CHRISTINE LEHMANN – Totensteige
von Hypnotoad
- Verlag : Argument Verlag / Ariadne Kriminalroman
- Bewertung : 2 von 10 Punkte
- Format : Buch
- Veröffentlichung : 07.03.2012
- Autor : Christine Lehmann
- Seitenzahl : 537
- ISBN oder ISSN : 978-3-86754-189-3
- Sprache : Deutsch

CHRISTINE LEHMANN – Totensteige (© Ariadne Kriminalroman)
Lisa Nerz, eine Journalistin, hat das Talent, immer ein wenig zu dicht am Geschehen von Kriminalfällen zu sein. Auch als sie sich mit dem kontroversen Thema ‘Geisterjäger’ und paranormale Phänomene beschäftigt, stößt sie bei ihren Recherchen auf die Leiche eines Wissenschaftlers. Dieser wurde wirklich übel zugerichtet und man hat dem Körper das Herz entnommen.
Selbstverständlich geht Lisa Nerz diesem Fall auf eigene Faust nach und taucht immer tiefer in eine Klischee beladene Welt ein, in der selbst sie als Skeptikerin recht bald anfängt sich zu fragen, ob es nicht doch Mächte zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht verstehen …
Der Plot von “Totensteige”, dem elften Band der Reihe um die Protagonistin Lisa Nerz, ist durchaus spannend und gut ausgedacht. Leider ist das Buch dermaßen lieblos und vor Fehlern strotzend umgesetzt, dass es keinen Spaß macht, es zu lesen.
Der Schreibstil der Autorin Christine Lehmann schwankt zwischen simpel und gestelzt und verlangt dem Leser schon einiges ab.
Viel schwerwiegender ist aber die Tatsache, dass kein vernünftiges Lektorat vor der Veröffentlichung von “Totensteige” eingesetzt wurde, denn im Buch wimmelt es vor teilweise krassen Logikfehlern.
Diese sind teilweise so dicht beieinander, dass man gerne auch mal den Kopf gepflegt auf die Tischplatte knallen möchte, weil es so offensichtlich ist.
Ebenfalls sind einige für die Handlung wichtige Passagen viel zu knapp und nebensächlich beschrieben. So schafft es Christine Lehmann tatsächlich, den Fund der Leiche – eine extrem wichtige Situation – in exakt drei Sätzen abzuhandeln. Davon ist einer fehlerhaft.
Wenn man bedenkt, dass es sich um einen grausamen Fall handelt, bei dem der Körper aufs Übelste zugerichtet ist, ist dieser Umfang der Beschreibung deutlich zu wenig und wirkt lieblos hingerotzt.
Durch diese Ansammlung an Fehlern und Unstimmigkeiten macht das Lesen wirklich keine Freude.
Ich denke sogar, dass viele so enttäuscht sein könnten, dass sie dieses Buch nicht beenden.
Ein weiteres Problem ist der Vorteil, dass man nicht wirklich mit diesem Band in die gesamte Serie einsteigen kann, weil einige elementare Informationen – insbesondere über die Hauptfiguren – fehlen.
Insgesamt kann ich “Totensteige” so gar nicht weiterempfehlen und vergebe entsprechend nur zwei magere Punkte.

(© Christine Lehmann)






Autor
“Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson