A LIFE DIVIDED – The Great Escape Studiobericht

von Tree

  • Datum : 27.09.2012
  • Veranstaltungsort : Geretsried
A LIFE DIVIDED – Studiobericht

A LIFE DIVIDED – The Great Escape Studiobericht (© A Life Divided)

A Life Divided gibt es inzwischen seit 2003. Die Band hat bereits zwei Alben über ein kleineres Label veröffentlicht und 2011 erschien endlich ihr erstes offizielles Album “Passenger”, womit sie ihren Bekanntheitsgrad erheblich erhöhen konnten. Das neue Album soll nun am 18.1.2013 erhältlich sein und vorab wurde NecroWeb schonmal ins Studio eingeladen, um reinzuhören.

Das Studio selbst gibt es seit 1998, es ist klein, gemütlich und so ziemlich genauso wie man sich ein Studio vorstellt. Jürgen und Erik, “Herz und Hinterteil der Band”, haben uns an dem Tag empfangen und machten einen unglaublich sympathischen und natürlichen Eindruck. Während die meisten Jürgen schon als Live-Gitarristen von Eisbrecher kennen und vielleicht auch das ein oder anderemal als Sänger und Frontman von A Life Divided erleben durften, ist Erik eher hinter den Kulissen tätig. Jürgen kümmert sich hauptsächlich um die Vocals und Erik ist für den Sound, das Programming und Mischen verantwortlich. Die Beiden kennen sich schon von klein auf und machen inzwischen schon lange zusammen Musik.


Diese Kombination hat sich auch bei dem neuen Album gelohnt. Der Titel “The Great Escape” ist nach langem Überlegen per Zufall entstanden und passt perfekt, da es zwar “kein Konzeptalbum ist, aber es in jedem Song um irgendeine Art Flucht geht”. Als die Songs fertig aufgenommen waren, wurde es erstmal von Erik gemischt, dann nach Dänemark geschickt. Das Ergebnis war aber nicht so, wie die Künstler sich das vorgestellt hatten, also hat Erik nochmal nachgemischt und es dann noch nach Finnland geschickt. Nun ist es aber endlich fertig und wir durften uns das vollendete Werk anhören. Der erste Song dürfte vielen schon bekannt sein, die A Live Divided dieses Jahr live gesehen haben. Für “The Lost” wurde bei dem Konzert letzten Januars in München das Publikum aufgenommen und die Mitschnitte wurden ausdrücklich verwendet. Der zweite Titel “It aint good” macht weiter richtig Stimmung und lädt vielleicht sogar den ein oder anderen zum gepflegten Headbangen ein. Zu “Clouds of Glas” gibt es eine ganz nette Geschichte. Der Song ist schon 4 oder 5 Jahre alt und war ursprünglich auf Deutsch für Eisbrecher gedacht. Irgendwie hat das aber nicht funktioniert und nun ist es ein recht typischer A Live Divided Song geworden und hat es endlich zu Recht auf ein Album geschafft. Als nächstes folgt die Singleauskopplung “The Last Dance”, womit ihnen, wie der Titel schon vermuten lässt, ein richtiger Tanzflächenmagnet gelungen ist.  Beim nächsten Lied mit dem passenden Namen “Game over” werden ab dem ersten Ton wohl bei vielen Kindheitserinnerungen geweckt. Aber auch wer nicht mehr die ersten Computerspielanfänge mit Nintendo miterlebt hat, wird mit dem Titel etwas anfangen können. Nun kommen wir zu Jürgens persönlichem Lieblingssong auf dem Album.


“Feel” erinnert ganz besonders am Anfang stark an die 80er Jahre und verpasst dem Hörer spätestens beim Refrain eine Gänsehaut. Hier ist auch das erste Mal die Steffi, eine Bekannte aus Amerika, zu hören und verleiht dem Lied noch den letzten Kick. “Perfect Day” ist ein Duett mit keinem geringeren als Chris Harms, dem Sänger von Lord Of The Lost.  “Foreign Rain” hat keine politische Botschaft, worauf wir vorher extra hingewiesen wurden, allerdings war der Track eher ein “Wackelkandidat”, ob er mit aufs Album soll oder nicht. Die Besorgnis war wohl, das er eher “alt klingt”, aber mir persönlich hat er unglaublich gut gefallen, da durch den orientalischen Gesang eine weitere Facette mit aufs Album gebracht wird und der Track damit etwas außergewöhnliches hat, sich aber dennoch wunderbar einfügt. “Wait for me” ist ein unverkennbarer A Live Divided Song.  Einer von Jürgens Lieblingen, “Goodbye”, steigt erstmal etwas härter ein und wechselt immer wieder zwischen diesem und einem etwas softeren Rhythmus. Nun durften wir das allen Live-Gängern bekannte VNV Nation Cover “Perpetual” anhören. Dieses Cover war Eriks Idee, worauf die Band sehr positive Rückmeldung von Ronan Harris persönlich  bekam.


Live durften A Live Divided schon feststellen, dass dieser Song “eine gewisse Macht” hat, da viele sofort bei dem Wort ‘Cover’ anfingen die eingängige Melodie anzustimmen. Mit “Space” folgt eine sehr sanfte Ballade, bei der der weibliche Part wieder von Steffi gesungen wurde. Der Song, der das Album beendet, soll bei A Life Divided immer etwas “atypisches” sein und auch diesesmal ist ihnen das mit “If You Want To” gelungen und sie entlassen den Hörer mit einem entspannten Gefühl. Wir haben im Anschluss noch einen Song zu hören bekommen, der sich “On the Edge” nennt. Die Reihenfolge auf dem Album steht noch nicht zu 100% fest und die Jungs überlegen noch ob sie den letzten Song als Bonus Track auf die virtuelle Single oder doch mit auf die Platte packen sollen. Das Lied vereint verschiedene Elemente, gehört zur härteren Fraktion und sollte meines Erachtens eigentlich auch mit aufs Album. Es bleibt abzuwarten, wie sie sich entscheiden oder ob doch ein anderer Song als Bonustrack auserkoren wird. Lassen wir uns überraschen. Ich zumindest kann es kaum mehr erwarten das endgültig fertige Album “The Great Escape” in meinen Händen zu halten und freue mich darauf den Release am 19.1.2013 bei einem Konzert der Band im Backstage Werk in München zu feiern!

Das Video “Heart On Fire” vom letzten Album “Passenger”:

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