ARKTAU EOS – Ioh-Maera

von blizzard

  • Verlag : Svart Records
  • Bewertung : 9 von 10 Punkte
  • Format : CD
  • Veröffentlichung : 16.11.2012
  • Spielzeit : 46:10 min
  • Inhalt : nur als CD erhältlich
ARKTAU EOS - Ioh-Maera

ARKTAU EOS – Ioh-Maera (© Svart Records)

Das Duo Arktau Eos stammt aus Finnland, existiert seit 2005, hat aber bislang, im Gegensatz zu anderen Kollegen, noch nicht so wirklich viel hervorgebracht. Das macht jedoch nichts, denn in diesem Fall gilt wohl eher der Leitspruch: Klasse statt Masse.

Dabei ist es kein Geheimnis, dass man zur Erzeugung der jeweiligen Vertonungen unter anderem selbst entworfene Holz- und Knocheninstrumente, diverse Gongs oder alte Synthesizer verwendet.
Das Ergebnis ist als überaus mystisch und rituell zu bezeichnen, lässt stilistisch gar einen Vergleich mit Halo Manash zu, wobei es auch nicht weiter verwundert, dass einer der Musiker auch in jener Ausnahmeformation mitwirkt..

“Ioh-Maera” beinhaltet übrigens eine Liveperformance in Verbindung mit einer Kunstausstellung in Bukarest. Diesbezüglich arbeitete man mit dem Künstler und Musiker Costin Chioreanu zusammen.
Das Resultat sind fünf recht lange Vertonungen, die durchaus als Soundtrack für spirituelle Sitzungen durchgehen könnten und zum tiefen Innehalten einladen.
Wer sich die benötigte Zeit nimmt und sich “Ioh-Maera” völlig hingibt, den erwartet ein sehr interessantes Werk, welches auch mit etwas weniger Vielfalt eine beeindruckende Aura erschafft.

So lässt sich “Sunken Luminaries” gar ins reine Lager des Dark Ambient einordnen und ist trotz minimalistischer Umsetzung eines der besten Stücke.
Ebenso fährt das folgende Titelstück jene Schiene und der rituelle Aspekt ist somit bei “Unbinding Kaamos” und “Noxfaros” am prägnantesten.
Die letzte Vertonung spricht mich allerdings mit ihrer Gesangsumsetzung nicht wirklich an.
Dass man diesbezüglich trotzdem richtig auftrumpfen kann, lässt sich wiederum an dem Opener feststellen.

Arktau Eos lassen sich mit vorliegendem Werk letztendlich jedem ans Herz legen, der mystischen Klangformen verfallen ist und dabei eine gewisse Atmosphäre sucht.
Davon gibt es nämlich auf “Ioh-Maera” mehr als genug, weshalb man hier in der Tat ein sehr lang anhaltendes, interessantes Stück Musik präsentiert bekommt.

Arktau Eos – “Sunken Luminaries”

(© Arktau Eos)

Trackliste

01 Unbinding Kaamos
02 Noxfaros
03 Sunken Luminaries
04 Ioh-Maera
05 Otherstone Refraction

Autor

Nichts ist verachtenswerter als die Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens- Pelzträger gehören an den Pranger!