DESECRESY - Arches Of Entropy CD

von blizzard

  • Verlag : Xtreem Music
  • Bewertung : 9 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 00.11.2010
  • Spielzeit : 44:19 min
DESECRESY - Arches Of Entropy Bild

DESECRESY - Arches Of Entropy (© Desecresy)

Tommi Grönqvist und Jarno Nurmi gründeten Desecresy im Jahr 2009 mit dem Ziel, Death Metal so darzubieten, wie er sein sollte – nämlich angereichert mit dunkler, drückender Atmosphäre.

Und alle Achtung, das finnische Duo vertritt sein Land überaus eindrucksvoll und serviert uns untrendigen, morbiden Todesblei der besonderen Art.
Fraglos standen dabei alte Bands wie Disgrace oder Abhorrence Pate, denn Fakt ist, dass man mit “Arches Of Entropy” in eine ähnliche Kerbe schlägt und dieser unheilige Batzen entsprechend aus den heimischen Boxen rumpelt. So dürften spätestens jetzt die Alarmglocken bei all denen schrillen, die mit genannten Bands auch heute noch etwas anfangen können und wer ein komplexes Werk sucht, der darf die nächsten Zeilen getrost weglassen.
Vielmehr überzeugen die Nordmänner nämlich durch simple und dennoch eingängige Kompositionen und ganz in der Tradition der alten Garde ist “Arches Of Entropy” in der Tat ein ziemlich finsteres Stück Death Metal, was aber zudem durch eine Vielzahl melodischer Gitarrenläufe gefallen kann.
Schleppendes Klanggut ist dabei keine Seltenheit und überhaupt lässt sich den Burschen eine recht eigene Schiene bescheinigen. Man konzentriert sich auf das Wesentliche, verpackt das Ganze in ein schön morbides Klanggewand und dürfte damit bei einem Underground Label wie Xtreem Music bestens aufgehoben sein.

Leider scheinen sich heutzutage die meisten Bands wohl nicht mehr damit identifizieren zu können, geht man doch hier einen eindrucksvollen Weg, der den wahren Spirit vergangener Tage wiedergibt, um damit auch irgendwie den alten Göttern zu huldigen, die diese Art der Musik aus Überzeugung und nicht aus finanziellen Aspekten darboten. Schon allein deshalb darf “Arches Of Entropy” als absolutes Pflichtalbum angesehen werden, gerade für all diejenigen, deren Herz für die kultigen Anfangstage schlägt.
Was bleibt, ist ein überaus authentisches Werk, von dessen Sorte es leider viel zu wenige gibt.

Trackliste

01 In The Beginning
02 Manifestation
03 Parthogenesis II
04 Path Of The Descendent
05 The Final Realm
06 The Harbinger
07 Ritual Ruins
08 Falling Kingdom
09 Artilect
10 Through Eternity

Autor

Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!