sehr gute 8,5 Punkte für einen packenden Film, der jedoch stellenweise noch ausbaufähig ist.
Wichtig ist jedoch, die Filmfassung unabhängig vom Buch zu betrachten, denn wie so oft bei Literaturverfilmungen wird nicht immer die Tiefe des Originals erreicht oder der inhaltliche Schwerpunkt verlegt.

 

Die Tribute Von Panem. The Hunger Games (Trailer)

(© Studiocanal / Lionsgate)

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