CYDONIA – Sinus Medii

von blizzard

  • Verlag : SkullLine
  • Bewertung : 9 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 00.08.2012
  • Spielzeit : 58:32 min
  • Inhalt : limitiert auf 50 Einheiten
CYDONIA - Sinus Medii

CYDONIA – Sinus Medii (© SkullLine)

Hinter Cydonia verbirgt sich niemand anderer als Baron Von S’, der durch sein fleißiges Werkeln bei Barbarossa Umtrunk sicherlich so einigen Hörern bekannt sein dürfte.
Dieser Name ist aber auch die einzige Verbindung, denn musikalisch fährt der Musiker hier doch eine andere Schiene. Kein Zeichen von komplexen Songstrukturen, regiert doch vielmehr ein ambientes Grundfundament das Geschehen.

“Sinus Medii” ist von ruhiger Natur und vermag es stellenweise, den Hörer auf wunderbare Art zum Träumen zu verleiten.
Wie die Optik und der lateinische Titel bereits erahnen lassen, lädt man uns ein, zu einer kosmischen Reise durch unserer Galaxie, weshalb es auch nicht weiter verwundern sollte, wenn man hier und da einen spacigen Einschlag bemerkt.

Mit “Valles Marineris” beginnt der Silberling allerdings erst einmal recht unauffällig, ehe mit dem folgenden “The Sphinx Of Mars” so richtig Schmackes aufkommt.
Bereits jetzt empfiehlt es sich, die Augen zu schließen, um sich so dieser Welt voll hingeben zu können.
Erwähnter Space-Charakter springt dann besonders bei “The Sentinel” ins Ohr, wogegen “Sagittarius A” und “Eye Of Japet” mit stimmigen Melodien auffallen können.
Ebenfalls macht sich ein Hauch Bedrohlichkeit mitunter bemerkbar, lässt doch gerade “Towers On The Moon” diesbezüglich grüßen.

Den Kosmos mithilfe von spacigen Klangstrukturen zu beehren, ist sicherlich kein Neuland, aber mit Cydonia hat sich der Künstler in der Tat ein solides Standbein aufgebaut, weshalb man sich diesen Namen unbedingt merken sollte.

Merkwürdigerweise wollte gerade beim ersten Besuch “Sinus Medii” nicht so richtig zünden, was ich mir im Nachhinein gar nicht so recht erklären kann, denn bereits beim zweiten Durchlauf hinterließen die Stücke einen ganz anderen Eindruck auf mich, vermochten schnell zu fruchten und überzeugten in jeder Hinsicht.

Bleibt nur noch anzumerken, dass mit “Sinus Medii” in der Tat ein kleiner Diamant vorliegt, der aber seine Klasse nicht auf Anhieb offenbart.
Wer sich allerdings die Zeit nimmt und tief in dieses Geschehen eintaucht, der wird von dieser Scheibe aus dem Hause SkullLine komplett überzeugt sein.

Cydonia – “The Sphinx Of Mars”

Trackliste

01 Valles Marineris
02 The Sphinx Of Mars
03 Mons Olympus
04 Sagittarius A
05 Nibiru
06 The Sentinel
07 Eye Of Japet
08 Towers On The Moon
09 Neuschwabenland (Escuadron De La Muerte Tribute)

Autor

Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!