DESTINATION’S CALLING

von blackrose

  • Datum : 06.06.2012
DESTINATION'S CALLING - End Of Time

DESTINATION’S CALLING (© Destination's Calling)

Die Veröffentlichung des grandiosen Albums “End Of Time” von Destination’s Calling ist Grund genug, den vier Jungs um Gitarrist und Sänger Markus Christian einmal auf den Zahn zu fühlen.
Markus ist es auch, der NecroWeb Rede und Antwort stand. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr im Anschluss lesen.

 

NecroWeb: DESTINATION’S CALLING – wer und was steckt dahinter?

Markus: Zunächst einmal Hallo und vielen Dank für das tolle Review und natürlich für dieses Interview.
Also unsere Band DESTINATION’S CALLING existiert bereits seit 1999. Nach mehreren Besetzungswechseln in der Anfangsphase haben wir jetzt seit mehreren Jahren ein stabiles Line-up bestehend aus unserem Sänger/Gitarristen Christian Gräter, unserem Schlagzeuger Christian Frank, unserem Bassisten Steffen Singler und meiner Wenigkeit an der Gitarre und den Backingvocals. Wir kennen uns alle schon sehr lange und es passt einfach 100%ig zusammen.

NecroWeb: Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen CD “End Of Time”. Was erwartet den Hörer (u.a. stilistisch) darauf?

Markus: Vielen Dank für die Lorbeeren.
Aus stilistischer Sicht lässt sich unsere Musik am ehesten in Richtung melodischen Power Metal einordnen. Wobei diese Eingrenzung der CD natürlich nicht ganz gerecht wird.
Ich denke, wem Bands wie z.B. Evergrey, Queensryche, Edguy etc. gefallen, dem wird auch unsere neue Scheibe zusagen.
Am besten macht ihr Euch aber selbst ein Bild und checkt unsere Homepage oder den folgenden Albumtrailer:

Aus produktionstechnischer Sicht erwartet die Hörer eine von Sascha Paeth genial in Szene gesetzte, natürliche und zugleich heavy klingende Metal-Scheibe.
Wir sind unheimlich stolz auf das Endergebnis und freuen uns tierisch auf die Veröffentlichung am 15.06.2012.

 

NecroWeb: Welche Aussage möchtet Ihr mit der Wahl des Albumtitels “End Of Time” treffen? Welche Bedeutung steckt hinter diesem?

Markus: Uns gefiel von Anfang an die Atmosphäre, die dieser Albumtitel erzeugt. Unser Sänger/Gitarrist Chris hatte zudem ziemlich schnell das geniale Frontcover der CD entworfen und es hat einfach wie die Faust aufs Auge gepasst. Wir verfolgen mit dem Titel aber keine konkrete Aussage – also keine ’2012-geht-die-Welt-unter’-Thematik. Da kann sich jeder nach Belieben seine eigene Meinung dazu bilden. Ansatzpunkte findet man hierzu ja sehr viele.

 

NecroWeb: Ähnlich wie der Albumtitel hat ja auch der Bandname für Euch Musiker eine spezielle Bedeutung. Wie ist es zum Namen DESTINATION’S CALLING gekommen?

Markus: Bevor wir DESTINATION’S CALLING gegründet haben, gab es mehrere ‘Vorgängerbands’. Da haben wir schon etliche Namen verbraten. Für DC wollten wir etwas Besonderes und haben lange überlegt. Wir haben dann eine laaannngggeee Liste mit verschiedenen Namensvorschlägen gemacht und bei DESTINATION’S CALLING hatten wir alle ein gutes Gefühl.
Der Name soll bedeuten, dass jeder eine Bestimmung hat, bewusst oder unbewusst. Jeden ruft sein eigenes Schicksal – ziemlich bedeutungsschwanger, nicht wahr?! :-D

 

NecroWeb: Elf Songs haben es auf “End Of Time” geschafft. Wie muss man sich den Prozess (vom Komponieren/Songwriting bis hin zur Auswahl einzelner Lieder für die Endfassung des Albums) bei Euch vorstellen?

Markus: Zu Beginn entwerfen unser Sänger Chris und ich erste Songideen. Dabei handelt es sich manchmal um einzelne Refrains, kurze Textpassagen, Gitarrenläufe oder auch schon um mehr oder weniger fertige Songs.
Diese Ideen nehmen wir dann auf und arbeiten mit verschiedenen Musikprogrammen weiter an den Songs.
Diese Rohversionen schicken wir dann untereinander per E-Mail rum, damit jeder daran rumnörgeln kann :-D bzw. seine Parts ausarbeiten kann.
In dieser Phase des Songwritings filtern wir auch schon gute und weniger gute Ideen. Dadurch konzentriert sich der Arbeitsprozess auf die ausgewählten Ideen und so können wir effizienter arbeiten.
Im weiteren Verlauf entstehen dann auch meist die Texte zu den Liedern.
Wir treffen uns dann in größeren Abständen, um die Songs gemeinsam zu bearbeiten und zu verfeinern.
Wenn es dann auf die Aufnahmesession zugeht, machen wir eine sogenannte Vorproduktion. Dabei nehmen wir die Songs mit unserem Equipment im Proberaum nochmal grob auf und setzen den letzten Schliff an.
Danach übt jeder seine Parts bis zum Umfallen und dann geht es los mit den Aufnahmen.

 

NecroWeb: Würde es eine Singleauskopplung geben, welchen Song von “End Of Time” würdet Ihr wählen und warum?

Markus: Ich denke, wir würden wahrscheinlich “Feel The Rain” oder “Soulbound” nehmen.
Die beiden Lieder sind sehr kraftvoll und eingängig zugleich. Sie zeigen sehr deutlich, wofür DESTINATION’S CALLING steht und machen auf der Bühne auch viel Spaß.

NecroWeb: Inwiefern habt Ihr Euch zwischen Eurem Vorgänger “Invisible Walls” und der aktuellen CD “End Of Time” Eurer Meinung nach sowohl musikalisch als auch textlich verändert oder weiterentwickelt?

Markus: Eine wesentliche Veränderung bzw. ein wesentlicher Unterschied der beiden Alben ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass wir bei “End Of Time” erstmals die Gitarren-, Bass- und Gesangsspuren selbst aufgenommen haben. Dadurch hatten wir vor allem bei den Gesangsaufnahmen mehr Zeit und konnten detaillierter an den einzelnen Parts arbeiten.
Bei “Invisible Walls” hatten wir insgesamt acht Tage für den Gesang, bei “End Of Time” haben wir uns dafür ca. vier Wochen Zeit genommen.
Durch die Zusammenarbeit mit Sascha Paeth hat sich natürlich auch der Sound etwas gewandelt. Wir haben auf “End Of Time” einen wesentlich natürlicheren Sound, der gleichzeitig deutlich heavier ist als bei “Invisible Walls”.
Insgesamt hört sich “End Of Time” für mich etwas homogener an was die Songs angeht und das wirkt sich natürlich auch auf die Texte aus.
Inhaltlich verfolgen wir keinen roten Faden und die Texte lenken bei “End Of Time” das Augenmerk auf verschiedene Themen. Ein zentraler Punkt ist z.B. das Thema ‘Verlust’. Es wird in den Songs “Dark Poem” und “Dreams Died On The Road” aufgegriffen und beschreibt die Gefühle, die man hat, wenn man eine wichtige Person aus seinem Leben verliert.
NecroWeb: Bisher seid Ihr noch bei keinem Label unter Vertrag. Ist dies eine bewusste Entscheidung oder seid Ihr auf der Suche?

Markus: Du hast Recht. Wir veröffentlichen das Album in Eigenregie. Wir hatten zwar Angebote von einigen Plattenfirmen vorliegen, aber leider war keines dabei, dass uns durchweg überzeugt hat. Deshalb haben wir den Entschluss gefasst, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben dahingehend ja auch schon etwas Erfahrung, denn unser Vorgängeralbum “Invisible Walls” hatten wir zunächst auch in Eigenregie veröffentlicht.
Auch ohne Plattenfirma haben wir ein Vertriebsnetz aufgebaut, indem wir z.B. mit verschiedenen Metal-Mailordern und auch mit Amazon.de zusammenarbeiten. Es macht natürlich auch entsprechend viel Arbeit, aber auf der anderen Seite haben wir so alles in der eigenen Hand.

NecroWeb: DESTINATION’S CALLING live. Womit muss der Zuschauer rechnen?

Markus: Auf alle Fälle mit einer schweißtreibenden Live-Show. Wir geben immer 110% und haben unheimlich viel Spaß auf der Bühne. Ich würde ja gerne sagen, dass wir 10 Tonnen Pyros abbrennen und grundsätzlich nur mit Laser-Show auftreten, aber so weit sind wir noch nicht. Deshalb läuft es einfach ‘nur’ auf ein geniales Metalkonzert hinaus. Nicht mehr, aber mit Sicherheit auch nicht weniger :-)
NecroWeb: Wo siehst Du DESTINATION’S CALLING in 5 Jahren?

Markus: Wir werden voraussichtlich immer noch hochwertige Musik schreiben und CDs aufnehmen. Ich hoffe natürlich, dass wir auch regelmäßig Konzerte spielen werden und bei der ganzen Sache immer noch so viel Spaß haben, wie es im Moment der Fall ist. Vielleicht ergibt sich ja auch mal die eine oder andere Tournee oder die Möglichkeit auf größeren Festivals zu spielen. Man wird sehen.

 

NecroWeb: Nun unsere Schnellschussfragen:
Das Beste an DESTINATION’S CALLING sind…

Markus: …die unglaublich gut aussehenden Musiker ;-)

 

NecroWeb: Liebste Internetseite?

Markus: www.spiegel.de

 

NecroWeb: Welches Konzert hast Du zuletzt als Besucher genossen?

Markus: Judas Priest in Nürnberg. Das war echt der Hammer!

 

NecroWeb: Fans sind…

Markus: …unser Rückhalt. Sie unterstützen uns, wo es nur geht und machen bei den Konzerten immer Stimmung.

 

NecroWeb: Metal ist…

Markus: …einfach genial.
NecroWeb: Wenn Du wiedergeboren würdest, als was?

Markus: Als Roadie bei der “Black Album”-Tour von Metallica zu Beginn der 90er Jahre.

 

NecroWeb: Das macht mich wütend…

Markus: Verlogenheit und Hinterlist.
NecroWeb: Wenn Du Erfinder wärest, was würdest Du entwickeln?

Markus: Eine ausgereifte Technik, um den Wirkungsgrad der Stromerzeugung mit Hilfe von regenerativen Energien zu erhöhen.

 

NecroWeb: Schönstes Urlaubsziel?

Markus: Paris. Kann man zu jeder Jahreszeit immer wieder Neues entdecken.

 

NecroWeb: Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Markus: Frühaufsteher!

 

NecroWeb: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Euch alles Gute für die Zukunft!
Möchtest Du unseren Lesern noch etwas mitteilen?

Markus: Zunächst noch einmal herzlichen Dank für das Interview und viele Grüße an alle Leser.
Checkt unsere Homepage www.destinationscalling.com und hört Euch die CD an. Es lohnt sich. Bis bald…

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