CHRISTIAN KRUMM – Century Media. Die Geschichte Eines Labels
von blackrose
- Verlag : Verlag Nicole Schmenk
- Bewertung : 9.5 von 10 Punkte
- Format : Buch
- Veröffentlichung : 23.04.2012
- Autor : Christian Krumm
- Seitenzahl : 208
- ISBN oder ISSN : 978-3-943022-09-4
- Sprache : Deutsch

CHRISTIAN KRUMM – Century Media. Die Geschichte Eines Labels (© Verlag Nicole Schmenk)
Nachdem sich in der Vergangenheit stets Bands in Biografien über ihre ganz individuellen Werdegänge ausgelassen haben, teilt sich nun auch ein Label der Öffentlichkeit mit.
Die Rede ist von der kaum mehr aus der Metal-Szene wegzudenkenden Plattenfirma Century Media, deren Geschichte von Christian Krumm auf Papier gebracht wurde.
Das Resultat steht als Hardcover namens “Century Media – Do It Yourself. Die Geschichte Eines Labels” in den Buchläden und sollte auch in den heimischen Regalen eines jeden Metal-Freundes nicht fehlen, denn neben labelinternen Informationen hält “Century Media” zudem einige interessante Eckdaten über die (ehemaligen und aktuellen) hauseigenen Bands parat.
Das übersichtliche und sinnvoll gegliederte Inhaltsverzeichnis sorgt dabei gleich zu Beginn für ein schnelles Zurechtfinden.
Ob themenorientiert oder chronologisch – in “Century Media” findet sich der Leser gut zurecht und kann nach eigenen Bedürfnissen durch die 208 Seiten schmökern.
“Die Geschichte Eines Labels” - Das klingt aber ziemlich trocken? Ganz und gar nicht, denn Krumm versteht es, durch einen lockeren und leicht zu lesenden Schreibstil selbst aus faden Themen eine spannende und informative Lektüre zu zaubern.
Diesbezüglich verknüpft er die Fakten mit anschaulichen Beispielen, unterhaltsamen Anekdoten oder interessanten Porträts.
Nach einem Grußwort von Robert Kampf, dem Gründer von Century Media, und dem Vorwort des Autors geht es bereits mit dem “Intro” los.
Atmosphäre wird aufgebaut, das Label dem Leser nahegebracht und eine Vertrautheit aufgebaut, als ob man die damit verbundenen Personen schon lange kennt.
Das Kapitel “”Punkrock” 1989-1994″ leitet dann die eigentliche Geschichte des Labels ein, die eng verbunden ist mit Bands wie Despair und dem Genre Death Metal.
Kurze Porträts über die weiteren bei Century Media beheimateten Genres (wie beispielsweise Black Metal, American Heavy Metal, Power Metal oder Pagan Metal) in Verbindung mit Kurzbiografien der dazugehörigen labeleigenen Bands runden den gebotenen umfassenden Inhalt von “Century Media” ab.
Diesbezüglich seien auch die zahlreichen schwarz-weiß Aufnahmen erwähnt, die das Buch visuell bereichern und den Inhalt angenehm auflockern.
Für all jene, die ganz allgemein an der Musikindustrie interessiert sind, entpuppt sich das Abschlusskapitel “Outtakes” als richtige Quelle.
Hier (insbesondere in den Abschnitten “Das Label – die Traumfabrik?” und “Zwischen Leidenschaft und Kommerz”) zeigen nicht nur Interviewausschnitte mit Century Media Mitarbeitern, wie es bei einem Label zugeht, sondern Unterkapitel wie “Krise der Musikindustrie” oder “Das Musikgeschäft heute” geben zudem ausschnitthaft Auskunft darüber, wie es um die Musikindustrie steht.
Ein weiterer Pluspunkt an dieser außergewöhnlichen Biografie ist letztendlich noch die darin vorherrschende Objektivität. Krumm platziert zwar passend Interviewzitate, bleibt jedoch stets sachlich und unvoreingenommen. Dies überträgt sich ebenfalls auf den Leser, der mit “Century Media” einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen darf.
Ein lohnenswertes Buch, an dem es so gut wie nichts auszusetzen gibt. Daher folgen verdiente 9,5 Punkte.
Christian Krumm über “Century Media”

(© Nadezda Agapova)







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