ALDAARON – Supreme Silence
von Don Peperoni
- Verlag : Trollzorn
- Bewertung : 9 von 10 Punkte
- Format : CD
- Veröffentlichung : 27.04.2012
- Spielzeit : 42:30 min

ALDAARON – Supreme Silence (© Trollzorn)
Die Band Aldaaron aus Frankreich wurde nach eigenen Angaben 2004 in den dunklen Wäldern der französischen Alpen gegründet.
Als erstes Lebenszeichen des Trios erblickte das Demo “Des Légendes Et Anciens Dieux” aus dem Jahre 2007 das Licht der Welt, dem drei Jahre später der erste Silberling mit dem Titel “Nous Reviendrons Immortels” folgte.
Aktuell behaupten sich die Mannen mit dem Album “Suprême Silence”, das traditionell in der Landessprache komponiert ist.
Inspiriert sind die Texte von der Mystik der Natur, nachdem die Menschheit inmitten des Langspielers ihre Existenz eingebüßt hat.
Verpackt wird das Ganze in sehr rasant erscheinendem Black Metal, der ungeachtet des Tempos enorm viel Melodie und Atmosphäre besitzt. Obwohl die Nihilisten von Aldaaron offiziell unter der Pagan-Flagge kämpfen, so ist der Sound fernab diverser Viking- und Humppakombos anzusiedeln.
Selbst geben die Jungs an, sich in Richtung des Albums “Storm Of The Lights Bane” von Dissection zu bewegen, und genau diese Band ist es auch, an die mich Aldaaron erinnert.
Um einen weiteren Vergleich in die Runde zu werfen, sind die Alben von Borknagar bis zum Jahre 2001 (also bevor sich deren Musik unter anderem durch die Stimme von Andreas Hedlund (Vintersorg) in eine andere Richtung entwickelte) zu benennen.
Wie gesagt haben es die Franzosen sehr eilig und entgegen der Drumpassagen, die wie eine Kesselpumpe auf LSD aus den Boxen rattert, sind durchaus überzeugende Rhythmen zu vernehmen.
Ähnlich verhält es sich mit den Riffs, die trotz der hohen Geschwindigkeit enorm viele epische Momente hervorrufen.
In so ein Schlachtwerk eine gehörige Portion Atmosphäre zu integrieren, ist eine Kunst für sich, die die Musiker von Aldaaron zweifelsohne beherrschen.
Um die Abwechslung zu erweitern, sind im zweiten Stück Violinenklänge zu vernehmen.
“Suprême Silence” ist eine gelungene Produktion, die alle Kriterien des Schwarzmetalls erfüllt.
Tobende Aggression und ein gehöriges Ambientschema vereinen sich zu purem Hörgenuss, der seinesgleichen in den 90ern findet. Obschon offiziell im Pagan-Bereich agiert wird, ist dieser Silberling eher für Leute des gewöhnlichen Black Metal geschaffen.
Einziger Kritikpunk ist lediglich, dass der Gesang im vorherrschenden musikalischen Orkan oft etwas schüchtern in Erscheinung tritt. Aber mehr Einwände kann und will ich gegen das Album “Suprême Silence” nicht geben und im Endeffekt stehen die Daumen voller Begeisterung nach oben gerichtet.

(© Aldaaron)
Trackliste
01 Renégat
02 L´Homme Souverain
03 La Légende Des Fils
04 Une Prière Au Vent De l´Est
05 Játteindrai La Pureté
06 Suprême Silence










Autor
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Das Leben vor dem Tod zu verdammen, wäre demnach auch verkehrt.